Also die Aussagen von Kane wirkten zumindest so ehrlich, dass er auf jeden Fall alles versucht zu gewinnen, was geht, auch alle individuellen Preise. Vielleicht schont er sich im Mai hier und da Mal etwas, aber ich glaube bis März will er da auch voll durchziehen.
Genau das ist der Punkt. Real hat vorne einen Spieler mehr. Und hinten haben sie zusätzlich zu den 8 Spielern nochmal Alaba und Mendy, die zusammen 1000 Minuten geleistet haben. Selbst wenn man die aufgrund ihrer Verletzungen jetzt nur als halbe Spieler zählt, hat Real zwei Feldspieler mehr. Das sind 10% mehr Feldspieler.
PSG z.B. gibt zwei Jugendspielern je mehr als ein Dutzend Einsätze und macht damit seinen Kader breiter.
Die Top-Klubs haben so gut wie alle mindestens 20 Feldspieler. Bei uns ist das hingegen das Maximum, über das man nicht hinaus gehen möchte. Im Zweifelsfall geht man lieber mit 19 als mit 21 in die Saison.
Barca ist mit 20 Feldspielern in die Saison gegangen und hat dann noch mal Cancelo geliehen. Also auch hier 21 Spieler. Und das trotz der finanziellen Themen.
Wir hingegen haben von den 20 Feldspielern sogar noch einen im Winter verliehen und die Saison mit 19 beendet.
10% mehr Feldspieler für 12% mehr Ligaspiele und insgesamt ca. 12-13% mehr Spiele (4x Liga, 1x Supercup, 2x Copa zusätzlich im Vergleich zu Bayern, wenn sie alle Wettbewerbe max spielen) klingt für mich plausibel.
Und warum soll Bayern das nicht genauso machen? Sie wollen doch seit Jahren stärker auf den Campus setzen. Und so schlecht haben sich Pavlovic, Stanisic, Karl und Co. in den letzten Jahren nicht angestellt. Ich glaube, Bayern wäre sogar Meister geworden, wenn Mike, Daiber und Co. 500 Minuten mehr bekommen hätten
. (Ich glaube, sie hätten diese Minuten sogar bekommen, hatten aber viel Pech mit dem Timing ihrer Verletzungen.)
Außer Paris. Außer Bayern. Was beide eint: 18er-Liga zu Hause mit nur 34 Spielen. In dieser Liga ein Abo auf den Titel. Achja, und ganz nebenbei ziemlich guter und erfolgreicher Fußball.
Und genau das zeigt ja relativ deutlich, dass Bayern keine 20+ braucht/brauchte. Der Spieler hatte keinen Bock mehr, Nummer 20 zu sein. Bayern hatte keinen Bedarf für den Spieler als Nummer 20.
Das Idealprofil ist mE ein Jüngerer (<25 Jahre), welcher gesunden Druck auf Diaz macht (direkter Wettbewerb) und auch in der Spitze Stärken (Stellungsspiel, Kopfball, Zweikampfstärke, Beweglichkeit, Antrittgeschwindigkeit) als Option hat. Dem Fall würde Kane als HS / 10er agieren.
Ich bezweifle jedoch dass wir so einen finden. Das ist eher eine Stärke von RB, Bayer, Frankfurt.
Wenn ich es mir wünschen dürfte: Diomande.
Realistisch würde ich eher sagen: Nathaniel Brown.
Denn er kann sowohl Diaz als auch den leider sehr verletzungsanfälligen Davies vertreten. Und so würde vielleicht sogar ein Wisdom Mike noch auf ein paar Minuten kommen. Wenn ein Hochkaräter auf LA kommt, wars das wohl für ihn.
Fehlt nur noch ein Backup für Kane oder man spielt dann halt ohne Stürmer, so tief wie sich Kane manchmal fallen lässt, kommt das ja aufs selbe raus.
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein logischer Schluss. Wenn die relevante Größe jedoch nicht Gesamtzahl Spiele, sondern Spiele pro Woche ist, dann haben Real, Barca, etc auch nicht mehr. Auch dort hat man 2 Spiele pro Woche und entsprechend aufgrund des 10% größeren Kaders mehr Rotationsmöglichkeiten, während bei uns jede Woche wieder die gleichen Drei vorne das Spiel retten mussten. PSG hat die französische Liga, die dafür sorgt, dass sie in eigentlich englischen Wochen in der CL-KO-Phase möglichst oft die Ligaspiele aussetzen und daher nur 1x spielen in der Woche. Ganz klar, ich weiß es nicht und bin kein Mann vom Fach hier, aber ich denke, dass die bloße Anzahl an Spielen weniger entscheidend ist, wie die Anzahl an Spielen pro Woche.
