101-Tore-Jagd: FC Bayern verliert trotz 8:1 gegen den VfL Wolfsburg Vorsprung auf den Lattek-FCB

Veröffentlicht unter: Trotz 8:1! FC Bayern verliert auf Rekordjagd Vorsprung

Vor etwas mehr als 50 Jahren stellte der FC Bayern München einen Rekord in der Bundesliga auf, den er nun knacken könnte: Die meisten geschossenen Tore in einer Saison. 101. Das ist die magische Zahl, an der der FC Bayern München in den letzten Jahren schon mehrfach kratzte. 99 waren es in der vergangenen Saison, 97 in der Saison 2021/2022, ebenfalls 99 in der Spielzeit davor und im Triplejahr 2020 knackte man unter Hansi Flick sogar die 100. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Die Rede ist von erzielten Toren in einer Bundesliga-Saison. 101 Treffer sind der…

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Danke für den Artikel - und vielleicht rückt er auch ein klein wenig gerade, was die vermeintlich „schwache“ Bundesliga angeht: der FCB spielt eine absolute Fabelsaison bisher. Einige Rekorde sind in Sichtweite, wenn es denn so weitergeht (was ja auch nicht selbstverständlich ist). Ich selbst erfreue mich gerade sehr an der Spielweise des FCBs. Vor nicht allzulanger Zeit sah das schon mal ganz anders aus…

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Wir spielen eine absolute Horrorsaison, was sich in Artikeln wie diesem hier leider nur allzu deutlich manifestiert.

Spaß muss sein, gestern Abend und heute.

Die Bundesliga muss man jetzt aber auch nicht stärker reden als sie ist, auch wenn Bayern eine Fabelsaison spielt.

Das Eine bedingt ja das Andere.

Die Bundesliga ist seit vielen Jahren das Produkt, das man bekommt, wenn die finanziellen Verhältnisse so sind, wie sie eben sind. Bayerns Etat ist doppelt so hoch wie der des aktuell Zweiten, zehnmal so hoch wie der des Achtzehnten. Es wird immer mal wieder Ausnahmen geben, in denen Bayern einerseits einfach schlecht arbeitet und ein anderer Klub am Maximum. Dann ist auch mal eine Meisterschaft für einen anderen Klub drin. Leverkusens Saison ist dabei sogar noch unter den Ausnahmen die Ausnahme und wird sich so nicht von anderen wiederholen lassen. Auch nicht von ihnen selbst. Anhand solcher Spielzeiten sollte man nicht auf den Irrtum kommen, dass es möglich wäre, Bayern dauerhaft Paroli zu bieten. Denn darüber entscheidet nur ein Verein: Bayern selbst. Für Erfolg in der Bundesliga müssen sie nicht mal sehr gut arbeiten. Eine befriedigende 3 reicht in 9/10 Spielzeiten aus, um Meister zu werden und in der zehnten braucht es das Pech, dass ein Klub perfekt arbeitet. Oder nahezu perfekt.

Wer so großen finanziellen Rückstand hat wie die anderen Klubs, der darf sich keinerlei Fehler erlauben und muss beten, dass Bayern sich davon recht viele erlaubt. Diese Konstellation ist so unwahrscheinlich, dass Bayern eben so oft Meister wird, wie sie es werden. Und je länger es so weitergeht wie aktuell, desto größer wird dieser Abstand auch werden.

Es wurden über die Jahre viele Argumente fast schon totdiskutiert. Zu glauben, die Klubs in der Bundesliga würden alle schlecht arbeiten und müssten sich einfach nur mal etwas mehr anstrengen, ist mMn jedenfalls recht weit weg von der Realität. Und natürlich kann man gleichzeitig folgende zwei Ableitungen machen:

  • Wie im Kapitalismus generell werden die Reichen immer reicher – und nicht alle Zuwächse, die sie haben, sind harte Arbeit.
  • Natürlich hat Bayern geschichtlich gesehen sehr vieles richtig gemacht, um in dieser Position zu sein, während andere Klubs das nicht getan haben.

