Im Eishockey sind wir jetzt auch mit nem Sieg gestartet, 3:1 gegen starke Dänen. Gegen Lettland muss auch ein Sieg her, damit wir eine Chance auf den direkten Einzug ins Viertelfinale haben. Ab da ist dann wahrscheinlich leider eh Schluss, da ich Schweden, Finnland, Amerika, Kanada, Tschechien und die Schweiz vor uns sehe.
Klaro, an nem richtig guten Tag haben wir vielleicht auch ne Chance, aber wenn, vor Allem, die USA und Kanada mal richtig Gas geben werden uns auch unsere NHL Spieler nicht viel helfen.
Wenn ich es richtig im Kopf habe, kommen Kanada, die USA und Schweden mit einem Kader, der komplett aus NHL Spielern besteht, bei Finnland kommt nur ein Spieler nicht aus der NHL.
Bei den Tschechen sind es 10 NHL Spieler, bei der Schweiz 9 (die schweizer Liga ist aber auch besser als die DEL) und bei uns sind es 6 Spieler aus der NHL und 2 aus der AHL (zweithöchste Liga Nordamerikas).
Ich bin so froh, dass der IOC sich mit der NHL auf die Abstellung der Spieler einigen konnte, das wertet das olympische Eishockey Turnier schon ordentlich auf.
Das dürfte es beim Männereishockey gewesen sein mit dem direkten Einzug ins Viertelfinale, dafür hätte es einen Sieg gegen Lettland gebraucht, da man schon sehr sehr sehr viel Vorstellungskraft braucht, um gegen die USA einen Sieg zu sehen, schade. Mal schauen, mit wem wir es dann im Achtelfinale zu tun kriegen.
Im Biathlon sind wir zwar beim Schießen eigentlich ganz gut dabei, teilweise auch ganz vorne, aber läuferisch haben wir ordentliche Defizite zu den Topnationen Frankreich und Norwegen.
„Die ARD zieht zur Halbzeit der Spiele ein äußerst positives Fazit und kann auf beeindruckende Reichweiten verweisen.
Besonders deutlich wurde das am vergangenen Mittwoch: Der Bronzegewinn der Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt lockte bis zu 6,77 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Damit übertraf die Olympia-Übertragung sogar das zeitgleich laufende DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig.“
Nicht nur wegen der frag- und diskussionswürdigen Jury-Entscheidungen gestern möchte ich mal eure Meinung zum Skispringen wissen. In meinen Augen ist man gerade dabei, durch alle möglichen Regularien (Windpunkte, Gate Compensation etc.) einen ursprünglich einfachen und größtenteils nachvollziehbaren Sport (diskussionswürdige Haltungsnoten mal ausgenommen) so zu verschlimmbessern, dass die Faszination verloren geht.
Die Intention dahinter ist ja verständlich, denn beim Skispringen gab es schon häufig Situationen, in denen unterschiedliche Witterungsverhältnisse die Ergebnisse innerhalb eines Wettkampfes stark durcheinanderwirbelten. Andererseits handelt es sich nun einmal um einen Freiluftsport und da spielt das Wetter unter Umständen eine mitentscheidende Rolle.
Bei anderen Wintersportarten ist das doch auch so. Eine dunkle Wolke zur falschen Zeit beim Abfahrtslauf Ski Alpin kann die Sicht so verschlechtern, dass der Fahrer - ohne etwas dafür zu können - wertvolle Zeit verliert im Vergleich zu seinem Konkurrenten, bei dem die Sicht besser war. Eine Windböe beim Biathlon ist ebenfalls nicht auszuschließen und so geht es vielen Athleten.
Sehe ich eigentlich nicht so, eher im Gegenteil: früher hat der Wind halt statistisch dem einen oder anderen das Ergebnis komplett verhagelt, jetzt gibt es immerhin teilweise einen Ausgleich. Und vor allem die Flexibilität bei der Anlauflänge finde ich gut: was war das früher nervig, wenn 5 Springer vor Schluss des Durchgangs der Anlauf verkürzt werden musste und alle Springer bis dahin nochmal hüpfen mussten … jetzt schiebt man einfach flexibel und rechnet den Unterschied in der Anlaufgeschwindigkeit raus - und das kann man sehr genau berechnen, denke ich.
Ging mir gestern genauso.
Gut, es ist lange her, dass ich mal konzentriert Skispringen angeschaut habe.
Deshalb war ich über diese ganze Rumrechnerei usw. schon sehr verblüfft.
Am Ende sagt dann der Kommentator: Klar, das versteht keiner mehr so ganz. Man muss sich da einfach auf die Leute verlassen, die das berechnen.
Dito beim Eiskunstlaufen. Da wurden früher einfach Täfelchen mit 6,0 (im Optimalfall gezogen. Heute scheint man daraus ein ebenso komplexes System wie beim Skispringen gemacht zu haben.
Der Drang zur Perfektion scheint allerorten unaufhaltsam. Siehe VAR beim Fußball.
Dass dem IOC, genauso wie der FIFA und der UEFA alles scheißegal ist, solange die Kohle stimmt, ist aber auch keine allzu große Überraschung.
Bin gespannt, wer den nächsten Friedenspreis der FIFA bekommt… Müsste ich wetten, würde ich auf Putin oder Winnie-the-Pooh tippen. Achne, der heißt ja Xi Jinping, naja, kann ja mal vorkommen.
