Anthony Gordon vom Markt: Wie geht die Linksaußen-Suche des FC Bayern weiter?

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Anthony Gordon ist nicht zum FC Bayern gewechselt, sondern zum FC Barcelona. Wie geht es nun weiter auf der Suche nach einem neuen Spieler für de Offensive? Der Wechsel von Anthony Gordon zum FC Barcelona dürfte den FC Bayern nur wenig überrascht haben. Die von Newcastle United aufgerufenen 80 Millionen Euro wollte man in München nicht zahlen. Dass es andere Klubs gibt, die genau das tun würden, war absehbar. Am Ende war es ein aussichtsloses Unterfangen. Barça zahlt die Basisablöse von 80 Millionen Euro und der Engländer läuft demnächst nicht im Trikot des deutschen FCB auf. Wie schon im Sommer…

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Bei Bayern hatten wir doch 8 Offensive mit mehr als 1.000 Minuten. Guerreiro, vmtl. weil als Defensiver gedanklich gelistet, wurde übersehen, hat doch aber nur im offensiven Mittelfeld gespielt. Oder trügt mich meine Erinnerung?

Daher sehe ich locker genug Minuten für einen weiteren starken Offensiven ohne dass darunter die Spielzeit von Karl leiden müsste.

Jackson weg. Guerreiro weg. Diaz, Kane und Olise sind bei 4.000min, da würden ein paar weniger auch nicht weh tun, im Gegenteil. Ich verweise hier auf den Rest der ersten Elf, die eher bei knapp über 3.000min sind. Gnabry wird weniger spielen, wenn er nicht wieder in das Formhoch vom letzten Jahr kommt. Nur Musiala und Mr. X als Neuzugang sind klare Kandidaten für mehr Minuten. Bei Karl würde ich ähnlich viele Minuten erwarten wie letzte Saison, außer wir verpflichten keinen prominenten Spieler für die Offensive. Dann wird Karl sogar noch mehr spielen - und solange er die Form hält auch zurecht.

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Guerreiro absolvierte knapp über 500 Minuten im Offensiven Mittelfeld und 133 als Rechtsaußen, den Rest im ZM oder als AV. Fällt in die Kategorie “Auffüllspieler”. Das sind in der Regel entweder sehr junge Talente oder sehr alte Spieler, die Erfahrung haben, aber nicht mehr viele Minuten sammeln.

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Danke. So kann die Erinnerung trügen. Denke trotzdem, dass noch ein gestandener Spieler reinpassen könnte ohne Karl Minuten zu klauen aufgrund des Jackson Abgangs und der nach meinem Geschmack zu vielen Minuten für Diaz, Kane, Olise. Dann wird es nur für Talente dahinter anders als in der letzten Saison vmtl nahezu unmöglich sich reinzuspielen. Wobei ich bei unseren weiteren Talenten (Mike, Cardozo) auch vermute, dass sie noch nicht soweit sind und ihnen eine Leihe gut tun könnte - sofern sie schon verliehen werden dürfen. Also ein Zugang vorne und gut ist es (in der Offensive).

Verstehe die verzweifelte Suche nach dem Diaz Backup nicht. Grundsätzlich gibt es mit Ibrahimovic ein bullitaugliches Eigengewächs. Dazu mit Mike noch eine spannende Aktie.

Gordon als Kane (Stürmer) Backup sah ich auch nie so überzeugend. Hier würde ich eher auf ein klassisches Profil gehen. Ich denke hier an zB Muriqi der mit Mallorca gerade abgestiegen ist.

Den grossen Transfer sehe ich eher bei den AVs. Hier könnte man überlegen ob man einen klassischen LV holt und dann Davies als Diaz Backup eine Reihe vorzieht.

Nur nochmal zur Erklärung: Der Punkt ist ja nicht, maximal sieben Spieler im Kader zu haben. Die 1,5-Regelung analysiert nur, dass bisher sechs Spieler für vier Offensivpositionen in aller Regel den relevanten Teil an Minuten absolvieren. Jahr für Jahr. Manchmal gibt es Ausnahmesituationen wie Bayerns drei Mittelstürmer 2013 oder Musialas Verletzung in dieser Saison, die eine andere Herangehensweise erfordert hat.

Der Kader besteht dennoch meistens aus mindestens sieben, eher sogar acht Offensivspielern. Nur muss man bei der Kaderplanung eben berücksichtigen, dass die letzten beiden Plätze Spielern gehören, die keine großen Ansprüche stellen. Oftmals sind das Talente oder erfahrene Spieler.

