VAR und Schirileistungen: Der FC Bayern tut gut daran, nicht Real Madrid nachzueifern – ein Kommentar

Veröffentlicht unter: Opferrolle steht dem FC Bayern nicht! Real Madrid darf kein Vorbild sein

Der FC Bayern München war abermals Teil eines Spiels, in dem die schwache Schiedsrichterleistung im Mittelpunkt stand. Etwas mehr Zurückhaltung täte dem FCB dennoch gut. Uli Hoeneß polterte nach dem Unentschieden in Leverkusen in fast schon gewohnt polemischer Manier durch die Gegend: Das sei die schlechteste Schiedsrichterleistung gewesen, die er je in einem Bundesliga-Spiel gesehen habe. Jan-Christian Dreesen äußerte sich da schon etwas zurückhaltender, aber dennoch bestimmt: „Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge“, sagte der CEO des FC Bayern München bei Sky: „Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit…

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Der FCB hat wohl Protest beim DFB-Sportgericht gegen die Sperre von Diaz eingelegt. Aussicht auf Erfolg gering, weil Tatsachenentscheidung.

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Protest einlegen muss man natürlich. Das ist man dem Spieler und der Mannschaft schuldig. Natürlich wird es auch aussichtslos sein.
Was in dem Fall wiederum pikant ist, weil Dingert selbst seinen Irrtum eingestanden hat. Die Sperre trotzdem auszusprechen, wird dem ganzen System dann wieder einen Bärendienst erweisen.

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Mein größtes Problem ist die Vergleichbarkeit und Relativität. Der „Ermessensspielraum“ ist für mich das größte Ärgernis. Was oft romantisch als Fingerspitzengefühl (mal fehlend, mal zu viel) verklärt wird, führt dazu dass ähnliche Szenen in Hamburg, Leipzig, Schalke oder Buxtehude anders gepfiffen werden als in München Dortmund oder pauli. Das nervt und keiner kennt sich aus.

Dann Relativität. Die Nummer Andrich vs. Díaz pfeift er im Mittelfeld sofort plus gelb für Andrich. Ein zupfer an der Eckfahne / Strafraum gegen den Verteidiger gibt sofort Foul, andersrum „reicht es nicht“ für Freistoß / Elfer. Geht auf den Sack.

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Der VAR macht den Fußball nicht gerechter. Dieses Märchen muss enden

Danke für dieses klare Statement - ich denke, das ist zuschauerseitig der entscheidende Punkt. Zumal man davon ausgehen muss, dass die Mehrzahl derer, die sich vom VAR mehr „Gerechtigkeit“ erhofft haben, wohl vor allem die Entscheidungen zu Gunsten des eigenen Lieblingsvereins im Sinn hatten …
Und jetzt stellt sich heraus, dass die gleichen Menschen wie vorher die Entscheidungen treffen und trotz zig Zeitlupen Ermessensentscheidungen immer noch mal so, mal so entschieden werden.

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Der Artikel ist bestimmt gut gemeint - und die Liga hat ein generelles Schiedsrichterproblem. Das ist offensichtlich. Das liegt aber weniger an den Regeln, sondern daran, dass man keine klare Linie in der Auslegung hat. Und das wiederum hat eher damit zu tun, dass man offensichtlich nicht bereit ist, die eigenen Fehler öffentlich aufzuarbeiten. Solch eine Äußerung wie gestern von Dingert zum Platzverweis von Diaz sind ja die absolute Ausnahme. Andere offensichtliche Fehlentscheidungen werden ja nicht so thematisiert. Bestes Beispiel ist ja das Foul von Schlotterbeck an Stanisic. Er geht mit hohem Tempo auf Höhe des Schienbeins auf den Mann und danach wird argumentiert, dass er ja über den Ball gerutscht ist. Auf der Höhe mit offener Sohle ist doch erwartbar, dass er den Gegner treffen wird.

Aber an einer Stelle bin ich überhaupt nicht einverstanden: Wenn man nun mehrmals deutlich schwer benachteiligt wurde, dann muss man sich mal wehren. Wir waren die ganze Saison bisher immer ruhig. Egal, ob Stanisic im Strafraum von HSV weggeschubst wird, egal ob er von Schlotterbeck heftig umgetreten wird - wir haben uns nicht lautstark öffentlich beschwert. Und auch gestern war Kompany sehr höflich. Doch irgendwann muss man auch mal deutlich machen, dass man uns nicht immer verarschen kann. Das ist ja bei Auswärtsspielen in 2026 fast schon der Normalfall, dass wir benachteiligt werden. Und da finde ich es dann okay, wenn UH sich mal hinstellt und lospoltert. Noch besser wäre es gewesen, wenn das von Max Eberl gekommen wäre.

