Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

Da passt der letzte Böhmermann ganz gut dazu.

MMn nein!
Klar, der Machtkampf mit Wagenknecht hat die Linken für viele unwählbar gemacht vor ihrem Austritt (auch für mich).
Aber für mich sind die Hauptgründe die Medien, die fleißig dabei geholfen haben das Overton Window nach rechts zu verschieben und die CDU/CSU, FDP, SPD und ja auch die Grünen, die Themen und Inhalte von Rechts übernommen und keine glaubhafte soziale Alternative geboten haben.

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Ich rege mich gar nicht auf. Null. De Niro darf alles :slight_smile: .
Ich wollte nur meine Meinung äußern die ich für etwas dezidierter halte als der Wunsch nach Knast für die Herren. Aber die muss niemand teilen.

Ich verfolge nicht so sehr, was die AfD fordert
Ich kann da nicht zuhören. Mein Leben ist zu kurz um mich mit Meinungen dieses Gesindels näher auseinander zu setzen. Es gibt auch schöne Dinge und für mich auch wichtigere Dinge im Leben denen ich lieber die Zeit widme

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Du hast mein vollständiges Wohlwollen und mein komplettes Verständnis.

Ums mit Deinen Worten zu sagen:
@ChrisCullen

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Da liegt noch n Elfer ohne Torwart inner Ecke rum:

@ChrisCullen - der deNiro von MiaSanRot.

Den konnt ich einfach nicht links liegen lassen. :wink:

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Puuh, das ist viel zu dick aufgetragen. De Niro ist Wahnsinn, eine Wucht, unbeschreiblich. Ich bin nur irdisch. aber vielen Dank. So etwas hat noch niemand über mich gesagt.:slight_smile:

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Dann wurds ja mal Zeit.
Der @Gratschifter ist ja berüchtigt dafür, bisweilen etwas zu dick aufzutragen. Frag mal meine Besties im Frauenfußball-Thread, die werden dir das ein oder andere Lied davon singen… :see_no_evil_monkey:

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Echt? Ist mir noch gar nicht aufgefallen.

Und dass De Niro alles darf - und hier der @ChrisCullen - habe ich Dir ja gestern erst gesagt… :wink:

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Da haben die MSR Betreiber aber ein bedeutendes Wort mit zu reden was ich so alles darf :wink:.

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Über jedem und allem ist immer noch eine Höhere Macht… :innocent:

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Gehört natürlich eigentlich hier rein: Lügen Politiker (nicht nur Trump) öfter als sie die Wahrheit sagen?

Ich finde zudem solche Aussagen sogar auch durchaus gefährlich:

Denn gerne wird aus Politiker dann Politiker von „Altparteien“ (natürlich nicht bei mir, sondern dem rechten Gesocks), die eh nur lügen - da wählt man dann besser die „ehrliche“ AFD die es sagt „wies ist“?

Alles was allgemeinen Politikverdruss (und solche Aussagen denke ich gehen durchaus in die Richtung) fördert denke ich spielt tendenziell eben denen in die Hände…

PS: und das heißt natürlich ebenso nicht dass Parteien meistens alle Wahlversprechen einhalten - auch das ist für mich aber meistens keine Lüge auch im Nachhinein, denn bei uns gibt es ja keine Einparteien Regierungen und selbst Zweiparteien Koalition wird seltener werden = Versprechen können halt oft aus Koalitionszwängen nicht gehalten werden…

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Dieser Lügenvorwurf, egal aus welcher Richtung er kommt, ist natürlich verrückt. Gut erinnerlich Lindners berühmte Begründung für das plötzliche Ziehen der Reißleine nach wochenlangen Jamaika-Verhandlungen: es sei besser nicht zu regieren als schlecht. Für das, was da verhandelt werde, sei man schließlich nicht gewählt worden. Klar doch, und alle diese Highpotentials mussten bei einem Ergebnis von ca. 8 % sicher darauf vertrauen, dass die FDP nun endlich mal durchregieren könnte. Aber nur ein Beispiel für viele ähnliche. Die Furcht vor der - vermutlich von einem selbst befeuerten - Dummheit der eigenen Wähler …

Dazu gab es gestern diese bemerkenswerten Thesen: alle autoritären Regierungen und Parteien würden einen Programmpunkt ganz nach vorne stellen: die Stärkung der eigenen Nation, Lösung aus multilateralen Verbindungen. Weil sehr viele Menschen in der einen oder anderen Weise negative Auswirkungen - es gibt bekanntlich auch positive - der Globalisierung zu spüren bekommen. Und der Rückzug auf die eigene Nation die einfachsten Lösungen verspricht. In der Umsetzung stößt das natürlich schnell an Grenzen. Deswegen heißt es im Artikel auch, Trumps Wähler fänden seine Ziele laut der NYT weit besser als seine reale Politik.

