MSR428: Kimmerflimmern und BVB-Ausblick

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Kimmerflimmern und BVB-Ausblick

Die Männer des FC Bayern München holen wichtige drei Punkte im Duell mit Eintracht Frankfurt – doch gerade gegen Ende machen sie es nochmal spannend. Artikel zum FC Bayern München Vincent Kompany: Sein bewegendes Statement in voller Länge Philippe Coutinho verlässt Heimatklub wegen mentaler Probleme FC Bayern Frauen müssen im Viertelfinale der Champions League eine harte Nuss knacken Dem FC Bayern gelingt ein weiterer Sieg in der Bundesliga. Gegen die SGE ist es am Ende aber knapper, als es lange aussah. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Bereits zur Halbzeit hätte der FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt…

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Wieder ein sehr unterhaltsamer Podcast, Danke dafür…!

Und ein spannender Ausblick auf den direkt folgenden nächsten Podcast, der wohl schon der Veröffentlichung harrt. Die Zukunft des Blogs ist immer interessant.

In diesem Zuge möchte ich, auch nach den netten Schlusssätzen von @Georg, nicht unerwähnt lassen, dass ich morgen eine Überweisung aufs MSR-Konto machen werde, weil ich der Meinung bin, dass ihr euch das mal wieder verdient habt, neben meiner ohnehin bestehenden monatlichen Unterstützung. Und die Statistik-Anbieter zahlen sich ja auch nicht von selbst, nicht wahr…:wink: ? Mögen sich andere gerne ein Beispiel daran nehmen, grade so Einmalzahlungen sind für die meisten von uns sicher durchaus machbar.

Jetzt aber noch was Inhaltliches zum Podcast:

@Georg will Harry Kane also die Fernschüsse verbieten, soso. :grinning_face_with_smiling_eyes: Nein, Spaß, er hat ja Recht. Aber trotzdem sollte die beste statistische Analyse des modernen Spiels mit einbeziehen, dass wir einen haben, für den qua Schusstechnik ein 20-Meter-Abschluss einer ist, der anderen Spielern jenem aus fünf Meter entspricht…

Und bezüglich der Szene gegen Frankfurt, zweites Gegentor, oute ich mich als von @justin genannter Verfechter der gegenteiligen Prozentuierung der Anteile:

30% Kim, 70% Kimmich.

Meine Hauptargumente, wohlgemerkt neben meiner grundsätzlichen Zustimmung zur These, als Bayern-Fan erwarte und erhoffe und unterstütze ich prinzipiell die spielerische Lösung:

Bei mir hat der Passgeber grundsätzlich die leicht erhöhte Verantwortung gegenüber dem Passempfänger. Dies gilt umso mehr, wenn ich Kimmich bin, und sehe, dass ich auf Kim spiele. Ich muss gestehen, mir hat @justin ‘s Schilderung des potentiellen Vier-Eins sehr gut gefallen, aber mein Eindruck am Bildschirm war, dass Kimmich eben nicht überschaut hat, dass Kalimuendo schon lauerte, und dass Kim auch bei besserer Vororientierung eine recht große Herausforderung gehabt hätte, um eine direkte Weiterleitung auf Kane hinzukriegen, was ja nun auch nicht seine Kernkompetenz ist. Was wiederum bei Kimmich eingepreist sein müsste, so wie er manche Spieler ja schickt und anderen in den Fuß spielt, je nachdem, wer der Empfänger ist.

Und zweitens: von Kimmich verlange ich (weil ich weiß, dass er’s kann), dass er ein Gespür für das Spiel hat. Wenn du ein so überlegen geführtes Spiel nicht killst, wenn du so einen saudummen Elfer kriegst, solltest du dich nicht mit dem Schicksal anlegen. Nicht so kurz vor Schluss zudem.

Aber Schwamm drüber, ich bin der Erste, der das abfeiert, wenn die Nummer demnächst wieder klappt. Wie gesagt, das prinzipielle Festhalten an der spielerischen Lösung steht für mich ja auch gar nicht zur Debatte.

Danke für den netten Abend mit euch!

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Ich sehe die Schuld an diesem Gegentor schon mehr bei Kim.
Der Fehler von Kimmich ist, dass er diesen Ball nicht zu Urbig spielt, der ihn aus der Gefahrenzone schlagen könnte.
Man kann diesen Ball aber schon auch zu Kim spielen, wird ständig so gespielt ohne das etwas passiert.
Was Kim allerdings daraus macht ist nicht mal C-Jugend-Niveau. Anstatt entgegen zu gehen, drei Schritte zurück machen und den Gegenspieler nicht im Blick haben, da fehlen mir die Worte. Keine Körperspannung, kein Wollen, nur Zuschauer. Wenn ich mir dagegen Urbig in dieser Szene anschaue, volle Körperspannung, voll dabei, jederzeit willig und bereit zu helfen, den Ball zu empfangen und was draus zu machen. Und wenn es noch so eng und schwierig ist.
Der Absender eines Passes mag diesem eine Botschaft mitgeben, wenn der Mitspieler aber, in diesem Fall aus unerklärlichen Gründen, gerade nicht auf Empfang ist, dann wirds eng.

