WM 2026: Tag 35 im Blog – Nicht nur Tuchel! England enttäuscht und Messi brilliert – News und Analysen zur Weltmeisterschaft

Aber jetzt nicht zum Bobby 2.0 mutieren, bitte :folded_hands: :woozy_face:

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Pickford hat ein gutes Spiel gemacht, aber das erste Gegentor ging auch auf seine Kappe. Er stand (aus Spielersicht) viel zu weit rechts. Der Schuss vom Argentinier war nicht sehr platziert, hätte Pickford mittiger im Tor gestanden, hätte er ihn gehalten. Wäre, wäre Fahrradkette, ich weiß. Hat mich nur gewundert, dass das keiner mal angemerkt hatte.

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Ja absolut. Er steht (wohl) auf dem falschen Fuß nachdem er ohnehin nicht gut platziert war und springt zu spät und zu schlecht ab. Aus so einer Distanz dürfte das normal kein Thema sein. Vorher hatte er 1-2 starke Paraden aber das Ding muss man ihm ankreiden.

Allerdings darf man den Schützen auch gerne etwas weniger Platz lassen. Ebenso unverständlich warum der bei der Dafensivtaktik dann so viel Platz hatte.

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Na einen zumindest sind wir losgeworden. Evtl befreit das die andern?

:upside_down_face::upside_down_face::upside_down_face:

Vor der 70. Minute darf eh nicht gewechselt werden.

Alte Laptop Trainer Regel :wink::wink:

Beim 1:1 war es frappierend zu sehen, wie lange England gebraucht hat, um nach der Ecke nach vorne zu schieben. Das Tor hätte einfach verhindert werden können.

Finde übrigens, man kann beides ganz gut: Argentinien haten und trotzdem sagen, dass der Sieg verdient war. Die haben einfach zu viel unangenehme Spieler in der Mannschaft, die ich persönlich - sorry - zum Kotzen finde.
Hab kein Problem, wenn Messi das 2. Mal Weltmeister wird. Aber der Torwart Martinez? Nun wirklich nicht…

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Nee, bist Du nicht. Wer hier mitliest und Dich kennt (also hier im Forum), der erkennt das klar als Ironie. Die Smileys kannst Du Dir sparen.
:relieved_face::zany_face::rofl::see_no_evil_monkey::wink::blush:

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Ich war gespannt auf @justin’s Analyse, was da gestern passiert ist.

Und ein Punkt spricht mich jetzt einen Tag später ganz besonders an:

Das strategische Element, dass ein (oder mehrere) Spieler erkennt, was das Spiel benötigt. Wie Messi sich, abseits seiner fußballerischen Qualitäten, nach dem Null-Eins aus der Abwehrkette zunehmend raus bewegt, stärker am Spiel beteiligt und die größte Schwachstelle Englands links defensiv bespielt - das ist einfach nur herausragend intelligent. Es fasziniert mich immer wieder, wie Spieler, die eigentlich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, auf dem Platz genau das Richtige oder Notwendige tun. Fußball-Intelligenz halt. Wenn ich demgegenüber bei England etwa Bellingham sehe, der großen Willens in ein sinnloses Dribbling nach dem nächsten geht, gern an der Außenlinie, dann haben wir hier den wesentlichen Unterschied. Und dann geht der argentinische Sieg auch klar.

Declan Rice! Was war mit dem eigentlich los? England hatte, nachdem Anderson seine starke Laufarbeit auch zunehmend einstellen musste, praktisch kein Mittelfeld mehr. Das sind Tuchels Lieblingsspieler!

Jetzt bin ich halt wieder mal gezwungen optimistisch und sage, Spanien dribbelt nicht sinnlos. Spanien ist körperlich fitter und breiter aufgestellt. Spanien hat Rodri und Olmo und fünf, sechs weitere MF-Spieler, die das Mittelfeld dominieren werden und den Ball nicht einfach herschenken. Nach normalen Maßstäben wird Spanien gewinnen.

Aber was ist bei dieser WM schon normal. Ich sprach gestern ja von höheren Mächten. Ich will wirklich nicht an Verschwörungstheorien basteln, aber wie Argentinien und speziell Messi durch dieses Turnier gehen, ist schon echt schräg. Ich meine, ein 39-Jähriger spaziert scheinbar fitter und einflussreicher (und unbehelligter) durch ein Halbfinale als die englischen Premier-League-Monster. Wie zum Geier kann das sein?

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Er ruht sich beim Club aus und kickt ein bisschen MLS, während Rice, Kane, Bellingham und Co. alle 3 Tage auf Top-Niveau gefordert sind. Der Spielstil von Messi ist beeindruckend, aber besonders laufintensiv ist das ja auch nicht.

Messi hat im Kalenderjahr 2026 vor der WM 16 Spiele mit seinem Club absolviert. Ich hab keine Ahnung, wieviele es bei den oben genannten waren, aber vermutlich deutlich mehr…

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War Rice nicht vor dem Viertelfinale angeschlagen? Der ist doch auch gegen Norwegen schon zur Halbzeit raus. Vermutlich einfach nicht fit.

Sicherlich ist die MLS-Sasion nicht so anstrengend für ihn. Aber es war schon beachtlich. Messi ist ja kein Laufwunder, aber auch mit 39 immer noch Mittelpunkt des argentinischen Angriffspiels. Kane hingegen schlich im am Ende wirklich fast wie ein alter Mann über den Platz. War da bei seiner Mannschaft aber in guter Gesellschaft. Da hätte Tuchel sicherlich deutlich eher frische Kräft bringen müssen. Und mit Fitness/Regeneration sicherlich auch noch einmal ein Ansatzpunkt für das kommende Heimturnier, wenn er dann noch Trainer ist.

