Essen und Trinken - sportlich betrachtet

Der Thread bekommt wahrscheinlich bald einen Warnhinweis:
Bitte nicht auf nüchternen Magen betreten. :wink:

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Championsleague-Halbfinalhinspiel: Paris Saint Germain - FC Bayern München: Poireaux Vinaigrette Mimosa (mit Smashed Potatoes)

Nun denn: nachdem sich bei mir die Euphorie über eine insgesamt - vor allem mental herausragende - Leistung der Bayern gegen Real Madrid wieder etwas gelegt hat, geht es mit einem ganz weiten Blick kulinarisch voraus mal wieder gen Paris am 6.5.2026. Die „Mimosen“ aus Madrid haben wir erfolgreich hinter uns gelassen, der Begriff „Mimosa“ im Rezept verweist allerdings dagegen nur auf die gelbe Färbung der Mimosenblüte, die in Form von Eigelb später eine Rolle spielt (siehe unten) - so wird aus einem simplen Eigelb auf einmal ein botanischer Begriff oder besser gesagt: eine küchentechnische Zubereitung. Poireaux Vinaigrette ist ein recht einfaches Gericht mit gedünstetem Lauch und einer Vinaigrettesauce, die Smashed Potatoes dienen dabei bei mir als Grundlage für eine Hauptmahlzeit. Man kann Poireaux Vinaigrette aber als Beilage für alles Mögliche nutzen - vegetarisch und gesund ist es allemal.

Zutaten (für zwei Personen)

  • 500 g Drillinge (kleine, festkochende Kartoffeln mit einer recht dünnen Schale)
  • 3 EL Rapsöl
  • 3 Stangen Lauch (nur das Weiße und Hellgrüne verwenden, das Dunkelgrüne z.B. für eine Gemüsesuppe aufheben)
  • 2 Bio-Eier
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 1 EL Honig
  • 5 EL Sherryessig
  • 15 EL mildes, fruchtiges Olivenöl
  • 1 Schalotte (oder 1 kleine rote Zwiebel), sehr fein gewürfelt
  • 1 Bund frischer Schnittlauch, fein geschnitten
  • Salz und Pfeffer
  • eine Handvoll Haselnüsse, grob gehackt

Zubereitung: (ca. 45 Minuten)

  • die gut abgewaschenen und abgebürsteten, ungeschälten Kartoffeln in gesalzenem Wasser ca. 20 Minuten gar kochen, abgießen und kurz ausdampfen lassen. Dabei den Ofen auf 220 Grad vorheizen.
  • in der Zwischenzeit die grob gehackten Haselnüsse in einer kleinen, beschichteten Pfanne ohne Öl unter ständigem Umrühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sie anfangen zu duften und leicht braun werden. Dann von der Hitze nehmen und in eine kalte Schale umfüllen
  • Senf, Essig, Honig, Salz und Pfeffer in einer Schale verrühren. Das Olivenöl mit einem Schneebesen langsam beimischen und unterrühren, bis die Vinaigrette relativ dickflüssig wird. Danach die fein gewürfelte Schalotte/Zwiebel und die Hälfte des Schnittlauchs hinzugeben und ebenfalls unterrühren - fertig ist die Sauce für das Rezept
  • die gekochten Drillinge auf einem Backblech mithilfe eines Kartoffelstampfers einzeln flach andrücken. Jeweils mit etwas Rapsöl bepinseln und leicht salzen, ca. 20 Minuten im oberen Drittel des Ofens anrösten lassen
  • während die Kartoffeln im Ofen sind: Vom Lauch den dunkelgrünen Teil abschneiden, den hellgrünen und weißen Teil längs halbieren (die „Haare“ dabei entfernen, den Wurzelansatz aber dran lassen und nicht mithalbieren, er hält die ganze Stange so noch zusammen). Gründlich waschen und ca. 10 Minuten in einem Dampfeinsatz dämpfen, bis er gar ist, aber noch einen leichten Biss besitzt. Danach auf Küchenpapier sehr gut abtropfen lassen und von außen trockentupfen, damit er die Vinaigrette später gut annehmen kann
  • ebenfalls parallel dazu: Die Eier 8 bis 9 Minuten hart kochen, danach abschrecken und schälen. Eiweiss und das feste Eigelb voneinander trennen, das Eiweiss anschließend fein hacken, das Eigelb durch ein feines Sieb in eine Schale streichen („Mimosa“)
  • Die knusprigen Kartoffeln portionsweise auf Tellern verteilen. Den warmen Lauch als halbierte Stangen (erst jetzt den Wurzelansatz entfernen) darauf platzieren (die runde Seite nach oben), die Vinaigrette großzügig über den Lauch und ebenfalls etwas über die Kartoffeln geben. Über den Lauch das gehackte Eiweiß und den Eigelb-„Schnee“, über den ganzen Teller die gerösteten Haselnüsse und den Rest des Schnittlauchs verteilen und dann servieren

