Causa Kimmich & die gesellschaftliche Debatte zu Corona

Du hattest geschrieben, dass auch „unlogische persönliche Entscheidungen“ getroffen werden dürfen.
Nein.

Hier wird die Diskussion ausgelagert. Mods do it.

Godwin’s Law ist einfach unvermeidlich.

So mit freiem Willen hast du es nicht so, was?
Natürlich darf man persönliche Entscheidungen treffen, die anderen Leuten unlogisch erscheinen.
Wo leben wir denn?

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Habe nun auch das andere Thema aufgeräumt, der letzte Beitrag in diesem Diskussionsstrang war meiner, hier: Solidarität mit Joshua Kimmich vs. "Solidarität" mit der Gesellschaft - #95 von Jan

Vielen Dank für deine Arbeit.

Gleichzeitig sehe ich mich dadurch natürlich in der Pflicht meine Ausdrucksweise etwas, sagen wir, weniger unflätig zu gestalten.

Es ist aber wirklich mal schön zu hören, dass die eigene Meinung eben NICHT unsagbar ist und schon gar nicht irgendwie strafrechtlich relevant.

Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Menschen, die mich beleidigt und bedroht haben, den Artikel nicht gelesen haben, sondern nur die Überschrift.

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Ich meinte „jenseits des Sagbaren“ in einem technischen Sinne. Ob ich von deiner Meinung jetzt inhaltlich so wahnsinnig überzeugt bin, lasse ich mal offen. :wink:

Aber meine Aufgabe als Moderator verstehe ich auch nicht so, dass ich die Beiträge der Diskutanten inhaltlich zu bewerten habe, solange es sich dabei nicht um strafrechtlich relevante Inhalte handelt.

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Dazu bleibt mir nur der Satz „There is no glory in prevention“.
Zusatz unabhängig vom Zeitpunkt der Aussage, den ich nicht kenne.
a) Wenn sich die Delta-Variante nicht gebildet hätte, würde die Situation wahrscheinlich heute anders aussehen.
b)Viele der früher geltenden Maßnahmen wurden eingestellt.

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Danke, der von dir verlinkte Artikel dieser Pharmakologie-Professorin im Volksverpetzer gehört locker in meine persönliche Top 5 der besten Artikel im Themenfeld COVID-19, die ich in den letzten 18 Monaten dieser Pandemie überhaupt gelesen habe. An diesen Artikel muss ich immer wieder denken, wenn ich wieder einmal in irgendwelchen Foren die stets nach demselben Schema ablaufenden Diskussionen über Langzeitfolgen oder Langzeitnebenwirkungen der COVID-19-Impfung lese.

Augenöffnend und ohne Zweifel einer der sachlich wirklich informativsten Artikel in dieser Pandemie.

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80 % der Erwachsenen ist nicht gleich 80 % der Bevölkerung, aber egal. Mir ist nicht ganz klar, wieso du mir irrationales Angst vorwirfst. Ich habe doch mit logischen Schritten erläutert, wieso ich zu der Einschätzung komme. Ist dann Kimmichs Verhalten bzw. seine Angst in deinen Augen auch irrational?

Prinzipiell gehe ich auch nicht davon aus, dass der Worst Case eintrifft, denn, wenn wir uns diesem annähern, werden für mindestens für Ungeimpfte wieder strengere Maßnahmen gelten. Österreich ist schon weiter und führt die Diskussion:

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Angesichts der Ansichten vom Initiator dieser Diskussion bzgl. „Impfen“ und „Totalopposition“ kann ich mir folgenden Verweis nicht verkneifen, der mir eben kam (wobei ich eigentlich kein Freund von Namens-Wortspielen etc bin):
„Hier kommt Kurt, hier kommt Kurt
Ohne Helm und ohne Gurt, einfach Kurt“

Frank Zander hatte also damals schon den richtigen Riecher für Kurt.

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Erwachsene sind die relevante Größe. Kinder und Jugendliche landen nur in seltenen Ausnahmefällen im Krankenhaus und sind deshalb bei der Frage der Intensivbettenbelegung zu vernachlässigen.

Für mich ist das nicht logisch.
Ohne Impfstoff war unser Gesundheitswesen nicht mal in der Nähe einer Überlastung.
Die Angst, es könnte jetzt, mit Impfstoff, überlastet werden, ist absolut irrational und logisch nicht zu begründen.

