Keine Ahnung welche Denkanstöße hier initiiert wurden. Ist so sicher nicht auszuwerten.
Totschlagargument - natürlich ist das in der Sache so nicht vergleichbar. Und das ist dir auch sicher bewusst, dass ich die Gestik der N11 nicht mit dem Widerstand in der NS Zeit gleichsetze. Es ging mir um den Protest pro Menschenrechte allgemein. Immer sinnvoll, auch wenn er aussichtslos und noch so klein erscheint.
Es war objektiv betrachtet und nüchtern analysiert überhaupt kein Faktor für das Ausscheiden bzw. für die Niederlage. Wer was anderes behauptet, tut dies aus einer bestimmten Agenda heraus.
Und das hat dir dein Kaffeesatz verraten?
Ob die Mannschaft mehr hätte erreichen können, ohne die internen Querelen, steht in den Sternen.
Dass Nebenkriegsschauplätze, die für Unruhe sorgen, Harmonie und Konzentration stören, keine ganz schlaue Idee sind, während eines Turniers, dürfte unbestritten sein.
Kategorisch auszuschließen, dass es ein Faktor gewesen sein könnte, ist mehr als unseriös.
Wer das behauptet, tut dies aus einer bestimmten Agenda heraus.
Ich hatte keinen Bock auf Diskussionen mit der Sprachpolizei, wollte dir aber zumindest die Höflichkeit entgegenbringen, irgendwie auf deinen Beitrag zu reagieren.
Und das ist Dir gut gelungen. Übrigens war es kein Verdikt der Sprachpolizei, sondern ein doppelbödiges Kompliment (mit dem man ja auch erstmal umgehen muss): einerseits (hi, Alex!) ist es positiv, wenn ein Ausdruck etwas Wesentliches erfasst. Und das, was gerade im Kontext der WM da so alles passierte und geredet wurde, hatte teilweise schon etwas fast schon Kriegerisches. Andererseits ist es eben auch ein gruseliger Ausdruck, der sich lange in unseren Sprachgebrauch eingenistet hatte - wie das wohl kam? - und mittlerweile aus nicht ganz schlechten Gründen peu à peu ersetzt wurde.
Wusste ich nicht, ist mir aber ehrlich gesagt auch ziemlich egal.
Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wenn es nicht gefällt, einfach ignorieren.
Jetzt hast du aber doch mein Interesse geweckt. Aus welchen Gründen wurde dieser Ausdruck ersetzt?
Kann man das irgendwo nachlesen?
Das ist ja auch völlig okay. Meine Anmerkung zielte auch nicht auf Dich als Person, sondern allgemein auf eine wiederkehrende Sprachfigur, die man ruhig mal hinterfragen kann.
Das sind ja keine Dekrete irgendeiner höheren Instanz, sondern schleichende Prozesse. Irgendwann fiel es z.B. auch mal mehr Menschen als zuvor auf, dass es unschön klingt, wenn man behauptet, etwas „bis zur Vergasung“ betrieben zu haben. Und die Genugtuung, die lange gerne als „innerer Reichsparteitag“ bezeichnet wurde, hatte natürlich auch etwas Abgründiges. Heute hört man eher mal etwas vom „inneren Vorbeimarsch“, der deutlich weniger kontaminiert sein dürfte.
Die Begriffe haben ja nun auch einen direkten Bezug zur schlimmsten Zeit unserer Geschichte, da verstehe ich das.
Bei „Nebenkriegsschauplatz“ allerdings nicht.
Wird in den Medien heutzutage noch durchaus gebraucht und selbst eine grüne Ministerin ist sich nicht zu schade dafür.
Wahrscheinlich eine Prophetin, die schon im Vorgriff ein Vierteljahr zuvor ihren Sprachgebrauch der „Zeitenwende“ anpasste. Ihr Blick verheißt jedenfalls nichts Gutes.
Abgesehen davon: hier passte der Ausdruck ja, wie gesagt, sogar besser als bei den beiden Damen. Ich persönlich verwende ihn allerdings nicht für Alltägliches. Geschmackssache.