DFB und Nationalmannschaft (Teil 1)

Sorry, das steht nicht im Artikel selbst, sondern in einer Antwort (von TE) in den Kommentaren.
"Für U17- und U20-Weltmeisterschaften qualifiziert sich der deutsche Nachwuchs nicht einmal mehr. Einzig die U21 feiert Erfolge – eine Altersklasse, die in Frankreich oder England gar keine Rolle spielt, weil die großen Talente in dem Alter eh schon in die A-Elf integriert sind. "

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Ehrlich gesagt verstehe ich die Diskussion nicht ganz.
Viele sagen „die Basics fehlen“ (ich glaube das war sogar Flick).
Aber grundsätzlich muss man doch festhalten das wir Erfolg haben mit der U21. Die Qualität bis zum „Profi“ scheint nicht schlecht zu sein.

Es scheint bloß so zu sein das etliche Spieler im grauen Mittelmaß der Bundesliga versinken oder sogar total verschwinden (ich denke das meinst du auch).

Aber ist das tatsächliche eine Frage der Nachwuchsarbeit wenn die Spieler bis 20 Jahren zur Spitze gehören und man danach beim Übertritt zum Profi nichts mehr hört ?

Danke - ist interessant.

Also U21 abschaffen :slight_smile:

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Wenn du Aussage von TE so stimmt dann ist mein Kommentar hinfällig und die U21 eine falsche „Messgröße“.

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Eine Frage: Der DFB würde doch argumentieren das die eigentliche Nachwuchsarbeit bei den Vereinen stattfindet oder ? Also z.B bei Bayern. Und der DFB selber nur die besten aus diesem Teich schöpfen.

Ich persönlich sehe die Diskussion um Nachwuchs DFB-bezogen, auch in Person „Bierhoff“. Aber das ist ja eigentlich falsch oder ?

Genau das hat er vor der WM versucht. Und es ging in die Hose, weil Schotterbeck und Kehrer trotzdem in schlechter Form und einfach nicht gut genug waren.

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Was ich nicht verstanden habe ist warum Ginter außen vor war. Bei der EM 21 war er Stammspieler - zwar in einer 3er Kette aber das sollte ja nicht das Thema sein. Hätte den gerne in der IV gesehen.

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Wäre es nicht eigentlich die Aufgabe der neuen sportlichen Führung (Bierhoff-Nachfolger), einen passenden Trainer zu finden bzw. zu suchen?
Habe ein bisschen das Gefühl, dass es hier andersherum läuft und der Trainer sucht sich seinen neuen Vorgesetzten aus.

Wenn man der Meinung ist, Flick sei der richtige, zumindest bis zur EM, ist es (nachdem man ihm schon wenige Tage nach dem Ausscheiden eine Fehleranalyse und Verbesserungsvorschläge abverlangt hat, wofür Löw Monate brauchte und auch zugestanden bekam) führungstechnisch vollkommen korrekt, ihm nun nicht auch noch öffentlich zu verdeutlichen, dass er, was in der Sache sicher zutrifft, bei der Auswahl seines neuen Vorgesetzten nichts zu melden hat. Sondern man hört sich seine Wünsche an, zeigt Interesse und Verständnis und macht erstmal mit ihm alles klar. Watzke kann das vermutlich und ist womöglich genau deshalb dabei.

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Generell gebe ich dir recht, eigentlich sollte der Bierhoff-Nachfolger über Flick entscheiden.
Das Flick seinen Vorgesetzten aussucht denke ich nicht, hier scheint fast ausschließlich Watzke der Treiber zu sein.

Was auch riskant ist:
=> Funktioniert das neue Setup nicht, werden sich alle Blicke Richtung Watzke wenden.
=> Das Thema Flick ist generell noch nicht gegessen, 1-2 schlechte Leistungen und das Thema kocht über. Das ist eine ungute Lage aktuell, auch weil unzufriedene Spieler jetzt natürlich mehr Gehör haben.

Trifft es genau, finde ich.

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Naja, der DFB hat doch ein vollständiges Präsidium, das letztendlich für solche Entscheidungen die Verantwortung trägt. Da dieses nun gerade keinen „Sportdirektor“ hat, an den sie die Frage „Trainer behalten oder austauschen“ delegieren könnte, machen das die Herren Neuendorf und Watzke derzeit selbst.
Damit fällt natürlich die Rolle des Sündenbocks, die Bierhoff jetzt übernehmen musste, weg, falls Hansi Flick bei der EM 2024 kein besseres Ergebnis schafft. Aber dafür hat man im Falle des erneuten Scheiterns die einfache Möglichkeit, Flicks Vertrag nicht zu verlängern. Und der neue „Teamchef“ könnte dann seine Hände in Unschuld waschen.