Eine Lösung für das Problem gibt es im aktuellen System mMn nicht. Man könnte natürlich 50+1 kippen. Aber dass Investoren nicht das Allheilmittel für sportlichen Wettbewerb sind, hat man an zahlreichen Beispielen schon beobachten dürfen. Die Super League wollen viele Fans nicht – aus nachvollziehbaren Gründen. Dann muss man sich eben mit einer Bundesliga anfreunden, in der Bayern kaum noch Titel abgeben wird.

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Diese Saison ist Bayern auf jeden Fall nochmal stärker. Aber das Niveau der Bundesliga ist in den letzten Jahren auch gesunken.

Das sehe ich nicht so. Bayern war einfach nur in einer Phase, in der sie selbst nicht herausragend gut waren. Dadurch wirkte vieles enger. Aber der Rumpelfußball von Dortmund war auch im Fast-Meisterjahr Rumpelfußball. Stuttgart und Leverkusen spielen besseren Fußball als vor ein paar Jahren, Leipzig ist gleich bieder, Frankfurt hat sich einigermaßen oben etabliert. Ich sehe da keine großen Unterschiede. Das Niveau ist gleichbleibend, Bayerns real sichtbarer Vorsprung variiert je nachdem, wie stark sie selbst sind.

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Die Top 6 hat nicht so viel an Stärke eingebüßt, das stimmt. Es fehlt hier und da etwas Spielerqualität, aber die gibt es mMn sowieso immer in Wellen.

Aber wie gut die Top 6 ist bzw. wie weit der Abstand zur Top 6 ist, entscheidet ja nicht alleine über die Meisterschaft.

MMn sieht man das niedrigere bzw. unausgeglichenere Niveau besonders im Tabellenmittelfeld und der unteren Tabellenhälfte. Es kommt immer häufiger vor, dass sich die Top 6 oder 7 oben absetzen, wie diese Saison. Im Abstiegskampf hieß es früher, man bräuchte 40 Punkte. Heute reichen teilweiser weniger als 30 Punkte.

Und Bayern profitiert von diesem niedrigeren Niveau des Tabellenmittelfeldes und der unteren Tabellenhälfte, weil sie eben einen sehr dominanten Stil spielen, bei dem es wenige Ausrutscher gibt.

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@justin und @Armaster - vielleicht kann man es neben der Spielweise über den Punkteschnitt belegen:

19/20: 2. BVB mit 69 Punkten

20/21 2. RB mit 65 Punkten

21/22: 2. BVB, wieder mit 69 Punkten

22/23: 2. BVB mit 71 Punkten

23/24: 2. VfB mit 73 Punkten

24/25: 2. B04 mit 69 Punkten

Bis zum Ende der 00er Jahre konnte man mit 68 bis 69 Punkten in 2 von 3 Saisons Meister werden. Daraus würde ich schlussfolgern, dass sich seitdem die Meister - meistens Bayern - sehr stark gesteigert haben. Der Rest der Liga ist rein punktetechnisch nicht wirklich schlechter geworden, hat aber stagniert.

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Und ich sage, Bayern ist auch stärker geworden, weil sie es einfacher hatten Gegner aus der unteren Tabellenhälfte und dem Tabellenmittelfeld zu besiegen.

Das deckt sich absolut mit meinen Zahlen.

Und diese Schwäche im Tabellenmittelfeld und der unteren Tabellenhälfte liegt unter anderem an England, weil englische Klubs nicht nur Topspieler aus Deutschland kaufen sondern auch gute Spieler von den kleineren Klubs. Siehe Scienza von Heidenheim für 9 Millionen nach Southampton in die zweite englische Liga.

Schlussendlich sind die Gründe aber auch egal. Das Rad des Kapitalismus wird sich höchstwahrscheinlich weiter und schneller drehen, Bayern wird am meisten davon profitieren und die besten Spieler werden zu einem großen Teil früher oder später in England spielen.