Gehen wir also davon aus, dass Kane, Musiala, Olise, Diaz und Gnabry in einer normalen Saison mit normalen Ausfallzeiten und Rotationen allesamt weit jenseits der 1.000 Minuten liegen, dann bleibt noch ein Spot für einen weiteren “Vielspieler”. Der liegt aktuell bei Karl. Mit besonders viel Rotation und Fingerspitzengefühl bekäme Kompany es schon hin, dass noch ein weiterer Spieler über die 1.000 rutscht, aber dann haben wir die Frage, ob das für Karls Entwicklung reicht. Denn in aller Regel landen diese beiden Spieler dann irgendwo zwischen 800 und 1.300 Minuten. Das sind im Best Case 600 Minuten weniger als in dieser Saison, im Worst Case über 1.000 Minuten weniger.

Ein bisschen ist der “Fluch” hier, dass Karl deutlich überperformt hat für ein durchschnittliches Talent. Denn normalerweise können auch Top-Talente in ihrer ersten Saison bei Bayern zufrieden sein, wenn sie überhaupt vierstellig werden.

Im Vergleich zu dieser Saison ist also davon auszugehen, dass Musiala einen sehr großen Satz nach vorn macht im Minutenranking und ein Neuzugang mindestens die Minuten von Jackson übernimmt, bei einem besonders starken Neuzugang vermutlich sogar eher in Richtung der 2.000 Minuten und mehr – dann wäre ziemlich klar, dass Karl und wohl auch Gnabry starke Einbußen hinnehmen müssen.

Und hier beginnt dann das Kadermanagement. Wie zufrieden wären die beiden damit? Gibt es Unruhe dadurch? Wie ist die Rollenkommunikation vor der Saison? Kompany ist zuzutrauen, dass er das alles packt, aber es wird Abstriche geben bei mindestens einem, eher zwei Spielern und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass Karl unter diesen Spielern ist.

Gehen wir mal der Einfachheit halber einfach von 5.000 möglichen Minuten pro Position aus. Also 4x 5.000 Minuten. Macht 20.000 zu vergebene Minuten.

Die Top-Spieler wie Kane, die fast immer verfügbar sind, erreichen in der Regel sehr viel Spielzeit. Sagen wir so um die 4.000 bei Kane. Dann sagen wir einfach mal, dass man Olise und Díaz etwas mehr schonen will, als es in dieser Saison der Fall war. 3.700 für beide. Sind schon 12.400 Minuten. Musiala absolvierte in der Regel so an die 3.000 Minuten pro Saison. Schon sind wir bei mehr als 15.000. Bleiben noch 5.000 Minuten, die sich Karl, Gnabry und Mr. X aufteilen müssten. Würde man das gleichmäßig tun, hätten wir ca. 1.600 Minuten für jeden.

Jetzt die Frage: Reicht das Karl? Bestimmt. 1.600 sind immer noch gut für einen jungen Spieler. Reicht das Gnabry? Schwer zu sagen, tendenziell eher nicht, weil sein Anspruch ein anderer ist. Er ist es gewohnt, über die 2.000 zu kommen, wenn er nicht verletzt ist. Reicht das Mr. X? Kommt drauf an, wer Mr. X ist. Will man hier richtig Qualität einkaufen, dann reichen dem die 1.600 Minuten eher nicht.

Und dann hast du in der Regel ja noch einen achten oder sogar neunten Spieler, die vom Budget ein bisschen was mit abzapfen. Heißt, die 1.600 für jeden würden sich nochmal reduzieren.

Ich sage nicht, dass Bayern deshalb nichts machen soll. Aber es hat Auswirkungen auf den bestehenden Kader und es hat Auswirkungen auf die Entwicklung von Karl – je nachdem, wen man holt.

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Auch wenn Guerreiro letztlich nur für die Garbage Time zuständig war, sind über 600 Minuten nichts, was man einfach so streichen kann. Auch für den Kaderplatz sollte der FC Bayern einen Plan für den nächsten Sommer haben.

Musiala wird hoffentlich nächste Saison wieder ordentlich Spielzeit sammeln können. Dafür wird mit recht hoher Wahrscheinlichkeit irgendjemand anderes ausfallen, oder mehrere hintereinander. Und wie @Basst schreibt, muss man Kane, Olise und Diaz auch nicht unbedingt 4000 Minuten antun. Die hatten schon immer wieder mal ihre Durchhänger während der Saison, wo eine Pause nicht so schlecht gewesen wäre.