Ein einfacher Klassiker der französischen Bistroküche, ergänzt mit den Kartoffeln: wirklich sehr, sehr lecker. In der Hoffnung auf einen Sieg der Bayern in Paris: Bon appétit!

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ja ist denn heut schon Spanien… :star_struck:

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pimientos de padrón :face_savoring_food:

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2 Packungen nur für mich :star_struck:

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Championsleague-Halbfinalrückspiel: FC Bayern - Paris SG : Pommes Macaire mit einem Ragout aus Austernpilzen und Champignons

Nun denn: ein durchaus denkwürdiges Hinspiel mit einer spektakulären Offensivleistung von beiden Mannschaften hat ein 4:5 ergeben aus Bayernsicht. Das gilt es am Mittwoch natürlich auszubügeln - und die Bayern werden sich ordentlich strecken und auch viel Mühe investieren müssen, um das Finale zu erreichen: zutrauen tue ich es dieser Mannschaft aber absolut und unbedingt!

Wie sagte Vincent Kompany so schön: „Wir brauchen in der Allianzarena auch das Publikum mit einer Topleistung!“. Sehr, sehr leider kann ich aus vielen Gründen am kommenden Mittwoch in der Arena nicht zugegen sein (und ich beneide jetzt schon jeden, der das kann!), aber ich trage aus der Ferne mal im Kompany-Sinne einen kulinarischen Beitrag bei, der dem Spiel hoffentlich gerecht werden kann und definitiv auch eine gewisse Leistung benötigt: Pommes Macaire mit Pilzragout.

Eine Kartoffel ist eine Kartoffel ist eine Kartoffel - so könnte man schlicht sagen und es damit abtun. Aber Pommes Macaire sind viel mehr als das: buttrig, außen gut angebraten, innen zart und weich und (in meinem Falle zusätzlich mit etwas knusprigem Speck und Schnittlauch versehen) ein echtes Kartoffelgedicht! Es sind Kartoffeltaler, die auch eine gewisse „Liebe und Zuneigung“ in Form von Handarbeit benötigen, um schlussendlich zu dem zu werden was sie sind. Dazu kommt eine Mischung aus angebratenen Austernpilzen und Champignons, die mit etwas Weißwein und Sahne als Ragout finalisiert wird. Das alles klingt nicht nur gut, das schmeckt auch wirklich - mit Verlaub - verdammt gut. Es ist definitiv kein schnelles Alltagsgericht, aber schließlich gibt es ein CL- Halbfinale mit der Aussicht auf ein Finale auch nicht alle Tage!

Zutaten: (für 2 Personen)

Für die Kartoffeln:

  • 600g mehligkochende Kartoffeln
  • 45g Butter (zimmerwarm)
  • 1 Eigelb
  • 100 g sehr fein gewürfelter Bauchspeck/Bacon mit hohem Fettanteil
  • 1/2 Bund Schnittlauch (in ganz feine Röllchen geschnitten)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 EL Butter, Speckfett und Rapsöl zum Anbraten (siehe unten)

Für das Pilzragout:

  • 200 g Austernpilze
  • 250 g braune Champignons
  • 1 kleine Schalotte oder rote Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 1 Zehe Knoblauch (sehr fein gehackt)
  • 200 ml Sahne
  • ein großzügiger Schuss trockener Weisswein (ich habe einen Riesling gewählt)
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Peffer
  • 3 EL Rapsöl
  • ein klein wenig hochwertiges Olivenöl

Vorbereitung der Macaire-Kartoffeln am Morgen: (ca. 90 min + Wartezeit im Kühlschrank)

