Veröffentlicht unter: Neu-Trainer Dante droht beim FC Bayern ein Terminchaos
Nun ist es offiziell: Der Brasilianer Dante wird neuer Trainer der FC Bayern Amateure. Der Ex-Profi steht zum Start in die neue Saison vor ein paar Fragezeichen. Im Sommer 2015 verließ Dante Bonfim Costa Santos, kurz Dante, den FC Bayern München um seine Karriere beim VfL Wolfsburg (2015-2016) und anschließend in Nizza fortzuführen. Nach 329 Pflichtspielen für den französischen Erstligisten beendet der Innenverteidiger seine Karriere um im Sommer an Stelle von Holger Seitz die Position des Amateure-Trainers zu übernehmen. Eine spannende und mutige Personalie. Schließlich bringt Dante viel Erfahrung als Profi-Sportler mit nach München, auf Trainerebene war der 42-Jährige aber…
„Dante ist gerade wegen seiner fehlenden Erfahrungswerte eine Wundertüte. Aber das waren andere Trainer wie Miroslav Klose in der Vergangenheit auch. Die Münchner sind bekannt dafür, Ex-Spielern in diesem Bereich immer wieder eine Chance zu geben.“
Ich bin da voll bei @solari
Es geht eben hier bei den Amateuren noch nicht um maximalen Erfolg sondern um maximale Entwicklung. Und da kann ein Super Typ mit Monstererfahrung als Spieler sicherlich den Jungs ne Menge mitgeben.
Und was man auch nicht vergessen sollte:
Es macht den Weg auf den Campus auch noch attraktiver für Talente wenn als U23 Station dann man schon von einer hochsympatischen Bayern-Legende und CL Sieger trainiert wird, der bis kurz vorher noch selber aktiv hochklassig aktiv war…
Dante ist super sympathisch, da stimme ich zu. Aber eine „Legende“ ist er mMn nicht. Da bin ich streng. Er war ein wichtiger Füllspieler in einer Elf voller Legenden, käme in meinem Ranking aber vermutlich exakt auf Platz 11 dieser ersten Elf von Wembley.
Nun ist „Legende“ etwas sehr subjektives. Ich spreche niemandem ab, das so zu sehen. Da gibt es keine objektiven Kriterien. Aber wenn ich angehender Fußballprofi wäre, hätte Dante für mich auch keinen allzu besonderen Pull. Es wäre sicher etwas, auf das ich mich freuen würde, ich will das keinesfalls negativ verstanden wissen. Aber es wäre für mich auch nicht so besonders, dass ich tagelang aufgeregt und nervös wäre. Ich glaube, da trifft man im Umfeld des FC Bayern andere Personen, die auf mich mehr Strahlkraft hätten. Unter den Aktiven, wie in der Funktionärsriege. Unter den aktuellen Trainern hat er natürlich trotzdem den größten Namen und kann viel weitergeben, da stimme ich zu.
Aber es ist gerade in der U23 noch ein bisschen mehr als „Papa erklärt jetzt mal, wie der Profibereich tickt“. Da geht es sehr konkret um fußballerischen Feinschliff und Arbeit an Details im individuellen Bereich. Je näher Dante da an die Vorstellungen von Kompany herankommt, desto besser. Nur mit sympathischem Auftreten und Profierfahrung wird er da nicht besonders erfolgreich sein. Die fachliche Ebene wird nach der Anfangsfreude über seinen Namen und seine Vita bei den Spielern sehr schnell entscheidend sein. Klose ist hier übrigens das Paradebeispiel. Am Ende waren über den sehr viele Top-Talente nicht mehr so froh wie noch zu Beginn, weil er einen Fußball hat spielen lassen, der nicht zum FC Bayern gepasst hat. Klose musste man jedoch hoch anrechnen, dass er sich offen für Kritik gezeigt hat und Dinge auch angepasst hat. Sonst wäre er schon früher weg gewesen – und das nicht so versöhnlich.
In Bezug auf Dante erlaube ich mir kein Urteil. Es ist seine erste Station. Ich schaue weder besonders gehypt noch besonders kritisch darauf und bin gespannt, was er inhaltlich kann. Denn das wird entscheidend sein.
Eben weil Dante ein sehr guter Typ ist, würde ich davon ausgehen, dass er von Anfang an den Kontakt zu Kompany und seinem Team sucht, sein Training auf dessen Ideen abstimmt und wohl auch als Neuling bereit ist, von den Besten zu lernen.