Und was die Verschwörungstheorien angeht: Ein Blick auf die wahre Tabelle zeigt, dass wir Punkte verloren haben und Dortmund durch Fehlentscheidungen Punkte gewonnen hat. Natürlich hat die Liga ein Interesse an einem spannenden Produkt. Es geht hier um Milliarden. Wenn man dann die Vergangenheit der Ligaschiedsrichter sich ansieht (Kempter und Amerell, die darauf hoffen, dass die Bayern rausfliegen), dann ist doch klar, dass es nicht nur fachlich ein Problem gibt. Zumal dieser Vorfall nie so aufgearbeitet wurde, dass es mal eine öffentlich klar wahrnehmbare Entschuldigung des DFB in Richtung der Bayern gab.

Ist aber auch egal, ob man daran glaubt, dass der DFB eine Position hat oder nicht. Am Ende sind die Entscheidungen der letzten Wochen in Summe viel zu oft gegen den FCB gefallen. Und damit muss dann jetzt Schluss sein. Und das muss dann auch mal jemand der Verantwortlichen des Vereins aussprechen, denn ein einzelne Fehlentscheidung kann passieren und wird auch weiterhin passieren. Aber wenn das Gesamtbild ein Muster erkennen lässt, dass nicht darauf hindeutet, dass man sich um Ausgewogenheit bemüht, dann ist das schon ein Anlass, das auch mal öffentlich zu thematisieren. Das ist dann die Frage, wie man das macht. Da hat mir der Ton von Kompany schon sehr gut gefallen. Und das dürften dann auch Eberl und Dreesen gerne auch noch einmal so wiederholen.

Edit: Was dann ja noch dazukommt, ist die Tatsache, dass der mediale Aufschrei üblicherweise (fast) immer ausbleibt, wenn wir benachteiligt werden (das war ja gestern schon extrem ungewöhnlich). Aber wenn wir dann doch mal eine strittige Entscheidung zu unseren Gunsten bekommen, dann ist das sofort tagelang Thema in den Medien. Da gibt es also auch einen Bias, der sicherlich nicht dazu führt, dass man pro Bayern pfeift/entscheidet. Ein falscher Pfiff gegen Bayern ist immer weniger schlimm als für Bayern. Und auch das muss man durch die öffentlichen Statements der Verantwortlichen im Verein ändern. Die Schiris sollten genauso viel “Angst” vor einer Fehlentscheidung haben, wenn sie gegen uns ausfällt. Denn wenn sie für uns ausfällt, ist der Aufschrei in Fußballdeutschland gewiss.

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Ich finde auch, dass man Kritik als Verein äußern sollte. Ich wäre aber eher für ironische, bissige Kommentare als für die Holzhammermethode inklusive Verschwörungskeule.

Man hätte z.B. einen Post verfassen können, der die beiden Wappen von Arsenal und Augsburg zeigt und ein Bild von Dingert und fragen, was alle drei gemeinsam haben.

Antwort: nur dieses Trio hat es in dieser Saison bisher geschafft, zu verhindern, dass Bayern in einem Spiel mehr als ein Tor erzielt.

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Allgemein würde ich vorschlagen, dass man durch die Möglichkeit des VAR-Einsatzes ernsthaft darüber nachdenken muss, einige größere Regelreformen anzustoßen, z.B. die Ahndung von sehr vielen eigentlich erst durch den VAR messbaren Vergehen mit Hand oder Fuß im Strafraum mit indirektem Freistoß statt mit Elfmeter. Natürlich wird das die Diskussionen nicht komplett beseitigen, aber es könnte etwas Schärfe herausnehmen. So heißt es “The winner takes it all”, die Mannschaft, die einen zweifelhaften Elfmeter bekommt, hat plötzlich einen Riesenvorteil und die bestrafte Mannschaft einen riesigen Nachteil. Bekommt man in einer 50:50 Szene keinen Elfmeter hat die eine Mannschaft gar nichts davon und die andere Mannschaft kann von Glück reden, dass sie komplett unbeschadet aus der Situation herausgekommen ist. Bei einem indirekten Freistoß´in einer solchen Situation hätte das eine Team zumindest noch eine gute Torchance (wennglich nicht so groß wie bei einem Elfmeter) und das andere Team zumindest einen Nachteil, aber eben auch in Form einer besser abzuwehrenden Chance des Gegners.

