MSR438: Fast Paris Paris! Verteidigen ist überbewertet

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Paris Saint-Germain und der FC Bayern liefern sich im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals eine packende Begegnung – und schießen dabei neun Tore. Artikel zum FC Bayern München „Verteidigen ist tot“: Was der FC Bayern aus dem 4:5 in Paris lernen kann MSR437: Haart, aber fair? FC Bayern erkämpft Remis gegen Barcelona 4:5 in Paris: Bayern überlebt kniffliges Hinspiel Nach dem zwischenzeitlichen 2:5 schienen die Bayern tot zu sein. Doch sie kämpften sich zurück. Im Podcast analysieren wir Probleme und Hoffnungsschimmer fürs Rückspiel. PSG und der FC Bayern sorgten für ein historisches Duell im Halbfinale der Champions League. Neun Tore, viel Spektakel…

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vielen dank für die schnelle podcast folge!

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Auch hier nochmal Danke für das schöne Plädoyer zum Schluss:

Auf dass sich möglichst viele von diesem Spiel verzaubern und inspirieren lassen und in Zukunft weniger daran denken, was man im Fußball alles verhindern müsse, sondern eher mutig die Möglichkeiten sehen und den Glauben daran, bisherige vermeintliche Fußballgesetze vom Stammtisch hinwegfegen zu können.

Und da wir wissen, dass Erfolg letztlich immer Nachahmer und Analysen hervorbringt, sehe ich diese Chance schon, dass wir zukünftig von mehr Teams diesen äußerst mutigen und offensiven Ansatz sehen. Andreas hat schon Recht, dass man sich mit Raketen wie wir oder PSG sie haben etwas leichter tut, dies zu bewerkstelligen, aber es geht ja im Detail nicht nur um individuelle Klasse und Ballfertigkeit. Da steckt auch sehr viel Strategie, abgestimmte Laufwege, gemeinsames mannschaftliches Verschieben drin. Die Spielweise von uns oder PSG nur auf die Super-Individualisten zu schieben, trifft den Kern dieser Entwicklung, die Trainer wie Enrique oder Kompany anstoßen, beleibe nicht. (Zumal es eh ein immerwährender Prozess ist, der nie aufhört, in dem immer voneinander gelernt wird, es Spiegelbilder und Gegenbewegungen gibt. Wer hätte denn vor ein paar Jahren gedacht, dass man je wieder eine solche Mann-gegen-Mann-Orientierung sehen würde? Nur innovativer und im Team-Verbund, als sie je entworfen wurde? Und wäre dieser Standard überhaupt denkbar ohne die Einflüsse von Trainern wie De Zerbi und Co.?)

Es kommen, nach all den Lobeshymnen (nicht nur) in den Medien, natürlich auch schon die ersten Beschwerden. Irgendein italienischer Ex-Nationalspieler sagt, so kann man doch nicht verteidigen, ihm wird übel, sagt er. Ich gestatte mir die kleine chauvinistische Bemerkung: Was soll ich von einem Italiener anderes erwarten? Oder Rooney, der sich zu Wort meldet und Kanes Lob für die Verteidiger kritisiert, weil die schließlich alle versagt hätten, wenn das Ergebnis 5:4 lautet. Gut, was soll ich über Rooneys Intellekt sagen, am besten wenig. Allein Upas Rettungstat gegen Dembele im Eins-gegen-Eins ist für mich eine Szene für die Jahresrückblicke. Und seine Leistung bleibt für mich auch heute noch pure Weltklasse.

Nein, ich denke, die Wahrheit, zumindest was PSG und uns angeht, ist:

Du kannst selbst mit höchster Verteidigungskunst diese Angriffskunst nicht mehr komplett stilllegen. Das ist zuviel Power, zuviel Positionswechsel, zuviel Kreativität. Allein Olise hat in diesem systemischen Ansatz so viele Möglichkeiten, seine Fußball-Intelligenz auszuleben, dass man das - Stand jetzt - nicht mehr alles verteidigt bekommt.

Wie werden sehen, wie lange es dauert, bis ein Rangnick kommt und Gegenmittel entwirft. Das ist übrigens gar nicht despektierlich gemeint. Es ist der Lauf der Dinge, wenn man nicht stehenbleben will. Bis dahin jedoch werden zumindest die Fans von PSG und Bayern noch sehr viele spektakuläre Angriffe und viele Tore sehen. Und das hat nicht mal was mit Show oder Las-Vegas-Entertainment zu tun (sprich: oberflächlichem Geblitze ohne inhaltliche Tiefe), sondern es scheint mir vielmehr wie das endlich eingehaltene Versprechen eines Fußballs, den man zuletzt in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sah. Ich denke manchmal, wenn ich all unsere pressenden Offensiven sehe, die nachrückenden Verteidiger, an diese legendären Zeiten, als jedes Team noch (vom System vorgesehen!) ganz selbstverständlich mehr nominell offensive Kräfte am Start hatte denn nominell defensive (Brasilien mit Didi, Vava, Pele, Garrincha… hach.) Oder natürlich an den holländischen Totaalvoetbal der frühen Siebziger (der ja auch schon seine Wurzeln in den Fünfzigern hatte).

Nun, wir werde sehen, inwieweit @justin’s Plädoyer und Martin Rafelts Bonmots sich verwirklichen. Schön wäre es, denn dahinter steckt eine Haltung, die nicht nur im Fußball, sondern auch im Leben sehr wertvoll wäre. Und hilfreich wäre, ganz aktuell:

Dass der aktuelle CL-Sieger aus unserem Halbfinale kommen wird. Und nicht die Standardkönige oder die Jungs des schwarzen Mannes in einem Spiel, dem Endspiel nämlich, mit dem Teufel im Bunde irgendeinen reinmurmeln und gewinnen, obwohl keiner weiß, wie das geschehen konnte. Stichwort: Inspiration und Glaube durch Erfolg…

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Mei gfrei i mi saggrisch aufs Semifinal Rückspui !

Ich tippe auf ein akkumuliertes 11-9 n.v. und Atletico vs Bayern am 30. Mai in Budapest.

Dort werden dann wenig Tore fallen. Tippe 2-1 für uns !

Und wenns nicht so kommt war der Patron schuld

Reicht dann jetzt auch wieder mit deinen provozierenden, inhaltlich nichts beitragenden Kommentaren. Ich denke, jeder hat verstanden, dass du seine Meinung zu Uli Hoeneß nicht teilst und nicht gut findest.

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Der ist nie schuld für seinen Bockmist! Da sorgt er schon resolut vor dass andere Köpfe dann hängen….