Um 12:10 Uhr geht’s für unsere Eishockeymänner gegen Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale, Daumendrücken ist angesagt!
Was macht denn der Klopp da beim Biathlon in voller „Team D“-Ausrüstung?
Der scheint wirklich nicht ausgelastet zu sein als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull.
Er hat die letzte Runde eingeläutet. Eigentlich schade, dass die in der Leichtathletik noch nicht darauf gekommen sind, irgendeinen Promi die letzte Runde verkünden zu lassen.
Ich verstehe Deinen Punkt, bin aber auch der Meinung, dass sich Skispringen heutzutage als wesentlich fairerer Sport zeigt als früher, als schlicht “derjenige gewonnen hat, der am weitesten hupft”, um mal Gregor Schlierenzauer zu zitieren. Das mag für den seltenen Zuschauer am einfachsten gewesen sein. Aber bei einer Sportart, die so extrem von den Windbedingungen abhängt, hat sehr, sehr selten derjenige gewonnen, der wirklich der Beste war.
Heute ist man durch die Windkompensation zumindest wesentlich näher dran an diesem Ideal. Und ich muss @Jo_1 ein wenig widersprechen: wenn man häufig Skispringen schaut, geht einem das System sehr schnell in die Birne rein. Es sorgt sogar für eine Art Zusatz-Spannung, wenn etwa Gate-Punkte für Coach Request oder sowas mit reinfällt. Und einmal kapiert, ist die erbrachte Leistung sogar für den Laien besser ersichtlich. Es ist, wie ich finde, sogar besser als etwa beim Ski Alpin: sagen wir doch ehrlich, da rätseln doch sogar echte Experten manchmal, warum der eine bei der Abfahrt Zeit verliert und der andere grad nicht.
Gestern war der Wettbewerb natürlich für die Deutschen maximal unglücklich. Ich denke, der Fehler lag hierbei aber bei der Jury, nicht beim System:
Zum einen haben sie die Rot-Phasen ziemlich vertrödelt. Zum anderen kam der Abbruch für meinen Geschmack sehr früh - wie zu lesen war, hat der Schneefall eine Viertelstunde nach Abbruch aufgehört. Nur ist das halt Olympia: Zeitplan und Fernsehübertragung sind da wesentlich wichtiger als eh schon. Ein Weltcup-Springen wäre sicher nicht abgebrochen worden - da hätte man gewartet und die vier verbleibenden Springer halt eine halbe Stunde später noch runtergebracht.
Ich kann deine Argumente nachvollziehen und bestreite auch nicht, dass Skispringen dadurch ein Stück weit fairer geworden ist. Für mich machte es aber auch immer einen gewissen Reiz aus, wenn der Faktor Wetter noch mit hineinspielte und für Überraschungen sorgte. Oft genug haben sich dennoch die Favoriten durchgesetzt, eben auch, weil es beim Skispringen 2 Durchgänge gibt und ein schwächerer Springer, der evtl. zu Beginn des 1. Durchgangs bessere Bedingungen vorfand als ein stärkerer Springer, diese Führung im 2. Durchgang erst einmal bestätigen musste.
Diese Aussage erscheint mir zu extrem. Ich habe mir mal die zwei prestigeträchtigsten Wettbewerbe angeschaut (Vierschanzentournee und Olympia Großschanze) und miteinander verglichen. Um die Vierschanzentournee zu gewinnen oder zumindest Gesamtzweiter zu werden, kann man normalerweise keine Eintagsfliege sein, denn bei insgesamt 4 Springen und 8 Durchgängen ist der Faktor Zufall logischerweise deutlich geringer ausgeprägt als bei einem Einzelwettbewerb wie Olympia mit nur 2 Durchgängen. Dennoch gab es seit über 40 Jahren keinen Olympiasieger auf der Großschanze, der bei der Tour nicht mindestens einmal Gesamtzweiter geworden wäre. Die meisten Olympiasieger haben die Tour auch gewonnen (teilweise mehrmals) und zwar oft in dem Jahr, in dem der Olympiasieg glückte bzw. kurz davor oder kurz danach. Dass sehr selten der wirklich Beste vorne war, möchte ich somit bezweifeln. Dann könnten wir auch beim Fußball hinterfragen, ob Titel, die in Wettbewerben, die ausgelost werden, wirklich aussagekräftig sind.
mit dieser Aussage kann ich ehrlich gesagt aber noch besser leben als mit irgendwelchen taktischen Spielereien wie dem Coach Request und dem Spekulieren auf zusätzlich Gate-Punkte bei gutem Sprung und kürzerem Anlauf. Das ist mir zu viel Wissenschaft. Ich war ehrlich gesagt auch schon immer skeptisch bzgl. der hohen Bedeutung von Haltungsnoten v.a. bei der Landung. Wenn ab bestimmten Weiten ein Telemark nicht mehr möglich ist, sollte das nicht so stark ins Gewicht fallen bzw. sollte derjenige, der deutlich früher landet, um evtl. noch die bessere Landung hinzubekommen, nicht so stark davon profitieren.
Dafür kriegt er auch deutlich weniger Weitenpunkte. In Summe schließe ich mich @cheffe an. Das Skispringen ist heute wesentlich gerechter als früher. Allerdings auch komplizierter und man sollte schon regelmäßig schauen, um alles nachvollziehen zu können.