Da is doch auch wieder Spekulation dabei. Könnte genauso gut sein das Kimmich einen besseren Vertrag hätte und in der aussendarstellung viel besser rüberkommen würde, wenn er einen anständigen Berater hätte.
muss er ja nicht - ich habe mein subjektives Empfinden über seine Beiträge zum Ausruck gebracht ohne beleidigend zu werden - kann man aushalten, muss man nicht…
für mich zeichnet sich halt zunehmend ein Bild fernab der Realität ab - gleich eines Roboters, ohne Emotion und nur auf vermeintliche Fakten und Theorien bedacht…
es erinnert mich an meine Ausbildung - Abi & Erzieher - damals wurden Fallbeispiele in allen Variationen durchgekaut bis zum Erbrechen - es war der verzweifelte Versuch Didaktik/Methodik und Erziehungswissenschaften zu verschriftlichen und zu theorisieren…
im Fußball würde man dann erwidern:
entscheidend ist auf dem Platz (oder im Kindergarten, dem Jugendhaus oder dem Heim)
da stoßen alle die schönen Theorien schnell an ihre Grenzen!
es ist beeindruckend, was Alex da eloquent und analytisch immer wieder zusammenträgt - es hat mit Realität und Menschsein teilweise nur bedingt etwas zu tun…
wie gesagt - meine Meinung muss niemand teilen, ist mir bumms… solange ich ihn nicht persönlich und unflätig beleidge wird man damit wohl leben können!
Und wenn man als Spieler dieser Meinung ist sollte man doch den Berater komplett aus eigener Tasche zahlen.
Der Auftraggeber zahlt… eigtl ganz einfach.
das ist doch gar nicht der Punkt - und ich traue dir auch zu, dass du das weißt!
dein langer Kommentar verströmt (erneut) etwas so theorisiert absolutistisches, dass ich ihm einfach simples Gegenbeispiel gegenübergestellt habe - sogar mit einem
es soll zeigen:
man kann alles bis in kleinste durchdenken, Wahrscheinlichkeiten berechnen, Theorien aufstellen, vermeintliche und daraus resultierende Sachzwänge ableiten - und dann kommt das Leben und zeigt dir, dass es anders auch sehr gut funktioniert!
klar kann das sein - ich habe Kimmichs Situation auch nicht bewertet oder verglichen (dass es ihm wohl ganz gut geht, dürfte unstrittig sein) - ich habe einfach ein Gegenbeispiel zur absolutistischen Theorie aufgezeigt…
Wenn du den Artikel gelesen hättest, wüsstest du, dass es am Ende trotzdem der Verein zahlt.
Ob der Verein es direkt bezahlt, oder über höhere Gehälter, mach letztendlich keinen Unterschied.
Für deine Doppelpass-Charakterisierung solltest du einen Preis bekommen @Alex. Da spricht Herzblut mit. Es „menschelt“ geradezu Seelen-erwärmend aus Fußball-Fan Perspektive. Und ob man den Doppelpass mag oder nicht - zumindest hat es Sport1 (oder damals DSF) geschafft, hier eine Diskussionsrunde in Fußball-Deutschland zu institutionalisieren. Das hat der Sender auf anderen Ebenen ja eher erfolglos praktiziert.
Dass der analytische Teil zu den Beratern in gewohnter Alex-Manier unter den gegebenen Annahmen zweifellos seine Berechtigung hat, steht außer Frage. Nun ist die Verknüpfung Geld und Finanzen bzw. übergeordnet Wirtschaft (und damit natürlich auch Kommerzialisierung und in gewisser Weise damit Kapitalismus) mit Sport oftmals ein schwieriges Thema. Alleine die Diskussion hier zum Thema Gehälter bzw. den Umgang mit der Transparenz dazu, missfällt ja bereits einigen.
Wenn wir von Geldströmen sprechen, würde ich mich allerdings ein anderes Thema interessieren:
Gesetzt den Fall der europäische Fußball besteht aus einem definierten Ökosystem aus Ligen, Vereinen, überwiegend europäischen Firmen (als Sponsoren) sowie den Medienanstalten (TV-Rechte), so fand ich war der größte externe Schock im Finanzkreislauf in den letzten Jahren das Eintreten der Oligarchen in diese über die Jahre zwar schnell, aber in gewisser Weise organisch gewachsene Austauschbeziehung. Ich möchte v.a. an den 222 Mio. Transfer Neymars erinnern, das mit „externem“ Scheichgeld finanziert wurde und auf einen Schlag alle Dimensionen sprengte. Aus meiner Sicht hätte so ein Betrag aus dem bestehenden oben skizzierten Kreislauf niemals gestemmt werden können. Die damit einhergehende beschleunigende Inflation der Transferpreise und Gehälter, machen dem europäischen Spitzenfußball heute relativ viel Sorgen (und sorgen i.Ü. für eine Ausweitung der Lücke zwischen reichen und weniger reichen Vereinen).
Ein etwas anderes Thema aber im Blick auf „externe“ Geld-Transferströme ein für mich noch einmal größeres.
Völlig richtig!
Denn insbesondere beim Thema Steuern stehste in dem Dimensionen, die die verdienen, mit einem Bein im Knast wenn da was gravierend verbockt!
Denn unser Strafsystem orientiert zwar die Höhe von Geldstrafen richtigerweise am Gehalt.
Allerdings leider gerade nicht wenn es um die Strafhöhe relativ zur Größe des hinterzogenen Betrags geht. Da geht man schön unabhängig vom Gehalt ab wohl grob ner Mio an hinterzogener Steuer normalerweise in den Knast.
Was für jemand wie unsere Bayernprofis aber eigentlich eher ein Betrag aus der Portokasse fast eher ist. Relativ gesehen!
Von daher ja, die Steuer in solchen Dimensionen mal schnell selber machen - sehr heikle Geschichte…
Ein Doppelpass nach Udo Lattek ist möglich, aber sinnlos…
Ich denke, jedem Spieler beim FC Bayern werden die Steuern und Sozialabgaben direkt vom Gehalt abgezogen. Mit Steuerhinterziehung ist da erstmal gar nichts.
Und für den Lohnsteuerjahresausgleich wird sich ein Fußballprofi genau wie die meisten Arbeitnehmer Hilfe holen.
Hinsichtlich der Steuern stellt sich mir gerade die Frage, ob man als Fußballprofi rechtlich gesehen eine Ich-AG darstellt, oder ob man wie wahrscheinlich die meisten von uns Arbeitnehmer ist? Wenn ich mir die Definition dazu anschaue müssten es „normale“ AN sein.
Beim Gehalt vom FCB richtig.
Aber die echten Topstars verdienen dann ja noch ne Menge an der Seite.
Egal ob nun für Werbespots oder Bildrechte usw.
Netterweise (für die Fußballprofis in den meisten Ländern) werden da aber dann bei Steuerbetrug in Millionhöhe trotzdem alle Augen zugedrückt - sonst wären von den spanischen Topprofis, wo es da ja oft um Millionen ging an hinterzogenen Steuer bei den Football leaks (wenn recht in Erinnerung) da schon einige länger im Knast gelandet…
Mit einem Lohnsteuerjahresausgleich wie bei einem normalen Arbeitnehmer mit Einkünften nur aus nicht selbstständiger Arbeit wird es bei Fußballern in den allermeisten Fällen nicht getan sein. Als Werbetreibende erzielen sie auch gewerbliche Einkünfte und häufig können sie ihre Persönlichkeitsrechte in ihr Gewerbe einbringen und über die Zeit abschreiben.
Wie all dies steuerlich, rechtlich und finanziell am besten auszugestalten ist, werden wahrscheinlich nur die wenigsten Fußballspieler selbst wissen. Steuerberater und wahrscheinlich meist auch Vermögensberater sind für Fußballspieler essentiell.
Zum Thema Kimmich und Berater noch eine Vermutung:
vielleicht sollte man die Rolle seiner Frau Lina nicht außen vor lassen.
Als Juristin mit Staatsexamen kann man schon davon ausgehen, dass sie etwas mehr mit rechtlichen Fragen vertraut ist als das viele Spielerfrauen oder Familienmitglieder von Spielern sein dürften.