Umgekehrtes Szenario: jetzt Hansi entlassen, neuen Teamchef und neuen Bundestrainer einstellen und dann 2024 wieder in der Vorrunde ausscheiden - dann wären alle Beteilgiten blamiert …

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Naja, da wird man ihm hinter verschlossenen Türen erklärt haben, wie der weitere Ablauf ist. Flick wird ein bisschen geschmollt haben, deshalb keine Bilder. Er wird sich aber auch gefragt haben (oder gefragt worden sein), warum er die Reise eigentlich angetreten hat, wo das doch ganz normale Entscheidungsprozesse sind. Also: er will den Job, der DFB will ihn, und er muss von seinen Ansprüchen Abstriche machen. Normaler Vorgang.

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Wahre Worte eines weisen Mannes.

Nun, früher brauchte man auch keinen Bierhoff :thinking:
Früher ist jetzt natürlich schon lange her und die Zeiten haben sich geändert.
Das besondere ist, dass der Posten (die Posten) den Bierhoff jetzt bekleidet hat, eine für ihn gedachte Konstruktion ist. Eine Konstruktion die so eigentlich von niemandem anderen lebbar ist, oder gelebt werden sollte.
Diese Position ist so seit den sehr kleinen Anfängen mit Bierhoff gewachsen.
Am Anfang war das ja nur als Teammanager gedacht, der den Bundestrainer entlasten sollte. Der sich um Unterkünfte, Reisen usw. kümmert. So etwas was Kathleen Krüger beim FC Bayern macht.
Daraus ist in 15 Jahren eine Art Supermanager geworden, zuständig und verantwortlich für alles.
So wie ich das übersehe sind es drei wesentliche Blöcke für die Bierhoff am Schluss verantwortlich war.
Die Nationalmannschaften (incl. des ursprünglichen Nukleus Teammanagement), Nachwuchs/Akademie, das Marketing.
Das ist eine Konstruktion die es so vielleicht noch in Dorfvereinen gibt, wo ein engagierter Ehrenamtler quasi den ganzen Laden schmeißt. Aber im Profibereich?

Zumindest der Marketingbereich sollte vom sportlichen Bereich gelöst werden. Es käme ja bei Bayern auch keiner auf die Idee, dass Brazzo den Jung gibt oder umgekehrt.
Das Teammanagement könnte/sollte ebenfalls an jemanden anderen delegiert werden. Dazu brauche ich keinen großen Namen, oder Ex-Profi, sondern einen fähigen Organisator.
Dann könnte man einen lupenreinen Sportdirektorposten schaffen, der sich eben nur um den Sport kümmert.
Bei dem sollte allerdings der Nachwuchs auf jeden Fall angesiedelt werden. In gewissem Sinne wäre das sogar die Hauptaufgabe.
Denn die NM an sich braucht im Normalfall gar keinen Sportdirektor oder Manager.
Wozu auch? Das Kerngeschäft eines Sportdirektors, Kader- und Transferplanung entfällt, für das sportliche ist der Trainer verantwortlich. Und alle per Jahre einen neuen Trainer zu suchen, lastet so eine Funktion auch kaum aus.
Das wird ja auch der Grund gewesen sein, warum Bierhoff immer mehr Funktionen an sich gezogen hat.

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Ich glaube Flick will schon noch weitermachen und auch der DFB ist vermutlich nicht abgeneigt, aber nach so einem Abschneiden muss erstmal alles hinterfragt werden. Einen viel besseren Nachfolger für die Zeit zur Heim-EM gibt es auch nicht. Ein wirklich größerer Erfolg ist auch unabhängig vom Trainer nicht zu erwarten, daher sollte man auch keinen neuen verheizen

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@918: Bei der Diagnose Filz gehe ich mit. Und bei der Aussage, dass Filz grundsätzlich schädlich ist, weil unter Filz zustandegekommene Verträge die Wahrscheinlichkeit auf sachgerechte Auswahlkriterien, Auswahl und Leistungserbringung verringern, auch.

Aber diese Analyse hättest Du ohne großen Verlust an Aussagekraft auch ohne die verschwörungstheoretisch anmutenden Obertöne von einer von höchster politischen Ebene gesteuerten konzertierten Aktion vornehmen können. Glaubst Du wirklich, dass diese Erklärebene zum vollen Verständnis des Gesamtproblems nötig ist? Enge persönliche Beziehungen, lange erfolgreiche Geschäftsbeziehungen der beteiligten Parteien untereinander, uniforme Weltsicht, groupthink - das reicht doch vollkommen aus, oder?

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Die Spanier ziehen Konsequenzen:

Und bei uns wird VOR der EM bestimmt noch der Vertrag von Flick verlängert

Harte Worte zum DFB von Filmemacherin Cho Sung-hyung (u.a. „Full Metal Village“, „11 Freundinnen“):

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Der DFB sollte da aber nicht losgelöst von anderen Entitäten gesehen werden. Gilt für Behörden, Rundfunkanstalten oder Verlagshäuser hier im Land ja genauso.