Veröffentlicht unter: Rassismus gegen Jonathan Tah betrifft uns alle!
Beschämend und leider nicht überraschend. Jonathan Tah wurde nach dem Aus des DFB-Teams bei der WM 2026 Ziel rassistischer Anfeindungen. Es muss endlich was passieren. Ein Kommentar. Nachdem Jonathan Tah seinen Elfmeter verschossen hatte, war nicht nur das DFB-Team bei der WM 2026 ausgeschieden, es dauerte auch nur wenige Minuten, bis sich die sozialen Netzwerke mit Kommentaren füllten. Neben sportlicher Kritik fand sich dort auch eine Flut an rassistischen Beleidigungen und menschenverachtender Hetze. Überraschend? Nein, leider nicht. Und genau hier liegt das Problem. Wenn rassistische Angriffe nach einem verschossenen Elfmeter inzwischen schon als vorhersehbare Begleiterscheinung eines Fußballspiels wahrgenommen werden, besteht…
Danke für den Text. Er trifft für mich genau den richtigen Ton, weil er nicht bei der naheliegenden Empörung stehen bleibt, sondern den Mechanismus dahinter freilegt. Der Punkt mit dem Geschäftsmodell ist entscheidend: Es sind ja nicht ein paar entgleiste Einzelne, sondern eine Plattformlogik, die genau das belohnt, was Menschen herabsetzt. Das erklärt, warum sich das nach jedem verschossenen Elfmeter mit derselben Verlässlichkeit wiederholt.
Stark finde ich auch, dass die Grenze sauber gezogen wird. Kritik an einer sportlichen Leistung ist selbstverständlich legitim, ein Angriff auf die Würde eines Menschen ist etwas kategorial anderes.
Diese Unterscheidung geht in den Debatten hier oft unter, und sie ist wichtig, damit die Verteidigung gegen Rassismus nicht als Immunisierung gegen jede Kritik missverstanden wird
Bei Zustimmung in allen anderen Punkten möchte ich hier wie folgt zuspitzen:
Sobald Kritik an Rassismus geübt wird, kann man Wetten darauf abschließen, dass irgendjemand das Strohmannargument auffährt, die rassistisch angegriffene Person solle gegen jede Kritik immunisiert werden. Um solchem böswilligen Missverständnis entgegenzutreten, ist es immer wieder notwendig, dass die Grenze sauber gezogen wird. Kritik an einer sportlichen Leistung ist selbstverständlich legitim, ein Angriff auf die Würde eines Menschen ist etwas kategorial anderes.
Danke für den Artikel, dennoch schlimm das solche Artikel überhaupt notwendig sind.
Das Thema Rassismus wird man nicht totbekommen und kann man nur als Gesellschaft gemeinsam bekämpfen.
Die Online Medien sorgen leider dafür das dies noch schwieriger ist.
Ich war persönlich überrascht über die Berichte bzgl Rassismus nach dem Spiel, ich weiß im Nachhinein gar nicht warum. Bin ich wohl zu naiv.