Und noch ein Wort zur Super League. Die frühe Form der Super League existiert bereits und zwar in England. Wenn man eine europäische Super League errichten würde, gäbe es außerhalb von England 4 oder vielleicht 5 Anwärter. Das wären Real, Barcelona, PSG, Bayern und vielleicht noch Inter aus Italien. Ansonsten würde die Super League aus den Bug Sich in England plus Newcastle, Aston Villa und Crystal Palace bestehen. Zugegebenermaßen können sich die letzten 3 noch verändern, ich habe Newcastle einfach wegen dem Zuhauf verfügbaren Geld und Crystal Palace und Villa wegen ihrer Position in der Liga mit reingenommen.

Es kommt aber noch der Punkt dazu, dass alle Vereine sofort ihre Leistungsträger zu Geld machen, statt auch mal mittelfristig auf mehr Erfolg abzuzielen.

Und wie stellst du dir das vor, wenn ein Spieler wie Wirtz dir 100 Millionen Euro Plus einbringen kann und dann sagt, dass er weg will? Solange mit den Spielern weitermachen, bis sie ablösefrei gehen oder keinen Bock mehr haben und automatisch an Wert verlieren, weil sie schlecht spielen?

Ich halte das für eine Wunschvorstellung, dass ein Klub wie der BVB oder Leverkusen in der Lage wäre, seine Topspieler mittelfristig zu halten. Irgendwann sind die Spieler dann halt zu groß für sie.

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Wirtz ist klar, zumal zu dem Preis. Aber was Frankfurt macht, ist schon eher, Spieler präsentieren und verkaufen bevor sie überhaupt unter Beweis gestellt haben, dass sie die Leistung dauerhaft bringen können.

Aber je mehr ich darüber nachdenke, ist das bei Frankfurt gar nicht blöd. Die meisten konnten die Leistung nicht bestätigen. Vielleicht wussten die Verantwortlichen das und haben sie deshalb verkauft.

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

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Ich glaube Frankfurt ist mit seiner Rolle als Top 6 ganz zufrieden. Man weiß, dass man wahrscheinlich nicht konstant in die Top 4 vorstoßen kann, also macht man dann lieber die Spieler zu Geld.

Ich denke dass auch grundsätzlich die meisten Vereine die Meisterschaft sowieso nicht interessiert. Vielleicht noch Dortmund hier und da. Ansonsten versucht halt jeder mit seinem Geschäftsmodell so gut wie möglich klarzukommen.

Das ist dann wieder die Frage nach Henne und Ei. Ich glaube eher, die Frankfurt und Co. sehen die realistische Lage und was alles zusammenkommen müsste, um auf den Titel zu hoffen. Mal im Ernst, wer wäre nicht interessiert am Titel?

Sehe ich auch so. Insofern kann ich schon ein wenig verstehen, wenn Bayern sich nicht gerade interessiert daran zeigt, die Schere zwischen den BuLi-Klubs kleiner werden zu lassen.

Würdest Du mir zustimmen, dass der vielleicht größere Faktor als die Geldverteilung in Deutschland darin liegt, dass die Engländer seit einigen Jahre einfach einen besseren Job machen, was Scouting etc. angeht? Das frühere Dortmunder Modell scheint zum Beispiel nicht mehr zu funktionieren. Typen vom Schlage Kagawa, Haaland, Bellingham landen heute ohne weitere Umschweife in der PL oder bleiben bestenfalls ein Jahr in einer schwächeren Liga. Und dieses Ungleichgewicht würde ja auch bestehen bleiben, könnte man die Schere in Deutschland verkleinern. Oder sehe ich das zu schlicht?

In der Theorie würde natürlich jeder gerne etwas gewinnen. Aber natürlich sind die meisten Klubs relativ desillusioniert und realistisch und wissen, dass sie nie etwas gewinnen werden. Eben genauso wie die meisten Sportler wissen, dass sie nie Olympiagold holen werden.

Natürlich konzentriert sich aktuell auch Talent nochmal stärker in England als vorher. Aber diese Entwicklung war erwartbar. Die meisten Spieler wollen eben da Fußball spielen, wo die größte Konkurrenz herrscht.

Ich habe mal überschlagen und berechnet, dass Bayern frühestens am 28 Spieltag Meister wird, wenn alle Vereine ihren Punkteschnitt beibehalten. Würdet ihr als Fans danach noch Bundesliga schauen, auch wenn es nicht mehr relevant ist?