Der Triumph über Real, die Meisterschaft gegen Stuttgart. Die feierlichen Anlässe überschlagen sich geradezu bei den Bayern. Aber es gibt nicht einen Augenblick dem man ein „verweile doch, du bist so schön“ zurufen könnte. Stattdessen gilt das alte Credo des Titanen „Weiter, immer weiter“. Was konkret bedeutet, Leverkusen statt Real, DFB-Pokal statt Meisterschaft.
Und es ist kein geringes Spiel, das am Mittwoch bevorsteht. Schließlich geht es um etwas, was auch erfolgsverwöhnte Bayernanhänger schon einige Jahre entbehren mussten. Es geht um Berlin, es geht um den Pokal, das Double. Ist es doch tatsächlich schon sechs Jahre her, dass die Münchner im Sextuple-Rausch auch die deutsche Hauptstadt stürmten. So bietet sich der Pokal als wunderbare Gelegenheit für Kompany an, eine spürbare Weiterentwicklung und Steigerung gegenüber dem letzten Jahr zu erreichen. Natürlich gäbe es dazu auch noch eine andere Chance, aber darüber wird an anderer Stelle zu reden sein.
Leverkusen also. Vor gar nicht allzu langer Zeit, gottseidank aber nur für kurze Zeit, die Nemesis, der Endgegner der Bayern. Mittlerweile scheint das diesbezügliche Trauma aber vollständig überwunden. Die letzten fünf Spiele blieb die Werkself in dieser Paarung sieglos. Und wer erinnert sich nicht an das letzte Spiel in der BayArena, als am Ende neun Bayern genügten, um die Hausherrn in Schach zu halten.
Die Bayern werden als Favoriten ins Spiel gehen, ohne Frage. In diesem „Tod oder Gladiolen“-Spiel wird es keine Rotation geben, die wird für den Rest der Saison in der BL stattfinden. Sehr wahrscheinlich wird es auch keine anderweitigen personellen Überraschungen geben. Karl und Bischof werden weiterhin fehlen. Leider musste nun auch bei Gnabry das Saisonaus nach einer schweren Verletzung verkündet werden. Damit sollte sich die Elf für Leverkusen quasi von selbst aufstellen. Das einzige Manko im Kader dürfte das Fehlen von offensiven Alternativen sein.
Aber natürlich machen wir es wie Kompany, wir vertrauen der Elf auf dem Platz. Sie wird die Sache regeln. Wie sie es eigentlich immer geregelt hat.
Geht mir vom Gefühl her ähnlich.
Ein Ausscheiden am Mittwoch würde die bisher so tolle Saison schon etwas trüben. Auch wenn in einem Spiel natürlich immer viel passieren kann. V.a. in Leverkusen tut man sich ja oftmals schwer, deshalb ist die Anspannung bei mir als Fan jetzt schon recht groß.
Die Leistungsfähigkeit der Leverkusener ist halt auch nicht wirklich einzuschätzen. Die letzten 5 Spiele waren alle ein wildes durcheinander. Unglückliche Niederlage gegen Augsburg (1:2), glücklicher Sieg in Dortmund (1:0), wildes Scheibenschießen gegen Wolfsburg (6:3), gerechtes Unentschieden gegen Heidenheim (3:3) und klare Niederlage gegen Arsenal (2:0).
Mehr Wundertüte geht eigentlich nicht.
Zur Aufstellung wird wahrscheinlich wieder komplett zurück rotiert werden.
Neuer
Laimer-Upa-Tah-Stanisic
Kimmich-Pavlovic
Olise-Musiala-Diaz
Kane
Bank: Urbig, Kim, Ito, Davies, Guerreiro, Goretzka, Jackson, Ndiaye, Ofli
Falls man offensiv wechseln müsste sehen die Optionen doch sehr Mau aus. Aber für Leverkusen sollte es reichen.
Ich sehe die am Mittwoch auch als gefährlich an, aber wenn man sich beruhigen will, kann man die Ergebnisse schon auch so lesen, dass das gar keine Wundertüte ist: Nicht einmal gegen schwächere Mannschaften wie Heidenheim und Wofsburg klare (gegentorlose) Siege, gegen Augsburg sogar eine Niederlage. Nur ein knapper, glücklicher Sieg gegen Dortmund. Gegen Arsenal eher Chancenlos: In Summe schon eher schwächlich und nicht auf Bayern-Niveau. Aber das kann am Mittwoch natürlich anders aussehen.
