0:1 in Villarreal! Bayern zittert ums Halbfinale

Ein sehr schöner letzter Satz zum Abschluss, was uns vor Augen halten soll, wie es international um den deutschen Fussball bestellt ist.

Gehören wir noch zu diesen Mannschaften? Technisch stark?

Eine so richtige wie grundsätzliche Bemerkung, und mir liegt das auch sehr am Herzen. Was machen die denn in Spanien so anders in der Spieler-Ausbildung, dass bei denen diese basics, die du anführst, so gut sitzen. Kann man sich davon eventuell inspirieren lassen auch hierzulande, oder liegt das an den Genen, der paella oder sonstwas?

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Die 22 Torschüsse trügen halt auch ungemein. Die Hälfte oder vielleicht sogar mehr waren Distanzschüsse. Zeigt auch diese Statistik ganz gut:

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ich glaube, dass der Weggang von Alaba ein -Riesenverlust war . Und zwar für den Teamspirit und die Kommandos auf dem Platz. Nagelsmann hat das schon mehrfach thematisiert.
Der weitere Faktor ist Kimmich, er ist seit dem Impfthema noch nicht wieder der Alte.
Was mir wirklich Sorgen macht, dass ich tatsächlich das Gefühl habe Nagelsmann dringt nicht so durch zu den Spielern. Er wiederholt immer das Gleiche, es ändert sich aber nicht.

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Nicht das ich den spanischen Fußball irgendwie speziell verfolgen würde und das technische Defizit in Deutschland würde ich mehr auf die breite Masse der Spieler beziehen und nicht auf die Spitze und Bayern, denn gerade wir hatten in der jüngsten Vergangenheit Kader, deren technische Fähigkeiten über jeden Zweifel erhaben waren. Aber so ein bisschen ne Idee dazu habe ich schon aufgrund von gesehenen Spielen, gerade von U-Nationalmannschafen, (ab U17 aufwärts) aus den letzten 25 Jahren. Früher wurden häufiger als heute U-Turniere übertragen, häufig auf Eurosport und die älteren werden sich noch an Spiele in Valencia und Spanien generell erinnern. Schon die U-Mannschaften sind technisch nahezu perfekt. Die beherrschen einfach ihr Fußwerk. Vermutlich wird da in der Ausbildung viel Wert darauf gelegt. Dann vermute ich auch (vermuten/glauben, nicht wissen), dass die generelle Herangehensweise ein andere als in Deutschland ist. Hallenfußball ist auch ein weiteres Beispiel. Im deutschsprachigen Raum wird Hallenfußball gebolzt. Im Rest der Welt wird gepflegter Futsal gespielt.
Ohne es genau zu wissen behaupte ich, dass die spanischen Clubs sehr viel mehr selbst ausgebildete Spieler im Kader haben, als deutsche Clubs. Manche Erstligaclubs setzten sogar nur auf Basken, oder nur auf Spanier. Glaube kaum, dass sich ein Bundesligaclub halten könnte, wenn er aus Tradition nur auf deutsche, oder nur auf Spieler aus einem Bundesland setzen würde. Daher komme ich zu dem Schluss, dass die spanische Ausbildung, gerade in der Breite, deutlich stärkere Fußballer hervorbringt als die Deutsche. Auch Nagelsmann hat in der Pressekonferenz von einer typisch spanischen Mannschaft gesprochen, von technisch starken Fußballern.
Das ist mMn. schon sehr, sehr lange ein Punkt, der mir in Deutschland viel zu kurz kommt. Die Bundesliga klagt über Wettbewerbsnachteile, aber ich vermute (nicht wissen) mal ganz stark, dass die spanischen Durchschnittsclubs deutlich weniger Durchschnittsausländer in den Kadern haben, als die Buliclubs. Im einwohnerstärksten Land mit dem größten Fußballverband sollte die Breite doch deutlich stärker sein, als sie es tatsächlich ist.

PS das kann mMn. auch nicht nur an der Ausbildung liegen. Vielleicht ist das auch in der spanischen Fußballmentalität verankert eher feinen statt groben Fußball zu spielen.

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Freiburg 1 - [4] Bayern Munich - Marcel Sabitzer 90+6’ (juststream.live)

Zum Thema stimmt es in der Mannschaft, Einstellung, Körpersprache usw. hier nochmal das letzte Tor gegen Freiburg.
Dabei nur auf Leroy Sane am Bildrand achten. Ich erspare mir jeden Kommentar, da der vermutlich justitiabel sein würde

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Nicht gleich überinterpretieren. Wenn der Frust tief sitzt freut man sich halt nicht auf Knopfdruck.

Letztes Jahr hatte Sane bei mir noch Schonfrist, da er lange verletzt war und mMn von Flick auch falsch eingesetzt wurde. Dieses Saison zeigte er einige Male beeindruckend, was in ihm steckt. Derzeit wirkt er wieder ziemlich lustlos und verkrampft. Sollte er in den nächsten Wochen nicht mehr Biss zeigen, wäre er für mich sogar ein Verkaufskandidat, denn dann hätte er in 2 Jahren eindeutig zu wenig gezeigt.

