Was Tom Bischofs Leistung für den FC Bayern bedeutet

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Was die Leistung von Tom Bischof bedeutet

Beim FC Bayern zeichnet sich im zentralen Mittelfeld eine neue Dynamik ab: Tom Bischof drängt mit Nachdruck in die Startelf. Spätestens seit seinem Auftritt beim 2:0-Sieg der DFB-Elf gegen Serbien ist klar, dass der 21-Jährige mehr als nur ein Ergänzungsspieler im Kader von Vincent Kompany ist. Vincent Kompany plant mit Tom Bischof fest im Mittelfeld – als direkte Konkurrenz für Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović. Während Kimmich als Kapitän und Taktgeber unangefochten blieb, galt Pavlović nach seiner starken Premierensaison eigentlich als gesetzt an Kimmichs Seite. Bischof macht beiden nun Konkurrenz. Bereits im DFB-Pokal gegen Osnabrück stand er an Kimmichs Seite…

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Also wenn es nur nach dem Serbienspiel ginge, dann ist Bischof klar die Konkurrenz für Kimmich. Denn so wie Pavlo gespielt hat und vor allem auch wie gut er das gemacht hat - immer in Bewegung, immer anspielbar, immer den offensiven Pass suchend, dazu defensiv stark und inzwischen auch mit körperlicher Wucht … das kann weder Kimmich noch Bischof .

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Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, die Leistung von Bischof und Pavlovic nicht in Beziehung zu setzen mit einem doch eher unterdurchschnittlichen Gegner. Es ist noch nicht so lange her, da hat Deutschland so gestrickte Gegner wie Serbien egal in welcher Aufstellung weggefiedelt. Geht’s gegen Mannschaften, die einen mehr fordern als Serbien, wird Qualität erst deutlich. Und runtergebrochen auf Bayern: wenn’s in der CL ernst wird oder in der Bundesliga gegen Dortmund, Freiburg oder ähnliche Gegner geht. An dieser Stelle erst wird sich zeigen, was Bischof und Pavlovic zu leisten instande sind. Ohne einen Josh Kimmich an der Seite, auf dem man Verantwortung abgeben kann, wenn’s schwierig wird. Gegen Serbien brauchten das Bischof und Pavlovic, deren Leistung jetzt hochgejazzt wird, nicht. Leiten wir daraus nicht so viel ab. Euphorie ist gut, aber nicht nach einem Sieg gegen Serbien. Wie war das noch mit der Kirche, die man im Dorf belassen sollte?

Ein starker Bischof ist einfach nur good news für Bayern. Bei Bayern kam mir das Duo Bischof/Pavlo nicht eingespielt vor. Umso besser, dass es in der Nationalmannschaft gut geklappt hat. Es gibt dadurch mehr Möglichkeiten.

Es ist doch sonnenklar, dass Tom Bischof noch ein, zwei Jahre Erfahrung braucht, bis er mit dem gleichen Selbstverständnis auf dem Platz steht wie Jo Kimmich oder inzwischen Pavlo. Wenn er die allerdings hat, dürfte es eng werden für Kimmich.

Eines hat Bischof aber Kimmich voraus, was man nicht lernen kann, sondern einfach hat oder nicht: die Ausstrahlung von Leichtigkeit und purer Spielfreude auf dem Platz, aber auch vor der Kamera.
Wenn der nicht irgendwie abhebt oder durch Verletzungen ausgebremst wird, können wir große Dinge von ihm erwarten.