Warum der FC Bayern in der 2. Halbzeit gegen Real Madrid so viel stärker war

Veröffentlicht unter: Der X-Faktor? FC Bayern mit großem Unterschied zu Vorjahren

Der FC Bayern München spielt eine durchwachsene erste Halbzeit gegen Real Madrid, zieht mit einer starken zweiten aber ins Halbfinale ein. Eine Analyse. Bei Real Madrid ging die Ursachenforschung nach dem bitteren Ausscheiden gegen den FC Bayern München bereits mit dem Abpfiff los. Erste Indizien wurden beim Schiedsrichter verortet. Vielleicht wird aber auch dem einen oder anderen Königlichen bald dämmern, dass die Hauptgründe für das Aus woanders lagen. Denn einerseits hatte der FCB die Partie schon längst im Griff, als Eduardo Camavinga die zweite Gelbe Karte erhielt. Und andererseits waren die Probleme hausgemacht. Werbung: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf…

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Pavlović ist damit sowas wie der X-Faktor für den FCB. Mit ihm kann Kimmich seine Qualität entfalten und mit ihm ist das Aufbauspiel der Münchner deutlich schwerer zu berechnen. Gerade in einer Partie auf diesem Niveau ist das ungemein wichtig.

So schön das Pavlovic mehr und auch bei euch ins Rampenlicht kommt :heart_eyes:

Top Artikel und eine schöne Einordnung eurerseits.

Fand auch das Musiala deutlich besser im Spiel war als im Hinspiel und seine Ballsicherheit wahnsinnig gut getan hat.

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Ich hatte bereits gestern nach dem Spiel die 2 Halbzeit gelobt. Das wollte ich dann hier nochmal erwähnen.

„Fraglich. Madrid wirkte müde und platt, hing wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen.“

Für mich ein wesentlicher Faktor. Je länger das Spiel dauerte desto zuversichtlicher konnte man sein.
Kimmich sagte auch was in der Richtung: „Wir wussten, je länger das Spiel dauert desto besser würden unsere Chancen sein“.
Bayern hat Real überpowert. Und musste dabei noch nicht mal körperlich an die Grenzen gehen. Man hat knapp 110 km gelaufen. Das würde das Team auch mit einem Mann weniger bringen, wenn es müsste.
Real ist mit seinem knapp 100 km wohl schon an der Grenze.
Wenn nichts außergewöhnliches passiert wäre, hätte man das auch in der Verlängerung klar gemacht.

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Die Beobachtung kann ich teilen. So ab 70.Minute hat man gemerkt wie sich das Blatt gewendet hat. Real hat ab da spürbar nachgelassen.
Sie kamen oft zu spät, mussten das ein oder andere taktische Foul ziehen, bekamen zwei, drei (berechtigte!!) Verwarnungen innerhalb relativ kurzer Zeit.

Von hatte ich gestern ab 70.Minute ein sehr gutes Gefühl, Bayern rannte nicht - wie in der Vergangenheit leider oft - kopflos an um die Entscheidung erzwingen zu wollen, sondern wusste, dass man in der Verlängerung wohl die besseren Trümpfe gehabt hätte.

Was mich im Nachhinein etwas verwundert, weshalb Madrid nicht öfter gewechselt hat.
Ich recherchiere jetzt nicht, glaube aber, dass sie gestern nur einmal in der 61.Minute einen Wechsel vorgenommen haben.

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Real war gestern mMn in einer zwiespältigen Lage. Sie hatten einige ihre Stammspieler zwar wieder zurück, aber diese waren aufgrund längerer Verletzungspausen in den letzten Monaten nicht in der Lage, das nötige Tempo über die volle Distanz zu gehen. Militao, Rüdiger, Bellingham, Mbappe, Alexander-Arnold und Mendy hatten in dieser Saison jeweils schon längere Pausen und das sorgt dafür, dass es dann eben körperlich nicht für 90 Minuten auf diesem Level reicht. Die jungen Spieler wie Pitarch und Huijsen und insbesondere Carreras wirkten letzte Woche dann doch ziemlich überfordert, so dass Arbeola sich nicht unbedingt traute, sie bei diesem engen Spielstand zu bringen und dann notgedrungen lieber die etablierten Stars drauf ließ. Carvajal und Alaba scheinen für ihn trotz ihrer Erfahrung gar keine Alternativen mehr zu sein und Camavinga ist aktuell einfach schwach drauf und hat einen absoluten Anti-Lauf. Und dann wird es schon sehr heikel, wenn es darum geht, ob man wechselt oder nicht.

