Raphaël Guerreiro verlässt den FC Bayern: Ein kluger Schachzug

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Der Abgang von Raphaël Guerreiro ist sinnvoll

Nach insgesamt drei Jahren ist im Sommer Schluss für Raphaël Guerreiro an der Säbener Straße: Der Europameister von 2016 verlässt den FC Bayern. Wir blicken zurück auf einen smarten Transfer, der vielfach im Schatten anderer stand. Glaubt man den Daten von transfermarkt.de verliert der FC Bayern mit Raphaël Guerreiro einen Spieler, den man als personifiziertes Schweizer Taschenmesser bezeichnen kann. Bei den in der Datenbank hinterlegten 520 Karriere-Einsätzen sind beim 32-jährigen Portugiesen bis dato sieben verschiedene Positionen vermerkt. Nur als Torwart, rechter Flügel und als Stürmer hat man den 1,70 Meter großen Alleskönner bisher nicht bewundern dürfen. Die Betonung liegt auf…

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Zuerst einmal vielen Dank an Guerreiro für drei tolle Jahre. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Als offensiver Ersatz würde mich Also Jensen für ihn freuen

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Sehr schöne Würdigung von RG, Danke auch dafür!

Finde ich sehr wichtig und richtig, dass auch den „unsung heroes“ hier (anders als fast überall sonst in der deutschen Sportpresse) solche ausführlichen und tiefgründigen Artikel gewidmet werden…

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Asp Jensen ist auch mein Favorit für die Nachfolge :smiley:

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Sehr gute Einordnung des Spielers und seiner Zeit in der Bundesliga (die ja u.U. noch weiter geht, wer weiß).

Ihm damals einen Vertrag anzubieten war die absolut richtige Entscheidung. Als Kaderspieler hat er im Grunde genau so geliefert wie bestellt, die Verletzungspausen waren sicher auch eingepreist.

Wenn man ihn allerdings die letzte Zeit hat spielen sehen wurde einem schon klar, dass das physische Niveau nicht mehr für den Spielstil des FC Bayern ausreicht, von daher konsequent jetzt die Zusammenarbeit zu beenden und ich denke damit kann auch jeder fein sein.

Alles Gute Rapha, vielen Dank!

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Sehr guter Artikel, vielen Dank!
Vielen Dank auch an Raphaël Guerreiro für die drei Jahre!
Ich würde die Position in der nächsten Saison auf jeden Fall aus den eigenen (Campus)-Reihen besetzen.

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Ich nenne Spieler wie Guerreiro gerne auch elder statesmen und denke, dass jede Mannschaft 2-3 davon im Kader haben sollte. Sie haben Erfahrung, die sie auch an jüngere Spieler weitergeben können und bewahren auch in Situationen, in denen es mal nicht so läuft, häufig die Ruhe. Zudem macht es ihnen in Bezug auf ihre Leistung aufgrund ihrer Erfahrung meistens nicht so viel aus, wenn sie mal für mehrere Spieler kaum oder gar nicht zum Einsatz kommen. Mit van Buyten, Pizarro oder Rafinha haben wir exzellente Erfahrungen gemacht. Wichtig ist natürlich, dass ein Spieler diese Rolle auch akzeptiert. Falls jemand lieber noch irgendwo als Stammspieler agiert und regelmäßige Einsätze in der Startelf oberste Prämisse sind und der Spieler in Kauf nimmt, dass es ein Verein ist, der auf einem etwas niedrigeren Level als der FCB unterwegs ist, ist das natürlich vollkommen verständlich.
Ich warne nur etwas davor, zu sehr auf junge Spieler zu setzen. Natürlich hat Bayern mit Tah, Kimmich und Kane (unterstützt von Diaz und Laimer) eine Reihe von alten Haudegen als Stammspieler auf dem Feld, die junge Spieler führen können, aber die Rolle von erfahrenen Spielern auf der Bank sollte man wirklich nicht unterschätzen. Ich fände es persönlich nicht gut, wenn im nächsten Jahr gar kein solcher Spieler mehr im Kader sein sollte.
Wenn der Transfersommer so läuft wie erwünscht und man Palhinha und evtl. auch noch Kim verkaufen kann und Guerreiro und Goretzka sicher gehen, könnte es sein, dass mit Gnabry nur noch ein solcher Ü30-Spieler, der nicht unbedingt als Stammspieler eingeplant ist, bleibt.

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Sehr schöner Begriff mit den elder statesmen!

Da muss ich sofort auch an Dier denken…

Und bei ihm war’s ja auch wirklich so, dass ihm viele nachgetrauert haben und ihn lieber noch länger behalten hätten. Er hätte es bei mehrjährigen Vertrag wohl auch sogar gemacht.

ABER:

Am Ende hat unsere Vereinsführung hier (siehe jetzt viel schlechteres Rating und weniger Spielzeit, und das bei Monaco) doch Recht behalten. Es wäre wohl durchaus ähnlich gelaufen wie bei Guerreiro heuer, dass auf kaum Spielzeit mehr gekommen wäre…

Und das zeigt auch wiederum das Problem bei den elder statemen (deren Wert, solange es läuft aber natürlich niemand bestreitet) bei einem Verein wie den Bayern auf:

Wenn’s leistungsmäßig in den Keller langsam geht biste hier halt leider sehr schnell komplett weg vom Fenster und dann ist selbst ein moderates Gehalt schlecht investiert…

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mal OT @willythegreat, du hast meist sehr guten Input, ich (und vielleicht auch andere) würde mir beim Lesen leichter tun wenn du den ein oder anderen Absatz einbauen würdest :wink: nothing for ungood :slight_smile:

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Es heißt ja auch nicht umsonst immer das die besten oder erfolgreichsten Mannschaften immer einen guten Mix aus Jungen und Erfahrenen Spielern haben :smiley:

Die Frage ist halt ob die Erfahrung mit Tah, Kimmich, Gnabry, Diaz und Kane ausreicht oder ob man dann unbedingt noch mehr benötigt gerade auf der Ersatzbank :smiley:

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Ist wohl OT und hat auch nicht unbedingt mit deinem Beitrag zu tun, aber Unseren Spanier Bryan Zaragoza wollen wir auch verkaufen, oder habe ich da bereits etwas übersehen?

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Der Einwand bezüglich der Erfahrung ist berechtigt. Aber ich denke man darf nicht automatisch über 30 mit Erfahrung gleichsetzen, die für die Bank von Vorteil ist. Schlager wird ja zum Beispiel von Matthäus für Bayern empfohlen. Aber ob Schlager überhaupt eine Bereicherung bezüglich der Erfahrung wäre? Das wissen wir jetzt nicht automatisch.

Hätte ja gerne mal Modric als elder Statesman bei uns gesehen

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