Für mich ist die Verhältnismäßigkeit einfach nicht mehr gewahrt:

Eine Berührung des Balles mit Hand oder Arm bei absolut fehlender Absicht und nur minimal abgespreiztem Arm, kann zum Elfmeter führen. Ein vollkommen absichtliches Stoßen mit einer oder sogar zwei Händen hingegen ist bis zu einem gewissen Grad (den viele Schiedsrichter natürlich unterschiedlich interpretieren) tragbar.

Ergo: etwas das ich mit voller Absicht mache, um meinen Gegenspieler zu behindern, wird möglicherweise durchgewunken, während eine völlig unbeabsichtigte Handlung mit einer extrem hohen Strafe geahndet werden kann.

Anderes Beispiel: Meine Lieblingsszene gestern mit dem mMn zu Unrecht nicht gegebenen Elfmeter an Diaz nachdem ihn Andrich nach vergebener Großchance abräumte. Ein Alternativszenario, das so ähnlich schon mehrfach passiert ist: Andrich grätscht mit beiden Beinen voran in Richtung Diaz und sein linker Arm ist dabei leicht angewinkelt. Er bekommt einen nicht sauber getroffenen Ball von Diaz, der übers Tor oder am Tor vorbeigegangen wäre, aus kurzer Distanz an diesen angewinkelten Arm und ohne zu Zögern erfolgt der Elfmeterpfiff inklusive Erklärung, dass es daran nichts zu diskutieren gibt. Gestern trifft Andrich mit seinem Bein Diaz und nur weil der Ball schon über dem Tor war, soll das plötzlich völlig egal sein? Bei einem leicht abgespreizten Arm ist man gnadenlos, selbst wenn klar ist, dass der Ball nicht aufs Tor gegangen wäre und fordert evtl. noch eine bessere Körperbeherrschung vom Verteidiger ein. Bei einem völlig falsch getimten Tackling inklusive klarem Körperkontakt ist diese fehlende Körperbeherrschung plötzlich völlig egal. Das kann ich irgendwann nicht mehr verstehen. Es gibt Szenen, in denen man vom Verteidiger beinahe unmögliche, schon fast unnatürliche Körperhaltungen einfordert und andererseits auch wieder Szenen, in denen ein völlig verunglückter Bewegungsablauf einfach wieder durchgewunken wird.

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Kann leider nur ein Herz vergeben, aber diese unglaubliche Dysbalance zwischen reinen Video-Elfmetern bei Hand oder Hundertstel-Sekunden verspäteten Fußtreffern im Vergleich zu groben Fouls, die „zu wenig für einen Elfmeter“ waren, finde ich auch extrem nervig.

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Tja, jeder hat halt so seine Prinzipien.
Die Richter und Anwälte: In dubio pro reo
Die Schiris: In dubio contra Bayern !

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Ich finde das alles höchst unterhaltsam. Fußball ist Emotion, deswegen bin ich Fan. Und manchmal ist es mir egal, wodurch sie getriggert wird. Ich bin um die Fehler des Schiedsrichters gestern dankbar. Sie haben aus einem müden Bundesliga-aufgalopp, bei dem es um nix geht, ein spannendes und unterhaltsames Spiel gemacht. Ohne den ganzen Zirkus hätte ich mich vermutlich nicht mal über ein lasches Unentschieden oder gar eine wurstige Niederlage geärgert. So konnte ich bis zur letzten Minute mitfiebern, mich aufregen, unglaublich stolz auf die Mannschaft sein, wie sie selbst mit 9 Mann auf Sieg gespielt hat und das alles in der Gewissheit, dass wir ohne die Gelb-Rote für Diaz vermutlich gewonnen hätten. Ich hatte fabelhafte knappe zwei Stunden vor dem Fernseher: Mehr will ich gar nicht :wink: Und der Mannschaft hat es mal wieder extrem gutgetan, beißen zu müssen. Bestes Training für die Duelle mit Real. Der Jubel in der Kurve um Ulle hat mich tatsächlich ähnlich erheitert wie die Tatsache, dass Goretzka lauthals “Rolfes, du W…” mitsingt. Proletarisch und ein bisschen peinlich? Ja, natürlich. Wie der Uli halt. Ist es schlimm? Nein. Wird sich das jemals ändern? Hoffentlich nicht. Für mich ist es trotz allem das Salz in der Suppe. Man darf es ja auch gern kritisch sehen wie du, Justin. Die SZ hat den Vergleich mit Real Madrid auch schon gebracht. Wie schön, dass wir sie bald persönlich treffen…