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Durch die Dominanz der Bayern verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in Reals Hälfte. Dadurch wurden auch die Wege für Mbappe und Vini immer länger. Das macht Konter ihrerseits natürlich schwieriger.
Im übrigen ein Frevel, wer diese ZM-Dou bzw. Trio freiwillig auseinander reißt. Aber wozu auch die WM-Chancen maximieren?

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Hab mir den Kommentar bewusst verkneifen müssen :smiley: schön das er dennoch den Weg ins Forum gefunden hat :smiley:

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Schöner Artikel und schöne Würdigung der Leistung von Pavlovic!

“Bayern schnürte sie ein, ohne das Risiko unnötig zu erhöhen und einen Konter zu riskieren.” Das war für mich ein ganz wichtiger Aspekt, der das aktuelle Team von vielen der vergangenen Jahre abhebt. Das Risiko-Rädchen in der Schlussphase war perfekt eingestellt. Anders als im DAZN Kommentar war dies nicht ideenlos und behäbig, sondern der Situation angemessen über sichere Ballstafetten Real weiter zu ermüden und nicht das Risiko eines spielentscheidenden Konters unnötig zu erhöhen. Mit der Widerstandsfähigkeit nach den Rückständen der ersten Halbzeit sowie der in der Schlussphase gezeigten Geduld mit Vertrauen in die eigene Stärke hat man echt wichtige Qualitäten bewiesen. In manch einem anderen Jahr wäre man bei einem solchen Spiel noch naiv in einen Konter gelaufen.

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Ich finde in dem Zusammenhang auch die Betonung der positiven Wirkung Musialas gut und wichtig. Das war selbst im Hinspiel schon spürbar und meines Erachtens auch von Kompany ganz gezielt als “Waffe” eingesetzt.

Ein Jamal Musiala ist halt auch ohne geniale Einzelaktionen ein unheimlich ballsicherer Spieler, den du bedenkenlos anspielen kannst, auch wenn er von drei Gegnern umringt ist, der wird da so gut wie nie den Ball verlieren. Ein Mittelfeld mit Kimmich, Pavlo und Musiala, das rundrum noch ein paar Anspielstationen hat, die im Zweifel auch nur prallen lassen müssen, ist das Synonym für Pressingresistenz.

Wenn du denen sagst, beruhigt mal das Spiel, dann kriegen die das mit Ballbesitz hin. Das dürfte dann eine wesentliche effizientere Defensivmaßnahme sein als zwei zusätzliche Verteidiger einzuwechaeln :grinning_face:

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Nagelsmann wird es nicht gerne hören, aber das könnte auch bei der WM eine gute Idee sein. Kimmich-Goretzka dagegen eher… so semi.

Davor dann drei aus Wirtz, Havertz, Sané, Gnabry, Füllkrug, Undav und Woltemade.

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Und das schöne ist, das musst Du ihnen nicht mal sagen.

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„erzwang Real Madrid eine Partie auf Augenhöhe, deren Verlauf sie zu bestimmen schienen. Die 3:2-Führung zur Pause war trotz der umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen in Ordnung“

Da finde ich kommen wir ein bisschen zu schlecht weg:

Ohne die beiden, fast unisono international (Spanien selbstredend ausgenommen aber in England zB sehr klares Bild) als falsch beurteilten Schiedsrichter Entscheidungen bei Tor 2&3, wären wir wohl mit einer 2:1 Führung in die Pause gegangen.