Nein.
Nebenwirkungen, Schäden und Todesfälle sind durch RKI und PEI hinreichend dokumentiert.
Die sind eine reale Gefahr.
Ein überlastetes Gesundheitssystem dagegen, ist in Deutschland ein völlig unrealistisches Szenario.

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Du weißt aber schon, dass das Lied noch mehr Text als den Refrain hat?

Eine Ode an den schönsten Namen der Welt. :sunglasses:

Es ist eigentlich ganz einfach. Weil mir hier ja fehlende Logik vorgeworfen wurde:

Es gibt eine Chance X% an Covid zu erkranken. Dann gibt es eine Chance X%, dass diese Erkrankung schwer oder tödlich verläuft.

Es gibt eine Chance X%, dass eine Impfung Nebenwirkungen hat.

Die Chance auf Nebenwirkungen ist vermutlich kleiner als die Chance auf eine Erkrankung, ABER das ändert ja nichts an der kleinen Chance sich zu infizieren.

Wenn man sich aber impfen lässt, dann ist die Chance, dass die Chance auf Nebenwirkungen überhaupt eine Rolle spielt 100%.

Wer sich nicht impfen lässt, für den spielen einzig und alleine die X% auf eine Infektion eine Rolle und mal ernsthaft diese ist so dermaßen gering, es ist wohl realistischer bei einem Raubüberfall erstochen zu werden oder einen Autounfall zu haben.

Es ist also nur logisch, dass man sich bei solch einer geringen Gefahr nicht den 100% aussetzt.

Wie die Chancen auf eine Infektion stehen und ob die so gering sind, weiß ich nicht, aber beim Rest hast du recht.
Wer sich nicht impfen lässt, riskiert keine Nebenwirkungen.

Jetzt wird der „Fall Kimmich“ schon ein Politikum. Selbst Seibert hat sich geäußert.
Ich denke Kimmich wird einknicken und sich „impfen“ lassen.
Ob er es wirklich tut, oder ob nur kommuniziert wird, dass er es getan hat, dürfte im Dunkeln bleiben.

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Wäre dann die Risikobewertung aber nicht genau davon abhängig, wie es auf lange Sicht (3-x Jahre) mit dem Covid19-Virus an sich weitergeht? Sprich, analog zu den üblichen Grippeviren, von denen sich die Mehrzahl im Lauf des Lebens anstecken lässt. Nun nur eben nicht mit der bekannten Grippe, sondern etwas das wesentlich schwerere Verläufe hat. Von stärkeren Übertragungsmöglichkeiten einmal abgesehen.

Aber dann verstehe ich dich richtig, dass du das Risiko einer Ansteckung + Erkrankung als wesentlich geringer bewertest als die Nebenwirkungen der bekannten Impfungen? Darf ich fragen, wie du das für andere Impfungen handhabst? Oder bei den empfohlenen Reiseimpfungen, falls das für dich durch Reiseziele in Frage kommt?

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Was glaubst Du denn, was Dein persönliches Infektionsrisiko gering hält? Die Tatsache, dass sich der überwiegende Teil der erwachsenen Bevölkerung hat impfen lassen und Dich nur noch bei seltenen Impfdurchbrüchen anstecken kann. Ansonsten gäbe es nur die Alternativen permanenter Lockdown - Wirtschaft und öffentliches Leben ade - oder natürliche Durchseuchung der Gesellschaft, wo die Wahrscheinlichkeit der eigenen Ansteckung mit der Zeit gegen 100% tendiert.

Das ist im Prinzip nichts anderes als konsequente Schwarzfahrerei, da überwiegt das Risiko einer seltenen Kontrolle auch den 100%igen Verlust des Fahrscheingelds nicht. Die meisten kaufen trotzdem einen, weil sie nicht auf Kosten anderer leben wollen.

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Der Seite der Bundesregierung entnehme ich:
„Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 4.472.730 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.“

Ich weiß es nicht genau, aber ich wäre überrascht, wenn in den letzten anderthalb Jahren in Deutschland fast fünf Millionen Menschen bei Raubüberfällen erstochen wurden.

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Wenn man vom Fahrscheinkaufen eine Thrombose bekommen könnte, sähe das aber auch wieder anders aus.