Natürlich ist es schwierig, für diese Problematik unkomplizierte Lösungen zu finden. Darauf geht der Artikel auch ein. Jedenfalls sei es weder ultimativ erfolgversprechend, die Parolen der Rechten zu adaptieren, noch sollte man sich zu viel von dem erhoffen, was unter dem Label „gute Politik“ subsumiert wird: „Aber es bleibt neben den Brücken und der Bahn dieses relevante Problem, nämlich die Frage, wo die Macht eigentlich liegt. Noch ausreichend bei denen, die wir wählen?“

Es werden einige Beispiele für eine sachgerechte und behutsame Re-Nationalisierung angeführt. Dass das nicht automatisch den Rechtspopulismus zurückdränge, sondern deren Protagonisten sich nach Rückschlägen verlässlich erholen, sage vielleicht weniger über die AfD oder über Trump aus als „über die Stärke ihrer Idee. Wo bleibt der Nationalstaat, wenn die Globalisierung voranschreitet? Das klingt, zugegeben, nach einer ziemlich akademischen Frage. Aber die Ironie ist: Sie hat entscheidend dazu beigetragen, unter anderem Millionen Arbeiter ins rechte politische Lager zu ziehen.“

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Neues aus der Hölle auf Erden:

Das Bot von Greta Thunberg wurde (entgegen der Meinung der tunesischen Regierung) von einer Drohne getroffen.
Die Crew hat überlebt aber es war mit ziemlicher Sicherheit ein weiterer Einschüchterungsversuch vom IDF.
Wäre Greta nicht an Bord, dann wäre wahrscheinlich die Crew tot.
Noch kann der IDF Greta nicht töten - dafür hat sie eine zu große Reichweite und Anerkennung international.

https://x.com/allenanalysis/status/1965225316936560790

Gaza soll mittlerweile komplett „evakuiert“ werden.
Millionen Menschen werden vertrieben und auf ein kleines Stück Land zusammengetrieben.
D.H. effektiv wird Gaza komplett ethnisch gesäubert.
Es nähert sich wohl langsam das (blutige) Ende.

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Israel begeht erneut Tötungsanschläge auf dem Gebiet eines anderen souveränen Staates?
wo ziehen wir als „Westen“ eigentlich so die Grenze?

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Spanien setzt immerhin mal ein Zeichen.

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Ein kleiner Ausschnitt aus dem Heute-Journal von gestern. Kurz gesagt: Der Weg der USA unter Trump ähnelt zumindest früheren Wegen hier. Aber wer schaut wirklich heute noch das Heute-Journal…

Als Hintergrundinformation zu Jason Stanley, mit dem ein Teil des Beitrags gestaltet wurde:

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letztlich kommt jetzt nur das zum Vorschein, was Amerika schon immer ausgemacht hat!
auch bei uns wird es wieder so kommen - das ist seit Jahren klar, es erstaunt mich immer wieder, weshalb die Menschen versuchen das zu leugnen oder zu ignorieren… :man_shrugging:t3:

ich sag meinen Freunden immer:
ich bin froh, einer Jägerfamilie zu entstammen…

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Apropos Familie:

Westart : Leonie Plaar: Meine Familie, die AfD und ich - hier anschauen

Die Historikerin und Journalistin Leonie Plaar bringt morgen das erwähnte Buch raus. Sehr beeindruckend, sehr bedrückend.
Sie hat den Kontakt mit ihrer Familie abgebrochen und lebt heute offen queer.

Ich selbst hab eine CSU-durchtränkte, ländlich geprägte Verwandtschaft väterlicherseits. Ich muss gestehen, mir hat das bereits ausgereicht, um den Kontakt zumindest einzuschränken und zu begrenzen - aber der Vergleich hinkt über die Maßen, weil ich auch kein sehr großer Familienmensch bin, mir ist das also auch leichtgefallen. Würde aber jeder nächste und nähere Part der Truppe ein AfD-Anhänger sein, wow… Ich weiß nicht, wie ich das ertragen könnte und wie das zu managen wäre.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Das würde mich sehr interessieren.

Und das Buch werde ich lesen, das ist klar. Wenn auch nicht mit großer Freude.

