[10] Jamal Musiala - LZ 2030

Sehr mutiges Statement. Hatte ich aber auch mal ganz kurz als Gedanke im Hinterkopf… kannst du das mit bestimmten Beobachtungen belegen? Mir kommt das Zusammenspiel vorne einfach hervorragend vor - ohne sagen zu können, warum es ohne Müller besser zu sein scheint.

Zur Not könnte Flick ja Müller wieder auf die 9 stellen - auf der Position werden wir so oder so harmlos sein.

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Ich denke man sollte Müller natürlich noch nicht abschreiben, zumal er nach wie mit seiner Spielweise und seinen Kommandos ein wichtiges Spezialwerkzeug im Offensivwerkzeugkasten ist.
Aber es war vielleicht ein Fehler ihn als gute Nachricht in schlechten Zeiten nach dem Villareal Spiel / dem Süle Abgang / dem aufziehenden Lewandowski Unwetter etwas überstürzt und ggf entgegen der eigenen Überzeugung in der obersten Gehaltsklasse bis 2024 zu verlängern.

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Du beschreibst hier lediglich eine Korrelation, es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es mit Müller nicht genauso gekommen wäre.
Mit dem gleichen Recht könnte man auch behaupten, dass es die Schulter von Neuer war, die den Turnaround bewirkt hat …:face_with_hand_over_mouth:

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Müller kommt mir hier jetzt gerade viel zu schlecht weg. Verschluderte Bälle habe ich bei fast allen anderen auch genug gesehen. Seine Vorlagen, seine Organisation und sein Einsatz kann man immer brauchen und sind vorbildlich. Und für das Vereinsimage ist er auch unbezahlbar.

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Du hast insofern recht, dass ich hätte schreiben soll, dass ich befürchte, dass es damit zu tun haben könnte!
Natürlich kann ich jetzt keine Beweise liefern und natürlich ist es nur ein Bauchgefühl (davon habe ich genug, also Bauch). Das tut mir insofern in der Seele weh, weil ich Müller immer verteidigt habe auch wenn es bei ihm wirklich schlecht aussah. Und ich hoffe sehr, dass ich mich täusche. Was natürlich zusätzlich eine sehr große Rolle spielen könnte ist die Position des 9ers. Vielleicht wird Müller dadurch auch aufblühen. Die EM könnte (KÖNNTE!) zeigen, ob was dran liegt. Wenn Müller spielt und eher sehr unauffällig ist, er dann aber mit Choupo explodiert, dann wäre das eine mögliche Erklärung.

Selbst die sonst eher nicht kompetente FAZ schwärmt von Musiala. Hier einige Auszüge:

Musiala ist auf dem Weg zum Weltstar

Wer die WM in Qatar boykottiert, könnte Jamal Musialas Durchbruch verpassen. Beim FC Bayern spielt er zauberhaft wie Lionel Messi. Was macht den Teenager so besonders?

Das Unbehagen, das die bevorstehende Weltmeisterschaft vielen Menschen bereitet, war am Samstagabend auch auf Schalke spürbar. Ein riesiges Transparent, auf dem zum Turnierboykott aufgerufen wurde, hing auf der Südseite des Stadions. Und Bayern Münchens Kapitän Manuel Neuer bezeichnete das Turnier im ZDF-Interview als „Experiment“, in dessen Rahmen die deutsche Mannschaft sich ständig fragen werde, „wie weit kann man gehen?“, um auf die Abgründe hinter der Wüsten-WM hinzuweisen. Noch präsenter waren an diesem Abend jedoch andere Botschaften, die eindrucksvoll den schmerzlichen Widerspruch aufzeigten, dem viele Freunde der Spielkunst während der kommenden Wochen ausgesetzt sein werden.

Denn es wird gewiss aufregende, dramatische sowie hinreißend schöne Spiele geben, und ein deutscher Profi zählt nicht erst seit seiner Zaubershow von Gelsenkirchen zu den aussichtsreichsten Kandidaten für die Rolle des WM-Superstars. Nach dem 2:0-Sieg des FC Bayern beim FC Schalke wurde Jamal Musiala mal wieder mit Lob überschüttet.

Der TV-Experte Lothar Matthäus ergoss sich in Phantasien über einen Marktwert von einer „Viertelmilliarde“ Euro und bezeichnete das Spiel des 19 Jahre alten Münchners als „Messi-like“. Wer das Spiel zuvor gesehen hatte, konnte kaum widersprechen, denn Musiala ist in den vergangenen Monaten zu einem dieser Fußballspieler gereift, die in fast jedem Spiel Dinge tun, die von einer Aura des Übernatürlichen umgeben sind. Aber wird das Publikum sich während der WM daran genauso begeistert erfreuen können wie an den Helden anderer Turniere?