Daher kann man den Kaderplatz von Guerreiro schon ordentlich besetzen. Das muss kein Spieler von internationalem Topformat sein, aber einer, der in der Lage ist, 500-1000 Minuten in der Bundesliga abzunehmen. Oder man ist überzeugt, den nächsten Karl am Campus zu finden.


Gnabry ist meiner Meinung nach kein Flügelstürmer. Der kann das mal aushilfsweise spielen, aber das ist keiner, der dir auf der Seitenlinie bis zur Eckfahne läuft. Seine Stärken sind zentral, wenn es vertikal zum Tor geht. Diese Doppelsturm-Rolle mit Kane hat ihm sehr gut getan. In dem System wird auch Musiala nur ein Notnagel für die linke Seite sein. Daher denke ich nicht, dass die Variante, einen 10er zu holen und jemand anderen nach Außen zu schieben, sehr wahrscheinlich ist.

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Hat ja auch niemand gestrichen. Siehe oben. In der Regel teilen sich 8-9 Spieler die Offensivspielzeit, aber eben nur 6-7 mit wirklich relevanter Spielzeit. Mit 600 Minuten kannst du niemanden ködern, der große Ansprüche hat. Diese Position muss deshalb mit Talenten oder eben Spielern wie Guerreiro aufgefüllt werden, die nicht rummeckern, erfahren sind und da sind, wenn sie dann mal gebraucht werden.

Das Problem im Männerfußball sind darüber hinaus die Egos. Es geht hier nicht um antun. Es geht darum, dass die immer spielen wollen, wenn sie fit sind. Der Sweetspot zwischen “das akzeptiere ich, weil es mir gut tut” und “jetzt reicht es mir langsam, Trainer, du klaust mir die Chance auf Rekorde” ist nicht so leicht zu finden und es kann schnell ein Spiel mit dem Feuer werden, wenn man da zu viele Eingriffe vornimmt.

Ein Blick nach Paris lohnt übrigens, die haben diese vielen kleinen Spielzeiten an Talente gegeben und in der Liga dafür deutlich schlechter performt als Bayern. Ist halt die Frage, ob man das in München auch will, um in der CL noch frischer zu sein. Und ob man das so managen kann, dass man nicht den Rhythmus verliert. Grundsätzlich war die Rotation in dieser Saison schon deutlich besser als im Vorjahr. Das Problem war am Ende, dass ausgerechnet die ausgefallen sind, die reinrotiert werden sollen.

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Ich denke, es ist klar, dass ein externer Offensivspieler kommen muss. Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist, ob das gesuchte Profil tatsächlich das eines Linksaußen ist – oder ob wir von einer Linksaußen-Suche sprechen, weil die bis vor Kurzem als eierlegende Wollmilchsau gehandelte Lösung (Gordon) „hauptberuflich“ auf links gespielt hat. Er sollte ja nicht nur für Entlastung bei Diaz sorgen, sondern auch Kane vertreten, wenn er Pausen braucht, und ab und an auf der Zehn spielen.

Ich könnte mir daher vorstellen, dass am Ende ein Mittelstürmer kommt, der offensiv mehrere Positionen bekleiden kann à la Woltemade. In diese Kategorie würde für mich auch Gabriel Jesus fallen. Oder vielleicht ist Zirkzee inzwischen reifer geworden und würde sich lieber bei uns auf die Bank setzen als in Manchester?

Bei dem ganzen Puzzeln darf man außerdem die drei ??? (Cardozo, Mike und Ibrahimovic) nicht vergessen. Ich würde mir zumindest wünschen, dass sie in der Vorbereitung die Chance bekommen, sich zu zeigen.

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Und hier würde ich mir wünschen, dass die Minuten deutlicher reduziert werden, wobei das von den Charakteren abhängt, ob die das akzeptieren ohne das Teamklima negativ zu beeinflussen. Zur Einordnung: Nur Kimmich hat ebenfalls 4.000min. Dahinter kommt Tah mit 3.769min und danach geht es im Bereich 3.000-3.300min weiter. Bei PSG kommt kein Offensiver über 3.000min. Nehmen wir also an, alle gehen auf 3.300min, schon sind das nur noch 9.900min, nicht 12.400min. Da kann man also leicht mal eben noch 2.500min rausholen. Und wenn sich einer der Topspieler mal schwerer verletzt (hoffentlich nicht), dann haben wir auch wieder einen “Musiala” mit 1.200min. Ich fände also top: ein Guter und einer zum Krümel aufsammeln, was dann evtl Mike oder Cardozo wäre.

Ich stimme dir jedoch zu, dass die Historie eher auf 1,5 hindeutet. Bin jedoch zweifelnd, ob das so klug ist oder es nicht besser wäre auf 7 gestandene Spieler (da zähle ich Karl dazu) für 4 Positionen zu gehen. Vor allem in der Offensive, wo man tendenziell häufiger wechselt im Spiel.

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Bei PSG waren die Top-Offensivspieler teilweise auch verletzt. Anders als beim FC Bayern. Wenn man Kane vor der Saison sagt, er wird nur 3.300 Minuten spielen, zeigt der dir den Vogel. Das sind fast acht(!) Spiele weniger. Ich sehe da auch keinen besonderen physiologischen Grund für.

Aber selbst wenn man die Milchmädchenrechnung mit 3.500-3.700 Minuten macht, wo ungefähr der besagte Sweetspot liegen dürfte, muss man die Kaderpositionen 8 und 9 noch mit reinrechnen. Das Problem bleibt dasselbe. Wenn man einen Spieler holt, der viel Qualität hat, rutschen Karl und Gnabry massiv nach unten. Was bei Gnabry zu verdauen ist, könnte bei Karl einen Rückschritt in der Entwicklung bedeuten.

Letztendlich kann man natürlich diese 1,5er Sache anzweifeln. An sich ergibt es ja Sinn, Spielzeit noch mehr aufzuteilen und einen Avengerskader aufzustellen, in dem man fast ohne Qualitätsverlust rotieren kann. Aber im Männerfußball funktioniert sowas eben nur auf der Konsole und in den allerseltensten Fällen in der Realität.

Bezüglich dem Diaz Backup muss auch sagen, dass er ein Rechtsfuss ist der Linksaussen spielt.

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Ich befürchte aktuell, dass der Klub das vor hat. Zumindest deutet derzeit nichts darauf hin, dass man Guerreiro ersetzen will.

Dass diese Spieler nicht da wären, wo sie sind, wenn sie nicht unbedingt jedes Spiel machen wollen würden, ist klar. Mir wird dieses Argument jedoch zu häufig genutzt, um leicht aus der Diskussion zu kommen. Wenn Kane, Olise und Diaz je 2 Spiele, oder 4 Halbzeiten weniger gemacht hätten, um ihnen an bestimmten Punkten in der Saison mal ein bisschen Pause zu geben, hätte das für deren Ego wohl kaum etwas ausgemacht. Aber diese 540 Minuten wären schon genug, um Guerreiros 600 Minuten-Stelle auf über 1000 Minuten zu erhöhen. Damit kann man einen soliden Backup anlocken oder ein Talent ernsthaft fördern.

Der Blick zeigt aber auch, dass das Ego noch genug Puffer hat.

Das sehe ich grundsätzlich auch so und hatte ich auch schon im allgemeinen Thread argumentiert. Ich würde auch nicht das 1,5-Prinzip anzweifeln, was die Qualität in der Spitze angeht. Es wird uns kaum möglich sein, mehr als 6 internationale Top-Spieler für 4 Positionen zu holen. Einerseits, weil die Ressourcen limitiert sind, andererseits weil der siebte dann irgendwann überlegt, ob er woanders nicht besser aufgehoben ist.

Was die Rolle der Positionen 7-8, also der Ergänzungsspieler angeht, da ist meiner Meinung nach Potential, deren Gewichtung auszubauen. Die Positionen bieten noch mehr Möglichkeiten für Talentförderung und Entlasstung der 6 Stammspieler, als es bisher genutzt wurde. Ich denke auch, dass der Profifußball sich hier noch nicht vollständig an die Umstellung mit 9 Bankplätzen und 5 Wechseln angepasst hat.

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Das könnte ich dir ja genauso unterstellen. Bleib doch einfach bei den Argumenten, statt mir sowas zu unterstellen, dann macht das hier auch alles mehr Spaß.

Hätte es einen Backup gebraucht, der alle Positionen dieser drei Spieler spielen kann und der sich mit den von dir angepriesenen 1.000 Minuten zufrieden gibt. Andernfalls geht diese Rechnung nicht ganz auf. Hinzu kommt noch der Faktor, dass die Spieler auf den Kaderpositionen 5 und 6 sich fragen werden, warum die Spielzeit bei Position 7, 8 oder gar 9 landet und nicht bei ihnen zusätzlich oben drauf.