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Ursprünglich war ja Mal gedacht, dass der VAR nur bei einer KLAREN Fehlentscheidung des Schiris eingreifen solle - davon ist nun schon gleich überhaupt nichts mehr zu sehen. Die Schiris schauen oft Szenen an, die sie schon entschieden haben, und dann wieder korrigieren, weil es auf dem Bildschirm anders aussieht als auf dem Platz. Bei 50/50 -Szenen dürfte das eigentlich nicht sein…

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Der Artikel spricht mir aus der Seele. Die Opferrolle können gern weiterhin die „Gelben“ übernehmen, aber das Thema Schiedsrichter und VAR braucht endlich eine echte Reform. Wenn der VAR klare Fehler nicht verhindert, massiven Ermessensspielraum lässt und keine Transparenz bietet, ist er in dieser Form überflüssig.

​Trotz angeblicher Objektivität ist es schlimmer als früher: Das System wird zerredet, die Polemik bleibt, und der eigene Verein fühlt sich eh immer benachteiligt (am Ende ist sowieso Cucurella schuld :wink: ). Da wäre mir das alte „Fingerspitzengefühl“ lieber – eine Entscheidung akzeptieren und weiter geht’s. Geschickte Einflussnahme auf den Schiedsrichter hat für mich aber immer dazu gehört.

​Dennoch war früher nicht alles besser. Die Technik hilft ja. Ich würde mir folgendes wünschen:

  • Torlinientechnik: Funktioniert.

  • Abseits: Hier braucht es mehr Toleranz. Millimeter-Entscheidungen bei Spielern, die 20 Meter auseinanderstehen, sind zwar regelkonform, aber gegen den Geist des Spiels. Im Zweifel für den Angreifer.

  • Handspiel: Entweder radikal alles pfeifen oder mehr Mut zur natürlichen Bewegung. Nur ein aktiver Arm ist Hand.

  • Challenge-System: Da Fouls und andere Situationen immer Interpretationssache bleiben, sollten die Teams den VAR fordern können (z. B. 3-mal pro Spiel). Am Ende muss das Wort des Schiedsrichters aber Gesetz sein, um den ständigen Gesichtsverlust der Unparteiischen zu stoppen.

​In der Praxis hätte das Szenario gegen Leverkusen dann vielleicht ausgesehen: Jackson geht vom Feld, weil Leverkusen die Bilder fordert und das überharte Foul belegt wird. Diaz bleibt drauf, weil Bayern die Challenge nutzt und die Zeitlupe keine Schwalbe hergibt.

Der Schiedsrichter müsste sich danach für nichts mehr entschuldigen, wenn im Zweifel der VAR nicht gefordert wurde.

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Ich denke schon das es hier um berechtigte Kritik geht. Was andere dann daraus machen, sollte nicht dem FC Bayern zugeschrieben werden.
Auf der einen Seite hat man die hoeneßsche, auf der anderen Seite die hamannsche Meinung, da prallen, wie immer, Welten aufeinander.
Das wird immer für Diskussionsstoff sorgen.
Wie aber auch schon erwähnt wurde, werden Szenen minutenlang analysiert und bei anderen sofort (teilweise auch falsch) entschieden. Hätte sich im Fall (passt irgendwie :face_with_hand_over_mouth: ) von Diaz der VAR einschalten dürfen, wäre hier wohl eher nichts passiert.
Aktuell sind es die Regeln in Verbindung mit dem VAR, dem zu oft die helfenden Hände gebunden sind, die das Problem darstellen. Da muss schleunigst angepasst werden.

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Danke für den guten Artikel, der mich als emotionalisierten Fan wieder etwas erdet.