  • die Kartoffeln bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ca. 60 Minuten im Ofen in einer möglichst kleinen Auflaufform auf einer Unterlage von etwa 1 cm Höhe aus grobem Meersalz garen (das Salz entzieht Feuchtigkeit)
  • in der Zwischenzeit den Bauchspeck kalt in eine große, beschichtete Pfanne ohne Fett geben, die Pfanne erhitzen auf fast maximale Stufe und den Speck kross anbraten, danach herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das dabei ausgelassene Speckfett für die Pilze in der Pfanne belassen und aufbewahren für später
  • nach den 60 min die fertigen Kartoffeln erst mal im Ofen lassen, den Ofen ausschalten und die Tür leicht öffnen. Dann die sehr heißen Kartoffeln nacheinander einzeln aus dem Ofen nehmen, mit einem Küchentuch halten, längs halbieren und das Innere mit einem Löffel ausschaben und auf ein feines Metallsieb geben
  • die ausgeschabte, heiße Masse je Kartoffel sofort mit der Rückseite eines großen Löffels oder besser mit einem flexiblem Teigschaber durch das Sieb in eine Schüssel streichen. Den Abrieb an der Unterseite des Siebes dabei mitnehmen. Dies wiederholen für alle Kartoffeln
  • in die feine Masse anschließend die zimmerwarme Butter, das Eigelb, den krossen Speck und ein Drittel des Schnittlauchs mischen. Mit ganz wenig Salz (der Speck liefert auch Salz), mehr Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit einer Gabel vermischen und etwas abkühlen lassen
  • die Masse auf einem Backpapier zu einer länglichen Rolle an der langen Seite des Backpapiers vorformen mit ca. 5 cm Durchmesser (Platz zum Rand lassen). Dann die Masse im Backpapier kompakt einrollen und glätten durch Rollen. Die Enden wie ein Bonbon fest eindrehen, um die Masse weiter zu verdichten und eine Oxidation der Masse zu vermeiden
  • die Masse in der Rolle mehrere Stunden lang im Kühlschrank fest werden lassen (sie lässt sich danach besser schneiden)

Die eigentliche Zubereitung (ca. 30 min)

  • die Pilze putzen, die Champignons (wenn sie eher klein sind) vierteln oder scheibenweise schneiden. Die Austernpilze vom Hut zum Stiel hin mit der Hand in ca. 1cm breite Streifen zupfen (das ergibt eine schöne, unregelmäßige Struktur an der Oberfläche, an der die Sauce später gut haften bleibt)
  • eine Edelstahlpfanne mit Rapsöl knapp am Boden bedeckt auf recht hohe Hitze erwärmen
  • die Pilze darin anschließend in zwei Portionen, damit sie immer Kontakt zur Bodenfläche der Pfanne haben, scharf anbraten (sie müssen quietschen beim Wenden), bis sie deutliche Röststellen bekommen und an Flüssigkeit verlieren. Gen Ende der zweiten Portion die Schalotte/Zwiebel und den Knoblauch ganz kurz mitanbraten
  • die erste Portion Pilze mit in die Pfanne geben und mit einem großzügigen Schuss Weißwein ablöschen, den Bratansatz in der Pfanne damit entfernen und den Weißwein fast komplett einkochen lassen ohne Deckel
  • in der Zwischenzeit im Backofen zwei große, flache Teller bei 70 Grad anwärmen
  • die Sahne den Pilzen hinzugeben und langsam bei mittlerer Hitze bis zur gewünschten Sämigkeit einköcheln lassen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken
  • während die Sahne langsam eindickt: die große beschichtete Pfanne mit dem ausgetretenen Speckfett und ggf. etwas zusätzlichem Rapsöl (so dass der Boden vollständig knapp bedeckt ist) auf mittlere bis hohe Hitze erwärmen. Derweil die Kartoffelmasse im Backpapier aus dem Kühlschrank nehmen, das Backpapier entfernen und die Rolle mit einem scharfen, unter warmem Wasser erwärmtem Messer in 10 gleichgroß breite Scheiben (Taler) von etwa 2 cm Dicke schneiden. Ist die Pfanne heiß genug, die Taler von einer Seite mehrere Minuten goldbraun anbraten, dann wenden. Die Butter dazugeben und wenn sie geschmolzen ist, immer wieder mit einem Löffel über die bereits angebratene Seite geben (arrosieren), nach weiteren einigen Minuten die Taler aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier ablegen