Und wenn man sich den Rest der Torchancen in HZ 1 anschaut - kein einziger Schuss aufs Tor für Real ansonsten, satte 3 von uns.

0,28:0,25 bei den XG und 0,41:0 XG on Target bei den nicht erfolgreichen Schüssen für uns:

Da kann ich alles in allem wenn die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters rausnimmt absolut keine verdiente Führung für Real erkennen.

Das dagegen bringt perfekt auf den Punkt warum die 2. HZ natürlich trotzdem in der Tat (darum ging’s ja primär im Artikel) noch um Welten souveräner war:

Anders als vor 2 Jahren im Rückspiel war gefühlt eine Verlängerung (die damals bei unserer quasi leeren Bank komplett aussichtslos fast schien bevor Neuer dem Ganzen ein frühes Ende bescherte) fast ne „gmate Wiesn“ für uns - man hätte selten so gutes Gefühl gehabt vor der Verlängerung würde ich behaupten!

Und richtig, neben unseren Drei Hurrikanes, denen man nach mindestens je einer Torbeteiligung in Hin und Rückspiel auch noch locker weitere zutrauen konnte gegen einen deutlich müderen Gegner, hatte man eben dieses unglaublich dominante Mittelfeld endlich wieder auf dem Platz.

Und richtig, wie man auf die Idee kommen kann, das auf Teufel komm raus auseinanderzureissen zu wollen bei der EM (Gore ja bereits schon fast mit Startelfgarantie) weiß wohl nur der Julian selber!

:winking_face_with_tongue:

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Sehe ich anders. Der Freistoß geschenkt. Beim anderen Gegentor passieren zwischen Stanisic-Foul und Tor noch drei entscheidende Dinge. Gnabry mit unsauberem Kontakt, Kane verliert den Ball ungewohnt leichtfertig nochmal, Upamecano reagiert zu spät gegen Mbappé. Ich sehe hier nicht die unmittelbare Ursache-Wirkung beim Foul und dann ist Bayern chancenlos.

Das alles war auch keine Ausnahme. Bayern war in der ersten Halbzeit anfällig für Unsauberkeiten und Ballverluste und Madrid hatte ein paar gute Konter. Nicht alle gut ausgespielt. Trotzdem waren sie einen Ticken gefährlicher. Die Führung ging ebenso in Ordnung wie ein Remis in Ordnung gewesen wäre. Bayern spielte die schlechteste seiner vier Halbzeiten, Real die beste.

Niemand weiß zudem, wie das Spiel ohne die SR-Fehlentscheidungen weitergelaufen wäre. Ob Real dann einen anderen Konter geschenkt bekommen hätte oder nicht.

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Ich gehe mit, dass es danach genug Möglichkeiten gab das Gegentor zu verhindern und das Foul selbst nicht relevant war für den erfolgreichen Gegenangriff. Mich würde deine Einschätzung dazu interessieren, ob jedoch die Tatsache, dass das Foul mit Stanisic den RV getroffen hat, nicht doch entscheidend war. Der Angriff ging über die rechte Abwehrseite. Dadurch das Stanisic unfair aus dem Spiel genommen wurde, mussten andere Spieler die Lücke rechts schließen. Andere Spieler, die sonst vllt zusätzlich in der Mitte sind und somit das Freilaufen von Mbappé ebenfalls unterbinden können.

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Also wenn ich mir so die Bayernspiele diese Saison anschaue, dann ist ein Ausflug der Außenverteidiger, ja sogar manchmal auch der IVs eher die Regel als die Ausnahme. Nicht selten war Stanisic & Laimer erste Pressinglinie. Die Verteidigung sollte es also gewohnt sein, dieses auszugleichen.

Abgesehen davon, wäre Stanisic - wäre er nicht gefoult worden - immer noch weit vorne gewesen. Dass er dann rechtzeitig zurückgekommen wäre - ja könnte sein. Realistischer halte ich, dass er Kane beim festmachen des Balles unterstützt hätte und so ggf. das Tor verhindert hätte. Aber das ist halt alles Konjunktiv.

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