Adam Aznou (Everton FC)

Es steht der Verdacht im Raum, dass er sich bzw. sein Leistungsvermögen überschätzt hat. Und das wäre bei aller Notwendigkeit von Selbstbewusstsein in dem Geschäft dann doch ein Problem.
Denn bei allem Verständnis für junge Spieler: das Geschäft ist knallhart. Es gibt einfach diejenigen, die nicht quengeln, geduldig auf ihre Chance warten und dann, wenn sie sie bekommen, vom ersten Schritt weg überzeugen.
Gegen die kommst du mit „ich will unbedingt auch mal spielen, aber brauche dann erstmal Zeit, bis ich zeigen kann, was ich wirklich kann“ nicht an …

Aznou wollte ja wohl nicht den (beschwerlicheren) Weg gehen, den der FC Bayern für ihn vorgesehen hatte … dann muss er jetzt auch die Folgen tragen, die sein Wechsel zu Everton ihm eingebracht hat

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Warum wird das hier so negativ gesehen?

Bei Bayern hat er sich nicht zeigen dürfen, also wechselt er in der Hoffnung, woanders deutlich mehr Spielpraxis sammeln zu können. Das hat leider nicht funktioniert.

Wäre er bei Bayern gewesen, hätte er vielleicht ebenso wenig gespielt? Aber das ist eine unseriöse Frage.

Also wechselt man, das ist das normalste der Welt. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Seine Entwicklung befindet sich in keiner Sackgasse, sie ist noch am Anfang. Er ist erst 19 Jahre alt.

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:smirking_face:..ähm..:thinking:

#…>MitHimmelsstürmern(…ALaMUSIALA/…KARL)AlleinWirdsFürDen(…RelativKlammnWieZu-demAuchBreiteBenötigenden!?)FCBWomöglichBeschwerl!ch:st_oderNetterVer..EsSteht(…Erneut)DerVerdacht(…DerNarra..Chance-Ergreifung)ImRaumVsWelchen(…Überzeugenden)WegHatteManDennFürIhnVor-gesehen? :face_with_peeking_eye: :face_with_raised_eyebrow: :face_with_monocle: :confused:(…:face_with_medical_mask:)

(…:cowboy_hat_face: :disguised_face: :clown_face: / :ghost: :robot:)

Das ist doch gerade der Punkt!

Viele hier meinten man müsse ihm auch bei Bayern schon Spielzeit geben, dafür reicht es aber offensichtlich nicht mal bei Everton aktuell…

Wäre er nicht gewechselt war aber ziemlich sicher der Plan ihn erneut zu verleihen - im Visier war aber wohl wahrscheinlich kein PL Verein sondern einer in einer Liga wo auch Spielzeit abgefallen wäre. Für diesen Weg Schritt für Schritt war sich Aznou aber wohl zu schade.

Eines ist aber doch klar - schlechter hätte es für ihn jedenfalls in dem Halbjahr wohl kaum laufen können…

:smirking_face:..ähm..:thinking:

#…>WäreWahrscheinlichWohl(-Wohl)ZiemlichSicherDankbarFürEinenEntsprechenden(Vertei..Spekulations-/…Schr!tt-Für-Schr!tt-)Beleg? :face_with_peeking_eye: :face_with_raised_eyebrow: :woozy_face: :face_with_monocle:(…:face_with_medical_mask:)

(…:disguised_face: :clown_face: / :ghost: :robot:)

Bei Bayern leistet man sich den Luxus auf defensive Schwächen der AVs aufgrund anderer Fähigkeiten hinwegzusehen (bei Bischof das spielerische, beim jungen Davies die Geschwindigkeit). Bei Fulham zählen in erster Linie die defensiven Kernkompetenzen. Vielleicht wäre der Wechsel zu (oder der Verbleib bei) einem offensiv ausgelegteren und dominanteren Team (zB in Spanien) besser gekommen.

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Richtig, ein Eindhoven zB. wäre mit um die 60% Ballbesitz im Schnitt da sicher passender auch gewesen als Everton mit 43%…

In so jungen Jahren in die PL - das scheint leider nur sehr selten aufzugehen.

Es ist nun mal so, dass für einen Außenverteidiger die Basis des Geschäfts das Verteidigen ist. Und gerade da hat er nun einmal Defizite, die sich auch in der Youth League und der Regionalliga gezeigt haben. M.E. hat die Verbesserung seiner Defensivqualitäten - egal welche Liga - erstmal Priorität.

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Was Aznou betrifft, frage ich mich immer- und immer wieder woher dieser Hype um diesen Spieler kam. Weil er aus der Barca-Jugend gekommen ist? Weil ihn sich Marokko als Kind „gesichert“ hat?

Kann mich jedenfalls an keinen Nachwuchsspieler erinnern, um den sooooo ein Tohuwabohu gemacht wurde. Vor allem hier in der Kurve. :speak_no_evil_monkey::wink:

War wirklich gespannt, wie er sich entwickelt. Gut, der Knoten kann ja noch platzen, aber ganz so blind scheint unser Trainerteam hier nicht zu sein. :wink:

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Weil er der Unterschiedsspieler in der Youth League bei uns war, der auf dem Level der Toptalente der anderen Clubs war, oder drüber.

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Es muss nicht unbedingt eine Sackgasse sein, aber verfahren hat er sich meines Erachtens schon … gerade mit 19 müsste er definitiv viel Spielzeit bekommen, um sich zu entwickeln und im Idealfall zu zeigen, was er kann.
Dieses Argument war ja schon bei Bayern immer richtig: allein vom Sitzen auf der Profi-Ersatzbank hat hat sich noch kein Talent entwickelt, dazu brauchts Spielpraxis.

Die Debatte hat sich ja auch „nur“ darum gedreht, warum ihm die Trainer (speziell zuletzt Kompany) nicht mehr Einsatzminuten gegeben haben.
Mein Ansatz war da immer, anzunehmen, dass das Trainerteam im Training nichts von Aznou gesehen hat, was sie im realen Spiel gerne von einem LV sehen würden - und ihn dann konsequenterweise auch nicht gegen ihre Überzeugung auf den Platz geschickt haben.

Die aktuelle Situation von Aznou bei Everton deutet nun darauf hin, dass diese Einschätzung nicht ganz falsch war …

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Das ist sicher möglich.
Man sollte aber auch im Hinterkopf haben, was Kompany explizit vor einigen Wochen gesagt hat. Nämlich dass sich seine Herangehensweise selbst in seiner Zeit hier deutlich verändert hat.

„Vor eineinhalb Jahren habe ich hier angefangen. Und da ging es mir wie jedem Trainer beim FC Bayern: Man muss gewinnen, man muss Ergebnisse liefern.“ Die logische Konsequenz sei: „Man muss die Startelf schnell finden. Die ersten drei, vier Monate sind nicht der Moment, um als neuer Trainer groß zu rotieren. Es geht darum, den Spielern Selbstvertrauen und Stabilität zu geben.“
Kompany erinnert daran, dass die Spieler des FC Bayern bei seinem Dienstantritt eine erfolglose Saison hinter sich hatten: „Wir waren Dritter. Daher habe ich mich für Stabilität entschieden.“

„Dass die Spieler mit den taktischen Vorgaben des Trainers gut vertraut waren, half dabei. „Wir haben unser Spielsystem, das wir jetzt bereits eineinhalb Jahre lang spielen. Es ergab Sinn, der Mannschaft zu vertrauen“, bestätigt Kompany.“

Wäre Lennart Karl in der Situation vor einem Jahr überhaupt zu Einsätzen gekommen?
Oder hätte Aznou ein Jahr später hier viel eher Einsatzminuten sammeln können?

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Genauso wichtig wie Talent.

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Ich gehörte zu denen, die den Verkauf nicht mag, weil die Ablösesumme zu niedrig gewesen sei.

Die letzten sechs Monate haben meine Meinung sicherlich nicht bestätigt.

Er hat noch nicht in der Premier League gespielt. Seine drei Einsätze für die U21 waren ziemlich schlecht (ich habe sie nicht persönlich gesehen, sondern nur die Nachrichten über ihn verfolgt).

