Veröffentlicht unter: WM 2026: Globale Nationalteams! Fußball als neue Heimat
Fast jeder vierte Spieler bei der WM 2026 läuft für ein Land auf, in dem er nicht geboren wurde. Was bedeutet das für Nation, Identität und den modernen Fußball? Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht nicht nur sportlich im Zeichen eines neuen Formats und einer erweiterten Teilnehmerzahl. Sie macht auch eine bedeutende gesellschaftliche Entwicklung sichtbar, die den Kern des Begriffs „Nationalmannschaft“ berührt. Aktuelle Auswertungen von Kaderdaten zeigen nämlich eine interessante Statistik: Rund 23,6 Prozent der Spieler, die an dieser WM teilnehmen, wurden außerhalb des Landes geboren, für das sie antreten. Zum Vergleich: Bei der WM 2006 lag dieser Anteil noch bei etwa…
Die Entscheidung muss jeder Spieler für sich selbst fällen und niemand sollte darüber urteilen dürfen und die Identifikation für die eine oder andere Nation hinterfragen.
Ich würde es allerdings gerne sehen, dass die Entscheidung zu einem bestimmten Zeitpunkt getroffen werden muss, z.B. zum 18. Geburtstag.
Für welches Land das eigene Herz mehr schlägt, kann man da wohl schon abschätzen. Man kann auch schon abschätzen, ob man sich in dem einen oder anderen Land mehr Chancen ausrechnet, in die Nationalelf berufen zu werden.
Das einzige, was mir etwas missfällt, sind die Spieler, die in Nachwuchsmannschaften des Landes, in dem sie leben, bis in die obersten Jahrgänge spielen und dann mit teilweise deutlich über 20 Jahren den Verband wechseln. Sie haben dann nämlich in diesen Jahren auch die Entwicklung von Talenten blockiert, die für das jeweilige Land spielen würden, weil diese dadurch nicht berufen wurden.
Toller Artikel, @katrin, über eine eher wenig beachtete Entwicklung.
Wie Du ja schreibst, hat das alles immer eine gewisse Ambivalenz und muss von allen Seiten beleuchtet werden. Trotzdem empfinde ich die grundsätzliche Entwicklung prinzipiell erfreulich. Fußball ist so ein verbindender Sport, trotz aller Versuche, ihn zu missbrauchen, trotz aller negativen Auswüchse. Und nichts könnte das besser illustrieren als Nationalmannschaften, die ganz wesentlich von migrantischem Hintergrund geprägt werden.
Übrigens hätte ich den Anteil nicht so hoch geschätzt, eher so bei 10-15%. Erstaunlich. Es wäre interessant, das mal auf einzelne Teams runterzubrechen und entsprechend einzuordnen. Vielleicht Teil 2 dieses Themas? ![]()
Ich kann den Unmut verstehen über diese Situationen. Es wird ja nicht nur die Entwickung von potentiellen anderen Talenten blockiert, sondern man so eine Talententwicklung kostet ja Geld, aber man hat davon schließlich nichts, wenn das Talent den Verband wechselt.
Ich würde es aber anders sehen. Ohne einen Verbandstausch wäre zum Beispiel ein Musiala nie für Deutschland aufgelaufen. Dafür spielen jetzt eben Uzun, Wanner oder Maza für andere Verbände. So eine Vermischung kann ja auch Vorteile mit sich bringen, weil Spieler, die den Verband wechseln oft nochmal eine neue Perspektive der Ausbildung mitbringen.
Musiala hat sich mit 18 für Deutschland entschieden, also genau in dem Alter, in dem ich eine Entscheidung erwarten würde.
Ich bin mir bei den Deadlines einfach nicht sicher, wie sinnvoll das ist. Natürlich muss es irgendwo schon eine Zeitpunkt geben wo man sich entscheiden muss, aber ich finde der sollte individuell gewählt werden. Also zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Jugendspiele.
Hab nur gedacht, weil man mit 18 auch sonst alles machen darf.
Ich bin kein Fan davon, so jungen Menschen die Pistole auf die Brust zu setzen und sie zu einer Entscheidung zu zwingen. In dem Geschäft gibt es schon genug Druck. So deep ist das alles nicht und wir werden es aushalten, dass es immer mal wieder Streitfälle gibt. Man muss nicht alles reglementieren, was auch mal bissl Unruhe reinbringt. Meinetwegen können sich alle die Zeit nehmen, die sie brauchen, bevor sie sich die Zukunft im internationalen Fußball verbauen.
Des weiteren, wer muss sich alles mit 18 entscheiden? Auch ich, wenn ich in der A-Jugend in der Kreisklasse rumkicke? Ich frage für einen Deniz ![]()
Einzige sinnvolle Lösung ist eine Verbindung mit Länderspielen. Die gibt es jetzt schon. Evtl. kann man die in Linie woanders ziehen, für mich sind das aber Graubereiche, also ist es mir gleich.
Die Talententwicklung ist doch für die Vereine und nicht für den Verband, oder? Im Grunde bezahlen doch auch die Vereine den Verband bzw. es wird das Geld dafür ausgegeben, dass die Vereine der ersten Liga erwirtschaften bzw. auch die Spieler derselben, wenn man sie in großen Turnieren einsetzt…
Also die Teilnahme an U-Nationalmsnnschaftsturnieren wird glaube ich schon vom DFB übernommen.
Eben. Und mir fällt jetzt kein Spieler ein der hier ausgebildet worden ist und jetzt ein absoluter Weltstar ist