Klares Jein.
Für den aktuellen Fall ja, und gut, dass es so ist.
Aber ich finde, man könnte das zum Anlass nehmen, nochmal grundsätzlich zu diskutieren, wie sinnhaft die Regelung ist, einen Spieler individuell nach mehreren gelben Karten in verschiedenen Spielen in einer nochmal anderen Partie zu sperren. Nehmen wir mal das Beispiel BVB-Bayern zuletzt:
Fall 1: Ryerson fehlte nach der 5. gelben Karte. Das heißt, er hat sich gegen andere Gegner (Foul, Zeitspiel, whatever) einen regelwidrigen Vorteil verschafft, der jeweilige Gegner hat dafür aber keinen Ausgleich bekommen, sondern im Gegenteil hat der FC Bayern davon profitiert, dass ein gefährlicher Flankengeber gegen sie nicht dabei war.
Fall 2: Schlotterbeck hat trotz dunkelstgelbem Foul komplett durchgespielt, wird aber mutmaßlich irgendwann aufgrund der 5. Gelben mal fehlen - gegen jemand anderen … auch da haben die eigentlich Betroffenen (FCB) nix von der gelben Karte, dafür aber evtl. irgendein anderer Bundesligaclub.
Damit wären wir wieder mal beim Thema Zeitstrafe: warum nicht einen Spieler statt gelb (oder meinetwegen auch als Zwischenstufe zwischen gelb und rot) für 10 Minuten rausschicken ? Das wäre für ihn selbst viel diszilinierender als alles andere und auch vor allem für den aktuellen Gegner ein kleiner Vorteil, der den zuvor regelwidrig errungenen Vorteil der anderen Seite ausgleichen könnte …