Stellt Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen die Zentralvermarktung infrage?

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Stellt Dreesen hier die Zentralvermarktung in Frage?

Jan-Christian Dreesen, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, tritt im OMR-Podcast auf und deutet an, dass der Rekordmeister seine Medienrechte in Zukunft auch selbst vermarkten könnte. Jan-Christian Dreesen steht seit Mai 2023 an der Spitze des Vorstands des FC Bayern München. Öffentlich äußert er sich meist situativ und eher selten ausführlicher, dann vor allem zu wirtschaftlichen oder strategischen Themen. Nun war er erstmals in einem Podcast zu Gast und stand Philipp Westermeyer von den „Online Marketing Rockstars“ fast eineinhalb Stunden Rede und Antwort. OMR ist eine Medienplattform, die vor allem für ihre große Digitalmesse sowie den Podcast ihres Gründers Westermeyer…

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über nichts würde ich mich mehr freuen - wenn ich endlich diesem streaming wahnsinn der nur auf den rücken der zahlenden kunden ausgetragen wird lebewohl sagen könnte und fortan einfach alle spiele vom fcb in der eigenen app streamen kann

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Ich wäre da vorsichtig. Der Heimmarkt und der ausländische Markt sind zwei komplett verschiedene Dinge. Du wirst in D oder auch AT nie gleich viel bezahlen für die Bundesliga oder die Spiele des FC Bayern als wenn du in einem asiatischen Land bist.

Dass der FC Bayern auf dem Heimmarkt aus der Zentralvermarktung aussteigt, kann ich mir in den nächsten 10 Jahren jedenfalls nicht vorstellen. Die Bestrebung seine Spiele im Ausland selbst zu vermarkten wären für den FC Bayern natürlich ein großer Vorteil. Würde aber die Auslandsrechte der Bundesliga komplett entwerten.

Ich hatte noch nicht die Möglichkeit das Interview zu hören. Klingt aber vielversprechend, was ich hier lese.

Der Artikel beleuchtet das Thema übrigen sehr gut.

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du hast vollkommen recht natürlich sind das verschiedene paar schuhe und so einfach wird es wohl nie sein. trotzdem wäre es von mir ein wunschdenken. ich schaue nur die spiele des fcb und wenn du wirklich alle spiele live sehen möchtest brauchst du halt auch drei verschiedene abos mittlerweile.

KHR hat das bisweilen auch immer mal gemacht, das Thema ist also nicht neu.

Fakt ist: Der FCB ist das Zugpferd bei den Übertragungen und auch ansonsten medial. Würde der nur auf eigenen Deckel wirtschaften wäre die Liga tot (meine Meinung).
Die Bayern-Fans würden sich natürlich freuen, oft schauen die eh nur das Bayern-Spiel.

Als jemand der gern und viel schaut würde Leuten wie mir zwar was fehlen aber Spielen wie Freiburg - Union würde auch ich nicht vermissen und vermutlich auch sonst wenige. Also für kleinere Klubs wäre das fatal. Ist halt die Frage was man will.

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Ich habe mir das angehört und ich denke, dass das keine grundsätzliche Absage war an eine zentrale Vermarktung. Ich glaube aber, dass der FC Bayern Lust hätte in einzelnen Ländern Spiele über ihre Plattform anzubieten.

Wenn man hört, dass die Einnahmen aus der internationalen Vermarktung so massiv gesunken sind (25 vs 45 Mio.p.a. vor Corona) sind diese Bestrebungen nachvollziehbar und vernünftig.

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20 Solidaritätsherzen für die Liga - sollte Bayern wirklich irgendwann aus der Zentralvermarktung aussteigen und die Liga damit sich selbst überlassen, dann wars das endgültig für mich!

wird sie nicht jucken - die Millionen und Milliarden sind ihnen eh wichtiger, als das was daheim passiert…

manchmal wünschte ich mir, sie würden es einem Fan nicht so schwer machen und ihre feuchten Träume einfach durcnziehen… dann würde man nicht über Jahre im zunehmenden Ärger dahinsiechen… aber dazu sind sie eben zu feigen!

schade - es würde einem den Absprung erleichtern!

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Wer sagt das denn?
Irgendwer?

es wird doch seit Jahren und jetzt erneut verbal vorbereitet… auf die Tränendrüse gedrückt… als ob eine Einzelvermarktung irgendetwas am Abstand zur PL ändern würde…

und ich bleibe doch im Konjunktiv - sollte…

für mich ist das eine der roten Linien!

Dann lass ich Dich in dem Glauben.

Lobby-Arbeit können sie an der Säbener.

Sie haben so oft wiederholt, dass der FC Bayern mit der Zentralvermarktung solidarisch mit der Liga sei, dass sie es mittlerweile wahrscheinlich sogar selbst glauben.

Dabei ist es Schmarrn. Der FC Bayern braucht die Bundesliga viel mehr als die Bundesliga den FC Bayern.

Eine Bundesliga ohne FC Bayern würde funktionieren.

Ein FC Bayern ohne Bundesliga würde nicht funktionieren.

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Das stimmt so nicht ganz. Fußballrechte sind auch für die allermeisten Anbieter ein Minusgeschäft, weil sich das niemand mehr leisten kann. Es wird also auch auf dem rücken der Streamingdienste und Pay-TV-Sender ausgetragen. Die geben es dann wiederum an die Kund*innen weiter.

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gut für die liga, schlecht für uns

Eigentlich verlieren finanziell alle, außer eben die Topklubs. :person_shrugging: Klar, etwas überspitzt, aber im Kern ist es schon so.

Na ja, niemand zwingt sie zu diesen Minusgeschäften.

Aber vor diesem Hintergrund (der ja nicht zu leugnen ist) ist diese Dreesen-Aussage

„Werden wir überhaupt noch in fünf oder zehn Jahren ein DAZN, ein Sky, ein you name it haben, der in dieser Größenordnung die Rechte uns abkauft? Und können wir uns darauf noch verlassen? Oder müssen wir nicht selber dafür sorgen, dass wir unser Produkt, unseren Fußball, auch selber mit anbieten können?“, sagt Dreesen."

schon spannend und hat auch Hintergrund.
Meines Erachtens erarbeitet sich Bayern gerade diverse Optionen, um für eine ungewisse Zukunft gerüstet zu sein.

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Finde ich komplizierter. Man könnte schon argumentieren, dass der Markt sie dazu zwingt. Keine Sportrechte, keine Kunden. Keine Kunden, keine Umsätze. Keine Umsätze, kein Jobs.

Sehe ich auch so. Wie schnell es mit Zahlungsausfällen gehen kann, durften zuletzt unsere Nachbarn aus der Ligue 1 miterleben. Der umsichtige Kaufmann baut vor und hat einen Plan B in der Schublade. Auf jeden Fall sinnvoll, dass FCB und DFL sich hierzu Gedanken machen.

Gilt auch nur, wenn Du sonst nichts anzubieten hast.
Mit Angelsport oder billigen Eigenproduktionen wird es nichts.

Spätestens 2035 ist Bayern in einer Superliga. Warte es ab :crystal_ball: