Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

Politik für die Menschen:

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Ja, das ist so ziemlich das Assozialste was man überlegen kann steuertechnisch!

Nehme es von den Armen und verteile es an die Reichen - weil Ärmere im Schnitt natürlich immer viel höheren Anteil ihres Einkommens direkt wieder ausgeben, sie also eine MwST Erhöhung besonders hart trifft…

Das ist übelste FDP Klientel Politik und das ganz ohne FDP!

Aber wen soll unter Merz und Söder noch irgendwas wundern…

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Ist es nicht auch ein Zeichen von Planlosigkeit?
Ich sehe sehr wenig Konzept. Es kommt wie so ein Flickenteppich vor.

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Ich möchte ausdrücklich nicht dich persönlich angreifen, aber da fällt mir wieder auf, was ich in der Frauenfußballkurve auch schon mal angemerkt habe:

Friedrich Merz ist „Merz“.

Boris Pistorius ist „Pistorius“.

Luisa Neubauer ist „Luisa“.

Ich finde, das gehört sich aus Respektsgründen nicht.

Bei Merz und Pistorius denken wir alle an dieselbe Person.

Bei Neubauer würden die meisten Leute, insbesondere aus Bayern wo ich herkomme, an eine sehr berühmte Christine, Schauspielerin, denken.

Und wie das mit Respekt und Vor- vs Nachnamen ist - da kam ja auch vom Eberl (und da wiederum wäre mit nur Max auch nicht total klar wen ich meine, zumindest hier im Thread; ansonsten wechselt das in Fussball Threads auch gerne mal hin und her ob man vom Vor- oder Nachname spricht, kann da keine Respektskomponente erkennen?) ne Abhandlung dazu, dass er mit Nachnamen ansprechen nicht mag.

Jeder Jeck und jeder Fall ist anders?

der Plan dahinter ist doch seit Ewigkeiten bekannt - die Menschen der unteren und mittleren Einkommensschichten (gegeneinander) aufzuwiegeln, sie zu schwächen, die oberen Schichten zu stärken, die SPD endgültig zu zerstören und somit die Zusammenarbeit mit den Faschisten (die man dann ja leider nicht mehr verhindern kann) vorzubereiten…

der feuchte Traum der radikalen in der CDSU seit jeher und nun so nah wie nie!

Amthor, Linnemann, Merz, Spahn, Söder und Co. sitzen doch längst hechelnd in der Startposition…

und Weidel und Co. können ihr blau-braunes Glück kaum fassen - ein Land mit unser Vergangenheit serviert sich ihnen freiwillig auf dem Silbertablett zum Fraße…

und auf die Frage, die letztens noch gestellt wurde:
ein gutes und menschliches und zukunftsfähiges Regierungsprogramm ist eine intelligente Mischung aus denen von Linken, Grünen und dem Rest Sozialem, was die SPD noch in homöopathischen Dosen zu bieten hat - alles andere führt uns nur weiter in den Abgrund - aber für Menschen mit viel Hass im Herzen und/oder nem dicken Konto ist das wahlweise egal oder erwünscht…

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Ein bisschen weniger Respekt, bitte!

Du meinst die Alice…

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Seufz. Wir sind politisch zweifellos ein gutes Stück voneinander entfernt und doch haben wir Übereinstimmungen, z.B. in unserer Haltung gegen den Faschismus. Was mich aber wirklich nervt, sind Deine wilden Verschwörungstheorien gegen jeden, den Du politisch rechts von Dir verortest, was - das wirst Du Dir vermutlich selber eingestehen können - verdammt viele sind. Die CDU/CSU ist - wie ehemals die SPD auch - eine Volkspartei, die viele Strömungen in sich vereint. Und natürlich sind dabei neben vielen engagierten Menschen auch fragwürdige Gestalten nebst politischen Karriereopportunisten wie Spahn und Söder, die auch in ihrer eigenen Partei ihre Gegner haben. Aber alle Demokraten, die man nicht zum eigenen Stamm zählt, pauschal als Möchtegern-Faschisten zu verunglimpfen, die das Land voller Elan den Neonazis übergeben wollen, ist nicht nur absoluter Quatsch, sondern auch zutiefst undemokratisch.