Anrichten (pro Portion)

  • einen kreisförmigen Saucenspiegel aus dem Pilzragout auf den vorgewärmten, großen flachen Teller geben
  • fünf Macaire-Taler am Rand im Fünfeck teils auf dem Ragout, teils auf dem Tellerrand verteilen, damit die Oberseite und auch die Unterseite leicht knusprig bleibt
  • einige wenige Pilzstücke zusätzlich mittig oben auf den Teller setzen
  • mit etwas restlichem frischen Schnittlauch die Kartoffeltaler garnieren, den Rest des Schnittlauchs auf ein Geodreieck (endlich mal eine sinnvolle Verwendung dieses Geometriewerkzeugs aus dem Matheunterricht im Alltag!) legen und damit mittig eine gerade Linie ziehen (den Schnittlauch dabei mit einer Messerspitze vom Geodreieck auf die Linie „schubsen“). Zum Schluss ein paar wenige Tropfen hochwertiges Olivenöl über die Rahmsauce, aber nicht über die Kartoffeln träufeln

Dieses Gericht kann man ohne Zweifel in zumindest ähnlicher Form in der durchaus gehobeneren französischen Küche finden: es selbst zubereitet zu haben, hebt es gefühlt noch einmal eine Stufe höher an. Einem Sternekoch wird es dabei nicht zwingend die Tränen der Rührung in die Augen treiben, aber deutlich mehr als nur reine „Ernährung“ ist es allemal. Lieber Vincent: ich habe mir in deinem Sinne Mühe gegeben :wink:.

Bon appétit a tous - hoffentlich auf das Finale!

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Sieht sehr lecker aus.
Nur das Geodreieck hat mich etwas irritiert. Ich hoffe für das nächste Rezept benötigt man keine Logarithmentafel. :wink:

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Zum Championsleaguefinale in Budapest: Francia Saláta

Nun denn, es ist wie es ist: die Bayern sind im Halbfinale der Championsleague ausgeschieden. Und wenn man ganz ehrlich ist - trotz aller Diskussionen um eine unzweifelhaft eher schwache Schirileistung im Rückspiel - zumindest nicht völlig unverdient. Oder andersherum formuliert: PSG war über die beiden Spiele gesehen einfach effizienter vor dem Tor. Es war sehr knapp, aber es hat leider ebenso knapp nicht gereicht. Trotzdem haben mir die Bayernspiele in dieser Saison, auch in der Championsleague, jede Menge Freude bereitet!

Es sind zum Finale noch so einige Tage hin, aber ich möchte hier heute schon einmal einen dazu passenden Rezeptvorschlag aus Ungarn teilen (und damit meine kulinarische CL-Begleitreise für die Saison 25/26 abschließen), der auf „gute Hausmannskost“ ausgelegt ist und durchaus als Soul-Food dienen kann, um den Frust über das Ausscheiden etwas erträglicher zu gestalten: Francia Saláta. Es ist kein ursprünglich französischer Salat, wie der Name vielleicht vermuten lässt, er ist eher nahe am Oliviersalat gelegen: ein sehr deftiger und gehaltvoller Kartoffelsalat, der durchaus als vollwertige Mahlzeit dienen kann. Über eine „sportliche Ernährung“ reden wir hier bei Zutaten wie ordentlich Schmand und Mayonnaise eher nicht - das ist auch klar…

Zutaten (für etwa 4 Portionen als Hauptmahlzeit)

  • 500 g Kartoffeln (festkochend)
  • 500 g Karotten
  • 300 g Erbsen (TK)
  • 2 Äpfel (etwas säuerlich, z.b. Granny Smith)
  • 6 Gewürzgurken
  • 1 kleiner Bund Dill
  • 1 kleiner Bund Schnittlauch
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 400 g Schmand
  • 250 g Mayonnaise
  • 4 hartgekochte Eier
  • 1 EL Dijonsenf
  • 1 EL Puderzucker
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 8 Scheiben recht hochwertiger Kochschinken
  • 200 g Frischkäse (die Doppelrahmstufe :slightly_smiling_face:)
  • 3 bis 4 EL Sahnemeerrettich
  • etwas edelsüßes Paprikapulver
  • 1 Tomate

Zubereitung für den Salat: (am Vortag, ca. 60 min)

