Die Logik verstehe ich nicht. Das wäre doch eher ein Argument für den Elfmeter: obwohl Andrich bemerkt haben muss, dass er nicht mehr an den Ball kommt, geht er trotzdem Fuß voran ins Gefecht und räumt Diaz ab.
Ein Tritt gegen das Bein des Gegners ist und bleibt ein Foul, warum sollte man das nicht genauso ahnden wie in Fällen, wo am Rande des Strafraums einer den Ball rausspielen will und ein Angreifer schnell noch den Fuß dazwischen bringt, der kurz vor dem Ball getroffen wird … !?
Danke für deine Auseinandersetzung damit
Wenn der Ball dort verloren wird, ist Leverkusen mMn einen Querpass vom Tor entfernt. Nicht so easy peasy wie Frankfurt, aber ein ziemlich sicheres Tor.
Der Punkt ist ja aber nicht, die Szenen 1:1 übereinander zu legen. Der Punkt ist: Wenn du der Mannschaft eine Mentalität aneignest, in der sie keine Angst vor Fehlern hat, siehst du regelmäßig so einen grandiosen Fußball. Je mehr Trigger du aber für lange Bälle einbaust, desto häufiger verlierst du die Kontrolle übers Spiel und desto häufiger, musst du im Vollsprint anlaufen. Und desto seltener siehst du solche Kombinationen. Es geht mir nicht darum, dass man in der Frankfurt-Szene individuell betrachtet auch mal lang holzen darf. Ich bleibe aber weiterhin bei meiner Einschätzung von damals, dass das gar nicht notwendig war. Die Chance, sich spielerisch zu befreien, war zu nahezu jedem Zeitpunkt gut. Dann passieren eben Fehler. Fehler, die dir auch beim lang holzen passieren können.
Shit happens. Die erfolgreichen Situationen sind deutlich häufiger da als die unerfolgreichen und ein elementarer Teil der Dominanz dieses Teams.
Die Situation war abgeschlossen. Ich sehe auch Willys Punkt nicht wirklich, dass Andrich hier Díaz negativ beeinflusst. Der rutscht halt einfach weg und hätte auch ohne Andrichs Grätsche nicht viel anders gemacht.
Und weil die Situation abgeschlossen ist und aus meiner Sicht Andrich keinen Einfluss darauf hat, ist es zwar immer noch ein Foul, das man gern mit Gelb ahnden darf – allein für Dummheit. Aber Elfmeter wäre mir viel zu hart für das, was es tatsächlich war.
Aber ich finds auch schade, dass wir auch in diesem thread und gerade bei dieser tollen Szene wieder nur über Schiedsrichter reden.
Apropos Dingert
90’ +1
ENTSCHEIDUNG NACH VAR-PRÜFUNG
Und entscheidet auf Elfmeter!
90’ +1
VAR-PRÜFUNG
Dingert sieht sich die Szene noch einmal an.
90’ Fünf Minuten extra.
89’ Noch eine Chance für Guirassy, der nach Egloffs Flankenlauf versucht, gegen de Ligt zum zielgerichteten Abschluss zu kommen. Vergebllich, und der Ball fliegt auch nicht aufs Tor. Allerdings wird der Stürmer nach seinem Schuss auch von de Ligt getroffen.
Schicke dir den Link per PM
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Es tut mir selbst etwas leid, dass ich hier in den letzten Tagen etwas rigoros eingegriffen habe - die Rechtslage lässt MSR keine Wahl.
Ja, sorry… ist halt schade, dass diese Szene / dieser Spielzug in keiner Zusammenfassung (in Gänze) zu finden ist.
Aber bei Sky könnt ihr sie euch noch mal im Relive anschauen. 52. Minute!
Eine allgemeine Frage an alle Regelexperten:
wie wird eigentlich verfahren, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft nachdem die Spielsituation abgeschlossen ist, im Strafraum Opfer einer Tätlichkeit wird? Gibt es dann “nur” die rote Karte für den Übeltäter und das Spiel wird mit Ecke, Einwurf, Abstoß (je nachdem wo der Ball ins Aus geht und wer zuletzt am Ball war) fortgesetzt oder gibt es zusätzlich zur roten Karte auch noch Elfmeter, weil der Ort der Tätlichkeit im Strafraum war?
Mein Kenntnisstand ist folgender: Wenn der Ball im Spiel ist und es abseits des Spielgeschehens zu einer Tätlichkeit im Strafraum kommt, würde es Elfmeter geben, auch wenn das Spielgeschehen z.B. in der anderen Hälfte stattfindet.
Aber wie wäre es, wenn der Ball in dem Fall nicht im Spiel ist?
Geht einfach weiter. Gibt einer persönliche Strafe. Sonst nichts.
Wäre auch mein Kenntnisstand, ja. Aber ich bin da kein Experte.
Absolut. Fehler werden immer mal passieren, egal was der gewählte Ansatz ist. Wichtig ist dann nur der Umgang damit und solange dieser wertschätzend ist, denke ich nicht, dass er Spieler verunsichern wird. Ich persönlich fand auch damals die Auflösung der Situation durch Urbig noch ok. Ob ich das auch gesagt hätte, wenn er den Ball verloren hätte, hab ich mich auch schon gefragt und kann es ehrlicherweise nicht genau beantworten. Es wirkte aber auf mich souverän. Daher ok und ich hoffe, ich würde dann auch zu meiner Aussage stehen, wenn‘s schiefgeht.
Ein Querpass durch den 16er ist auch eher nicht zu verurteilen, wenn kein Gegner in Reichweite steht. In dem Fall gab es aber Gegner in der Nähe, Kimmich war unter Druck und hat durch den Ausrutscher sicher auch kurzzeitig etwas Fokus/Überblick verloren. In so einem Fall anzumerken als Coach „Hey Josh, hau den beim nächsten Mal lieber weg, wenn du gerade kurz den Fokus verloren hast (Ausrutscher) und die einzige spielerische Lösung ein Querpass durch den 16er ist“ wird vielleicht sogar eher Druck rausnehmen, weil man dem Spieler auch die Option des Ball raushauens zur Hand gibt.
Und damit will ich auch alles gesagt haben zu dem Frankfurtvergleich. Wie von dir geschrieben: lass uns darüber freuen, dass unsere Spieler solche Situationen wie gestern spielerisch gelöst bekommen und das sogar in Unterzahl. Und deine Analyse zeigt auch eindeutig, dass der Ansatz prinzipiell der richtige Weg ist.