Ein solcher Fiasko-Transfer geht noch, zwei oder drei auch. Denn dafür ist der finanzielle Vorsprung in Deutschland viel zu groß.
Aber übertreiben darf man es damit nicht, selbst nicht als großer FC Bayern.
U.a. deshalb ist bei mir z.B. die Skepsis bei der Diaz-Nummer auch so groß.
Sehe ich auch so. Bei 10 Millionen Gehalt ist er auch unter den Top 3-4 Verdienern. Da steckt schon etwas Risiko drin für Spurs.
Ich sehe das genauso und der weiter drohende Abstand zu den top4 in Europa, statt die Chance genutzt zu haben (seit 2022) wieder aufzuschließen.
Bei mir zum Glück überhaupt nicht. Bei Diaz mach ich mir sportlich null Sorgen.
Ja, bei Diaz ist zumindest der Bedarf auf seiner Position total klar.
Das ist schon mal ein Vorteil.
Die Frage ist sein Mü mehr an Leistungsstärke in der Spitze im Vergleich zum Tradeoff Coman / Tel (+30 Mio Einsparung und mehr Perspektive) oder Coman / Ben Seghir (+30 Mio Einsparung und mehr Perspektive) die Investition rechtfertigt.
Eine notwendige kurzfristige Investition in die Spitze seh ich eher im zentralen (und taktgebenden) Mittelfeld und beim RV.
Der schlechteste Deal war rückblickend Thomas Tuchel als Trainer. Der hat uns Palhinha erst ins Ohr gesetzt, weil er den falschen Spielplan für das anwesende Personal hatte und die Mannschaft so nur mühsam stabilisiert bekam. Kudos für Eberl/Freund, dass sie einen Trainer-Nobody wie VK durchgesetzt haben, der eben den richtigen Spielplan für die Mannschaft auf der Pfanne hatte.
Kudos an Eberl und Freund, dass sie den Nobody durchgesetzt haben, nachdem alle anderen Optionen abgesagt hatten die fast alle komplett unterschiedliche Systeme spielen lassen.
Palhinha hätte als Transfer unter Tuchel auch Sinn gemacht und vermutlich wesentlich besser funktioniert. Man könnte fast meinen, dass es einen Grund gab, warum Tuchel ihn haben wollte.
Was wirklich der schlechteste Deal ist, ist, andauernd die besten Trainer der Welt zu verpflichten (ihnen dann jeglich Schuld zusprechen) und sie alle nach kürzester Zeit wieder rauszuschmeißen.
Ein solcher Fiasko-Transfer geht noch, zwei oder drei auch. Denn dafür ist der finanzielle Vorsprung in Deutschland viel zu groß.
Es ist ein schmaler Grad. Klar ist der Vorsprung in D viel zu groß. Aber auch nur, weil man sich Spieler leisten und bezahlen kann die sich andere eben nicht leisten können.
Das wird aber mit den Entscheidungen der letzten Jahre leider schwieriger. Es sind ja nicht nur die Fehlentscheidungen bei den Spielern. Auch die Trainer mit ihren Abfindungen kosten mittlerweile viel Geld. Dazu das wechselnde Management.
Gerade solch teure Irrtümer wie Palhinha drehen das Rad dann doch weiter. Es gibt dann Kritik an der sportlichen Führung, vielleicht später auch noch am Trainer und schon wächst der Druck auch hier wieder kostspielige Veränderungen zu machen. Geld vernichten kann sehr schnell gehen.
U.a. deshalb ist bei mir z.B. die Skepsis bei der Diaz-Nummer auch so groß.
Der entscheidende Unterschied zwischen der Verpflichtung von Díaz im Vergleich zu der von Palhinha ist, dass der Trainer, für den der Spieler kommen soll, noch da ist.
Dass ein bestimmter Spieler unter einem Trainer top und unter einem anderen hopp sein kann, ist nichts Außergewöhnliches. Thomas Müller war unter Niko Kovač draußen, sogar so weit, dass er fast gewechselt wäre. Lewandowski war super unter Flick, aber litt unter Nagelsmann und ist gewechselt. Upamecano profitiert enorm von Kompany und wäre, wenn Tuchel geblieben wäre, heute garantiert einer der meistdiskutierten Spieler hier im Forum (haarsträubende Geistesaussetzer). De Ligt wiederum passt nicht zu Kompany usw. – diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Spieler blühen auf oder verwelken in Abhängigkeit von dem Trainer, in dessen System sie brillieren sollen.