  • die Kartoffeln in Wasser einlegen, danach gut abbürsten und in einem Dampfeinsatz über einem großen Topf 20 bis 25 min lang dämpfen
  • danach die Kartoffeln abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und pellen, dann gut auskühlen lassen und später kalt in etwa 1 cm große Würfel schneiden
  • während die Kartoffeln auskühlen, die TK-Erbsen mit den geschälten Karotten (in 5 mm Würfel geschnitten) für etwa 5 bis 8 Minuten in den Dampfeinsatz über kochendem Wasser geben, danach abschrecken und ebenfalls vollständig auskühlen lassen
  • die Äpfel und Gewürzgurken fein würfeln
  • die Apfelwürfel in einer kleinen Schüssel mit Wasser, einem Spritzer Zitronensaft und einer Prise Salz vermengen, ziehen lassen und kurz vor dem Mischen im Sieb gut abtropfen lassen
  • für das Dressing Schmand, Mayonnaise, Senf und Puderzucker glatt rühren. Mit etwas Gurkenessigwasser ergänzen
  • den Dill fein hacken, zusammen mit den kalten Kartoffeln, Erbsen, Karotten, Äpfeln und Gurken unter das Dressing heben
  • den fast fertigen Salat mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen

Zubereitung am Folgetag: (ca. 30 min)

  • den Salat ca. 20 min vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen
  • dabei den Schnittlauch und die Frühlingszwiebel klein hacken und frisch unter den Salat heben, final abschmecken mit Salz und Pfeffer
  • die Eier hart kochen, gut abschrecken und danach vierteln
  • den Frischkäse mit dem Sahnemeerrettich, einem Spritzer Zitronensaft und etwas Salz cremig anrühren
  • die Schinkenscheiben flach auslegen und gleichmäßig dünn mit der Meerrettich-Frischkäse-Creme bestreichen. Die Scheiben fest aufrollen.

Zum Schluss den Salat auf großen Tellern mittig anrichten, die Schinkenrollen am Rand mit den Eiervierteln platzieren, dazu zwei Tomatenscheiben und etwas edelsüßes Paprikapulver für die Optik über den Rand streuen.

Es war mir erneut ein echtes Vergnügen, den FCB auf der Reise durch die Championsleaguesaison 2025/26 kulinarisch zu begleiten: Ich habe dabei wieder mal für mich neue Rezepte entdeckt, die es sonst vermutlich so nicht auf meinem Teller gegeben hätte. Auf ein Neues in der nächsten Saison, dann hoffentlich auch im Finale…

Guten Appetit!

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Legendär wie Du das hier durchziehst und wie immer hochinteressant!

Ein Mega Dankeschön dafür an Dich und freue mich schon auf die nächste kulinarische Fussballreise Saison!

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So sieht es aus. :slightly_smiling_face:

Die Reise beginnt von neuem. Diesmal geht es nach Madrid. Wäre doch ein schöner Ort für einen Titel.

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Zum Pokalfinale in Berlin: Currywurst mit Pommes

Ein Finale bleibt uns und den Bayern noch trotz Ausscheidens in der Championsleague diese Saison: das DFB-Pokalfinale in Berlin. Verhältnismäßig lange haben die Bayern nicht mehr daran teilgenommen, das verstärkt natürlich eine gewisse Vorfreude - und mit einer Currywurst sollte es auch kulinarisch passen: für nicht wenige in der Republik der Stadionsnack schlechthin. Erfunden in Berlin, im Ruhrgebiet zum Klassiker gereift…

Man könnte ganze Glaubensbekenntnisse und Katechismen verfassen über die Zubereitung einer ordentlichen Currywurst: ich fasse mich kurz und schlage mein persönliches Rezept vor, welches ich als mindestens angemessen für das Finale empfinde. Es kommt zwar mit TK-Pommes aus der Heissluftfritteuse und gekaufter Mayonnaise aus, ist also eine gewisse ‚quick and dirty‘ - Version: aber was die Sauce für die Wurst angeht (die eindeutig DEN Grundstein für eine gute Currywurst bildet) ist es durchaus etwas aufwändiger als einfach nur ‚heißes Ketchup‘. Wer die Pommes dazu (mit mehlig kochenden Kartoffeln) lieber selbst herstellen will: bitte sehr gerne!

