"Spielen Betroffene gegeneinander aus": Südkurve München bezieht Stellung zur Kollektivstrafe der UEFA und des FC Bayern

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Südkurve München mit Appell an alle Fans

Beim Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Union Saint-Gilloise wurden tausende Plätze in der Südkurve gesperrt. Die Ultras haben dazu Stellung bezogen. „Wir sind immer hier, die Kurve das sind wir“, war am Mittwochabend vor Anpfiff auf einem Spruchband zu lesen. Der FC Bayern München spielte in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise vor einer leeren Südkurve – zumindest im Unterrang. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Fast 10.000 Plätze blieben dort frei. Grund dafür war die von der UEFA ausgesprochene Strafe wegen des Einsatzes von Pyrotechnik beim letzten Heimspiel der Münchner. Der europäische Fußballverband sperrte 4.800…

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„Wir haben bewiesen, dass Kollektivstrafen ins Leere laufen und die Strafenpolitik des Verbands und unseres Vereins jederzeit ad absurdum geführt werden kann“, heißt es darin. Das Vorgehen von UEFA und FCB sei „ein beispielloser Präzedenzfall, der nicht unwidersprochen bleiben darf“.

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, um auszudrücken, was ich über die jüngsten Entwicklungen in unserem Verein empfinde. Was mir jedoch ganz klar vor Augen steht, ist die anhaltende Arroganz, die teilweise in unseren Fanreihen herrscht. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, wird von manchen einfach weggeschaut, und das trotz der Tatsache, dass die aktuellen Probleme zum Teil hausgemacht sind.

Die Verantwortlichen, die trotz eines klaren Verbots weiterhin gegen die Regeln verstoßen haben, zeigen nicht nur ein bedenkliches Maß an Ignoranz, sondern auch eine alarmierende Selbstüberschätzung. Dazu gehören auch jene, die sich noch öffentlich mit diesen Personen solidarisieren. Solche Handlungen sind für mich nicht mit Fanliebe zu vereinen. Wir brauchen keine Menschen, die solches Verhalten tolerieren oder sogar unterstützen.

Wir Fans, vor allem die Ultras, sollten in erster Linie für Werte wie Respekt, Fairness und Zusammenhalt stehen. Es ist an der Zeit, dass die vielen „normalen“ Bayernfans aufstehen und deutlich machen, dass wir diese Arroganz nicht akzeptieren. Wir sind leidenschaftliche Anhänger unseres Vereins und verdienen Fans, die Verantwortung tragen und das Wohl aller Fans im Blick haben.

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Wenn eine Gruppe nicht genug dafür tut, sich von den zu bestrafenden abzugrenzen, gehört sie als Gruppe bestraft.

Es wurde jede Plattform und Möglichkeit dafür eingeräumt. Alles was kommt sind Solidarisierungen mit Zündlern und Werfern.

Von mir aus können wir die Südkurve dicht machen bis die Ultras selbst die Täter raus geschmissen haben. Wie lang das auch immer dauern mag.

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Zunächst mal: Präzedenzfall wäre es ja, wenn es der erste Fanauschluss nach entsprechenden Vergehen wäre. War es aber nicht. Zum Anderen: Für mich hat der Verein ganz gut erklärt, warum es in einer auf Drängen der Fans nicht in einzelne Blöcke unterteilten Südkruve (also was Zugang und Karten angeht, die Block Nummerierung gibt es natürlich), es jetzt noch schwieriger gewesen wäre, eine faire Aufteilung der verbleibenden Karten/Plätze zu gewährleisten. ich habe nirgends gelesen, dass Dreesen et al das als “zusätzliche Bestrafung” der Fans gesehen haben. Im Gegenteil, der Verein hat sich doch sogar darauf eingelassen, dass die Fans einen Vorschlag zur verteilung machen. Was daraus geworden ist, weiß ich allerdings nicht. Und man muss es offensichtlich immer wieder sagen: Hier haben Menschen in vollem Bewusstsein etwas Verbotenes getan. Und wenn jetzt jemand sagt: Das Pyroverbot ist aber doof, dann hieße das ja, dass in unserer Gesellschaft jeder die Verbote/Gesetze, die ihm nicht passen, brechen kann. Da möchte ich dann eher nicht leben. Und das jemand, der Regeln aufstellt, Regelbrüche dann sakntioniert, sollte jetzt nicht wieder so pathetisch überhöht dramatisiert werden. Kollektivstrafen wird es so lange geben, so lange Einzeltäter nicht anderweitig indentifiziert werden können. Und gegen diese Identifizierung wehren sich genau die, die auch gegen Kollektivstrafen sind. Was wäre denn aus deren Sicht eine angemessene Sanktion nach solchen Regelbrüchen? Nachdem die Ultras selbst ja starre Hierarchien, Ehrenkodex etc haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie eigentlich für Anarchie sind.

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Und genau da liegt der Hund begraben. Viele der ultras haben das gefühl sich in der Masse verstecken zu können und sind der Meinung über den anderen Fans zu stehen und nutzen diese als Schutzschild für jede Menge blödsin und da da ist die zundelei nur die Oberfläche.