Es muss ja Gründe dafür geben, dass der überwiegende Teil der Topklubs die Kader so aufstellt, wie sie eben aufgestellt sind und dass in den letzten zehn, fünfzehn Jahren die Spielzeit so verteilt wurde, wie sie verteilt wurde. Einige davon wurden bereits genannt.

Das kommt aufs Ego an. Wenn man sieht, wie sehr Bayern ohne seine Avengers da vorne in der Bundesliga manches Mal gewackelt hat, frage ich mich, ob das überhaupt so durchsetzbar ist wie in der Ligue 1. Die Bundesliga ist mMn nochmal einen ordentlichen Ticken stärker als die Ligue 1.

Ich fand, dass man in dieser Saison auf einem optimalen Weg war. Bis sich Gnabry und Karl verletzt haben. Beide hätten den Top-Spielern vorn noch ordentlich Spielzeit abgenommen am Ende, sodass diese dann vlt. nur bei 3.700 oder sogar weniger gelandet wären. Ich sehe da eigentlich kein großes Problem in der Planung. Außer Jackson, den ich im vergangenen Sommer anders besetzt hätte. Aber dazu hat man ja diesen Sommer die Chance.

Der überwiegende Teil stellt seine Kader breiter auf als wir. Bei den anderen Klubs ist die Doppelbesetzung das Minimum. Dazu kommen dann gerne mal noch 2-3 Spieler auf Guerreiro-Niveau oben drauf. Bei uns ist die Doppelbesetzung das Maximum und man hat lieber einen Spieler weniger als mehr.

Und wie erwähnt: Vor 15 Jahren gab es nur 7 Plätze auf der Bank mit 3 Auswechslungen. Alleine diese Änderung ermöglicht es den ein oder anderen Spieler mehr happy zu halten. Das Hoeneß’sche Dogma, dass kein Spieler auf der Tribüne sitzen soll, ist aus längst vergangenen Tagen. Der Kader wird aber immer noch so geplant.

Auch nächste Saison wird sich wieder jemand verletzen. Gerade in Kombination mit Musialas Situation und dem fehlende Backup auf der linken Seite war eigentlich klar, dass Olise, Diaz und Kane ans Limit gehen müssen, weil alternativlos.

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Also erstmal @justin: Danke für den tollen Artikel. Das ist ja die Basis für die jetzt stattfindende Diskussion und genau der Grund, warum ich letzten Sommer, erst als stiller Mitleser, hängen geblieben bin. Gute Artikel ohne Sensationsjournalismus und ein tolles Forum mit einer sehr hohen Dichte an guten Beiträgen. Neben der Diskussion zu einzelnen Feinheiten, gehört das Lob fürs große Ganze auch mal dazu.

Weiß ich nicht. Kann sein und bei einem Mittelklasseclub, wo es nur darum geht sich selbst ins Schaufenster für den nächstbesserten Club zu suchen, definitiv. Wenn ich jetzt aber einem Kane glaubhaft aufzeigen kann, dass er damit ein noch besseres Team und bessere Chancen auf den CL-Titel hat, dann kann ich mir schon vorstellen, dass er sich damit anfreunden kann.

Und genau deswegen plädiere ich offensiv für 7 gestandene Spieler auf 4 Positionen. Wenn alle fit sind, sind das 3 der 5 Wechseloptionen im Spiel. Fallen mal zwei aus, hab ich immer noch einen gestandenen Spieler als Einwechsler und der Rest geht über die Jugend. Zwei Verletzte in der Offensive sind jetzt nicht so außergewöhnlich viele. Mit nur einem oder null Verletzten im Frühling wäre wohl eher die Ausnahme. Bei nur 6 gestandenen Spielern hast du null Wechseloptionen, sobald zwei wegbrechen.

Und dann erzielen ich mit dem Spieler Transfereinnahmen.

Das wäre dagegen das für mich stärkste Argument gegen einen gestandenen 7. Offensivspieler und das wird davon abhängen, auf welcher Position der Markt, welche Optionen bereithält. Irgendwo hab ich gelesen, Rashford wäre angeblich für 30-40mio zu haben. Sollte das stimmen, wäre er für mich ideal. Oder du kaufst dir das Talent, dem du Karl-Potential zutraust als Nummer 7.