Zutaten für 2 Personen:

Für die Sauce:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Pflanzenöl
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Tomatenfruchtfleisch (400 g), das gute Zeug von ‚Mutti‘ :slightly_smiling_face:
  • 75 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)
  • 1 Esslöffel milder Essig (Apfelessig z. B.)
  • 1 Esslöffel Worcestershiresauce
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
  • 1 kleine Prise Cayennepfeffer
  • Salz

Für die Wurst und die Pommes:

  • 2 große feine Rostbratwürste
  • Pflanzenöl zum Anbraten
  • 2 Esslöffel mildes Currypulver
  • 500 g (tiefgekühlte) Pommes frites
  • Pommessalz oder feines Salz
  • Mayonnaise

Zubereitung (etwa 40 min)

  • Die Zwiebel fein würfeln. Das Pflanzenöl in einem mittelgroßen Edelstahltopf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen, ohne dass sie Farbe annehmen
  • Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren eine Minute mitrösten. Mit dem Essig und der Gemüsebrühe ablöschen. Dann das Tomatenfruchtfleisch aus der Dose hinzufügen
  • Zucker, Worcestershiresauce, Paprikapulver, Cayennepfeffer und eine kleine Prise Salz einrühren und die Sauce bei kleiner Hitze offen leicht köcheln lassen, bis sie sämig eindickt. Anschließend mit dem Pürierstab glatt und cremig mixen, warm halten und gelegentlich umrühren
  • derweil die tiefgekühlten Pommes frites bei 200 Grad in den Korb der Heissluftfritteuse geben (maximal bis zur Hälfte füllen). Die Pommes etwa 20 min knusprig backen. Dabei den Korb alle 5 Minuten herausziehen und kräftig durchschütteln, damit sie gleichmäßig anbräunen
  • in der Zwischenzeit die Würste in 1,5 bis 2 cm dicke Scheiben schneiden
  • reichlich Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Wurstscheiben von beiden Seiten bei mittlerer bis hoher Hitze jeweils etwa 2 min anbraten, bis sie schön Farbe angenommen haben
  • die fertigen Pommes aus der Heißluftfritteuse in eine Schüssel geben, mit Pommessalz bestreuen, durchmischen und auf zwei Tellern anrichten, Mayonnaise daneben geben
  • die heißen Würste aus der Pfanne nehmen und neben den Pommes anrichten. Die warme Tomatensauce großzügig über die Wurststücke geben. Zum Schluss das Currypulver großzügig über die Sauce stäuben

Auf einen Sieg im Finale - guten Appetit!

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Dachte es gibt Linsen mit Saidewürscht :see_no_evil_monkey:

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Jamal würde Maultaschen servieren.

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Studenten-Tortellini

Ganz ohne sportlichen oder irgendeinen kulturellen Hintergrund möchte ich eines meiner persönlichen Lieblingsrezepte teilen, welches ich heute (mal wieder) nachgekocht habe. Es ist kein berühmter Klassiker, im Gegenteil - es ist ein Rezept, welches irgendwann in den 90ern in einer gemeinsamen WG-Kochaktion in Wuppertal während meiner Studentenzeit mit einigen Kommilitonen (mit nicht gerade wenig begleitendem Rotwein) recht spontan entstanden ist… Es schmeckt aber auch ohne jegliche Tradition sehr lecker: mit ordentlich Knoblauch, Paprika, Lauchzwiebeln, Champignons, Pfefferbeißern und anderen Zutaten - siehe unten.

Zutaten: (für etwa 3 Personen)

  • 500 g Tortellini mit Rindfleischfüllung (aus dem Kühlregal, alternativ mit Spinat-Käse-Füllung)
  • 3 Pfefferbeißer (Würste)
  • 700 g frische, reife Tomaten
  • 1 kleine Fenchelknolle
  • Pflanzenöl
  • 250 g braune Champignons
  • 1 rote Paprika
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 4 bis 5 Knoblauchzehen
  • 2 EL Gemüsebrühenpaste (heute selbstgemacht, „damals“ noch als Fertigprodukt in Form von Gemüsebrühenpulver)
  • 1 EL Currypulver
  • 1 EL Kräuter der Provence
  • 1 Prise Zucker

Zubereitung: (etwa 60 min)

