Veröffentlicht unter: Michael Olise beim FC Bayern: Bereits besser als „Robbéry“?
Michael Olise war am vergangenen Samstag gegen Leipzig abermals der Unterschiedspieler in der Offensive des FC Bayern. Ist ein Vergleich mit den Legenden Robben und Ribéry bereits angebracht? Lediglich 34 Minuten benötigte Michael Olise, um das völlig offene Spitzenspiel des FC Bayern am Samstag in Leipzig in eine klare Angelegenheit zu verwandeln. Der Franzose riss die Partie nach seiner Einwechslung komplett an sich und war mit drei Vorlagen und einem Tor (fast) allein dafür verantwortlich, dass der Rekordmeister sogar noch einen Kantersieg einfuhr. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Der 24-Jährige, macht also genau da weiter, womit…
Sehr cooler Artikel, der es finde sehr gut einordnet.
Wenn man bedenkt, dass Robben erst im Alter von 25 Jahren zu Bayern kam und auch erst nach Jahren seinen Status als Big Game Player nach großen Widerständen erreicht hat und man selbst bei Lewandowski regelmäßig die Diskussion über dessen Torquote in den entscheidenden CL Spielen hatte, dann ist es bei Olise absolut “normal” dass in den Big Games noch Luft nach oben zu sein scheint. Man kann sich so glücklich schätzen einen solch spielintelligenten Flügelspieler im Kader zu haben, bei dem ein oder anderen Vorgänger war das ja zu bemängeln. Freue mich jetzt schon wahnsinnig auf das Zusammenspiel zusätzlich mit Musiala in der Rückrunde - das harmoniert ja nicht nur auf dem Platz.
Ich habe eigentlich Robbery als Spezialbegriff in Erinnerung, mit dem die Flügelzange, also das Zusammenspiel der beiden bezeichnet wurde. So als Oberbegriff für beide habe ich das noch nicht gehört … liege ich falsch?
Ich glaube nicht, dass man da großartig falsch liegen kann mit beiden Deutungen. Jeder und jede verbindet Verschiedenes mit dem Begriff. Wenn ich Robbéry lese, dann denke ich einfach an Robben und Ribéry. Ohne spezifische Gedanken an die Positionen auf dem Feld. Natürlich hat man im nächsten Schritt dann auch Gedanken an die kongenialen Momente, aber ich glaube, dass klar wird, was gemeint ist und es seine Funktion in dem Kontext erfüllt und damit okay ist.
Mich wundert nur der Accent bei Robbery. ![]()
Habe ich so selten gesehen. Aber schließlich sind wir hier bei MSR beim Bildungsfernsehen. ![]()
Findest du nicht, dass Ribéry mehr als 2 Buchstaben verdient hat? mit dem Akzent ist es doch viel fairer.
ROB - das zweite B teilen sich beide - ÉRY
Dann muss leider dem Froonck gegenüber unfair sein, da ich auf meiner Handy-Tastatur keinen Accent gefunden habe …![]()
Gut einordnender Artikel. Natürlich ist auch Robbery erst durch Wembley 2013 unsterblich geworden. Sonst wäre aus auch „nur“ eine außerordentliche aber unvollendete Ära gewesen.
Was es für mich noch besonders macht ist dass nach dem Kabinen-Eklat (Schlag von Ribery gegen Robben ins Gesicht in der Halbzeit eines Spiels nach vorangegangenem Disput wegen eines Freistoßes) nicht die Trennung erfolgte sondern im Grunde das genaue Gegenteil. Das dürfte so im Fußball ziemlich einzigartig sein und auch sonst eher selten passieren.
Kann mich noch genau an ein Interview mit Robben Tage danach erinnern als er nochmal daraif angesprochen wurde und er lächelnd meinte „Wir gehen weiter. Wir gehen weiter zusammen“. Bekomme heute noch Gänsehaut…
Zu Olise: zwar fehlen ihm noch diese Momente in den großen Spielen aber das dürfte eine Frage der Zeit und der Gelegenheit sein. Der Transfer hat mich in jedweder Hinsicht überrascht, vor allem die Geräuschlosigkeit wie der Transfer von statten ging.
Was mich sehr interessieren würde ist, was ist er überhaupt für ein Charakter? Man nimmt ihn öffentlich im Grunde als komplett emotionslos war und außerhalb des Platzes als auch nur punktuell extrovertiert - eigentlich genau wie auf dem Platz. Klar kann man jetzt sagen wen geht das was an aber das ist eine andere Frage, mich würde gerade etwas mehr vom Menschen als vom Fußballer interessieren.
Wie die Geschichte mit Ribery und Robben ausgegangen wäre, wenn ein paar Ergebnisse zum Ende der Saison 2011/12 anders gelaufen wären, ist mMn eine gute Grundlage für Spekulationen.
Die Fakten: Die Ohrfeige gab es in der Halbzeitpause des Hinspiels gegen Real Madrid im Halbfinale der CL. Das Spiel wurde dann noch durch ein Last Minute Tor von Gomez mit 2:1 gewonnen und eine Woche später stand bereits das Rückspiel an. Im Falle eines Weiterkommens wartete das ersehnte Finale im eigenen Stadion. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass der Verein darauf verzichtet, Ribery zu bestrafen und dass Robben die Kröte schluckt. Zudem wusste natürlich auch Robben, dass die Chancen auf seinen ersten CL-Titel größer sind, wenn Ribery spielt.