Ich verstehe, dass einen dieser AfD-Rechtsrutsch in Zeitlupe über die letzten 10 Jahre demoralisieren kann, weil man nicht verstehen kann, wie man dazu kommt, solche widerlichen Gesellen, nicht wenige davon zur Destabilisierung von Russland gesponsert, zu wählen, die nichts, aber auch gar nichts dazu beitragen werden, die externe Belastungslage zu handhaben, die unseren politischen Spielraum und unsere ökonomische Situation seit Jahren beschränken. Mich macht das auch fertig.

Aber andere Meinungen innerhalb des demokratischen Spektrums (das nun mal auch ins konservative Lager reicht, wo ich mich verorte) muss man aushalten und sie können auch aus anderer Perspektive und Lebenssituation politisch völlig legitim sein, weil Politik keine vorgegebene Quasi-Religion Einzelner, sondern persönliche Interessenvertretung nach Mehrheitsverhältnissen ist. Das zu ignorieren bewirkt Spaltung und Lähmung durch unnötige Grabenkämpfe untereinander unter Demokraten und nützt damit am Ende nur den Faschisten.

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da habe ich aufgehört zu lesen… :zany_face::laughing:

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Was Dein Problem wunderbar zusammenfasst.

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Unbedingt.

Nur: wenn wie die Kernaussage vom Freund des klaren Wortes @folkfriend nehmen, halte ich das, was er vermitteln will, leider nicht für eine Verschwörungstheorie, sondern für eine plausible Annahme. Die leider noch nicht bei vielen angekommen ist, ganz speziell nicht bei vielen aus dem von Dir erwähnten konservativen Spektrum.

Wenn man sich die Handlungen und Äußerungen von Spahn, Weimer, Söder, Merz et al mal genauer vornimmt, bin auch ich in der Tat der Meinung, dass dahinter eine Agenda steckt, die in genau diese Richtung geht, die @folkfriend anspricht. Ich lasse mal dahingestellt, wie man diese Agenda genau formuliert und kann auch verstehen, wenn einen die Wortwahl triggert.

Aber was aus meiner Sicht eben durchaus der Fall ist, ist dass die Genannten dezidiert eine andere Gesellschaft anstreben. Auch eine andere, als viele aus dem gemäßigten konservativen Spektrum gutheißen würden. Dafür sprach und spricht die Verunglimpfung des demokratischen politischen Gegners, die Söder und Merz quasi erfunden haben, statt sich dem eigentlichen Feind eines Demokraten zuzuwenden. Dafür spricht die gnadenlose Politik gegen den bedürftigeren Teil der Gesellschaft, anstatt sich echten und durchaus notwendigen großen Reformen zu widmen. Dafür spricht der kulturelle Kampf gegen Buchhandlungen, freie Künstler etc.

Die genannten Personen liegen politisch deutlich - deutlich! - näher bei den Rechtsradikalen als bei einer Partei der Mitte. Das ist mittlerweile leider auch meine Überzeugung. Ich halte sie deswegen nicht gleich für Faschisten. Aber für Wegbereiter. Im Ergebnis macht das leider wenig Unterschied.

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der nächte Be/Hinweis…

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Die Sache ist halt einfach die:

Es ist völlig egal wie höflich wir zu AfD-Sympathisanten sind, wenn sie in der CDU/CSU derzeit die Macht haben und mit Rechten im Ausland - speziell MAGA - zusammen arbeiten wollen.

Mindestens Spahn verharmlost ständig Trump und er ist dabei längst nicht der Einzige.

Es ist auch völlig egal wenn die CDU noch im akzeptablen demokratischen Spektrum ist, wenn sie aktiv Klimaschutz bremst.

Dank dem Iran-Krieg hat sich die katastrophale Energiepolitik der CDU/SPD/FDP erneut offenbart.

Wir steuern aktiv auf einen Klimakollaps zu und anstatt dem entgegenzuwirken setzen konservative und rechte Parteien weltweit weiter auf fossile Brennstoffe.

China allein wird uns nicht retten und Trump setzt derzeit alles daran die Welt wortwörtlich brennen zu sehen.