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Lese ich immer wieder. Sehe ich einfach nicht. Premier League mal außen vor. Dort ist die Intensität aber auch eine andere, der Spielplan ein anderer und das Budget ein anderes.

Paris hat in Sachen Besetzung der Tiefe ziemlich genau den gleichen Kader wie Bayern. Real Madrid hat ziemlich genau den gleichen Kader wie Bayern. Nie ganz einfach zu vergleichen, weil die wenigsten Teams so ein klares 4-2-3-1 spielen wie der FC Bayern. Und weil alle Spielpläne anders aussehen. Aber fürs große Bild geht es.

Hier mal als Beispiel Real Madrids Kader für Mittelfeld und Angriff, also sechs Positionen in der Stammelf und Bayerns Kader für die sechs offensiven Positionen der abgelaufenen Saison:

Mbappe - Kane
Vinicius - Olise
Güler - L. Diaz
Valverde - Gnabry
Rodrygo - Musiala
Mastantuono - Karl
Garcia - Jackson
Bellingham - Kimmich
Tchouaméni - Pavlovic
Camavinga - Goretzka
Pitarch - Bischof
Ceballos - Guerreiro
B. Diaz - X

Dahinter noch Talente wie Cestero, Palacios, Yanez usw. bei Real sowie Mike, Daiber, Ndiaye usw. bei Bayern.

Wir könnten die paarweise Zuordnungen auch ein bisschen anders machen. Aber im Ergebnis sehen wir:

  • Real und Bayern haben die Positionen doppelt besetzt, aber natürlich nicht alle auf dem gleichen Niveau.
  • Real und Bayern haben ca. 1,5 „A-Spieler“ pro Position. Bei Bayern gehören von den 12 Spielern in der Liste Jackson, Bischof und Guerreiro nicht dazu. Bei Real gehören Garcia, Pitarch und Ceballos nicht dazu.
  • Real hat für die sechs Positionen einen A-Spieler mehr als der FC Bayern. Real hat in La Liga allerdings auch vier Ligaspiele = 2.160 Minuten mehr zu verteilen als der FC Bayern in der Bundesliga. Insofern geht die Zusammenstellung ziemlich genau auf.

Bei Inter und wie gesagt bei Paris sieht es sehr ähnlich aus.

Du wirst auch Beispiele finden, wo es anders aussieht. (Barcelona z.B. hat auch 12 Spieler für 6 Positionen und verteilt seine Minuten gleichmäßiger unter denen. Deren Kader gleicht eher denen der Premier-League-Teams.) Logisch. Die 1,5er-Regel ist ja kein Naturgesetz. Aber empirisch stark belegt, insbesondere in 18er-Ligen.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass der FC Bayern weniger Geld ausgeben will als die anderen, und dass der FCB das Privileg hat, in der Heimatliga einen größeren Vorsprung zu haben als andere (Ausnahme Paris), dann wüsste ich nicht, warum der FC Bayern hier dem Vorbild von Arsenal und Barca statt dem von Real und Paris folgen sollte.

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Kane will den Torrekord von Kane angreifen. Da musst du ihn eigentlich in jedem Bundesligaspiel aufstellen, was geht. Und generell glaube ich, dass viele Spieler schon nach Rekorden streben. Wir sehen das ganze als nicht so wichtig an bzw. Lachen über den Ballon d’Or, aber das gilt nicht für die Spieler.

Den Ballon d’Or gewinnst du, wenn du CL-Sieger, Welt- oder Europameister wirst. Die Kicker-Torjägerkanone oder auch der Buli-Torrekord reichen da nicht. Der Ballon d’Or ist sicher ein Titel, den man haben möchte.

Der Torrekord mag für manche Prio 1 sein. Bei Kane glaube ich das nicht. Er hat den Premier League Torrekord bewusst links liegen lassen, um bei Bayern seine Chance auf Mannschaftstitel zu erhöhen, vmtl. zuallervorderst die CL. Er hat auch diese Saison nicht gemurrt, als er in der heißen Phase in der Liga oft auf der Bank saß, da ihm die CL wichtiger ist.

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Will Kane das wirklich? Auch auf Kosten eines Henkelpotts? Im April und Mai jedes Ligaspiel machen um dann in den KO-Spielen alles andere als frisch zu sein?
Zumal ein Bundesligatorekord ziemlich wenig die Nadel bei der Verleihung des Ballon d’Ors bewegen wird. Haben wir bereits erlebt.

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