  • Vorbereitung: Den Strunk der Fenchelknolle entfernen, die Knolle mit dem Sparschäler schälen, halbieren, den festen Kern entfernen und dann den Fenchel in ganz dünne Streifen schneiden. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, die Paprika ebenfalls fein schneiden. Die frischen Tomaten in kleine Würfel schneiden (den Saft aufbewahren). Die Pfefferbeißer in dünne Scheiben (etwa 5 mm) schneiden. Den Knoblauch fein hacken. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden (weiß und grün getrennt)
  • die Pfefferbeißer-Scheiben ohne Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten anbraten. Die Wurstscheiben herausnehmen und beiseitelegen, das Wurstfett bleibt dabei in der Pfanne
  • die Hitze höher drehen, die Fenchelstreifen, Champignons und Paprika in das heiße Wurstfett geben, etwas Pflanzenöl dazu geben. Ca. 5 Minuten scharf anbraten, bis das Gemüse leicht bräunt und der Fenchel etwas weicher wird
  • die Hitze wieder auf mittlere Stufe reduzieren, weiße Frühlingszwiebelringe, Knoblauch und das Currypulver dazugeben. Alles 1 Minute mitschwitzen lassen, bis es duftet. Das Gemüse kurz beiseite schieben, die Brühenpaste direkt auf dem Pfannenboden einige Sekunden anrösten lassen
  • die frischen Tomatenwürfel samt Saft, Kräuter der Provence und der Prise Zucker mit in die Pfanne geben. Alles gründlich verrühren, sodass sich die Brühenpaste auflöst. Die Sauce nun bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren, bis eine stückige, recht sämige Sauce entsteht. Nach der Hälfte der Zeit die Pfefferbeißer wieder mit hinzugebe
  • parallel dazu die Tortellini in Salzwasser nach Packungsanleitung kochen. Kurz vor dem Abgießen eine halbe Tasse des Nudelwassers abschöpfen
  • die abgetropften Tortellini zusammen mit 4 Esslöffeln des aufgehobenen Nudelwassers in die Pfanne zur Sauce geben. Durchrühren

Zum Servieren die Tortellini mit der Sauce auf einen flachen Teller geben, die grünen Frühlingszwiebelringe darübergeben.

Guten Appetit!

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WM-Special #1 : Deutschland - Curacao: Keshi Yena

Eine WM gibt es ja nicht jedes Jahr, und diesmal sind sogar noch mehr „Exoten“ dabei - gute Gründe, die deutsche Mannschaft kulinarisch, was die Gegner betrifft, zu begleiten auf ihrem Weg (wohin auch immer :wink:), finde ich. Das Auftaktspiel gegen Curacao liefert dabei direkt den ersten Exot: Curacao ist vorher niemals bei einer WM dabeigewesen und hat auch noch nie gegen Deutschland gespielt.

Die taz schrieb in einem Beitrag zur Nationalmannschaft von Curacao von „Holland II“ - nicht von ungefähr. Das von mir vorgestellte Rezept Keshi Yena kommt daher nicht ohne was aus? Natürlich Käse (Gouda oder Edamer). Aber es ist tatsächlich eines der Nationalgerichte von Curacao, basierend auf der (leider sehr düsteren) Kolonialgeschichte Curacaos: die Sklaven unter der niederländischen Kolonialherrschaft hölten damals die Reste teurer Käselaibe aus, füllten sie u.a. mit Fleisch und Gemüse und haben es dann überbacken - somit entstand Keshi Yena.

In einer etwas moderneren Version hölt man keinen Käselaib mehr aus, sondern kleidet eine Auflaufform mit Käse aus und deckelt das Ganze mit Käse wieder zu, die Füllung bleibt damit in der Mitte umschlossen: sie besteht im Wesentlichen aus Fleisch (Huhn, Schwein oder Rind), Gemüse, Kapern, Rosinen, Oliven und Gewürzen. Es gibt wie immer zahlreiche Rezeptideen aus dem Internet - ich schlage meine Version mit Schweinefilet vor, als Beilage gibt es dazu Basmatireis mit Olivenstückchen und etwas gehackten Tomaten:

Zutaten: (für ca. 3-4 Personen)

