Unfassbar, dass dieser Mensch immernoch mit offenen Armen an der Säbener empfangen.
Ich finde es erschreckend wie absolut heutzutage der Stab über Menschen gebrochen wird. Das ist nichts gegen dich persönlich, sondern aus meiner Sicht ein gesellschaftliches Problem, da kocht der Hass gerne hoch und schnell wird jemand verurteilt.
Zum Glück gibt es in unserem Land rechtlich gesehen immer noch das Konzept der Resozialisierung, man geht also davon aus, dass Menschen aus ihren Fehlern lernen können. Boateng hat einen Fehler gemacht, vermutlich sogar mehrere und auch keine allzu kleinen. Ich finde das was er getan hat auch absolut zu verurteilen. Aber dennoch möchte ich ihn deshalb nicht in dieser Absolutheit, wie sie hier von einigen immer wieder vorgetragen wird, für alle Ewigkeit verdammen.
Er war ein großer Spieler und anscheinend hat er auch noch einige Freunde im Verein, sonst würde er nicht empfangen werden. Insofern scheint er ja die ein oder andere gute Seite zu haben.
Deine Meinung zu ihm sei Dir unbenommen, du musst Boateng nicht gut finden. Mir war es an dieser Stelle nur wichtig mal einen Denkanstoß zu geben. Weniger Hass Leute, egal gegen wen…
Ich bin mir nicht sicher, ob Boateng so einsichtig ist, und musste einen Moment darüber nachdenken, aber ja, Du hast hier einen veritablen Punkt. Man muss auch Abneigung dosieren können und wie man jeden Tag sieht, gibt es noch ganz andere Typen auf der Welt, die unseren Hate redlicher verdienen als Jerôme Boateng.
Ich denke niemand hasst Boateng hier wirklich. Es geht eher darum, dass manche Aktionen nicht verzeihbar sind und es da kein Zurück gibt. Eine öffentliche Aufarbeitung fehlt bei Boateng meines Wissens nach auch.
Mir wäre es einfach am liebsten, wenn Boateng keine öffentliche Aufmerksamkeit mehr gegeben wird und er so auch nicht Teil von Diskussionen ist, die zu nichts führen.
Würdest du eine Aufarbeitung öffentlich machen? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Typsache. Und genau das ist der Punkt. Wir wissen es nicht, niemand kennt ihn hier persönlich, außer vielleicht @Bootsmann. Ich finde, solange man jemanden nicht kennt, kann man sich auch keine ernsthafte Meinung bilden. Mir ging es auch nicht nur um Boateng, sondern um das allgemeine Phänomen, dass heutzutage ganz gerne aus der Ferne über Menschen gerichtet wird.
Mir ist die Person egal, wenn jemand so etwas wie Boateng getan hat, habe ich wenig Interesse daran, dass so eine Person öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Natürlich kann man sich keine qualifizierte Meinung bilden, wenn man die Person nicht persönlich kennt, aber will man so eine Person überhaupt näher kennenlernen?
Ich finde das auch nicht gut was er gemacht hat, aber er kann ja nichts dafür, dass irgendjemand über ihn berichtet und dieses dann auch noch von anderen Menschen gelesen und geteilt wird. Soll er in den Dschungel ziehen, damit keiner mehr über ihn berichten kann?
Des Weiteren steht auch im Text nicht drin, dass er sich außer mit den Ärzten mit Spielern oder anderen Mitarbeitern getroffen hat, geschweige denn, dass er mit offenen Armen empfangen wurde.
er ist ja eigentlich kein Ehemaliger…
In diesem Falle möchte ich tatsächlich mal nicht meinen Senf dazugeben.
Ich finde es erschreckend, mit wie viel whataboutism du meiner klaren Botschaft begegnest.
Kurze Antworten auf deine Punkte:
- Resozialisierung:
Vor einer Resozialisierung kommt üblicherweise eine gerechte Strafe oder? - Gesellschaftlicher Hass und Verurteilung:
Kannst du den Hass gegenüber Boateng genauer beschreiben, wie sieht der aus? Warum erwähnst du im gleichen Zuge nicht die Unmengen an Hass, die dank Boateng auf Kasia Lenhardt wie eine Lawine eingebrochen sind? Warum springst du ausgerechnet Boateng zur Seite, dem es im Gegensatz zu Lenhardt nicht an Privilegien und Anwälten mangelt? - Er war ein großer Spieler
Was dieses Argument in dem Kontext hier soll, ist mir rätselhaft. - Er hat immernoch Freunde im Verein, deswegen hat er ja auch gute Seiten
Meinst du nicht jeder Mensch auf der Welt hat eine gute Seite in sich? Ich würde mich wundern, wenn das nicht so wäre.
Ich frage mich immernoch, welche Verantwortung übernimmt der Verein für die selbst proklamierten, groß beworbenen Werte einzustehen, eine Grenze zu setzen und damit die eigenen Werte auch einzufordern. Besonders wenn es um Menschen geht, die so viele Verbindungen zum Verein haben.
Ehrliche Reue sieht anders aus.
Das deutsche Volk ist definitiv überqualifiziert.
Bei der felsenfesten Beurteilung von Fällen wie Boateng und Lindemann ist zu erkennen, dass das Volk nicht nur aus 80 Millionen Bundestrainern, sondern auch aus 80 Millionen Juristen und 80 Millionen Bewährungshelfern besteht…
Douglas Costa ist ja auch noch aktiv. Zumindest theoretisch.
„Natürlich denkt dabei jeder an unsere große Torwart-Dynastie mit Sepp Maier, Oliver Kahn und Manuel Neuer.
Kein Wunder: Wer nachrechnet, kommt darauf, dass das illustre Trio 62,1 Prozent aller bisher 2.047 Bundesligaspiele des FC Bayern seit 1965 bestritten hat.“
Schon beeindruckend. Drei Keeper decken den größten Teil von 60 Jahren BL-Geschichte ab.
Boateng beendet seine Karriere.
In natürlich komplett davon getrennten anderen News: Ich habe gerade 100 Euro an die Frauenhaus-Koordinierung gespendet. www.frauenhauskoordinierung.de/themenportal
Das ist ja wirklich unglaublich und großartig!
Gibt es noch einen anderen Verein, der gleich drei Goalies dieser Qualität hatte?
„Besonders die Führungsstruktur beim deutschen Rekordmeister missfiel dem Italiener während seiner Amtszeit von 2016 bis 2017. Anders als bei seinen anderen Stationen habe er es mit einer „heterogenen Gruppe von Aktionären“ zu tun gehabt, anstatt mit einem „charismatischen Eigentümer“, schreibt Ancelotti laut „Bild“. Die Machtverhältnisse zwischen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge seien für ihn schwer durchschaubar gewesen.“
Da kann er froh sein, dass er heute hier nicht tätig ist. Viel durchschaubarer ist es nicht geworden.
Spricht dann nicht unbedingt für ihn, wenn er das nicht durchschaut.
Es ist eben eine aus dem Blickwinkel Ancelottis geschriebene Biografie (natürlich hatte er einen Ghostwriter).
Er ist der Held und Real sind die geilsten. Wenn das ganze Buch so sein sollte, kann man es ruhigen Gewissens ignorieren.
Da er ja immer noch hofft nochmals bei den Königlichen zu landen, ist auch aus dem Innenleben von Real Madrid nicht viel zu erwarten.