Interessant wäre es für mich auch gewesen, wenn Bayern das Spiel gegen Chelsea gewonnen hätte und man das große Ziel schon 2012 erreicht hätte. Wäre dann evtl. Robben vorstellig geworden und hätte gesagt: “So jetzt ist die Saison aus und wir müssen reden.”? Weil das Spiel aber mit einer bitteren Niederlage endete und Robben daran einen ziemlichen Anteil hatte, war es für ihn klar, dass er diese Scharte auswetzen will und es allen Kritikern zeigen wollte und das geht eben leichter zusammen mit Ribery.
Ist natürlich alles nur Spekulation, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der fehlende Erfolg der Saison 2011/12 durchaus eine Rolle spielte.
Mann muss auch dazu sagen, das wirklich „große“ Spiele vom FCB sehr lange zurückliegen.
Gute Spiele gibt es zu hauf, klar. Siege sowieso. Und wenn wir verlieren, ist es meist mies
.
Wir hatten zb ewig kein 11er Schießen mehr….
Habe ich was übersehen? Das letzte wirkliche „Legenden Spiel“ war der Supercup mit Pep und Martínez…gegen Chelsea? Vom Spielverlauf her usw. Bei Hansi‘s Sensations Saison zB hatten wir ja keine hin - und Rückspiele, die wie zb ManU damals episch überstanden wurden.
Oder betrügt mich die Erinnerung?
Ribéry bekam doch ne Geldstrafe ?
Wurde zumindest von Kalle in der Doku so berichtet.
Und ja, Robben wollte ehr nimmer mit Ribéry spielen. Wurde aber dann zurecht… ähhh umgestimmt.![]()
Richtig. Auch hier rettete ihn mMn der Zeitpunkt. Passiert das in einem Spiel im September gibt es wahrscheinlich schon einen Denkzettel zumindest in Form von Nichtberücksichtigung für ein paar Spiele.
Denke das beschreibt die Misere eines Bayern Spielers perfekt selbst die 41 Tore von Lewandowski werden selten erwähnt eher noch das er in großen Spielen nie wirklich geliefert hat und das könntest du mit ewig vielen Spielern weiter machen.
Bei mir ist es da andersrum tatsächlich: Bei Lewandowski habe ich vor allem dessen Torquote in Erinnerung, da er über etliche Jahre einfach absolut außergewöhnliche Leistungen gebracht hat.
An die Diskussion rund um seine Quote in den CL Spielen habe ich mich eher im Kontext dieses Artikels zurückerinnert. Letztendlich finde ich es aber auch absolut legitim sich auch solche Statistiken anzuschauen. Soll ja die Leistungen, die er über die Jahre erbracht hat nicht abwerten, sondern ist lediglich eine Grundlage nochmal zwischen überragend und noch mehr überragend differenzieren zu können auf sehr hohem Niveau.
Und wenn ich an Lewa zurückdenke dann sind es Momente wie der 5er Pack, die 41 Tore Saison und zahlreiche andere von ihm entschiedene und gerettete Spiele und nicht primär irgendwelche Makel.
In dem Zusammenhang sollte auch Gerd Müller wieder einmal Erwähnung finden. Zumindest von meiner Seite, da ich ihn - gelegentlich live und generell im TV - habe spielen sehen und seine Auftritte noch gut erinnere.
Er hat von 1966 bis 1976 in 10 Endspielen mitgewirkt, die ausnahmslos gewonnen wurden; sinnvollerweise betrachte ich das 74er Finale mit Wiederholung gegen Atletico in diesem Zusammenhang als ein Spiel.
Je 4 × DFB- und Europapokal, je 1 × WM und EM. In diesen Finals hat er 10 Tore erzielt. Mit der N11 beide Male den entscheidenden Führungstreffer, im 69er Finale beide Tore zum 2:1-Erfolg. Das ist schon ein schwer erreich- oder gar überbietbarer Rekord. Wenn man die Halbfinals betrachtet, fällt die Bilanz ähnlich aus. Zum Beispiel: 1967 alle drei Tore im Rückspiel in Lüttich. 1969 im DFB-Pokal sämtliche Treffer (je 2) im VF und HF. 1976 beim letzten Gewinn des Europapokals in dieser Epoche alle 3 Treffer im HF gegen Real Madrid. Bei EM und WM alle drei Treffer in den HFs (wenn man das Spiel gegen Polen so wertet). Mit anderen Worten: wenn es darauf ankam, war er noch mehr on fire als sonst schon.
Weil es gerade passt:
https://fcbayern.com/de/news/2020/11/franz-beckenbauer-gerd-mueller-ist-der-ursprung
Bei ihm war’s wie später mit dem Robben-Move: die Gegner wussten genau, was er macht und wie er es anstellt (und hatten auch keine Bedenken, ihm ordentlich auf die Socken zu geben). Dennoch waren sie meist machtlos.