Sehr gut. Aber dann sollten wir heute wenigstens gewinnen, damit sich die Abwechslung auch lohnt.
Unbedingt. Ich weiß noch, wie ich emotional schwer angeschlagen nach ner Trennung beim Kumpel aufm Sofa saß und froh war, dass Fußball als Ablenkung lief, Champions League und ein machbarer Gegner, immerhin.
Der „machbare“ Gegner war ein gewisses gelbes U-Boot. Das war dann doch eher kontraproduktive Ablenkung. ![]()
So, jetzt ab zum Fußball!
Ja, Chef! Geht klar, Chef!
Scholz im Bunker:
„Der Angriff Lindners war ein Befehl…“ ![]()
das war wohl die beeindruckenste und ehrlichste Rede, die Scholz je gehalten hat - schade, dass sie so spät kommt!
ebenso Baerbock & Habeck sehr klar und gut!
Interessanter Aspekt, dass diese Wut sich immerhin nicht gegen den verurteilten Straftäter richtet. Der Sturm aufs Kapitol mit den fünf Toten darf im Nachhinein als genehmigt betrachtet werden. Wahrscheinlich, weil die Wut, die sich darin ausdrückte, eine wohlbegründete war.
Oder es hat sich das Narrativ durchgesetzt, von dem der bereits erwähnte SZ-Podcast berichtet. Der Sänger Lee Greenwood, der seinen Song „God bless the USA“, wie von Trump ausdrücklich gewünscht, auf dem Reps-Parteitag im August vortrug, ist jedenfalls überzeugt: das waren Linksradikale. Trump hatte nur zu einer friedlichen Demo aufgerufen, allerdings hinzugefügt: „Seid stark!“
Nach dem gelben U-Boot kam erst recht der Blues. Ein Schelm, wer bei dieser Farbkombi an Lindner denkt.
Wir leben offenbar tatsächlich in der Matrix…
Die FDP ruft alle Minister zurück. Aber Volker Wissing zieht mal entspannt die UNO-Reverse-Karte und sagt Nope!
Tritt aus der Partei aus und bleibt Minister.
Genau Volker, DICH wollte ich unbedingt behalten…
Ich glaube, die wollten ihn tatsächlich behalten. Gab doch Stimmen aus der SPD die meinten er könne weitermachen.
Ich finde es grundsätzlich ein guter Zeitpunkt, wenn bald Neuwahlen wären.
Wie eigentlich alle betonen wird sich ja einiges ändern ab Januar, wenn Trump seinen alten Job wieder übernimmt.
Da wäre es schon gut, wenn dann zeitnah eine deutsche Regierung im Amt wäre mit der man die nächsten Jahre planen kann.
Wenn es also um das Wohl des Landes geht und nicht um Interessen der einzelnen Parteien sollten da jetzt alle dran arbeiten.
Vertrauensfrage nächste Woche. Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen. Idealerweise noch im Januar.
Ein so zügiges Vorgehen genösse zudem den Vorteil, dass auch Weidel & Co. sich dafür wohl gewinnen lassen dürften. ![]()
Aber nochmal zu Trump. Wir Deutschen haben in der Tat genauso wenig wie seine Landsleute Anlass, ihm den Sturm aufs Kapitol zum Nachteil auszulegen. Der Marsch auf die Feldherrnhalle, ein ähnlich aufrührerisches Unterfangen, war für uns schließlich auch kein Grund, einen seiner Teilnehmer nicht zu unserem Vorturner zu machen. Das sind immerhin Kerle, die wissen, was sie wollen, und es nicht bei endlosem Gequatsche belassen.
Wo die Justiz versagt ist Zynismus oft der einzige legale Ausweg. (das müssen übrigens auch fast täglich Opfer von Vergewaltigungen oder Angehörige von Todesopfern hinnehmen bei unserer aktuellen Rechtsprechung)
Im nächsten Leben werde ich Verbrecher, da bekomme ich wenigstens vor Gericht Verständnis dafür, wenn ich mich nicht an Gesetze halte (zu viel Zynismus?)
Spielst Du hierauf an?
„Die Prozessführung durch den Vorsitzenden Richter Georg Neithardt, der den Angeklagten größtes Wohlwollen entgegenbrachte und sie zu weitaus milderen Strafen verurteilte als geltendes Recht und Gesetz es vorsahen, wurde bereits von Zeitgenossen als Justizskandal gewertet. Hitler wurde in dem Verfahren erlaubt, sich als selbstloser, von edelsten patriotischen Zielen motivierter Politiker zu stilisieren. Dies steigerte auch außerhalb Bayerns seine Popularität in antidemokratischen, republikfeindlichen Kreisen und trug wesentlich dazu bei, dass er sich später als unumstrittener Anführer der Völkischen Bewegung durchsetzen konnte.“
Wäre Hitler etwa zur selben Zeit bei kommunistischen Umsturzversuchen im Ruhrgebiet auch nur als Mitläufer mit unbenutzter Waffe aufgegriffen wurden, dann hätte man ihn mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit standrechtlich erschossen.
Im Norden sagt man dazu: „Das is’ ja auch 'n andrer Schnack.“ Also zwei verschiedene Paar Schuhe. Was wiederum ungute Assoziationen weckt, wenn man an den großen Bogen denkt, den unsere Strafverfolgungsbehörden um die richtige Einordnung der NSU-Morde geschlagen haben.
Und darum sollte man es nicht tun?
Man sollte also erst schauen was die Rechten Verbrecher machen und dann muss man das Gegenteil machen?
Die Strategie überzeugt mich wenig.
Hab ich das gesagt? Es ist wie so häufig im Leben: Sinnvolles hat oft unerwünschte Nebeneffekte. Die darf man schon erwähnen, finde ich. Sollte die AfD am Ende nennenswert profitieren, kann ich mich übrigens schon heute als Erklärbär bewerben: „Die anderen haben halt zu viele Fehler gemacht.“ ![]()
