Ich finde Hainer hat das übrigens gut gemacht, bei der Würdigung am Sonntag.
Hoeneß ist zwar kein begnadeter Redner oder Autor, aber man nimmt ihm die persönliche Betroffenheit ab.
Nur mit dem Spiel in Kaiserlautern, das er da anführte lag er ganz gewaltig daneben.
Die steht ja außer Frage, wenn man sein eigenes Engagement bedenkt, als es darum ging, Müller aus der Alkoholsucht herauszuhelfen und ihm eine neue Perspektive zu bieten. Dass er in aller Öffentlichkeit nur von einer kurzen Krankheit sprach und seinen eigenen Anteil vollkommen unerwähnt ließ, war sehr taktvoll.
Btw: Der Lapsus mit dem Kaiserslautern-Spiel ist schon lustig, da er selbst damals mitwirkte. Sollte er dieses fast schon einzigartige Desaster wirklich verdrängt haben und vom Gegenteil - einer erfolgreichen Aufholjagd wie der in Bochum - überzeugt sein? Das wäre eine beachtliche Leistung, fast schon derjenigen ebenbürtig, die Pflicht zur Steuerzahlung zu übersehen.