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Danke für Eure wunderbare Analyse! Ich selbst bin mittlerweile eher bei Urbig 10%, Kimmich 60%, Kim 30%:

Urbig begeht schon mit dem Dribbling den kleinen Fehler, sich stark unter Druck setzen zu lassen - als TW. Kimmich spielt dann den Ball von außerhalb des 16ers ziemlich weich quer bis zur entfernten Ecke des 5ers… ein absolutes no go, wenn Gegner im Strafraum sind. Dann pennt Kim natürlich, das ist klar. Dennoch muss der Ball schon viel früher nach vorne oder ins Aus gespielt werden. Natürlich ist man im Nachhinein immer schlauer.

Noch eine technische Frage zum Thema Fernschüsse: Welche Schüsse fallen denn in diese Rubrik, gibts da eine Definition?

Kanes 2:0 gestern war für mich eher ein gefühlvoller Schlenzer aus 20 m Distanz. Als Fernschüsse würde ich eher die Klaus Augenthaler- oder Lukas Podolski-Gedächtnisgranaten aus >=25m einordnen.

Ich konnte das Spiel am Samstag nicht sehen, hab mir danach dann die Statistiken angeschaut und erst gedacht, wie sehr die SGE da in HZ2 aufgedreht haben muss… (1,82xG zu 2,21xG)

Wenn man sich dann aber anschaut, dass beide Tore „geschenkt“ waren und beide jeweils ein xG von 0,8 haben, sieht das schon nicht mehr so schlimm aus.

Urbig macht die ganze Sache beim 3:2 mit seinem Dribbling zwar etwas brenzliger, aber Kimmich hat da ganz entspannt den Ball und erstmal überhaupt keinen Druck, versucht dann ein Bisschen zu dribbeln, rutscht dabei aus und spielt dann noch einen eher schlechten Pass.
Kim geht dem Ball auch nicht entgegen, aber alleine der Ball von Kimmich… naja, ist irgendwie auch so ne Fehlerkette, die es einfach immer mal wieder gibt beim Fußball.

Jetzt mal unabhängig von Schuldzuweisungen im Prozentbereich.
Kim hat mich da wirklich fassungslos zurückgelassen. Eine solche Trantütigkeit/Schlafmützigkeit? Wann hat man das mal von einem Bayernspieler gesehen?
Ich musste an den guten Uli Hoeneß denken: Das war der Tag, an dem wir entschieden haben ihn zu verkaufen.

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Hab mir die Szene gerade nochmal angeschaut. Kim steht da eigentlich paradiesisch allein im Strafraum, als Kimmich den Ball spielt, insbesondere ist auch kein Frankfurter in der „Box“. Vor der Ballannahme macht er sogar nochmal einen „Schulterblick“ nach vorne, aber offensichtlich war der Frankfurter Angreifer im toten Winkel, oder Kim hat dessen Geschwindigkeit komplett falsch eingeschätzt … insofern liegt die Schuld Kimmichs wohl am ehesten darin, nicht damit gerechnet zu haben, dass Kim sich hier so amateurhaft anstellt …

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Ich hab mich seit der Podcast-Aufnahme zum Thema “radikalisiert”. Die Entscheidung von Urbig und Kimmich, diese Situation spielerisch lösen zu wollen, war 100% richtig. Der Fehlpass ist egal. Deshalb stellt sich für mich die Frage nach der Prozentuierung der Anteile für mich gar nicht mehr.

Und bin sehr froh, dass Kompany und vor allem Kimmich selbst meine “Pro spielerische Lösung”-Haltung teilen.

Justin hat es hier wunderbar in einen neuen Artikel gepackt: FC Bayern: Kim(mich)-Patzer war ein Feature und kein Bug .

Ergänzend will ich noch aufs 1:1 und 3:1 der Bayern-Frauen gegen Wolfsburg verweisen. Die Wölfinnen versuchten jeweils, einen “sicheren” klaren, langen Ball zu spielen. Einmal blockte Damjanovic und traf direkt zum 1:1. Einmal fing Bayern den langen Ball ab und Stanway traf zwei Pässe später zum 3:1. Die langen Bälle sind eben nur scheinbar sicherer und risikoärmer.

Wenn man die Qualität dazu hat, sind spielerische Lösungen fast immer die richtige Wahl.

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Ja schon, nur werden jetzt 2 Aspekte etwas von Dir vermischt. Wie viele Foristen und Ihr auch schon formuliert hattet, steht das Primat einer spielerischen Lösungen insgesamt nicht zur Debatte.

“Fehler” sind in dieser Situation aber passiert; ohne Fehler (oder vereinzelte Geniestreiche) gibts im Fußball keine Gegentore. Nur um die individuellen Anteile der Spieler ging es dann in der Forumsdiskussion. Zu sagen, dass alle Fehler egal seien, weil man nun mal mit Risiko spielen wolle, greift insgesamt zu kurz.

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