Eigentlich können wir uns ja nur selber schlagen. Leverkusen ist soooo viel schwächer als in den letzten Jahren und wir haben deutlich zugelegt.
Plump gesagt, Leverkusen konnte Hrádecký, Frimpong, Tah, Xhaka und Wirtz nicht im Ansatz ersetzten. Und wir haben uns deutlich verstärkt. Alleine der Tausch zwischen Diaz und Sané hat uns auf ein ganz anderes Niveau gebracht.
Aber es ist ein KO-Spiel. Leverkusen kann sich mit einem Heimsieg die Saison retten. Schon sehr gefährlich.
Leverkusen kann die doch etwas unbefriedigende Saison mit nur einem Sieg völlig drehen.
Unsere Bilanz der letzten fünf Auswärtsspiele in Leverkusen ist negativ: zwei Niederlagen, zwei Unentschieden stehen nur einem Sieg (und das war CL - Spiel) gegenüber.
Leider kommen die vielen Verletzten dazu und die deutlich kürzere Regenerationszeit, ausserdem ein Auswärtsspiel was wohl der größte Nachteil sein dürfte.
Ich hoffe der FCB kann sich auch im dritten hoch emotionalen Spiel in Folge (nach Knock out Real/Meisterfeier gegen VFB) voll fokussieren!
Und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass es ein enges Spiel wird, denn gerade auswärts gab es vor allem im Jahr 2026 kaum Spiele, die von Anfang an dominiert wurden und bei denen man den Gegner wirklich im Griff hatte. In den 11 Auswärtsspielen in diesem Jahr in allen drei Wettbewerben gab es nur selten eine entspannte Schlussphase, nämlich in Bergamo, Bremen und bei St. Pauli
In den restlichen 8 Spielen stimmten zwar die Ergebnisse: 6 Siege und 2 Unentschieden. Diese beiden Unentschieden (HSV und Leverkusen) waren auch die 2 Spiele, in denen es die meisten zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen gab, aber auch die anderen Spiele, die man gewinnen konnte, waren lange auf Messers Schneide und wurden teilweise erst spät entschieden.
Von daher wäre ich angesichts der Entwicklungen der letzten Monate fast überrascht, wenn es kein enges Spiel werden sollte. Und bei Spielen, die eng sind, kann natürlich alles passieren.
Exakt. 2 aus dem Trio (inkl. Laimer) werden spielen, sollte aber nicht entscheidend sein für den Ausgang. Ich tippe auf Laimer und Davies.
Leverkusen die letzten Wochen sehr durchwachsen. Wir wissen alle dass das nichts zu sagen hat. Sehe uns natürlich trotzdem in der Favoritenrolle, denke so 60:40. Danach geht’s nach Mainz und dann nach Paris. Wieder das Auswärts-Triple…
Lieber @jo_1 : wie immer ein ganz herzliches Danke für deine tolle Vorausschau auf das Pokalspiel!
Und nebenbei: in der Kurve-Umfrage den Auswahlpunkt „Unentschieden“ anzubieten und damit einige sogar noch hineinzulocken - das ist wirklich großartiger Humor!
das wird ein spannender Kracher - Pokal - Halbfinale - Flutlicht - unfassbar geil!
wenn wir das gewinnen - und dann vielleicht sogar das Finale - dann sind aktuell tausend mal mehr Emotionen für mich am Start als bei der Meisterschaft
Gegen Freiburg. Es gibt die nicht unrealistische Möglichkeit, das wir in diesem Jahr noch vier Mal gegen Freiburg spielen. Zum ersten Mal im Pokal, zum zweiten Mal im deutschen Supercup, wenn Freiburg den Pokal gewinnt, zum dritten Mal im europäischen Supercup wenn Bayern die Champions League und Freiburg die Europa League gewinnt und zum vierten Mal dann noch einmal in der Liga.
Das ist ja mittlerweile ein Running Gag bei jedem Pokalspiel.
Formal ist tatsächlich so, dass nach Ende der regulären Spielzeit (90/120 Minuten) das Ergebnis ohne Elfmeterschießen in die Statistik eingeht.
Wer also für Unentschieden votiert, votiert damit im Grunde für ein Elfmeterschießen.