Für Keshi Yena:
• 500 g Schweinefilet
• 400 g junger Gouda oder Edamer (in Scheiben)
• 500 g frische Tomaten (mit viel Tomatenfleisch und wenig Wasser)
• 1 rote Zwiebel
• 1 große rote Paprikaschote
• 2 Knoblauchzehen
• 2 EL grüne Oliven
• 1 EL Kapern
• 2 EL Rosinen
• 1 TL Dijonsenf
• 1 TL Kreuzkümmel (Kumin)
• 1 TL Paprikapulver edelsüß
• etwas Ketchup
• etwas Worcestersauce
• Salz und Pfeffer
• 1 Prise Chiliflocken
• Pflanzenöl zum Anbraten

Für den Reis:
• 1 Tasse Basmatireis
• 2 Tassen heisses Wasser
• 1 Tomate
• 4 grüne Oliven
• 1 EL Olivenöl und Butter
• Salz

Zubereitung : (etwa 60 min)

Für Keshi Yena:

• Den Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen
• Oliven klein hacken, Zwiebel fein würfeln, Knoblauch fein hacken, Paprika in feine kurze Streifen schneiden, Tomaten halbieren und evtl. das Fruchtwasser ausdrücken (in eine Schale geben später für den Reis) und dann fein würfeln, das Schweinefilet in mundgerechte Stücke schneiden
• Pflanzenöl in einer Pfanne stark erhitzen
• Die Fleischstücke für maximal 1 bis max. 2 Minuten scharf anbraten, sodass sie außen etwas Farbe annehmen, innen jedoch noch bewusst roh sind. Das Fleisch mitsamt dem ausgetretenen Fleischsaft aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller beiseite stellen
• Zwiebel- und Paprikastreifen in der Fleischpfanne mit etwas Pflanzenöl bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten dünsten. In der letzten Minute den Knoblauch hinzufügen
• Den Großteil der gewürfelten frischen Tomaten und gehackten Oliven, die Kapern, Rosinen sowie Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Senf und Chiliflocken in die Pfanne geben
• Die Mischung bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten einkochen lassen, bis die Tomaten zu einer dicken, sämigen Sauce zerfallen sind und das Gemüse weich geworden ist
• einen Schuss Ketchup sowie Worcestersauce unterrühren und miterhitzen. Danach das beiseitegestellte Schweinefilet kurz unter die heiße Sauce rühren, die Pfanne von der Hitze nehmen
• eine mittlere Auflaufform einölen und am Boden und den Rändern vollständig mit den Käsescheiben auskleiden. Den Pfanneninhalt hineingeben und mit weiteren Käsescheiben komplett bedecken. Für etwa 30 Minuten in den Ofen stellen

In der Zwischenzeit den Reis zubereiten:

• Olivenöl und Butter in einem Topf erhitzen
• Tomatenstücke und gehackte Oliven hinzugeben und 2 Minuten mitdünsten. Den Reis hinzufügen und unter Rühren kurz mitdünsten, bis die Körner leicht glänzen. Mit heissem Wasser und evtl. dem ausgedrückten Tomatensaft aufgießen, eine Prise Salz hinzufügen und kurz aufkochen lassen
• Sobald die Flüssigkeit kocht, die Hitze auf kleine Stufe reduzieren, den Topf mit einem Deckel verschließen und den Reis 15 bis 20 Minuten quellen lassen
Zum Schluss die Auflaufform, wenn der Käse gut geschmolzen ist, aus dem Ofen holen und vor dem Anschneiden mindestens 5 Minuten ruhen lassen, damit es sich besser anschneiden lässt.
Zum Anrichten portionsweise den Reis auf einem großen Teller flächig ausbreiten und dann Keshi Yena dazugeben, etwas Sauce verteilen.

Das ist natürlich irgendwie „nur“ ein Auflauf, aber ganz sicher irgendwie auch etwas ganz anderes als ein „gewöhnlicher“ Auflauf: die Kombination der Zutaten (Kapern, Rosinen, Ketchup, Kreuzkümmel, Oliven, Worcestersauce und Senf z.B.) klingt vielleicht erst mal sehr ungewöhnlich, schmeckt aber wirklich ganz hervorragend!

Guten Appetit - auf einen Sieg gegen Curacao!

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… und in “Keshi” erkennt man tatsächlich noch etymologische Reste von “Kaas” oder “Käse”. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!

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Ein schönes Ziel. Ich hoffe es gibt einige Anlässe dafür.

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