„Eine außergewöhnliche Gabe“

Diese Frage beantwortete Julian Nagelsmann nicht, dafür schwärmte der Münchner Trainer von den „Schlangenbeinen“, mit denen Musiala scheinbar unmögliche Kunststücke vollbringen kann. „Er hat außergewöhnliches Talent. Eine außergewöhnliche Gabe, in den ganz engen Räumen mit schnellen Füßen am Ball zu bleiben“, erklärte Nagelsmann. Auf Schalke hatte Musiala Serge Gnabrys 0:1 mit einer schlauen Bewegung im Schalker Strafraum und einem Hackentrick vorbereitet (38.) und das ganze Stadion zum Staunen gebracht.

Die ganze Aktion wirkte, als hätte Musiala Augen am Hinterkopf. Zum Konter, der mit Eric-Maxim Choupo-Motings 0:2 endete, steuerte er dann einen perfekt getimten Pass in der eigenen Hälfte sowie die exzellente Torvorlage am Schalker Strafraum bei (52.). Nur sein atemraubendes Tor zum 0:3 zählte aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht.

Jamal Musiala vom FC Bayern München ist einer der deutschen Hoffnungsträger für die Weltmeisterschaft.

Wer – aus nachvollziehbaren Gründen – die WM boykottiert, könnte also ein Turnier verpassen, in dessen Verlauf ein Teenager zum Weltstar wird, ähnlich wie es dem Franzosen Kylian Mbappé 2018 gelang. Denn Musiala ist zwar sehr jung, aber er ist ein Stück besser gereift als beispielsweise der Dortmunder Jude Bellingham, der sich auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen offensivem Tatendrang und defensivem Verantwortungsbewusst etwas verirrt hat.

Nagelsmann sagte hingegen über seinen Musterschüler Musiala: „Er hört gut zu, er will sich entwickeln, auch in den Bereichen, die ich im letzten Jahr noch so ein bisschen angemerkt habe, dass er auch defensiv diesen Fleiß braucht, den er beim offensiven Freilaufen hat. Da hat er sich extrem verbessert.“ Nicht zuletzt aufgrund dieser Fortschritte ist Musiala mittlerweile sehr flexibel einsetzbar.

In Gelsenkirchen spielte er neben Leon Goretzka auf der Position von Joshua Kimmich in der defensiven Mittelfeldzentrale und verrichtete dort die Defensivarbeit, die eben anfiel gegen die überraschend starken Schalker. Links offensiv und auf der Zehn fühlt er sich ebenfalls zu Hause. Mit Sicherheit wird dieses faszinierende Großtalent zu den tragenden Säulen im WM-Team von Hansi Flick zählen, dem sechs weitere Münchner angehören, die Nagelsmann auf Schalke in seine Startelf berufen hatte.

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Jamal Musiala ist vor allem eines. Er ist Magie. Er kann Zuschauer fast schon in Ekstase bringen, wenn durch das defensive Bollwerk des Gegners hindurchspaziert. Gleiches gilt für seine Technik. Diese Ballannahme beim Abseitstor gegen Schalke, diese Schusstechnik. Das ist nicht so ganz von dieser Welt.

Ein Weltklasse Spieler wie Matthäus sieht das sofort. Er sieht, dass hier ein Spieler im Klub spielt, wie wir ihn in der Klasse noch nie hatten. Der Vergleich zu Messi ist was die Anlagen von Musiala angeht aus meiner Sicht absolut berechtigt. Was er dann in den nächsten Jahren daraus macht steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Darum hat mich die zitierte Aussage von JN mit etwas Stirnrunzeln zurückgelassen. Ja, Musiala ist vielseitig. Ja, er kann auch auf der 6 Spielen, ja, er hat sich defensiv verbessert. Aber das sind nicht die Dinge die Jamal ausmachen. Ganz und gar nicht. Selbst wenn er defensiv jetzt nicht so diszipliniert nach hinten arbeiten würde, wäre er dank seiner offensiven Fähigkeiten ein Jahrhundert Spieler. Er ist ein Phänomen.

LvG meinte zu einem ganz anders gelagerten Phänomen damals „Müller spielt immer“.

Das hatte was. Der junge Müller spielt immer, egal wer da sonst noch rum läuft. Ich glaube dieser Satz hat dem jungen Spieler enorm geholfen zu dem Spieler zu werden, der er dann geworden ist. Der Satz gab Selbstvertrauen und das Wissen, dass man auch mal schlecht spielen darf und man trotzdem wieder aufgestellt wird. Dass man diese Fähigkeiten die er mitbrachte sehr, sehr hoch schätzt.

