[Trainer] Thomas Tuchel (bis 30.06.2024) (Teil 1)

Tuchel-Warnung geht raus an Liverpool.

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Ich finde es schade das Tuchel gehen muss, auch wenn er sicherlich Fehler gemacht hat

Natürlich spielen wir schon die ganze Zeit nicht so wie wir das gerne hätten. Aber auch unter Nagelsmann (fand es schon seltsam das der gehen musste), Kovac und Ancelotti war das spiel unserer Mannschaft - obschon National erfolgreich - nicht so wie ich das aus dominanten Zeiten kenne.
Und wenn ich mir die Leistung unserer deutschen Nationalspieler im DFB-Trikot anschaue, dann sehe ich da ähnliche Schwächen.

Ich denke eine klare Ansage der Vereinsführung Richtung Spieler und entsprechende Verkäufe wären ein Sinnvollerer Umgang mit der momentanen (Spielweisen)krise gewesen.

Liebe Grüße

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Antonio Rüdiger nennt Tuchel seinen Lieblingstrainer. Insbesondere hebt er dessen „ehrliche Art“ und sein herausragendes taktisches Verständnis hervor.

Zitat: „Wenn ich auf sein taktisches Verständnis schaue: Wow!“

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https://x.com/archiert1/status/1761698102451274032?s=61&t=mpFAklRSBC-7RvmhL_a14w

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Es ist schon der Hammer, wie gelöst, fröhlich und offen er wirkt, wenn er mit britischen Journalisten spricht :+1:t4:

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Denen trieft auch nicht die Schadenfreude aus jeder Pore wie der deutschen Sportjournaille…

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Ich habe mir hier die Kommentare der letzten Tage durchgelesen. Dabei bin ich auf einige sehr interessante und informative Beiträge gestoßen. Danke erstmal dafür.
Zu dem Gesagten, möchte ich noch einige Ergänzungen hinzufügen.

  1. Die mangelnde Kondition der Spieler nach der WM, die Nagelsmann angekreidet wird.
    Dazu ist anzumerken, dass es die WM im Winter (eine komplette Schnapsidee), noch nie gegeben hat und es damit für den ganzen Verein Neuland war.
    Außerdem war das Projekt „Nagelsmann“ auf 5 Jahre ausgelegt. Womit ich schon beim 2. Punkt bin.
    Kein Trainer kann mittelfristig eine Spielphilosophie umsetzen.
    Bisher war die Meisterschaft aufgrund fehlender Qualität bei der Konkurrenz, eine Selbstverständlichkeit.
    Eine breitere Spitze in der Bundesliga, würde einem Trainer mehr Ruhe verschaffen (so komisch es auch klingt).
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Bezüglich der WM hast du natürlich Recht. Es war für alle Neuland. Manche haben es besser hinbekommen, manche weniger gut.
Was „konstant“ war - Neuland hin oder her - war der Leistungseinbruch einer Nagelsmann-Mannschaft nach der Winterpause. Bei Leipzig war es so, dass RB in der ersten Saison unter Nagelsmann in der Vorrunde 8 Punkte mehr holte als in der Rückrunde und in seiner zweiten Saison betrug der Unterschied auch noch 5 Punkte. Bei Bayern waren es in seinem ersten Jahr 9 Punkte und für die Saison 2022/23 stehen folgende Zahlen zu Buche: 34 Punkte nach 15 Spielen im Jahr 2022 bis zur Pause und 18 Punkte in 10 Spielen im Jahr 2023. Da lässt sich schon ein Trend erkennen.
5-Jahres-Pläne waren im Übrigen auch ein Merkmal der Planwirtschaft und ein Grund dafür, warum der Kommunismus scheiterte. Natürlich kann man der Meinung sein, dass es mit Nagelsmann jetzt deutlich besser liefe als unter Tuchel und dass man 2025 in seinem vierten Jahr schon nah am europäischen Thron wäre und die Saison 2025/26 zwangsläufig das Triple bringen müsste. Das kann niemand ausschließen.

Da bin ich nicht ganz deiner Meinung. Das Scheitern eines Systems, bei dem die Menschen in ihrer Freiheit dermaßen eingeschränkt sind, würde ich nicht am 5-Jahres-Plan festmachen. (Aber darum soll es jetzt nicht gehen). Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass eine Spielidee nicht von heute auf morgen perfekt umgesetzt werden kann.
Die restlichen Statistiken sind sehr interessant und wie du sagst, ist durchaus eine Tendenz abzulesen.

