„Dass der Kapitän der Three Lions seine Zelte in der bayerischen Landeshauptstadt keineswegs vorzeitig abbrechen möchte, deckt sich mit Berichten aus England, wonach Kane sogar schon die Entscheidung getroffen habe, über 2027 hinaus verlängern zu wollen (90min berichtete). Bislang war man davon ausgegangen, dass der neue Kane-Vertrag bis 2028 oder 2029 gültig sein soll.
Laut kicker-Informationen bietet die sportliche Führung um Max Eberl und Christoph Freund einen Vertrag bis 2029 an, während Kane selbst aber mit einer Laufzeit bis Juni 2030 liebäugeln soll.“
„17 - Harry Kane schoss in dieser Bundesliga-Saison 17 Tore mehr (36) als der zweitplatzierte Deniz Undav (19), die größte derartige Differenz seit 54 Jahren: 1971/72 erzielte Gerd Müller 40 Treffer, Klaus Fischer und Hans Walitza folgten mit je 22. Dominanz.“
Dann ziehe doch die Elfmeter ab, erkläre dazu noch, dass Kane 3 Spiele mehr als Undav hatte und dazu noch eine Vorlage weniger. Ich hoffe du kannst dann die Saison (un-)glücklicher, als alle anderen hier feiern, die mit Kanes Toren weniger (Elfmeter-)Probleme haben.
Dein Kommentar zeigt mir, dass ich die schon richtigen Leute auf “ignore” habe. Wenn zur unverschämten Unleserlichkeit jetzt auch noch hanebüchene Inhalte/Aussagen dazukommen. Nach dieser Saison Kane anzuzweifeln oder dessen Leistung zu relativieren - wenn ich das richtig verstehe, weil er so viele Efmeter VERWANDELT, spricht schon für interessante Wesenszüge.
Wenn das irgendwas zeigt dann doch nur wie unfassbar hanebüchern das ist wie Undav von Nagelsmann behandelt wurde:
Er ist nicht nur der beste deutsche 9er der letzten Jahre (keineswegs nur der aktuellen Saison) Scorer technisch sondern ist das auch seit ziemlich langem - ich denke seit über 10 Jahren?
Spannender Ansatz, Bobby. Das Argument mit dem kontrafaktischen Alternativszenario ist analytisch absolut sauber gedacht.
Die Frage, ob ein Verein dieses enorme Gesamtvolumen strategisch besser hätte aufteilen können, um die Gesamtbalance des Teams zu stärken, ist völlig legitim.
Wenn man das Ganze jedoch von der theoretischen Ebene in die sportliche Praxis übersetzt, sehe ich da vor allem drei große Hürden
Der Praxistest aus der Saison 2022/23
Wir haben dieses Alternativszenario nach dem Abgang von Robert Lewandowski unfreiwillig im Live-Experiment erlebt. Damals wurde genau versucht, das Spiel ohne den einen Fixpunkt aufzubauen und die Last auf mehrere Schultern (Mané, Gnabry, Sané, Choupo-Moting) zu verteilen. Das Ergebnis war leider ein spürbarer Strukturverlust in der Box und eine extreme Unkonstanz. Das zeigt, wie schwer es für das Kollektiv in der Realität ist, diese Tor-Dimensionen rein kollektiv aufzufangen.
Die taktische Synergie (Mehr als nur Tore)
Ein Stürmer von Kanes Format darf man nicht nur isoliert als Vollstrecker betrachten. Durch seine Qualität und seine Tiefenläufe zieht er permanent die gegnerischen Innenverteidiger auf sich. Er fungiert als taktisches Gravitationszentrum.
Wenn er sich fallen lässt, reißt er genau die Räume für andere Spieler.
Ohne diese permanente Bedrohung im Zentrum stehen gegnerische Abwehrreihen meist deutlich kompakter, was das Herausspielen von Chancen für das gesamte Team erschwert. Kanes Tore sind also oft das Produkt eines Systems, das er selbst erst ermöglicht.
Die Realität des Transfermarktes
Die Idee, das Geld stattdessen in zwei oder drei strategische Verstärkungen für das Mittelfeld oder die Defensive zu stecken, klingt vernünftig. Allerdings sind Spieler mit einer eingebauten Garantie für 40 Pflichtspieltore das rarste Gut im Weltfußball. Selbst mit einem perfekt ausbalancierten Mittelfeld fehlt dir auf absolutem Top-Niveau am Ende oft die klinische Effizienz in den entscheidenden Momenten der Champions League.
Dass am Ende die sportliche Gesamtbilanz des Vereins stehen muss, da bin ich völlig bei dir.
Ich bezweifle nur, dass das Fundament ohne Kanes individuelle Qualität und seine strukturelle Bedeutung für die Mitspieler heute stabiler wäre.
Aber genau diesen zählbaren, empirischen Mehrwert sehen wir doch gerade live, Bobby!
Wir haben in dieser Saison die Bundesliga dominiert, das Double geholt und im Champions-League-Halbfinale nur denkbar knapp das Finale verpasst. Spielerisch ist das aktuell absolut state of the art in Europa.
Und wer hat erst gestern im Pokalfinale den VfB mit einem Dreierpack im Alleingang zerlegt? Harry Kane.
Genau das ist doch der Ertrag, von dem wir sprechen. Seine Tore sind eben keine rein statistische Spielerei im luftleeren Raum. Sie entscheiden die großen Spiele und bringen am Ende die Titel, die wir als ganzer Verein feiern. Mehr zählbaren Mehrwert kann ein Top-Stürmer dem Kollektiv kaum liefern.