Zum Beispiel, indem wir das volle Gehalt weitergezahlt hätten? ![]()
Palhinha war ein teures Missverständnis, dass wir ihn nur mit Verlust loskriegen, war die ganze Zeit klar. Außerdem hat er bis vor kurzem ja auch keinerlei Anstalten gemacht zu gehen.
CEO Dreesen damals nach dem geplatzten Palhinha-Transfer im Sommer 2023 beim Sky-Interview:
„Schauen wir mal. Man sieht sich meistens zweimal im Leben.“
In dem wir das Gehalt voll bezahlen, es keine Kaufoption für den Club beinhaltet und die Leihe nur ein halbes Jahr geht ![]()
der letzte Punkt ist bissl auf Aznou bezogen ![]()
@WunderVonGetafe: Ich stimme Deiner Analyse in fast allen Punkten zu; ich finde, Du hast insbesondere das Zielerreichungs-Dilemma zwischen sportlichem Erfolg und Nachwuchsintegration bei einem Verein wie den Bayern sehr gut herausgearbeitet.
Weniger als Widerspruch, sondern vielmehr als Ergänzung möchte ich zwei mögliche Einwände gegen die These, dass es in allererster Linie in der Verantwortung der jungen Spieler selbst liegt, dass sie sich durchsetzen, anbringen.
Diese These gilt nur insofern, als es nicht in mindestens einer von zwei Beziehungen für junge Spieler notwendig ist, dass sie Spielzeit bekommen (also von etwas abhängig sind, was sie nicht vollständig in ihrer eigenen Hand haben), um ihr Talent zur Geltung zu bringen:
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Wenn Talent überhaupt erst unter Wettkampfbedingungen richtig erkannt werden kann, sodass es gar nicht möglich ist, definitiv zu wissen, ob ein Jugendspieler Talent hat, ohne dass er Einsatz „im Feld“ bekommt. Bestes Beispiel dafür ist Aleksandar Pavlović, dem Tuchel nur aufgrund einer personellen Notlage Spielzeit in der ersten Mannschaft gegeben hat, dessen Talent nicht erkannt worden war, der aber heute ein vollumfänglicher Spieler der ersten Mannschaft ist, dessen hinreichendes Talent für die erste Bundesliga niemand mehr anzweifeln würde.
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Wenn Talent sich überhaupt erst unter Wettkampfbedingungen richtig entwickelt, sodass ein talentierter Spieler Einsatzzeit „im Feld“ braucht, nicht um sein Talent zu entblößen, wie unter 1., sondern um es überhaupt erst zu entwickeln. Talent wäre dann eine Art Obergrenze der erreichbaren Qualität eines Spielers, der er sich durch Spielzeit von unten annähert, bis er sie schließlich erreicht und sein Talent damit ausschöpft. Der Unterschied zwischen viel und wenig Talent wäre dann die Höhe dieser Grenze nicht etwas, auf dass man schon von Anfang an vollen Zugriff hat. Ich muss bei diesem Punkt immer an den FC Barcelona denken. Warum haben die so viele erfolgreiche Nachwuchsspieler gleichzeitig, die wir als „talentiert“ bezeichnen würden? Vielleicht auch, weil sie diese Spieler aus finanziellen Gründen relativ intensiv nutzen mussten und sie erst dadurch so gut geworden sind, dass wir sie als talentiert bezeichnen würden?
Ich kenne mich mit Talent und Lerntheorie nicht wirklich aus, aber ich halte es a priori nicht für unplausibel, dass es je nach Kontext schwierig bis unmöglich sein kann, das wahre „Talent“ eines Menschen ohne Einsatz unter Druck bzw. Wettkampfbedingungen und ohne, dass er eine gewisse Einsatzzeit bekommt, zuverlässig zu erkennen. In dem Maße, in dem das stimmt, wäre ein Nachwuchsspieler, um den Durchbruch in einer Mannschaft zu schaffen, auf Faktoren angewiesen, die außerhalb seiner eigenen Einflussphäre liegen, darunter insbesondere Goodwill des Trainers.
Absolut bei dir !
Als Handwerker sage ich immer:
Wir können unseren Beruf nicht in der Schule (Training) lernen. Dort werden Grundlagen gelehrt, Abläufe etc geübt- aber die Wahrheit liegt dann beim Kunden ( auf dem Platz /spiel). und das kann man nicht bis aufs letzte vorbereiten/ ausbilden. Und wir können das auch nicht in der Ausbildung alles bewerten. Das sieht man erst beim tun.
Deswegen bleibt das Stichwort bei Jugend : Vertrauen.
Und das ist keine Einbahnstraße- wenn Müller sich „ hängengelassen“ hätte- hätte es kein „Müller spielt immer“ gegeben….
Ich halte das auch für einen sehr schlechten Deal. Da würde ich lieber die Ablöse drücken, weil Tottenham die KO so nicht ziehen wird, nicht für einen dann 31-jährigen. Wir können nur hoffen, dass seine Leistungen möglichst wenig Nachverhandlungsspielraum lassen. Ich denke eher, dass die extrem nachverhandeln werden oder dass eine Bleibe ausgeschlossen wird. Palhinha wird wahrscheinlich auch keine großen Probleme haben bei dem Gehalt bei Bayern, welches er so wahrscheinlich bei Tottenham dann auch nicht mehr bekommen wird (Son ist mit etwas unter 12 Mio. Best-Verdiener bei Tottenham).
Das ist ein schönes Beispiel.
Das „richtige“ Leben ist da nicht so viel anders wie der Fußball.