Die Folgen von dieser Politik werden wir, in unserem gemütlichen Deutschland, erst dann zu spüren bekommen, wenn es zu spät ist.

Aber wenigstens sind wir dann auch höflich geblieben und haben die Meinung von CDUlern ausgehalten!

Und es hilft sowieso alles den Faschisten - besonders, wenn wir die Nähe der CDU zur AfD nicht kritisieren!

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Auch wenn ich deine klare Meinung, lieber @folkfriend, durchaus schätze und mich persönlich eher im „linken“ Lager verorten würde: da stimme ich @WunderVonGetafe unbedingt und uneingeschränkt zu: Demokratie muss einen Streit aushalten können, der sich im Rahmen der demokratischen Regeln bewegt. Es ist absolut völlig legitim, Söder und andere für ihre politische Einstellung zu kritisieren. Das aber direkt in Richtung Faschismus zu transportieren, halte ich für problematisch. Konservativismus ist nicht automatisch rechtsextrem und faschistisch: es ist eine andere Sicht auf die Dinge (die ich teils ganz sicher auch nicht teile). Ich halte auch nicht fast 40 Prozent der Deutschen für rechtsextrem (wie die Prognosen in einigen neuen Bundesländern nahelegen könnten). Ganz viel Unsicherheit und ein Sehnen nach Sicherheit und „guten, alten Zeiten“ spielt dabei für mich eine große Rolle. Wirtschaftliche Unsicherheit wird ebenfalls keine geringe Rolle spielen. Die Antworten auf alle unsere Fragen sind sehr komplex, die globale Lage lässt sich zudem von Deutschland aus kaum beeinflussen.

Wir sollten nur nicht denken, dass ein konservatives Denken per se schlecht ist. Es ist (im Rahmen der demokratischen Regeln!) legitim, und es muss gehört werden.

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@folkfriend hat die CDU nicht bezichtigt faschistisch zu sein - nur mit ihnen (AfD) zusammen arbeiten zu wollen.

Dass in der AfD faschistisches Gedankengut herrscht, sollte uns eigentlich allen klar sein - vlt nicht bei allen Wählern aber sicher bei den Parteimitgliedern.

Und auch hier hat @folkfriend eingeschränkt und die “Radikalen der CDSU” gemeint - welche derzeit leider viele in Führungspositionen bekleiden.

Ein Daniel Günther ist damit sicher nicht eingeschlossen.

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Blöd nur wenn die Statistik ihm Recht gibt

„Ende 2024 lebten in Deutschland knapp 14,1 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, während es Ende 2014 rund 8,2 Millionen waren. Das bedeutet, dass die Zahl der Ausländer in diesem Zeitraum um etwa 5,9 Millionen Personen zugenommen hat – also um rund 72%.“

Wir haben also in Deiner Grafik einen Anstieg des Ausländer Anteils an Tatverdächtigen in der Zeit um grob 20% während die Zahl der Ausländer um grob 70% angestiegen ist.

Spricht das nun wirklich für eine Explosion der Gewalt durch Ausländer oder ist relativ gesehen nicht eher sogar das Gegenteil der Fall?

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Diese Poitionierung hat sich in den letzten Jahren leider sehr verschoben. In dem Glauben, durch das Hinterherhecheln der AFD dieser die Wähler/innen wieder abspenstig zu machen, merken sie gar nicht, wie deren Parteiprogramm inzwischen dem der Rechtsradikalen von vor wenigen Jahren erschreckend ähnelt. Und die Forderungen der genannten konservativen Steigbügelhalter gehen immer weiter nur in eine Richtung, die kein Ende zu nehmen scheint.
Hierzu ist dieser Ausschnitt aus der Anstalt von Anfang letzten Jahres zu empfehlen

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Lieber @Cosray8d : danke für die Hinweise, das habe ich durchaus verstanden. Und wie gesagt: ich bin @folkfriend durchaus zumindest nahe in seiner Position.

Vielleicht schaffst du es trotzdem, den Gegenpunkt meiner Argumentation aufzugreifen. Es geht um eher Grundsätzliches: inwiefern eine Demokratie auch Gegenmeinungen ertragen kann, die sich im Rahmen unseres Grundgesetzes (!) bewegen.

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