Erinnert sich noch jemand an den Anfang der Saison? Eintracht Frankfurt, Tabellendritter des letzten Jahres, CL-Teilnehmer, startet mit guten Ergebnissen. Die Euphorie um die Eintracht treibt ihre Blüten. Einige versteigen sich gar zu der Feststellung, dass Frankfurt in dieser Saison der einzige ernstzunehmende Gegner der Bayern sein würde.
Das scheint mittlerweile Ewigkeiten her zu sein. Aus dem Kampf um die Spitze sind inzwischen 26 Punkte Abstand geworden, die CL-Teilnahme erscheint meilenweit entfernt, um die Qualifikation für Europa muss hart gekämpft werden.
Kein Wunder, dass angesichts dieser Entwicklungen Trainer Toppmöller seinen Hut nehmen musste.
Dieser Trainerwechsel ist aber auch so etwas wie die letzte Trumpfkarte der Eintracht geworden. Der Neue, Albert Riera, im Grunde ein No-Name im Trainergeschäft, tritt zwar auf wie Sandro Wagner auf Testosteron, aber bisher ist der Erfolg mit ihm. Zwei Spiele, ein Sieg, ein Remis, nur ein Gegentor. Nur eine kurze Momentaufnahme oder Trendwende? Immerhin scheint es ihm gelungen zu sein, die löchrigste Abwehr der Liga wieder etwas zu stabilisieren. Weiterhin hat er allerdings mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen. Es gibt zwar einige Kandidaten bei denen das noch unsicher ist, aber es könnte auf bis zu acht Ausfällen bei der Eintracht hinauslaufen. Ein Lichtstreif am Horizont könnte dagegen ein mögliches Comeback von Jonny Burkardt sein.
Viel besser sieht es in der Hinsicht bei den Bayern aus. Aktuell sieht es so aus als würde nur Manuel Neuer nicht zur Verfügung stehen. Die geradezu entspannte Terminlage der nächsten Wochen sollte auch keine größere Rotation oder Schonungen notwendig machen. Einen Aspekt gibt es dennoch, den Kompany sicher im Auge haben wird. Kimmich, Tah und Goretzka sind nur eine weitere Karte von einer Gelbsperre entfernt. An sich natürlich keine große Besonderheit. Aber alle wissen, was in der Woche darauf ansteht.
Da geht es um die Wurst, die Schale, die Meisterschaft gegen den Erzrivalen aus Dortmund, der unter dem Regime des K.o.-Kings gerade zu ungeahnten Höhenflügen ansetzt. Da kämen Ausfälle wegen Sperren absolut ungelegen.
Die Form, wenn auch noch nicht top, scheint sich wieder stabilisiert zu haben. Denn keine Topform bedeutet im Bayernversum auch mal locker drei Siege mit einem 10:1 Torverhältnis. Die Vorzeichen stehen also günstig, dass am Aschermittwoch nicht alles vorbei war, sondern im Gegenteil erst richtig losgeht.
@Jo_1:
Wieder mal, wie eigentlich immer, eine Super-Vorschau.
Es macht so viel Spaß, deine Vorschauen zu lesen: man bekommt dazu noch Vorfreude aufs Spiel und so ganz nebenbei auch noch die wichtigsten Informationen zum Spiel.
Von mir 5 Sterne und (leider nur) ein .
Kalimuendo und Burkardt waren gestern beide im Mannschaftstraining dabei.
Kalimuendo wird meiner Einschätzung nach starten und dann von Burkardt abgelöst.
Burkardt wäre eigentlich schon letzte Woche wieder im Kader gewesen, da fiel er aber aufgrund einer Erkältung aus.
Hinten und vorne ehrlich gesagt. Vorne unglaubliches Verletzungspech, hinten alle Spieler außer Form und auch ein paar Verletzungen. Nur Brown zeigt so etwas wie Konstanz.
Zur Thematik Schonung wg. drohender Gelbsperre (Kimmich und Tah)…
Natürlich wäre es kacke, wenn einer oder sogar beide gegen Dortmund fehlen.
Noch schlimmer wäre es allerdings, wenn man am Samstag Punkte liegen lässt.
Kompany wird schon wissen was er tut
"Weil es schon ab 12 Uhr heftig zu schneien begonnen hatte, schaltete der Klub bereits vor der Einheit sein Flutlicht am Trainingsgelände an der Säbener Straße an und holte die orangefarbenen Winter-Bälle raus. Mitarbeiter von Chefcoach Vincent Kompany (39) begannen vorab auch schon mit dem Schneeschippen.
An ein normales Training war dennoch nicht zu denken! Als die Spieler um 14 Uhr auf den Platz kamen, lag dort so viel Schnee, dass Minjae Kim (28) und Co. sich eine spaßige Schneeballschlacht lieferten."
Wie soll man sich so auf die Eintracht vorbereiten?
Nur einer blieb stabil.
„Kurios: Kompanys persönlicher Assistent Rodyse Munienge (40) zeigte sich von dem Schnee-Chaos völlig unbeeindruckt, schlenderte wie immer in kurzer Hose über den Platz …“
Kurios auch wie sich die Aktien von Eberl und Krösche seit der vergangenen Transferphase gewandelt haben: Krösche im Sommer auf “Allzeit-Hoch” mit kursierenden Gerüchten um eine zukünftige Bayern Anstellung, Eberl im “Allzeit Tief” mit Hoeneß Breitseite.
Paar Monate später hat sich herausgestellt, dass in Sachen Kader Zusammenstellung und Ausgewogenheit des Kaders auch bei Krösche nicht alles golden ist, währenddessen Eberls Kaderplanung (Stand heute) in einem guten Licht dasteht und beispielsweise der - auch von mir kritisierte - Diaz Transfer sich als Volltreffer herausgestellt hat.
Fußball ist einfach so schnelllebig, gerade das macht ihn ja auch irgendwie aus und so spannend.