Sicher, es gibt Ausnahmen, die erst mit Mitte 20 reifen (z. B. Odegaard), aber im modernen Fußball ist 19 ein Alter, in dem die meisten linken Außenverteidigers mit internationalen Potenzial bereits ordentliche Spielzeit in einem Verein der unteren Tabellenhälfte der Premier League bekommen sollten. Und doch ist Vitaly Mikolenko jetzt ein Dauerbrenner für Moyes, und Aznou schon nicht im Kader.

Dennoch gibt es auch einige positive Anzeichen. Angeblich hat er durch Training im Fitnessstudio an Muskelmasse zugelegt und erhält jetzt Lob im Practice von den Trainern. Moyes hat sich mehrmals zu seiner Verteidigung geäußert. Ich habe auch irgendwo uber eine Interesse von Ajax gelesen.

Also die Geschichte könnte sicherlich noch ein Happy End haben. Aber zur Zeit fällt es schwer, anderes zu denken, als dass Eberl und Kompany die richtige Entscheidung getroffen haben - und dass Leute wie ich zu Unrecht Kritik geübt haben.

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Spannende Fragen. Ich würde beide tendenziell mit Ja beantworten.(bei Karl unter der Voraussetzung, dass er vor einem Jahr schon soweit gewesen wäre wie jetzt).

Definitiv richtig. Bis zu einem gewissen Grad gehört aber auch Geduld dazu, auf seine Chance zu warten - daran scheint es Aznou ja dem Vernehmen nach gefehlt zu haben …

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Ich habe mit jemandem im Büro gearbeitet, der mit Kevin Kuranyi zusammen beim VfB Stuttgart II gespielt hat.

Der hat gesagt: Kevin Kuranyi war ein Dritt- oder Viertligaspieler wie Dutzende andere. Nicht besser, nicht schlechter. Er ist weder im Training noch in den Spielen positiv oder negativ aufgefallen. Aber: Beim VfB I waren viele Stürmer verletzt. Kuranyi wurde oben mitgenommen und durfte testspiele machen. Dort hat er getroffen. Dann hat er auch in Ligaspielen getroffen. Und schwupps, war er oben - und irgendwann sogar Nationalspieler.

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Anbei ein Auszug aus einem Interview mit dem mehrfachen Fritz Walter Medaillengewinner Sergej Evluiskin (vor Hummels, Özil, Boateng und Co). Er zeigt klar auf, dass es nicht immer den KBR oder exzentrischen Lebensstil braucht um vom U19 Kapitän der Nationalmannschaft in die Regionalliga zu stürzen. Wolfsburg war unter Magath im Aufwind, er vermasselte den Schritt zu den Profis aufgrund von Kleinigkeiten beim Trainer und versumpfte im entscheidenden Moment in der Zweiten und sank auf das dortige Niveau. Daher ist es auch umso kostbarer, dass VK auch eigentlich noch unreife Spieler wie Kiala mit der ersten Mannschaft trainieren lässt und so ihre „verregionalisierung“ verhindert.

…Wie sind Sie damit umgegangen?

Evljuskin: Ganz gut, würde ich meinen. Der Hype um mich war schon groß, es gab viele Journalisten, die dann etwas von mir wollten. Ich habe aber nie den Dicken markiert oder mich für den großen Star gehalten. Eher im Gegenteil, der Hype war mir fast unangenehm. Ich bin eigentlich ein bescheidener, bodenständiger Kerl.

Nach vier Jahren in der Wolfsburger Jugend unterschrieben Sie 2006 schließlich Ihren ersten Profivertrag.

Evljuskin: Das war für mich das ein Zeichen, dass der Verein mit mir plant. Ich wollte den Weg dort weitergehen, denn der führte bis dahin nur nach oben. Ich dachte mir: Jetzt geht’s erst richtig los!

Als Sie unterschrieben, wurden die Profis von Klaus Augenthaler trainiert. Der musste nach einer enttäuschenden Saison jedoch gehen und es kam Felix Magath. War das ein Problem für Sie?