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Mich erinnert das irgendwie an die WM 1990, auch da hat sich Argentinien mehr schlecht als recht durchs Turnier gewurstelt. Nur ein Sieg in der Gruppenphase. Dann zweimal im 11er-Schießen weiter..
Ich nehme auch diesmal an dass es nicht für die Titelverteidigung reichen wird, dafür sind die Spanier zu gut, zu kalt, zu springensohochwieesmuss-ich. Und vor allem taktisch unfassbar stark.

Ich glaube nicht so an diese Argumente, die Spieler hätten durch die vielen Spiele so viel Subtanz verloren, das sie nicht mehr können, jedenfalls nicht rein körperlich. Das sind durchtrainierte Profisportler, die können auch, wenn sie gerade nicht in konditioneller Topform sind, schon die 90 Minuten lang Gas geben.

Das Ganze spielt sich meines Erachtens alles im Kopf ab; nach einer gewissen Zeit im 3-Tagesrhythmus zwischen Hotel, Flughafen, Trainingsplatz, Spiel … bräuchtest du einfach mal ne Pause von dem Hamsterrad. Stattdessen läuft das Rad einfach bei der WM ein paar Wochen lang weiter; dann musst du ins Halbfinale, dein Unterbewusstsein hat schon lange keine Lust mehr auf die ganze Sch…, dann zieht dir der Gegner erstmal mit x Fouls den Zahn, du willst nur noch, dass das Spiel zu Ende wäre, und als irgendwie das 1:0 fällt, verstärkt sich dieser Wunsch noch mehr. Die Mannschaft versucht auf Verwaltungsmodus umzuschalten, was gründlich misslingt; aber der Gegner schafft es trotzdem lange Zeit nicht, den Ausgleich zu machen, also wirst du letztlich bestärkt, dass der Ansatz passt und es klappen könnte (und der Wille, nochmal energisch nach vorne zu gehen, ist sowieso nicht da) - bis dann doch das 1:1 fällt, und jeder Engländer innerlich zusammensackt. Und kommt es, wie es kommen muss …

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Meine These lautet, dass beides eine Rolle spielt.
Mental und körperlich…Was man da mehr gewichtet, bleibt ja jedem selbst überlassen.
Stimme aber Deinem Beitrag durchaus zu.
Das gern verwendete „überspielt“ gilt nicht nur für den Körper, sondern wahrscheinlich sogar etwas mehr für den Kopf bei diesen durchtrainierten Modellathleten.

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Steile These. Würdest du das auch den Argentiniern attestieren? Außerdem passt das bei den Engländern nicht zu den vorangegangenen Spielen.

Also wer sich für ein Leben als Profifußballer entscheidet hat in der Regel mehr als Bock auf so ein Turnier und der wächst eigentlich je weiter man kommt. Jeder ehemalige sagt dass das das Geilste ist, von daher würde ich einen Zusammenhang mit „keinen Bock“ mal ausschließen.

Einer, der es wissen muss

Und noch einer

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Schweini hat sich ja nach dem Spiel etwas enthusiastischer pro Argentinien geäußert. Jetzt ist er endgültig einer von ihnen.

Tobias Escher mit einer guten Einordnung wie ich finde

Dennoch machen es sich die englischen Experten etwas einfach, wenn sie allein Tuchel die Schuld am Halbfinalaus zuschieben. So muss sich der englische Fußball nicht mit systematischen Fragen beschäftigen. Etwa mit der Tatsache, dass im englischen System durch die 20-Team-Liga und die zwei Pokal-Wettbewerbe wesentlich mehr Spiele stattfinden als in anderen Nationen. Irgendwann ist es kein Zufall mehr, dass den Engländern in großen Turnieren stets auf den letzten Metern die Puste ausgeht. Aber man hat mit Tuchel ja bereits einen Schuldigen gefunden. Also weitermachen wie bisher und in vier Jahren einem neuen Trainer die Schuld geben.

Von “Kein Bock” war nicht die Rede. Ich habe geschrieben, dass das Unterbewusstsein eine Pause möchte. Das kann man natürlich übers Bewusstein überkompensieren, aber bei (un)passender Gelegenheit ploppt es dann wieder auf.

Und was Profisportler öffentlich sagen, muss ja nicht in jedem Fall zu 100% ihren wahren Gedanken entsprechen … :wink:

Ohne jetzt eine Verschwörungstheorie starten zu wollen: war das vor dem 1.2 nicht ein Foul von Messi, der seinem Gegenspieler auf den Fuß tritt? Im TV gab es dazu keine geeignete Wiederholung.

Messi läuft während des Spiels nur 8,2 km.
Das ist im heutigen Topfußball quasi Arbeitsverweigerung.

Und geht eben nur, weil alles auf ihn zugeschnitten ist, 10 Leute alles für ihn wegverteidigen und er dann im richtigen Moment die Kraft hat, die seine Gegenspieler schon gelassen haben.

Mit Spanien und Argentinien stehen die beiden Mannschaften im Finale, die den klarsten taktischen Plan haben.

Achtung Achtung!!! IM Gollum ist aufgeflogen! Aktion „nie wieder Wembley 66“ erfordert eine neue Ausrichtung. Bürger Julian Nagelsmann möge sich bitte unverzüglich in der Ruschestraße 103 einfinden!