Bei Nagelsmann liest man was Schlangenbewegungen und dass man meint, der Ball verspringt ihm, aber er hat ihn dann doch noch unter Kontrolle.

Spricht man so über den wohl wertvollsten Spieler im Kader? Ist das die Wertschätzung die einen solchen Talent gerecht wird?

Scheint auch etwas zu sein, was typisch für unser Land ist. Ja nicht zu viel loben. Superstars sind uns eher suspekt. Ich überlege öfters was wäre, wenn der Junge bei Real Madrid spielen würde und solche Tore schießen würde wie bei uns. Die „Musialmania“ hätte längst Fahrt aufgenommen. Bei uns scheint es aber wichtiger zu sein, dass er jetzt auch defensiv gegen die Schalker mithält…

Ich bin gespannt, ob er das, was er kann auch bei der WM zeigen kann. WM ist anders. Maradonna konnte 82 nicht zeigen, was in ihm steckt. Da musste man noch 4 Jahre warten. Anderen ging es ähnlich. Egal wie er performen wird, der Junge ist auf dem besten Weg zum Superstar des Fußballs. Man sollte ihn auf diesem Weg fördern, begleiten, unterstützen. Was man nicht sollte ist, ihn kleiner reden als er ist. Ein Manuel Neuer hat das längst begriffen.

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Deine Gedanken dazu finde ich sehr gut. Chapeau.

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Ich verstehe die Aussagen von Nagelsmann eigentlich nicht als „Klein-Reden“ von Musiala. Es ist doch korrekt, dass er inzwischen defensiv dazugelernt hat und sich auch körperlich im Zweikampf besser durchsetzen kann, was seinem Spiel auch offensiv sehr gut tut.

Und Jamal selbst will ja auch dazulernen und sich weiter verbessern. Genau das richtige Mindset, um nicht nur ganz nach oben zu kommen, sondern auch dort zu bleiben.
Der Hype kommt ganz von selbst, das muss man nicht auch noch aktiv betreiben (abgesehen davon wird sonst der verbesserte neue Vertrag noch teurer …:wink:)

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Ich denke nicht, dass es Bayern-like ist, beim Vertrag von Jamal Musiala den Schwaben auszupacken.

Ich kenne meinen Verein so, dass Top Leistung sehr gut honoriert werden. Man kann ja noch einen Leistungsaspekt einbauen. Aber gegen 20 Mio. wird es schon sein müssen.

Ich denke was in Deutschland eben nicht gern gesehen wird, sind Individualisten. Dazu gehört Musiala, da er eher an einen Straßenfußballer erinnert als an einen Ausgebildeten aus der Akademie. Die Defensivarbeit ist ja auch ein deutsches Ding, was bei vielen mehr gefeiert wird als eine Offensivaktion.

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Ich verstehe Deinen Punkt, aber im Falle von Musiala trifft in den letzten Wochen m.M.n. doch eher das Gegenteil zu.
Der Hype um ihn kennt ja momentan keine Grenzen, und das nicht nur bei FCB-Sympathisanten.

@Mehmet68 Vielleicht solltest Du die Überschrift ändern!? Musiala ist doch schon jetzt viel „mehr“ als ein Winger. Eher freier „Radikaler“ in der zentralen Offensive…

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Sein gegenwärtiger Vertrag enthält solche Leistungskomponenten. Wie hoch die sind und durch was und wann die ausgelöst werden, ist natürlich die Frage.

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Die sind sicherlich nicht schlecht. Aber nach der WM oder spätestens nach der Saison werden die Karten neu gemischt.

Ich war mal so frei. Bessere Vorschläge gern genommen.

@Mehmet68

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Liegt denke ich auch daran, dass die WM jetzt kommt. Ansonsten würde ein Spieler wie Musiala, da er beim FC Bayern spielt nicht so viel Hzype erfahren.

Meine Meinung: Ja, ja, absolut. Denn wen nicht hast du mit etwas Pech irgendwann einen Neymar. Überragende Technik, unglaubliches Talent aber zum Besten der Welt fehlt manchmal der Wille dahin zu gehen, wo es wehtut und keiner Beifall klatscht.

Dass Musialas Technik, sein Talent, seine Bewegungen herausragend sind sieht jeder. Was Jamal momentan für mich Weltklasse und für uns so immens wertvoll macht sind eben auch seine Balleroberungen im Mittelfeld und die Konter und Tore, die er dadurch ermöglicht.

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Was haltet Ihr davon, @RC0701 ? Zu albern?

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Hätte da ein ganz ungutes Gefühl.
Überleg mal, welche Spieler in den letzten 10-15 Jahren alle schon mit Messi verglichen wurden und was aus den meisten wurde :scream:

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