Aber vielleicht in einem komplett neuen sportlichen Umfeld in München mit neuem Trainer und neuem Sportvorstand und evtl auch anderer Vorstellungen von der Spielweise?
Auszuschließen ist in der Richtung gar nichts.
Ähhm nein. Einerseits zeigen Erfahrung und Studien, dass Unzufriedene (Nörgler) sehr schnell wieder auf das selbe (Un)Zufriedenheitsniveau kommen, auf dem sie vor eine Veränderung, egal welcher Art waren. Außerdem baust du ja mit „sinnvoll“ und „angemessen“ gleich zwei vage Begriffe ein, die einem bei der Lektüre deiner Posts sofort denken lassen: Na, wenn er dann selbst entscheidet, was „sinnvoll“ und „angemessen“ ist, kann er ja in 99,9% der „Strategie-Lösungen“ munter weiter meckern. Ich finde den Post aber, um @umut Begriff aufzugreifen: „knuddelig“: „Der Verein muss ja nur endlich tun was ich will, dann höre ich auf, hier unbeteiligte Driite vollzujammern und meckern. Ehrlich!“
Nix für ungut, und ich hoffe ja auch dass die Lucas, ZIPs, Miasanfcbs etc dieser Welt im Leben da „draußen“ auch positive Momente erleben und da nicht auch alles so negativ sehen, wie hier bei ihrem Hobby. Dann wäre das Leben echt traurig und irgendwie…verschenkt.
Good point. Mit unserer üblichen 2,5-Jahres pro Austausch eines Trainers und Philosophie, wird bis 2027 sicherlich jemand das Ruder übernehmen, der einen Zerstörer im Mittelfeld braucht!
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Ich hoffe allerdings insgeheim, dass dies ein Vertrauensbeweis für Javier Fernandez ist.
Das klang aber noch im Winter bei den meisten MSR Usern anderst ![]()
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Da wurde noch von „…erst in den wichtigen Spielen wird er Bayern den Arsch retten“, „beste Statistiken Weltweit“und „zu Nullserien wenn er länger als 37.2 Minuten in Städten ohne Mittelmeerstrand spielt“ fabuliert.
Naja, der hatte im November vor der Winterpause einen Muskelbündelriss und fiel damit 2 Monate aus.
Dass man sich da noch Hoffnung machte, dass ein sehr teurer Neuzugang in der Rückrunde eine gute Rollen spielen könnte, find ich jetzt nicht ganz so lächerlich, wie Du es hier darstellst.
So ein Schmarrn. Bleib halt wenigstens in deinen zynisch-satirischen Rants ein kleines bisschen näher an der Wahrheit.
Bei vielen (wie bei mir auch) ist da wahrscheinlich auch die Hoffnung mit drin gewesen, dass er doch irgendwie reinpasst. Mittlerweile muss man dann halt doch leider feststellen, dass er entweder nicht gut genug ist oder der Trainer mit diesem Spieler oder dieser Art Spieler einfach nichts anfangen kann.
Es ist/war ein ziemlich teures Missverständnis, leider.
Die Frage ist halt oft wie bindet man Ihn ein und man hätte das auch machen können wenn man gewollt hätte. Hierfür hätte man halt eine andere Grundformation sowie eine andere herangehensweise gerade was das Pressing oder die allgemeine Spielphilosophie angeht wählen müssen.
Da das aber beim FC Bayern eher unwahrscheinlich ist hat man gehofft das er schon iwie reinpasst und in den großen Spielen dann halt da ist und liefert wenn man ihn braucht.
Das Spieler aber oft einen guten Rythmus benötigen dafür wird da gern außer acht gelassen ![]()
Wie gut dass wir (noch) Meinungsfreiheit haben.
Angemessen und sinnvoll bedeutet für mich jedenfalls nicht riesige Ablösen, Handgelder, Gehälter (und Abfindungen für Trainer und Vorstände) auszugeben, um diese Spieler dann nicht einzusetzen.
Ich erwarte nicht mehr als das. Es müssen nicht die Spieler sein, welche ich gerne in unserem Trikot sehen möchte (das ist doch klar).
Ich bin zB nicht für Diaz, habe jedoch auch nichts gegen ihn. Mich stören hier die 75Mio. Da hätte man auch mit Sane‘ verlängern können. Wir werden sehen, ob Diaz mehr scoren wird.
Du hast dich ja damals noch auf den Dunnings Effekt berufen ![]()
Die Frage ist mittlerweile wessen Inkompetenz sich mittlerweile herausstellt hat ![]()
Aber Hauptsache man hat irgendwelche wannbe philosophische Beiträge herausgeklopft.
Weder Dunning noch Kruger haben irgendwelche philosophischen Absichten verfolgt. Ihre Beobachtungen kommen aus der Kognitionspsychologie und versuchen gewisse Beobachtungen zu beschreiben. Neuere Forschungsergebnisse können die Effekte ebenfalls bestätigen, aber gleichzeitig auch eine abgeschwächte Relevanz nachweisen.
Was deinen Kommentar sehr aufwerten würde, ist die Unterscheidung qualitativer und quantitativer Aspekte. Aber vielleicht etwas einfacher: eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Wir haben schon sehr viele Palhinhas im Team gehabt und sind mit Transfers auf die Nase gefallen.
Der Beitrag von Justin zu PSG nach dem CL-Sieg zeigt auch, wie sehr sie sich erlauben können eine größere Bandbreite an Fehlinvestitionen zu leisten. Was wir übrigens wohl auch könnten, aber es herrscht dann doch etwas mehr Vernunft bei den Verantwortlichen.
Palhinhas Problem hätte man schon vor dem Transfer erkennen können: