Der Housecarpenter, sehr schön. Und ein tolles Besipiel, wie ein Lied in verschiedenen Stilrichtungen und in leichten Abwandlungen immer wieder auftaucht.
Mir ist jetzt 2 Tage lang der Name einer Künstlerin nicht eingefallen. Alela Diane. Die Platte habe ich damals auch zufällig entdeckt und sie lief dann in Dauerschleife für etliche Wochen.
Wie @Lukenwolf1970 schon geschrieben hat, es geht bei Musik um Emotionen und Empfinden, v.a. wenn man nur auf das Hören beschränkt ist ;). Genau diese Musik habe ich damals gebraucht. Aber dann eben auch komplett vergessen. Erst durch diesen Thread kam ich ins Grübeln. Danke dafür
edit: hmm. In der Vorschau wird das Bild angezeigt, aber nach dem Speichern ist nur zu lesen, dass das Video nicht vefügbar wäre…
Pentangle?
Da hat der Thread schon mal einen Erfolg zu verbuchen. Meine jahrzehntelang verschütteten Erinnerungen an Folk zu wecken. Zu der Zeit als man noch liebevoll kompilierte MC’s austauschte, hat mich ein Freund damals reichhaltig damit bedacht.
Und ich fand es gut.
Inzwischen sind die meisten Erinnerungen verblasst und ich hätte mich nicht mal mehr an den Namen Pentangle erinnern können.
Aber „House Carpenter“ war dann sofort wieder da.
Eine andere damals sehr bekannte Gruppe, an die ich mich immerhin noch erinnere, war Clannad.
Hier mit einem irischen Klassiker.
Mein Musikgeschmack gleicht einem sehr biodiversen Garten mit charakteristischen Aussparungen und einer sehr ausgeprägten Präferenz für handgespielte Musik. Der Folk- oder Folk-Rockbereich ist dabei geprägt von sehr frühen Musik- und teilweise Konzerterfahrungen (Ougenweide, Clannad vor der Esoterisierung, Stivell etc.). Pentangle in der Originalbesetzung und Steeleye Span sind weitere Klassiker. Und von da führen zwangsläufig Spuren zu Jordi Savall, Radio Tarifa, arabischer Oud-Musik, Nusreth Fati Ali Khan, Shakti, Ali Akbar Khan, L. Subramaniam…
Weil das Interesse für die irische Musik hier sehr groß zu sein scheint, eine kleine Geschichte von Opa Lukenwolf:
Ich war etwa 20 Jahre alt (dürfte also etwa 1990 gewesen sein) , als ich mit einigen guten Freundinnen und Freunden eine Backpackertour durch Irland machte mit Übernachtungen in den dort üblichen Hostels. Eine unserer Stationen war das Allie River Hostel in Doolin, ein Ort, den man kaum als Dorf bezeichnen kann, eher als eine Ansammlung von Gebäuden.
Wir hatten alle natürlich überhaupt keine Ahnung, dass dieses kleine Kaff Doolin ein Zentrum der traditionellen irischen Musik war. Also abends nach langer Wanderung müde eingecheckt, ab ins Bett. Morgens steht man auf, setzt sich draußen an einen Tisch und frühstückt, und dann erscheint auf einmal eine Band, die vorher mit uns den Schlafraum geteilt hat, mit fröhlichem Lächeln, setzt sich nebenan hin und spielt irische Traditionals mit Fiddle, Gitarre und Bodhran. Nebenan plätschert der Allie River, die Sonne scheint - es war unglaublich, ich werde es nie vergessen.
Ja, kenne ich, die haben sogar CDs von einer Gruppe aus der Region, in der ich aufgewachsen bin: Emma Myldenberger hießen die, läuft heute unter Psy-Folk, erinnerten mich aber immer sehr an Oregon mit Ralph Towner und Collin Walcott.
Schöne Geschichte. So fing es bei vielen von uns an. Ich war 1988 mit dem Schulorchester (Waldhorn!) in (Nord)-Irland und fand es dort so toll, dass ich seither fast jedes Jahr da bin.
Apropos Joan Baez: mein heutiger Tipp: „Copperhead Road“ von Steve Earle - ein US-amerikanischer „Alternative Country“ - Musiker, der auch andere tolle Songs herausgebracht hat (u. a. das, wie ich finde, großartige Album „The revolution starts now“) und als Schauspieler in der tollen Serie „The wire“ eine Nebenrolle hatte. „Copperhead Road“ ist sicherlich sein bekanntester Song:
(Warum „apropos Joan Baez“? Earle hat das Baez-Album „Day after tomorrow“ produziert und auch einige Songs davon geschrieben.)
Ich mag auch vieles aus dem Independent/Alternative-Bereich, z.B. Sparklehorse. Es ist sehr schade um so einen genialen Kopf wie Mark Linkous. Besonders das Album „It`s a wonderful life“ finde ich in Gänze sehr hörenswert.