MSR432: Gut Dingert will Weile haben

Wenn es so viele Inkonsistenzen beim VAR gibt, dann liegt das m. E. nicht nur am Ermessensspielraum, sondern auch an der Führung. Offensichtlich gibt es keine klare Linie, wann was strafbar ist und wann nicht. Dazu kommt dann die Unklarheit, wann der VAR eingreift und wann nicht. Da braucht es eine klare Vorgabe - dann wird das sicherlich auch besser. Wenn dann noch teilweise offenkundige Entscheidungen lange dauern, dann sorgt das für noch mehr Kopfschütteln.

Für mich sind das alles organisatorische Fragen, die besser gemacht werden können, wenn es denn eine einheitlichere Vorgabe gäbe. Aber wenn ich sehe, dass Herr Feuerherdt quasi fast jede Fehlentscheidung im Nachgang erläutert und verteidigt, dann weiß ich, dass es keine klare Vorgabe von oben gibt und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen, eher gering ist. Und wenn ich das regionale Schiedsrichterwesen hier vor Ort mal so anschaue, dann weiß ich, dass genau das auch so passiert. Missstände im Verband werden ignoriert (in meiner Region gab es Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen einen Obmann, die nicht weiter verfolgt wurden) und so macht man dann immer weiter wie bisher. Und wenn Schiedsrichter bei Jugenspielen 5 Minuten vor Spielbeginn auftauchen und auf dem Platz im Spiel noch aufs Handy schauen, dann wird das hingenommen. Und so wird von ganz oben bis ganz unten nicht richtig aufgearbeitet, was schief läuft (s. Amerell).

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