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innerfamiliär zum Glück nicht wirklich…
mein Bruder lässt hin und wieder mal ein paar dumme Klischeesprüche los - aber das ist nicht allzu ernst… meine Tante in Bayern (surprise…) hat tatsächlich schon ein paar Mal recht braune Aussagen fallen lassen - sie sehe ich aber so gut wie nie und auch wenn ich sie als Mensch sehr mag - ihren tendenziellen Rassismus regel bald die Zeit, sie ist 85…

ansonsten hatte ich da bisher Glück - allerdings haben sich seit Corona einige Bekannte und ein paar wenige Freunde verabschiedet bzw. wurden verabschiedet…

ein ehemals linker Genosse war immerhin konsequent, hat seine Familie eingepackt und ist nach Südamerika rüber, um vor der Meinungsdiktatur und der woken Willkommenskultur zu fliehen… möge er in irgendeinem Dschungel verrotten… :rofl:

grundsätzlich - und das habe ich ja schon öfter durchblicken lassen:
ich kenne da weder Freund- noch Verwandtschaft…
mögen andere versuchen verirrte Geister zu resozialisieren - bei dem Thema bin ich raus…
kämen betreffende Menschen irgendwann geläutert und aufrichtig reuig zurück, kann man über alles reden - aber solange das nicht der Fall ist, sind sie für mich "instant gestorben!

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Mein großer Bruder ist leider sehr AfD-nah und zeigt das auch immer wieder mal in WhatsApp Statusmeldungen. Ich liebe meinen Bruder wirklich, auch seine Art und seinen Humor, seine Fähigkeit Geschichten zu erzählen und Leute zu unterhalten, aber vorallem glaube ich das er eigentlich ziemlich intelligent ist. Und das nicht nur weil er, im Gegensatz zu mir, studiert hat. Nur leider ist er scheinbar ziemlich dieser ganzen rechten Rhetorik verfallen, verfolgt viele der rechten Influencer und sowas. Ich sehe in nur sehr selten und selbst dann geht’s nicht immer um politische Dinge.

Vor einigen Wochen aber habe ich mal aber eine seiner Statusmeldungen geantwortet, da ich der Meinung war diese „Falschaussagen“ können nicht immer unkommentiert stehen bleiben. Thema war damals Frauke Brosius Gersdorf. Wir haben diesen Abend ich glaube über 2h lang geschrieben und diskutiert und es war aus meiner Sicht unglaublich anstrengend. Ich wünschte manchmal ich hätte schon die Erfahrung/ das Wissen von dir @cheffe oder auch von @Gratschifter oder vielen anderen hier. Viele Argumente fallen einem entweder erst viel später ein oder man kennt halt einfach die Abläufe oder Vorgeschichten von vielen Sachen nicht und dann lässt sich halt schlechter argumentieren. Und das große Problem in diesen Diskussionen ist halt das die rechten Argumente meist „gut“ und "richtig " klingen oder halt einen ganz kleinen wahren Kern enthalten und wenn man da nicht mit ganz klaren Fakten gegenhalten kann, dann wirds schwierig.

Also zusammenfassend: Unsere Familie reißt es bisher nicht auseinander, trotz so gegensätzlicher Auffassungen (Klopf auf Holz) aber es macht mich schon manchmal wütend wie eigentlich intelligente und geliebte Menschen auf rechte Propaganda reinfallen.

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Während Corona hab ich es nicht im Umfeld, aber im Dorf, in dem ich lebe, erlebt: Da ist eine ganze Großfamilie mit Großeltern, Eltern und kleinen Kindern nach Ungarn (!) emigriert. Hier herrsche ja jetzt eine Diktatur.

Für mich habe ich mittlerweile eine Regel (die ich nicht immer schaffe einzuhalten, aber immer öfter) definiert: Sprich nicht über Politik oder Religion. Deshalb wird man mich auch in diesem Thread eher selten finden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in diesen Bereichen Argumente gar nicht gehört werden wollen, sondern das oder der Glauben die Handlungsmaxime sind. In der Religion ist das für mich nachvollziehbar, in der Politik wird das schon schwieriger und ich komme auch wirklich nicht damit zurecht, sondern rege mich dann auf… und darauf habe ich keine Lust.
Andererseits möchte ich auch nicht nur schwarz oder weiß auf Menschen blicken. Manchmal kommt es vor, dass ich mit der politischen Einstellung von Leuten nicht mitgehen kann - das sind dann aber bspw. tolle Eltern oder rührige Ehrenamtliche und das ist dann unbedingt anzuerkennen. Der Alltag ist nicht leicht, außer man macht ihn sich so - was dann aber m.E. mehr über sich selbst aussagt.

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