Das Problem mit Palhinha ist nicht, dass er nicht zu Kompany passt und deshalb abgegeben wird. Das Problem ist auch nicht, dass die Bayern einen Spieler kaufen wollten, der hervorragend zu den Anforderungen Tuchels passte, aber nicht zwingend zu denen seines Nachfolgers. Je höher das angestrebte Leistungsniveau einer Mannschaft unter einem Trainer ist, desto spezifischer sind die Anforderungsprofile, die das System dieses Trainers an jeden einzelnen Spieler stellt und desto enger zugeschnitten auf diese spezifischen Anforderungen, aber dafür auch höher sind die sportlichen Stärken der Spieler und desto geringer ist tendenziell die Übertragbarkeit der Leistungsfähigkeit der Spieler von System A zu System B (unter einem neuen Trainer). Palhinha passte zu Tuchel, aber nicht zu Kompany. Müller passte zu Flick, aber nicht zu Kovač. Das ist ganz normal und auch gut so, denn es zeigt, dass diese Trainer hinreichend spezifische Anforderungen an ihre Spieler stellen, um eine hohe Gesamtleistung der Mannschaft überhaupt erst möglich zu machen.
Das Problem bei Palhinha war, dass seine Verpflichtung, weil sie erst erfolgte, als Kompany, der Trainer, zu dem er nicht mehr passte, schon da, aber Tuchel, der Trainer, unter dem er performen sollte*, schon weg war, aus diesem Grund ein Fehler „mit Ansage“ war – um das Offensichtliche, bei dem wir uns alle einig sind, noch einmal zu wiederholen.
Und nur deshalb, weil der Fehler ein Fehler „mit Ansage“ war, wiegt er so schwer. 50 Mio. Euro Ablöse + 10 Mio. Euro Jahresgehalt für einen Spieler, bei dem es berechtigte Zweifel gibt, ob er zum System des aktuellen Trainers passt, sind. zu. viel.
Die größere Lektion daraus kann nur sein, dass es die Kaderplanung erleichtert und Transfers kosteneffizienter macht, wenn auf der Trainerposition größere Kontinuität herrscht. Wenn Kosteneffizienz, Sparsamkeit und das Verhältnis von Preis und Leistung wichtige Kriterien sind oder werden, dann ist für größtmögliche Kontinuität auf der Trainerposition zu sorgen, die effektivste Maßnahme, die ein Verein ergreifen kann, um dies zu erreichen. Denn sie erlaubt es, tendenziell relativ teure Spezialisten-Spieler mit hohen Insel-Fertigkeiten in bestimmten Bereichen zu kaufen, mit denen der Trainer das Leistungspotential seines Systems bestmöglich ausschöpfen kann, ohne dennoch insgesamt enorme Summen für Spieler ausgeben zu müssen, da diese Spezialisten nicht häufig durch neue ersetzt werden müssen. Kosten = Preis × Menge. Wenn der Preis hoch ist, können die Kosten niedrig gehalten werden, indem die Menge klein bleibt. Die Menge an sportlich notwendigen Transfers, um die Leistung der Mannschaft auf einem hinreichend hohen Niveau zu halten, kann gering gehalten werden, wenn der Trainer nicht oft wechselt (genauer: Wenn das System nicht oft wechselt, aber meistens spielt ein Trainer nur ein System und fast jeder Trainerwechsel geht auch mit Änderungen im System und damit auch der Anforderungen an die Spieler einher).
*und todsicher auch hätte, denn Palhinha ist an sich kein schlechter Spieler, sondern jemand mit ausgezeichneten Stärken, mit denen er wie prädestiniert für Tuchel war.