Evljuskin: Im Nachhinein frage ich mich schon, wie es gelaufen wäre, wenn man Augenthaler mehr Zeit gegeben hätte, um ein Team zu formen. Der Verein war aber auch sehr ambitioniert. Mit Magath kam ein neues Trainerteam mit einer anderen Denke. In der Vorbereitung durfte ich mit ein paar Jugendspielern die ersten Einheiten unter ihm mitmachen. Mehr war leider nicht drin, denn zu diesem Zeitpunkt fand auch die U19-Europameisterschaft statt - und ich war der Kapitän des Teams. Da wollte ich natürlich unbedingt teilnehmen. Ich war dann aber drei Wochen bei den Profis raus.

Wie war während seiner Amtszeit Ihr Verhältnis zu Magath?

Evljuskin: Ich hatte einmal ein Gespräch mit ihm im Büro. Da wollte ich ihm erklären, dass wir unsere Abi-Zeugnisse überreicht bekommen und ich an diesem Tag daher nicht zum Vormittagstraining kommen kann. Der Fußball stand bei mir immer an erster, zweiter und dritter Stelle und ich habe stets jeden Termin so angepasst, dass der Fußball nicht darunter leidet. Das nun war aber ein Pflichttermin und ich wollte da schon mit dabei sein. Zur Einheit am Nachmittag wäre ich ja auch wieder dabei gewesen.

Wie hat Magath reagiert?

Evljuskin: Er sagte nur: Wenn du meinst, dass es richtig ist. Er hatte offenbar eine andere Einstellung erwartet. Danach gab es keine Berührungspunkte mehr mit ihm, weil ich dann dauerhaft Teil der zweiten Mannschaft war.

Mit der deutschen U19 scheiterten Sie im Halbfinale an Griechenland, anschließend hingen Sie bis zu Ihrem Abgang 2010 in Wolfsburgs zweiter Mannschaft fest. Ihre Weggefährten im DFB-Team wie Mesut Özil, Jerome Boateng oder Benedikt Höwedes starteten zeitgleich große Karrieren. Was hat das mit Ihnen gemacht?

Evljuskin: Es hat mich natürlich geärgert, das so zu sehen: Die spielen Bundesliga und Champions League gegen Real Madrid und du spielst Regionalliga gegen Havelse. Viele meinten später zu mir, dass ich bei einem anderen Verein den Sprung auch geschafft hätte. Man braucht in diesem Alter einfach Unterstützung und Rückendeckung. Es müssen Fehler akzeptiert werden. Ihnen wurde der richtige Weg aufgezeigt, sie durften sich entwickeln. Ich habe mich in diesen wichtigen Jahren eher dem Niveau der zweiten VfL-Mannschaft angepasst. Es ist halt ein Unterschied, ob du auf Schalke bei den Profis trainierst oder in der Zweiten von Wolfsburg.

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Ehrlich gesagt, hatte ich bei Kuranyi auch, als er schon Nationalspieler war, immer noch das Gefühl, dass er eher ein durchschnittlicher Drittligaspieler ist als ein Nationalstürmer … :innocent:

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Wäre ich Sergej Evljuskin, würde ich das vielleicht auch so darstellen nach außen.
Ich traue ja Felix Magath viel Unsinn zu, aber dass er ein Toptalent links liegen ließe, nur weil der vormittags sein Abiturzeugnis abholen will, halte ich dann doch für unglaubwürdig.

Die schnöde Realität kann ja auch sein: er hat einfach den nächsten Entwicklungsschritt vom Talent zum erwachsenen Profi nicht geschafft. Dafür braucht es ein ganz besonderes Mindset, eine Mischung aus unerschütterlichem Selbstbewusstsein und trotzdem der Fähigkeit zu Selbstkritik mit dem unbedingten Willen, sich stetig zu verbessern.

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Also ich traue Magath sowas in jedem Fall zu.

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Magath machte Magath Dinge und holte in den ersten beiden Jahren je 20 Spieler, da zählte der Prophet im eigenen Lande nichts. Dazu kam mit Gentner sein drei Jahre älterer Schützling aus VFB Zeiten der die Rolle als fördernswertes Talent im zentralen Mittelfeld einnahm.

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