Wenn das das Argument wäre, müssten die zusätzlichen Feldspieler in etwa einen durchschnittlichen Wert für die Spielzeit haben. Sie liegen jedoch deutlich drunter. Die Belastung rein nach Spielzeit ist für die Stammspieler also trotzdem höher. Ob die Stammspieler fünf Spiele im Jahr mehr oder weniger machen, wird für das Leistungsniveau vermutlich auch nicht den riesigen Unterschied machen.
Relevant ist eher, ob man ihnen in den richtigen Moment Ruhepausen verschaffen kann, ob man die nötige Flexibilität und Reaktionsfähigkeit hat, damit sie nicht über die Schwelle treten, ab der Verletzungen sehr wahrscheinlich werden. Wenn beispielsweise ein Diaz in der 60. Minute eingewechselt wird, obwohl der Spielstand das gar nicht erfordert, fragt man sich schon, ob das so sinnvoll ist. Es bringt nur 30 Minuten auf die Uhr, aber dazu kommt dann der gesamte Aufwärm- und Regenerationsprozess. Folgen viele englische Wochen aufeinander, kann ein einzelnes Spiel Pause Wunder bewirken. Diese Option haben wir oft nicht.
Paris hat 19 Feldspieler + 2 Talente mit regelmäßigen Einsätzen. Wir hatten 20 Feldspieler mit 3 Langzeitverletzten - also zu Saisonbeginn sogar nur 17. Jetzt sind wir bei 19. PSG hat aktuell 2 Profis mehr als wir. (Und trotzdem zusätzlich noch extrem rotiert.)
Damit können wir gerne morgen anfangen. Bei 15 Stammspieler + ein Routinier pro Mannschaftsteil + ein Talent pro Mannschafsteil bin ich sofort dabei.
Absolut. Glaubt das auch unser Vorstand?
Leider hat er im Saisonendspurt sehr gefehlt. Davies ist nicht rechtzeitig fit geworden, um Spielanteile eines Stammspielers zu übernehmen. Laimer und Stanisic mussten so gut wie durchspielen. Selbst in den Spielen mit der B-Elf, mussten Laimer und Stanisic ordentlich Spielzeit machen.
Wir haben hier auch generell richtig Schwein gehabt diese Saison. Es hätte nur eine weitere Verletzung gebraucht, damit das Kartenhaus zusammen fällt.
Der verpasste Gordon-Transfer ist vielleicht im ersten Moment schade, aber bei 80 Millionen Euro muss man der Führung einfach recht geben: Das ist eine brutale Hausnummer, die gemessen an seinen Scorern stand jetzt viel zu teuer gewesen wäre. Unfassbar eigentlich, wie das angeblich hochverschuldete Barca so eine Summe scheinbar mal eben locker stemmen kann.
Wie der Artikel zeigt, gibt es zum Glück reichlich Alternativen auf dem Markt. Da ist es völlig verständlich, dass Bayern bei den 80 Millionen nicht mitgegangen ist. Durch die Abgänge von Jackson und Guerreiro werden in der Offensive ja sowieso massig Einsatzminuten frei. Ein weiterer Offensivspieler sollte meiner Meinung nach definitiv kommen, um die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.
Wichtig wär, dass dieser Neuzugang auch MS spielen kann. Alle anderen Positionen hinter der Spitze sind mit Musiala, Olise, (Diaz), Gnabry und Karl, welche doch recht polyvalent sind, variabler zu füllen – bis auf MS eben. Kane ist natürlich einmalig, aber wir brauchen eine Ergänzung – z.B. eine Brechstange für die Schlussphase oder zumindest jemanden mit internationalem Niveau, den man auch in der CL ohne Bauchschmerzen vorne reinwerfen kann und vom Profil her besser zu uns passt als Jackson, wo man ja doch so seine Sorgen hatte.