Die Frage ist sein Mü mehr an Leistungsstärke in der Spitze im Vergleich zum Tradeoff Coman / Tel
Also wenn das wirklich nur ein „Mü“ ist, wie du als „Fakt“ darstellst, und es die Verantwortlichen auch so sähen - also dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob du Tel oder Diaz spielen läßt - dann, ja dann, wäre es tatsächlich Irrsinn, Tel abzugeben und Diaz zu holen (für die jeweiligen Preise). Ich bin mir aber sich, dass es eben nicht nur ein „Mü“ ist. Mindestens Mal in den Augen der Verantwortlichen (was für dich natürlich schon der Beweis ist, dass es falsch sein muss)
Also wenn das wirklich nur ein „Mü“ ist, wie du als „Fakt“ darstellst, und es die Verantwortlichen auch so sähen - also dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob du Tel oder Diaz spielen läßt - dann, ja dann, wäre es tatsächlich Irrsinn, Tel abzugeben und Diaz zu holen (für die jeweiligen Preise). Ich bin mir aber sich, dass es eben nicht nur ein „Mü“ ist.
Das Mü Unterschied im Kernjob Linksaussen liegt zwischen einem fitten Coman und Diaz. Tel ist in der Gleichung nur aufgrund von Comans verletzungsanfälligkeit bzw der Möglichkeit, dass Diaz auch statt / neben / hinter Kane spielen kann was man bei Coman allerdings vergessen kann.
Weiterhin muss man auch die in den nächsten Jahren abfallende Leistungskurve von Diaz und die steigende Leistungskurve von Tel bedenken.
die in den nächsten Jahren abfallende Leistungskurve von Diaz
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Diaz ist noch gar nicht richtig da, aber ihr wisst schon alle, dass ein 28-Jähriger bald leistungsmäßig abbauen wird. ![]()
Ich darf an einen gewissen Arien Robben erinnern: der hat bis 35 bei Bayern gespielt und an einen größeren Leistungsabfall kann ich mich nicht erinnern …
Ich darf an einen gewissen Arien Robben erinnern: der hat bis 35 bei Bayern gespielt und an einen größeren Leistungsabfall kann ich mich nicht erinnern …
Tja, es widerspricht nicht mal Deiner Kernaussage (mit 28 kann’s noch lange hin zum Leistungsabfall sein - da würde ich auch auf seinen bisherigen Mannschaftskollegen Salah schwer verweisen) aber gar kein Leistungsabfall bei Robben ist dann doch ziemliche Verklärung der Vergangenheit:
Alle 3 Saisons bei uns mit nur einstelligen Anzahl von Toren waren in den letzten 4 Saisons bei uns…
Da würden wir aber wohlgemerkt bei Diaz über die Zeit nach einer theoretischen Verlängerung sprechen!
bald
Zwischen deinem „bald“ und meinem „in den nächsten Jahren (Plural)“ liegt wohl ein erheblicher Unterschied ![]()
Und genau für diese nächsten Jahre wurde er verpflichtet. War auch Eberls Aussage. Sind damit doch voll im Soll.
Immer diese Zahlenfetischisten… ![]()
Da würde ich jetzt gerne noch die Ausfallzeiten durch Verletzungen mit einrechnen wollen, aber egal. Ich glaube, keiner hier hätte etwas dagegen, wenn wir aktuell den 34 jährigen Robben im Team hätten ![]()
Da würde ich jetzt gerne noch die Ausfallzeiten durch Verletzungen mit einrechnen wollen
Ne, das denke ich macht gerade eher weniger Sinn, denn zunehmende Verletzungen in dem Alter sind doch eher Programm als Ausnahme.
Und ja, einen Robben um die 30 hätte ich auch mit Handkuss im Kader, bei 34 wäre ich mir aber nicht so sicher. Siehe auch TM - irgendwann „frisst“ der Zahn der Zeit jeden…
Der Vollständigkeit halber - wer Rob sagt muß auch Rib ![]()
5 von 6 Saisons mit einstelligen Toren in seinen letzten 5 Saisons…
Wenn der Palhinha Deal nicht in letzter Sekunde gescheitert wäre, hätte er unter Tuchel gespielt. Wir würden ihn lieben und Tuchel wäre noch Trainer. Oder so ähnlich.
Ich vermute, dass man damals den Deal schon festgemacht hatte. Er hatte ja schon unser Trikot an.
Das war ja maximal unglücklich für ihn und dass dann sein Befürworter nicht mehr da war, dann auch wieder.
Tut mir sehr leid für ihn. Ich drücke ihm für die Zukunft die Daumen und wünsche ihm nur das Beste.
Alter - lad dein Handy… Akkupanik… ![]()
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