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Gehen wir das Spiel durch:

  • Kompany meldet sich erfolglos beim 1:0 wegen derm Foul an Diaz
  • Bayer meldet sich erfolgreich beim Handspiel von Tah
  • Bayer meldet sich erfolgreich bei der gelben von Jackson
  • VK meldet sich erfolglos beim Foul nach Abschluss an Diaz
  • Bayer meldet sich erfolgreich beim Handspiel von Kane
  • VK meldet sich erfolglos bei der „Schwalbe“ von Diaz
  • VK hat beim Tor von Hofmann keine Challenge mehr

Endstand 2:1 für Bayer. Wäre es dann besser?

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Nein, weil zu viele Challenges und genau das gleiche Chaos. Man muss sich aber vom Ergebnis lösen. Man kann ja nicht sagen: Bayern hat gewonnen, VAR gut. Bayern hat verloren, VAR Kacke. Wenn man diesen Schritt geht, muss man ihn mMn mit deutlich weniger Eingriffen gehen und dann akzeptieren, dass es darüber hinaus wieder wie früher zahlreiche Tatsachenfehlentscheidungen geben wird. Weil der Fußball schneller geworden ist, sind es sogar mehr.

Ich bin kein großer Fan von Challenges, aber ein Fan davon, die Eingriffe insgesamt zu reduzieren. Wenn das Tor von Hofmann zählte, hätte ich nichts dagegen gehabt abseits vom Ergebnis. Weil sowas nie und nimmer klar bestimmt werden kann. Das war Millimeter-Quatsch. Vlt. Abseits, vlt. nicht. Mich nerven solche Szenen.

Bei der Handspielsache muss man mMn auch eine höhere Schwelle finden und Szenen laufen lassen, die als Tatsachenentscheidung eben so gepfiffen wurden. Wo man diese Schwelle allerdings anlegt? Da bin ich überfragt. Es gibt da keine hundertprozentig zufriedenstellende Lösung, denke ich.

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Es ist wichtig und richtig, dass sich der FC Bayern jetzt mal lautstark zu Wort meldet. Das Pendel bei den 50/50-Entscheidungen schlägt im Moment zu häufig Richtung Gegnerseite.
Das war jetzt ein klares Zeichen unserer Verantwortlichen, wir akzeptieren viel, aber wir lassen uns nicht verarschen. Die Schiris und VARs der nächsten Spiele stehen schon ein wenig unter Druck und das schadet nie.
Der BVB fährt mit dieser Taktik schon seit einiger Zeit ziemlich gut.
Und zu Uli Hoeneß: Seine Aussage war eine rein subjektive kurz nach dem Spiel, man kann ihr zustimmen oder auch nicht. Was schlimmes sehe ich darin überhaupt nicht.

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Daran merkt man auch das Fußball ein sehr emotionaler Sport ist gerade bei der Gelb-Roten von Diaz gibt ja wirklich zwei Lager die der Entscheidung entweder recht geben oder sie für falsch halten.

Wie soll dann der Schiedsrichter überhaupt jemals eine Richtige Entscheidung treffen?

Als alter Gerechtigkeitsfanatiker bin ich bei der Thematik auch hin und her gerissen. Einerseits hat für mich die Challenge-Möglichkeit durchaus Charme, andererseits sehe ich die Gefahr von noch mehr ‘Zerfleddern’‘ des Spiels. Allerdings kann ich zips Auflistung nicht verstehen, denn warum sollte VK nicht bei der einen oder anderen Sache ‘durchkommen’?

Ich weiß leider nicht, wie genau sich das VAR-Team im Keller zusammensetzt. Vielleicht hat da die Zusammenstellung von (Video-)Fachpersonal mit DFB/DFL-Leuten, die die Regeln auch WIRKLICH kennen Potential. Ich selbst kann aus jahrelanger Schnitterfahrung im Ü-Wagen bei Fußballspielen in ganz Deutschland sagen, dass wir Cutter Dinge sehr gut und genau einschätzen können. Vielleicht wäre das von Verbandsseite ja mal ein Gedanke.

Und noch etwas, was irgendwie so ein bisschen unter den Tisch gefallen ist - und selbst mir gerade erst wieder einfiel: Die Diskussion um Diaz’s Schwalbenkarte bräuchten wir gar nicht zu führen, hätte Dingert ihm vorher schon Rot gegeben. Ihr erinnert Euch, als Luis dem Leverkusener Spieler mit den Stollen die Haare kämmen wollte. Solche Aktionen sind auch schon mit Platzverweis geahndet worden…

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