Zudem könnte man das gesparte Geld ja auch richtig gut auf den AV-Positionen gebrauchen. Laimer wird seinen Vertrag vielleicht nicht verlängern, Davies ist aktuell leider ein Halbinvalide und LV-Backup Bischof wird voraussichtlich fest ins ZM rücken.
Man sieht auf jeden Fall, dass es wirklich viele Optionen gibt. Die Aufgabe der Clubführung ist es jetzt, die Lehren aus der diesjährigen Saison zu ziehen und den passenden Fit für uns zu finden.
Guter Punkt.
@Georg und @justin ist es möglich, Ihr im nexten Podcast uns erklärt wie Barca das finanziell stemmen konnte.
Waren die nicht höchstverschuldet?
Hochverschuldet ja, aber was Einnahmen betrifft auch „kreativer“ als Bayern.
Natürlich sind die anders aufgestellt als Bayern, aber kurz vor der Insolvenz wie Hoeneß das immer darstellt sind offensichtlich weder Madrid noch Barca.
Details wären dennoch interessant.
4k$ zahle ich jetzt nicht für Details ![]()
Wie passt Ismael Saibari in die Auflistung des wie immer tollen Artikels? Frag für einen Freund. ![]()
Vincent knows
(20 Transferinsider)
Da der Artikel sich vor allem mit Linksaußen beschäftigt hat, spielte der keine Rolle. Er hätte es aber auch so eher nicht auf die datenbasierte Short List geschafft.
Kein besonders herausragender Dribbler, guter Abschluss, hat seine Stärken eher in zentraleren Räumen, spielt aber auch manchmal Flügel (da find ich ihn nicht ganz so stark). Hab ein bisschen Zweifel, ob er Bayern-Niveau hat.
Wenn ich auf die Daten schaue sind die für niederländische Liga auch nicht so überzeugend.
Ich bin im Moment relativ busy (unser Buch) und schaffe es nicht so oft in den Podcast, wie ich gerne würde. Deshalb hier in Kurzform:
Wir müssen unterscheiden, was Barcelona ausgeben kann und was Barcelona ausgeben darf.
Die größere Hürde für Barcelona war in den letzten Jahren, was sie ausgeben durften: Die spanische Liga hat eine strenge Kaderkostenregel (vergleiche für die Bundesliga demnächst: Salary Cap in der Bundesliga: Chance oder Risiko für den FC Bayern?). Vereinfacht gesagt: La Liga kalkuliert für jedes Team eine individuelle Ausgabenobergrenze für den sportlichen Bereich. Dafür ziehen sie vom Umsatz alle Kosten für “Non-Sports” ab. Was übrig bleibt, dürften Vereine in den Sport, also in Spieler, Trainer etc. stecken.
Wenn ein Team gegen die Auflage verstößt, wird es bestraft und darf weniger ausgeben. Das traf die letzten Jahre auf Barcelona zu. Das ist jetzt aufgehoben. Barca darf wieder sein volles verfügbares Budget ausgeben.
Was kann Barcelona ausgeben?
Schulden sind egal. Nicht nur im Fußball, sondern immer in der Wirtschaft. Auch E.On, die Lufthansa oder Anthropic haben hohe Schulden. Solange jemand an dich als Unternehmen glaubt (und daran, dass in Zukunft ausreichend hohe Einnahmen in die Kassen fließen, sodass du deine Schulden zurückzahlen kannst), kannst du immer Schulden haben / machen.
Barcelona hat immer noch so viel Substanz, dass sie rein von ihrer Finanzkraft her locker Spieler für viele hundert Millionen kaufen könnten. (Fast) jede Bank wird ihnen Kredite geben. Notfalls stünden jederzeit dutzende Investoren Schlange, um bei Barca einsteigen zu dürfen.
Die größte und einzig relevante Hürde ist weiterhin das spanische Salary Cap. Da tut ein Neuzugang wie Gordon im Vergleich zu den beiden Abgängen Rashford + Lewy aber erstmal überhaupt nicht weh. Durch die beiden Abgänge spart Barca mehr Gehalt pro Jahr ein, als Gordon an Gehalt + Ablöse kostet.
Vielleicht können wir Vini für eine Saison leihen ohne Gehaltsübernahme
Dann verbrenne ich sofort alle meine FCB-Trikots vor der Säbener Straße.