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Nun - wer die Interviews von Rhind-Tutt sieht - nicht nur das mit Tuchel, wird auch sehen, dass auch z.B. Terzic sich da ganz anders gibt. Ggf. sind es auch die Fragen - m.E. ist er der einzige englische Interviewer, der immer da ist, da er auch für den Welt-Feed und ESPN arbeitet. Da muss nicht die eine Nachrichtenquelle die nächste „übertrumpfen“…

Aber ich fand den anderen Teil des Interviews interessanter:
https://twitter.com/archiert1/status/1761694799445324036

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Gerade Dein Abschnitt zeigt jedoch, dass es (sicherlich bedingt durch einen externen Fokus) mehr um das Spiel geht und Tuchel es als sehr angenehm empfindet, seine Ausführungen machen zu können.

Das sagt jetzt auch nicht so übertrieben viel aus, aber seine Lockerheit und sein Wohlbefinden sind ihm deutlich anzumerken. Wie eine warme Dusche im Gegensatz zum kalten Wasser von sky.

Puh. OK.
Freiburg und das Aus in der CL kreide ich in erster Linie Kahn und Salihamidzic an. Der Zeitpunkt der Trainerentlassung war vollkommen ungünstig gewählt und was die beiden Spiele anbelangt, bin ich mir sicher, die hätten wir unter nahezu jedem Trainer verloren - vielleicht JN mal ausgenommen. Ich fand damals, daß die Stimmung sich gerade in Richtung Nagelsmann entwickelte. Das ist hier aber schon ausreichend diksutiert worden.

Den Supercup nimmt doch niemand wirklich ernst. Wie oft wir den in den letzten Jahren mit teils unterirdischer Leistung verloren haben. Wenn wir gewinnen ist er der wichtigest überhaupt, wenn wir verlieren, dann ist es in der Presse ein Katastrophe. Bei den Trainern sehe ich zumeist eine gleichgültigkeit und bei der Mannschaft ebenfalls. Zudem sagte ein schlechtes Supercup Spiel bisher noch nie wirklich was über die spätere Leistung der Mannschaft aus.

Jetzt bleiben natürlich Saarbrücken, Frankfurt, Rom, Bochum, … Da gibt es auch keine Diskussion - das ist natürlich ein Spielstil, den man hier nicht für gut heißen kann und der beim FCB auch nicht tolerierbar ist. Und natürlich steht Tuchel in der Verantwortung - ich sehe ihn aber nicht als Hauptschuldigen.

  • Tuchel hat schon klar seine Vorstellungen kundgetan und vehement Spielerpositionen gefordert, die er für das erfolgreiche Umsetzten seines Spielsystems gebraucht hätte. Die hat er ebenso konsequent nicht bekommen (was bei uns anscheinend System hat).
  • Bei den Transfers haben in großen Teilen die Wunschlösungen nicht geklappt. Was er bekommen hat, war also weder auf sein System ausgelegt, noch in der Qualität überragend war. Dafür mit viel Potential und tatsächlich hat er es bisher nicht geschafft, dieses vollkommen aus den Spielern herauszukitzeln. Die Betonung liegt auf bisher!
  • Was ich Tuchel ankreide, ist das er es nicht geschafft hat, die integration von jungen Spielern gegenüber den etablierten zu moderieren. Hier hat er sich m. E. tatsächlich zu sehr auf die Erfolge und Erfahrung eines z. B. Kimmich oder Müller verlassen und rückt zu wenig ab von seiner Entscheidung. Wobei ich am Ende nicht im Training dabei bin und daher auch nur schwer beurteilen kann, warum ein Tel denn nun wirklich zu selten aufläuft. Eigentlich konnte Tuchel sowas immer fachlich gut begründen.
  • Bei den Verletzten nehme ich auch unsere medizinische Abteilung in die Pflicht. Tuchel ist sicher nicht dafür bekannt, die Spieler zu schonen, wenn er den Erfolg sieht. Aber was dieses Jahr an Verletzungen auftritt (obwohl oder gerade weil der Kader dünn besetzt ist) fällt schon auf!
  • Durch den kleinen Kader und die vielen Verletzungen ergibt sich zuwenig Konkurrenz Druck auf den einzelnen Positionen. Das rechne ich sicher nicht Tuchel an!

Da könnten wir jetzt noch weitere Punkte aufführen, wie daß es in der Außenwirkung so rüberkommt, dass bestimmte Spieler mächtiger sind als der Trainer, … Aber jetzt wird es spekulativ. Am Ende bleibt, daß niemand mit der gezeigten Leistung zufrieden sein kann! Und wenn es eines gibt, wo ich mir zu 100% sicher bin, dann dass Tuchel damit auch sicher nicht einverstanden ist.

ABER - dass sind alles Punkte, die er selber mehr oder minder klar in diversen PK`s gesagt hat. Und ich glaube auch, dass die Interne Aufarbeitung intensiver ist, als es später an die Öffentlichkeit gegeben wird - sprich die Bosse wissen wohl aus seinem Mund mehr, als wir hier erfahren dürfen.

