MSR458: Bocktober für die FC Bayern Männer!

Schade, dass die Diskussion jetzt auf diese Ebene zieht.

Über den Einfluss von Milliardären auf Politik, Gesellschaft und Umwelt kann man sicherlich trefflich streiten. Da gibt es zweifellos einiges kritisch zu hinterfragen.

Aber darum ging es doch überhaupt nicht. Es ging um die Frage, warum Menschen weiterarbeiten, obwohl sie finanziell längst unabhängig sind. Es ging darum, dass es neben Geld auch andere Motive geben kann, die einen Menschen antreiben.

Aus dieser Überlegung gleich eine Rechtfertigung für die Zerstörung unseres Planeten oder der liberalen Gesellschaft abzuleiten?

Nicht jeder wohlhabende Mensch ist ein geldgieriger Egoist, genauso wenig wie jeder Milliardär ein Philanthrop ist. Ist unsere Welt denn nur schwarz und weiß? Ich bin der festen Überzeugung, dass sie das nicht ist.

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Und ich dachte, es ging um die These, dass eine Spielerin, die in England oder bei Barca spielt, nach der Karriere eben genau nicht mehr arbeiten muss. Dann war das ein Missverständnis, tut mir leid.

Edna Imade gerade mit Alexia zusammen ausgewechselt, ich finde, starke Leistung war das.

Hier im Forum wurde ja bereits gesagt, dass eigentlich jeder Mensch auch wenn er nicht muss gerne einer Beschäftigung nachgeht. Entweder um Geld zu verdienen, weil es der Person Spaß macht, weil man helfen will/der Gesellschaft etwas zurückgeben will oder aus anderen (persönlichen) Gründen.

Aber ich verstehe @Clarissa eher dahingehend, dass sie ja kritisiert, warum jemand der mit zum Beispiel mit der Spekulation von Wohnungen am Markt immer weiter macht, obwohl man wahrscheinlich sowohl für sich als auch für seine Kinder und Kindeskinder ausgesorgt hat. Wie bereits auch im Thema Klara Bühl angesprochen, macht es einen riesen Unterschied, ob man 300.000 oder 1.000.000 verdient, aber wenn man bereits 20 Millionen verdient hat und trotzdem noch mehr will, steckt da wahrscheinlich schon ordentlich Gier dahinter.

Aber genau das war doch von Anfang an der Punkt. Sie muss nach ihrer Karriere nicht mehr arbeiten, wenn sie nicht möchte. Sie kann es aber selbstverständlich weiterhin tun, wenn sie darin Erfüllung findet.

Du hast daraus zunächst die Frage gemacht, ob Geld das Wichtigste im Leben sei, und da bin ich eingestiegen. Anschließend waren wir plötzlich bei der Zerstörung des Planeten und der liberalen Gesellschaft.

Dabei ging es mir lediglich darum, dass finanzielle Unabhängigkeit vor allem bedeutet, dass man die Freiheit hat selbst entscheiden zu können, wie man sein Leben gestaltet.

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Das meinte ich, und wenn man liest, was die Herren Thiel und Musk so denken, Stichwort Apokalypse des Johannes, wird mir eben Angst und Bange - und mit “Weiterarbeiten” hat das im klassischen Sinne nichts zu tun.

Unauffälliger Schlenker zum Thema Klara Bühl… ich glaube nach wie vor, dass es geeignetere Klubs für sie gibt als Barcelona. Ich schaue gerade USA-Spanien, und klar, es ist total beeindruckend, wie Spanien es schafft, fünfzehn, zwanzig Ballkontakte zu haben, ohne dass eine Amerikanerin an den Ball kommt. Aber bei mir - und wahrscheinlich nur bei mir - stellt sich irgendwann die Sehnsucht ein: Spiel doch mal in die Tiefe. Edna Imade fand ich gut, hat auch einen Assist beim ersten Tor.

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Vor allem ist mir wichtig festzuhalten, dass sie ein Gehalt im siebenstelligen Bereich definitiv verdient hat und niemand böse sein sollte, wenn sie das dann auch macht.

Ich glaube, wir vermischen inzwischen ziemlich viele unterschiedliche Dinge.

Dass man die Geschäftspraktiken, den politischen Einfluss und die gesellschaftliche Verantwortung mancher Milliardäre kritisch hinterfragen sollte, steht für mich völlig außer Frage. Und natürlich gibt es Menschen, bei denen das Streben nach immer mehr Vermögen längst zum Selbstzweck geworden ist.

Aber was hat das mit einer Fußballerin zu tun, die durch ihre sportlichen Leistungen finanziell unabhängig wird?

Meine ursprüngliche Aussage war doch lediglich, dass finanzielle Unabhängigkeit einem Menschen die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden, wie er sein Leben gestaltet. Ob er weiterarbeitet, sich ehrenamtlich engagiert, eine Familie gründet oder einfach sein Leben genießt.

Daraus muss man doch keine Grundsatzdebatte über Kapitalismus, Milliardäre und die Zukunft unserer Demokratie machen.

Und dass eine herausragende Fußballerin für ihre Leistungen entsprechend entlohnt werden darf, darüber sind wir uns offenbar ohnehin einig.

Apropos und weil ich heute das Länderspiel gesehen habe. Wisst ihr, was man so in der NWSL verdient? Warum beschränkt man sich auf Barcelona und England, was ihre Zukunft betrifft?

Eine Klara Bühl würde zwischen 600000 - 800000 $ verdienen schätze ich mal.

Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass Du gerne das Thema wechseln möchtest :wink:

Also laut KI liegt Trinity Rodman bei 2 Millionen US-Dollar pro Jahr, da sollten sie für eine Klara Bühl schon tiefer in die Tasche greifen…

Wenn du meinst. Sehe das etwas anders. Aber das ist gar nicht die Diskussion die ich führen möchte.

Viele Profisportler leben und trainieren professionell, verdienen aber nicht viel Geld, müssen evtl. sogar noch selbst Geld reinpumpen, obwohl man auf dem höchsten Leistungsniveau unterwegs ist. Im Endeffekt wird ein Hobby professionell gelebt, was auch für große Teile des Frauenfußballs gilt. Es gibt nur eine kleine Spitze, die richtig viel verdient. Ist in fast allen Sportarten so. Sportarten, in denen auch die breite Masse richtig viel Geld verdient, gibt es nur sehr wenige. Daher ist es eher eine Entscheidung aus Leidenschaft, sein Hobby professionell zu leben.

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“KI” ist keine Quelle. 6 Mio für drei Jahre stimmt aber dennoch.

https://www.espn.com/soccer/story/_/id/47610882/trinity-rodman-record-deal-washington-spirit

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