Erste Niederlage für Nagelsmann nach Freakspiel - 1:2 gegen die Eintracht

Diese Diskussion verdeutlicht wieder einmal den quasi-religiösen Charakter des Fußballs. In regelmäßigen Abständen wird um den rechten Glauben gerungen wie auch um berechtigte oder nicht-berechtigte Heiligsprechungen (Guardiola z.B.). Man fürchtet (weder) Tod (Mourinho) und (noch) Teufel (Klopp). Es gibt Abtrünnige (Flick) und ein Ketzertum, dessen speziell Justin mal von dieser, dann wieder von jener Seite bezichtigt wird. Nach Art des Ratzinger (i.e. Benedikt) kämpfen einige um eine reine, von weltlichen Einflüssen befreite Lehre, während andere - sei es aus echter Überzeugung, sei es um ihre Pfründe zu sichern (DFB) - predigen, der Fußball müsse sich den drängenden Problemen der Gegenwart stellen. Wieder andere hängen keiner Lehre an, sondern zehren von der Offenbarung (Messi) oder hoffen auf sie (Musiala). Frauen fahren ihre Söhne zum Training und trocknen die Tränen der Enttäuschung, spielen aber ansonsten keine große Rolle; ob sie mit ihren fußballerischen Leistungen prominent gewürdigt werden dürfen, ist durchaus strittig. Ist es nicht eine wahre Lust, dieses Sittengemälde zu betrachten? Ein Breughel etwa, lebte er denn heute, fände hier Stoff für Werke, die den Kunstmarkt gewaltig aufmischen dürften.

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