Die strafen gegen Verstöße waren schon immer Fangausschlüsse und strafen gegen die clubs damit trifft es immer auch andere oder besser gesagt vor allem andere

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Auf diejenigen, die des Kollektivausschlusses wegen gestern nicht ins Stadion kamen, muss der Banner-Text wie Hohn gewirkt haben. Anstatt zu beweisen, wie unbeeindruckt man ist und mit welcher Leichtigkeit man doch ins Stadion kommt, hätte man vielleicht einen smarteren Umgang wählen sollen. Hätten nicht zum Beispiel die Ultras-Gruppen die mitbestraften Fans in den Oberrang schleusen können anstatt selber gesammelt aufzuschlagen? Ich weiß nicht, ob das möglich gewesen wäre, aber was für ein tolles Zeichen wäre das gewesen! Die Ultras hätten zeigen können, dass sie rein könnten, wenn sie wollten. Und dem Schorschi-Normal-Südkurvler hätten sie damit gezeigt, wie man Verantwortung fürs eigene Handeln übernimmt, ohne andere die Last tragen zu lassen. Womöglich ist das auch passiert und ich weiß es bloß nicht, weil sich nun die aufregen, die auch ohne Kollektivstrafe gar nicht in der Südkurve gestanden hätten?

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Es ist das Gegenteil passiert: Die Leute, die normalerweise in dem Bereich des Stadions sitzen, wurden auch noch vertrieben. Laut Augenzeugenberichten aus den Blöcken, war das für die Ordner und den FC Bayern auch keine einfache Situation.

Ich verstehe daher nicht, wieso der Verein in dem Statement so scharf kritisiert wird. Der Klub hat von Anfang an versucht, Lösungen zu finden, den Schaden möglichst klein zuhalten. Es war auch ein Spiel, bei dem der Zweitmarkt mit Tausenden Karten geflutet wurde (sicherlich bewusst so gewählt?). Jeder konnte also das Spiel sehen, wenn er unbedingt wollte. Und so weit man hört, hat der Klub dann auch die spontane Bildung der Südostkurve ermöglicht.

du behauptest also, dass Platzinhaber*innen (mit Gewalt) gezwungen wurden ihre Plätze zu verlassen?

Ich habe nichts von Gewalt und Zwang geschrieben. Offensichtlich konnten die Leute, die dort Tickets hatten, nicht auf ihren Plätzen sitzen.

wenn das so war, muss doch Zwang ausgeübt worden sein - physisch oder verbal…
und dass dann offensichtlich in hoher Anzahl unter den Augen der Ordner im Sitzplatzbereich…

finde ich ambitioniert…

Ich möchte da jetzt nicht über die Semantik dieser Wörter diskutieren und ich kenne auch die Details nicht, weil ich nicht dort war.

Aber ganz allgemein gesprochen: Wenn eine vierstellige Anzahl an Besuchern direkt nach Stadionöffnung geschlossen in einen Block geht und sich dort hinstellt, was willste dann machen? Da braucht es keine physische oder verbale Aktionen. Die sind dann einfach da und bleiben auch da.

Das ist letztlich auch das, was in dem Statement durch die Blume ausgedrückt wird.

Wir haben bewiesen, dass Kollektivstrafen ins Leere laufen und die Strafenpolitik des Verbands und unseres Vereins jederzeit ad absurdum geführt werden kann

Meine Interpretation: Wir stellen uns einfach in einen anderen Block. Ihr könnt dagegen eh nichts machen.

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es war genau so. Die SKler haben sich alle Karten, die sie für irgendeinen Bereich im Stadion erstehen konnten, ergattert und sind 2 Stunden vor dem Spiel geschlossen in die Blöcke in den Oberrang - die sie für sich - unabhängig von der eigenen Karte - ausgewählt haben. Haben sich da hingestellt und Leute an den Eingängen postiert, die dann die eigentlichen Karteninhaber der Plätze abgefangen haben und denen erklärt haben, wo sie heute das Spiel zu sehen haben. (nämlich auf den Plätzen, die die SKler eigentlich erworben haben). Ob sie wollten oder nicht.

Das ausgerechnet jemand, der immer und überall Gewalt von “Männern” wittert hier jetzt Achselzuckend sagt: Mimimi, das ist doch kein Zwang, der da ausgeübt wird, ist … ambitioniert.

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Die Masken fallen :face_with_peeking_eye:
Doppelmoral wohin man schaut

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versteh ich das richtig: die südkurve (also fans des vereins) maßen sich an anderen stadion besuchern zu sagen wo sie sitzen sollen damit sie geschlossen wo auftreten können? wie kann sowas sein?

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Na ganz einfach… das sind halt die wahren und echten Fans!
Alles andere wird nur geduldet. Und natürlich machen die echten Fans die Regeln.
Achsoooo… und Pyro ist geil! Und wenn die nicht echten Fans daran gehindert werden ihre bezahlten Plätze einzunehmen dann ist auch jegliche Form der Gewaltanwendung legitim!

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Achtung Ironie. Die Antwort wird wohl sein:

WIR haben den Besuchern, die ihre Plätze gerne freigemacht haben, damit WIR der UEFA die Grenzen aufzeigen konnten, in vielen Fällen sogar einen Gefallen getan, denn einige haben Upgrades zu ihren tatsächlichen Plätzen bekommen und haben Karten für Blöcke enthalten, die sie sich sonst vielleicht gar nicht leisten könnten (und dann kommt ein mehrzeiliger Absatz über ungerechte Preisgestaltung)

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mit verlaub ich kenne mich mit der fußball fan szene und auch dem begriff ultras und allem was dazugehört nicht wirklich aus - aber das ist einfach absurd

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