Ist der entscheidende Punkt nicht eigentlich ein anderer? Berater verdienen im Profifußball unfassbar viel Geld, müssen dafür aber nicht zwingend irgendetwas können. Die Wahrscheinlichkeit, dass Bruder oder Cousin oder der schmierige Glückspilz aus dem Kreisligafussball (oder die Leute mit dem ganz kurzen Draht an den Campus, aber das ist eine andere Geschichte) der für den jeweiligen Spieler bestmögliche Berater (im Sinne von „beraten“) ist, ist jedenfalls verschwindend gering.
Insofern gibt es - anders als bei den durch einen brutalen Ausleseprozess gegangenen Spielern - ein potentiell grobes Missverhältnis zwischen Leistung und Entlohnung. Wenn ein Spieler seinen Playstation-Kumpel mitversorgen möchte sei ihm das unbenommen. Aus der eigenen Tasche tut das aber natürlich stärker weh, als eine Überweisung des Vereins. Das Berater-Salär im heute gewohnten Umfang auf das eigene Paket on top zu verhandeln wäre aber wohl nur den Topspielern möglich. Dann macht es aber eben doch einen Unterschied, wer den Berater zu bezahlen hat.
Ob die Vereine nun mehr Gehalt direkt an die Spieler zahlen oder es Abläufe gibt, die das Vermischen, spielt aus meiner Sicht keine große Rolle. Denn letztendlich verschieben sich dadurch ja nur Zahlen.
Fiktives Beispiel zur vereinfachten Darstellung: Wenn es so wäre, dass der Verein 100 Prozent den Berater bezahlt und der Spieler verdient 20 Mio. Euro, der Berater kriegt fünf Mio. Euro, dann würde der Spieler danach eben 25 Mio. Euro verdienen und der Berater 0, wenn der Spieler dann 100 Prozent übernimmt.
Genau das glaube ich nicht.
Eine Begründung wäre nett.
Ah, ich hatte den Beitrag oben übersehen.
Bei den Spitzenspielern sind wir uns ja eh einig, dass das Geld dann einfach on top kommt.
Bei den Nicht-Spitzenspielern siehst du einen Unterschied. Den sehe ich ehrlichgesagt nicht so. Denn …
a) werden die Berater die Verhandlungen ja weiterhin mitgestalten
b) wenn Spieler jetzt nicht den sportlichen Ansprüchen des Clubs genügen, werden sie ja auch jetzt schon im Gehalt reduziert oder abgegeben oder gar nicht erst verpflichtet – warum sollte sich das dadurch ändern? Wenn die Bereitschaft bei Neuzugängen bspw. nicht da ist, die Beratergebühr oben draufzulegen, dann wechselt man eben woanders hin. Und irgendeinen Club, der die gewünschte Summe bietet, gibt es fast immer, wenn man nicht so schlecht ist, dass man gar keinen Markt hat.
Wenn es wirklich so läuft, wie du schreibst, dass man da ein wenig einsparen könnte, dann frage ich mich folgende Dinge:
- wie relevant wären diese Einsparungen (ich glaube nicht daran, dass das sehr viel Geld wäre)
- was wollen die Clubs mit noch mehr Geld bei sich?
- anschließend daran: Das Geld das im Umlauf ist, ist „eh da“, um es mal ganz plakativ zu formulieren. Will man dieses Geld lieber in den Händen schmutziger Funktionäre oder doch lieber einen Großteil davon bei denen, die uns Woche für Woche unterhalten? Na klar hängen da mitunter auch schmutzige Berater mit dran (aber man sollte sie nicht alle über einen Kamm scheren). Wie gesagt, sehr plakativ, aber aus meiner Sicht sehe ich hier zumindest aus der finanziellen Perspektive gar kein großes Problem.
…
#…>HinsichtlichDerBezahlungGiltEsZudemZuBedenkenDassJeneWohlNichtSeltenZwischen(Transfer-/…Ablöse-)VerhandelndenVereinen(…ErgoDurchausAuchInDerenInteresse)Vermitteln!?