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Müller und Musiala sehen die Sache ja auch recht nüchtern. Wobei Sane wohl eher frustriert ist, dass man zig mal ansetzt und am Ende mehr Glück als Verstand hat dass es trotzdem noch klingelt. Einen Gesamtkontext möchte ich da nicht reininterpretieren

Dann wäre eine Vertragsverlängerung 2023 aber völlig absurd - meiner Logik zu Folge ? :thinking:

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Zum Thema Müller muss man aber auch sagen, dass der bis zum 19. Spieltag 18 Tore vorbereitet hatte und seitdem hat er genauso viele Eigentore geschossen, wie er Tore aufgelegt hat, nämlich: 1

Keine Ahnung, was bei ihm los ist seitdem.

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Er spielt ähnlich wie vorher auch, nur hat er eben das Pech, dass seine Assists nicht mehr so effizient verwertet werden und allgemein (zumindest gefühlt) weniger gefährliche Szenen im und am generischen Strafraum kreiert werden.

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Wenn du Tore einbeziehst sieht seine Bilanz schon besser aus. Allerdings ist klar, das ist nicht seine beste Phase.
Leider gilt das außer Coman für unsere gesamte Offensive. Die hängen alle irgendwie durch.
Lewy z.B. hat in 4 von den letzten 7 Spielen nicht getroffen. Das dürfte lange her sein, dass es das mal gab.

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Ich fände eine Vertragsverlängerung zum jetzigen Zeitpunkt völlig falsch, wenn die finanziellen Konditionen sich nicht großartig vom aktuellen Vertrag unterscheiden würden. Falls Müller bereit sein sollte, auch für deutlich weniger Geld zu spielen, dann kann man sich gerne schon jetzt auf eine Verlängerung einigen. Ansonsten würde ich mich ihm vereinbaren, dass man sich im Frühjahr 2023 wieder zusammensetzt. Wenn ihm das nicht passt, kann er sich gerne auf Vereinssuche begeben. Ich sehe Müller immer noch als wichtigen Spieler, aber nicht als unverzichtbar, vor allem, weil wir für ihn einen Ersatz im Kader haben.

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Außer Coman und zuletzt Musiala und Lucas fällt mir keiner ein der in der Rückrunde einigermaßen konstant gut gespielt hat.

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Mir gefiel Pavard in den letzten Wochen eigentlich auch ganz gut, v.a. bei den Einsätzen in der Dreierkertte. Gegen Villarreal jetzt am Mittwoch war er natürlich leider auch nicht wirklich gut.

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Wenn man alles so liest und zusammenfasst hier, kann die Lösung eigentlich nur Auflösung des Vereins bedeuten:

  • In der Führung lauter Schwachmaten
  • Keinen der auslaufenden Verträge verlängern, einfach mal abwarten oder für ein paar Mille verkaufen (um sich dann wieder als Schwachmat beschimpfen zu lassen)
  • Alle bis auf 2-3 Spieler können eigentlich sofort gehen.
  • Achja, und der Trainer kann es natürlich auch nicht, der muss eigentlich sofort weg.

Sorry, ich übertreibe da etwas, aber wenn man alle Kommentare hier so durchliest (mit entsprechendem Fokus und überspitzt zusammengefasst!), dann bleibt das hängen.

Da wünsche ich mir, dass nicht nur die Mannschaft die Kurve wieder kriegt…

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Ich hatte auch schon erwogen, einen Kommentar zu schreiben, der die vielen überkritischen Beiträge ein wenig einfängt bzw. relativiert. Manch einer hier scheint nicht glücklich zu sein, wenn er nicht aus jedem schwächeren Spiel eine Fundamentalkritik an Kader, Trainer oder wem auch immer ableiten kann.

Generell sind Mannschaft und Trainer definitiv noch in der Findungsphase, und speziell die Abwehr braucht einfach Zeit: Upamecano ist neu und hat noch die Probleme, die noch fast jeder Neuzugang im ersten Jahr bei Bayern hatte, Hernandez ist auch erst seit dieser Sasion regelmäßig in der Startelf, und Nagelsmann sucht noch die Antwort auf die Frage, ob 3er- oder 4er-Kette besser zum Kader passt bzw. versucht seinem Team beizubringen, je nach Gegner beide Systeme zu beherrschen.
Dass bei dieser Gesamtsituation Leistungsschwankungen auftreten, ist für mich vollkommen normal. Ausgang natürlich offen, aber als positiv denkender Mensch gehe ich davon aus, dass die Jungs das in den Griff bekommen.

Konkret war aber wohl im Spiel gegen Villareal das Hauptproblem der Kopf - trotz aller Beteuerungen haben einige der Spieler da das Spiel mal wieder schon beim Anpfiff als gewonnen vorausgesetzt. Und die langjährige Erfahrung lehrt einen, dass eine Mannschaft dann innerhalb von 90 Minuten nicht einfach auf 100% Motivation umschalten kann - zumal wenn der Gegner so effizient dagegen hält.

Ich bin überzeugt, dass wir im Rückspiel einen ganz anderen Auftritt des FC Bayern sehen werden und wenn es nicht ganz blöd läuft, dann auch ins HF weiterkommen.

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