Jetzt versteh mich nicht falsch. Ich schätze Tuchel als renommierten Trainer sehr und glaube er hat eine unglaubliche fachliche Kompetenz. Da dürfte er wohl derzeit in der Top5 aller Trainer sein. Andererseits ist er auch ein schwieriger Typ und ich kann mir gut vorstellen, daß er in der Mannschaft und bei der Vereinsführung - wahrscheinlich sogar iim Trainerstab - mehr als einmal angeeckt ist. Trotzdem kann ich prinzipiell mit der Entscheidung, daß wir uns von ihm trennen, leben.
Und ich bin auch nicht mit allen Entscheidungen von ihm Glücklich. So hätte ich wirklich gerne häufiger junge Spieler im Spiel integriert gesehen, mal mutigere taktische Entscheidungen erwartet (auch und gerade wegen der angespannten Personalsituation), einen härteren Umgang mit unseren Grand Seniores gewünscht, …

Ich halte es nur aus mehreren Gründen zum jetzigen Zeitpunkt für einen Fehler:

  • nicht alles was wir derzeit sehen, kann und konnte er beeinflussen
  • aktuell sehe ich keinen besseren Trainer auf dem Markt
  • Ich finde den Zeitpunkt zu früh um seine Arbeit wirklich endgültig beurteilen zu können

Und am Ende glaube ich sehr wohl, daß es ein TT im Kreuz hat, unsere Mannschaft aus Ihrem derzeitigen Formtief zu führen. Da widerspreche ich Dir.
Tuchel steht zwar in der Verantwortung, kann aber m. E. nicht für alles verantwortlich gemacht werden! Die Probleme derzeit sind größere und ich denke das wir mit vielen anderen Trainern noch deutlich schlechter dastehen würden.

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Interessante Video mit Honigstein

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Guter Mann, der Rafa. Bei einem Punkt würde ich allerdings einhaken: Warum sehen wir so wenig kollektiven Fußball von den Bayern? lautete die Frage. Dafür würde ich aber nicht anführen, dass Tuchel den Heldenfußball bevorzugt und wenig Wert auf den Gruppenvortrag legt (das genaue Gegenteil dürfte der Fall sein), sondern

  1. dass es sich bei dieser (Fehl-)Fokussierung um Altlasten handelt und diese schon unter dem Vorgänger zu bestaunen (und wohl auch so gewollt) war.

  2. dass diese Akzentuierung des Eins-gegen-Eins an Spielern wie Musiala und Sané festzumachen wäre, in geringerem Maß auch an Coman oder Tel, die ihre Stärken wohl genau darin sehen - was bei Akteuren auf diesen Positionen auch zum Grundrepertoire gehört, allerdings richtig dosiert werden und in einen Gruppenvortrag eingebettet sein müsste. Fünf Meter hinter der Mittellinie Dribbelversuche zu starten, scheint wenig sinnvoll.

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Endspiel für Tuchel.
Klar, wenn nicht hätte man ja schon langsam was hören müssen.

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Ah … der Focus berichtet, was sky berichtet … immer gut, die Wahrheit aus einer Kette seriöser Propheten zu erfahren - wie eine warme Decke…

„Wie ein warmer Mantel“ heißt das …

Also, jetzt weiß man keine besseren als Tuchel, aber wenn man gegen Lazio rausfliegen sollte, weiß man das schon? Die „adults“ überzeugen mich mehr und mehr …

„Wie fahre ich einen Weltclub gegen die Wand?“ … „Lasst uns ein kontinentales Manchester United erschaffen“ … help me please, ich will raus aus diesem Film!

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Mal etwas Juristisches zum Tuchel-Ende.

man hat sich dem Dilletantismus verschrieben - man bekommt ihn…

die Mannschaft seit Jahren gefühlt untrainierbar, der Trainer flüchtet sich nach erfolgter Demütigung und Demontage in unprofessionelles aber absolut verständliches Verhalten und die Adults irrlichtern weiter durch die Gegend…

jetzt zieht man als Argument, das selbst verursachte Desaster nicht zu beenden, den Schutz von Eberl heran…

wer die Grenzen der Absurditäten austesten mag - in München steht nicht nur ein Hofbräuhaus sondern auch ein Kasperltheater!

mich verlässt zunehmend die Fantasie, was genau Spieler wie Kane und Musiala bewegen sollte, bei uns bleiben zu wollen…

das dürfte sicher auch dazu beitragen, dass sich ein Davies benimmt wie er sich benimmt…

Manu, Chelsea, Barca - wir sind auf euren Spuren…

by the way - auch Sport1 liest hier mit :rofl:

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unsere komplette Führungsebene verhält sich seit Jahren, als hätten sie den viel besungenen Fußballmechanismen noch nie gehört… :rofl:

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