Da hätte ich bei einem erfahrenen Trainer eher die Bedenken, dass der sein eigenes Ding durchziehen und sich nicht voll auf Kompanys Ideen einlassen will. Time will tell …
Ja, ich Schlingel habe die „Bayern-Legende“ extra drin gelassen obwohl wusste dass da Widerstand kommen wird ![]()
Er ist natürlich zB meilenweit von einer Top 11 der Bayern-Geschichte entfernt, keine Frage. Bei einer Bayern „Legendenmannschaft“ wie sie ja regelmäßig als Spaßveranstaltung spielen dagegen finde ich ihn trotzdem total richtig aufgehoben.
Und mit dem Pull sehe ich sehr anders - weil er eben ein ganz besonderer Typ ist mit Mega Ausstrahlung und Mega Erfahrung auf Top-level.
Klar wird da keiner tagelang aufgeregt sein wie bei einer Beckenbauer Begegnung früher aber im Vergleich zu einem Seitz wie bisher doch immer noch Welten?
Ich denke Dante ist eine spirituelle Legende. Er war halt der DJ der Kabine und auch immer für gute Laune zuständig. Dagegen ist zum Beispiel Lewandowski nur eine Legende aufgrund seiner Rekorde. Menschlich wird man einen Lewandowski nicht wirklich vermissen.
Aber wen juckt das denn außerhalb derselbigen Räumlichkeiten und den damals dort sitzenden Personen?
Das impliziert, ein Kabinenmusiker wäre mehr wert als die polnische Tormaschine? Sorry, von Lewa wird man noch in 50 Jahren reden. Von Dante vermutlich nicht.
„Spirituelle Legende“ gehe ich mit.
Und das hier aus dem Ama Thread bringt es besser rüber warum:
„Es gibt nur einen Thomas Müller“ aber auch über einen Dante kann man sagen, dass er etwas ganz Besonderes hat wie es nur wenige Fußballprofis haben…
„Menschenfänger“ würde vielleicht auch passen?
Dante würde ich als Kultfigur bezeichnen, eben weil er von seiner Art her so außergewöhnlich war, ähnlich wie Sammy Kuffour.
Dante und Kuffour waren sicher keine besseren IV als Thomas Linke oder Robert Kovac, aber aufgrund ihrer Art einfach nachhaltiger bzgl. ihres Erinnerungsfaktors.
Warten wir einfach mal ab… ![]()
Dante auf diesen „Kult“ zu beschränken, wäre übrigens der Anfang vom Ende. Man wird nicht erfolgreich, weil man ein kultiger Typ ist. Das sind beiläufige Erscheinungen, die mit den richtigen Charaktereigenschaften förderlich sein können. Niemand feiert „kultige“ Typen, die nicht auch erfolgreich sind. Aber ohne fachliche Kenntnis und Geschick bringen all der Kult und all die Sympathien nichts. Bleibt zu hoffen, dass er fachlich punkten kann. Sonst wird das nichts. Denn kultige Charaktereigenschaften nutzen sich schnell ab, wenn es keine inhaltliche Substanz hat.
Insofern wäre mein Hauptkriterium für einen Trainer immer der fachliche Aspekt. Und den können wir bei Dante nicht beurteilen. Ganz nüchtern betrachtet bin ich deshalb derzeit bei 0. Weder in die eine, noch in die andere Richtung geneigt.
Geht halt darum, wie man Fußball betrachtet. Nicht wenige Leute interessieren sich mehr für individuellen nicht so großen Geschichten. Die Rekorde von Lewandowski kennt jeder.
Aber Dante ist eben durch seine Art besonders. Und bleibt daher vielleicht in dieser Hinsicht eher bzw anders in Erinnerung.
Wahrscheinlich deutlich eher eine Nizza-Legende als eine Bayernlegende.
Er spielt dort seit 10 Jahren, bis ins wahrlich biblische Alter von 42 Jahren. Und bis zuletzt nicht als Maskottchen, sondern als wichtiger Spieler. Das ist wirklich sehr bemerkenswert.
Über seine Qualifikation als Trainer sagt das natürlich wenig aus.
Da werden schon die ersten Monate spannend für ihn und vielleicht aussagekräftig für uns sein.
Wie in dem Artikel hier ja ausgeführt, werden seine Startbedingungen vsl. nicht die besten sein.
Wenn’s nur nach “Kult” ginge, hätten wir auch Kult-Sandro zurückholen können. Auch ehemaliger Kult-Spieler, der sogar schon Kult-Trainerfahrung hat. Und zu Recht erkannt hat, dass seine Augsburger Bayern schlagen können.
Dante war technisch ein ziemlich guter Spieler und hat enorme Erfahrung. Theoretisch hat er alles was es braucht, um jungen Spielern den genannten Feinschliff zu verpassen. Was soll den „Kulttrainer“ Seitz dazu befähigt haben, bei uns Trainer zu werden? Seine Erfahrung als Trainer bei Egling, oder seine Spielererfahrung beim SC Fürstenfeldbruck?
Hey hey…. Sammy war Bombe!