Ich erlaube mir mal, diese Nachfrage in den passenden Thread zu packen.
Also: mir erschließt sich der Zusammenhang zwischen Kritik an Trump und Kritik an der deutschen Regierung nicht so ganz. Meines Erachtens geht beides zusammen, zum jeweils passenden Zeitpunkt. Und letzterer ist durch die Kane-Story jetzt eben Trump betreffend.
Ich verstehe auch nicht, inwieweit Kritik an Trump anmaßend sein soll oder überheblich. Der Mann ist kein Politiker, hat in seinem Leben kein einziges Buch gelesen, eine Aufmerksamkeitsspanne eines Kleinkindes (und etwa den gleichen Wortschatz), er hat kein Interesse an komplexen Zusammenhängen, hat keinen Schimmer von Geschichte, Geographie, Sicherheits- und Bündnispolitik und anderen politisch relevanten Gebieten. Dies alles, und mehr, weiß man, wenn man sich die letzten Jahre mit ihm beschäftigt hat. Und nein, er ist auch kein Dealmaker. Einen solchen stellt er bestenfalls dar, so wie er seit seiner Öffentlich-Werdung nie was anderes gemacht hat als etwas darzustellen, was er nicht ist: Immobilien-Hai, Geschäftsmann, jetzt eben Politiker. Der Mann ist mehrfacher Bankrotteur und wurde mit einem goldenen Löffel geboren. Wäre er nicht bestimmten Menschen begegnet, die ihn zu einer künstlichen Person im Entertainment-Bereich machten, wäre der Menschheit viel erspart geblieben.
Und wenn du mir jetzt noch den Zusammenhang zu unserer Volkswirtschaft erklären könntest? Unsere Leute, die mit Trump in direkten Kontakt kommen, tun doch seit geraumer Zeit alles, um sich einzuschleimen oder ihn außenpolitisch bei der Stange zu halten. Fast niemand geht auf Konfrontationskurs, schon gar nicht offen. Wärst du Spanier, könntest du vielleicht noch das ein oder andere anfügen. Unsere wirtschaftlichen Probleme haben sicher viele Ursachen sehr komplexer Natur, und Überheblichkeit mag eine davon sein - nur nicht die gegenüber Trump. Ein Blick auf die deutsche Autoindustrie etwa würde helfen. Die brauchten keinen Trump, um ganz allein alle relevanten Entwicklungen zu verpennen.
Gehört eher nicht zu meinem Wortschatz, aber wenn du damit einen intellektuell eher übersichtlich ausgestatteten Menschen meinst, dann: Ja. Mir ist übrigens weltweit niemand bekannt, der das dezidiert anders sieht, außer einem: Donald Trump.