Matthijs de Ligt: Verkaufen oder behalten? Die Konkurrenz im Check

Ich kann das Thema auch nicht so ganz nachvollziehen - Kim, Upa und de Ligt ist alles andere als eine schlechte IV, die offensichtlichen Baustellen sind RV, 6er und sollte Davies einen Wechsel anstreben dann auch LV und dann gibt es ja noch die Frage wie es mit dem Interesse an Wirtz aussieht. Einiges an Bedarf der richtig teuer werden dürfte.
Aber das wissen ja Freund, Tuchel usw genauso, wenn denen Araujo dann dennoch 80+ Mio wert ist muss das schon triftige Gründe haben, von außen sind die aber schwer zu finden.

Am schlüssigsten scheint mir da noch dass Tuchel in de Ligt nur den klaren IV#3 sieht und dieser daher seinen Wechselwunsch hinterlegt hat. Die andere Option wäre dass Tuchel mit 3er Kette spielen möchte und man dazu schlicht einen hochklassigen IV mehr braucht.

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Absolut korrekt.

Das Fussballgeschäft läuft wirtschaftlich finanziell und bilanziell nach den Regeln ab, die es sich gegeben hat. Dazu die aktuellen FFP Regeln. Daraus ergibt sich automatisch was Verlust/Gewinn/ Buchwert ist.

Alles andere sind Aussagen von Journalisten etc die jeder Grundlage entbehren.

Wenn das stimmen sollte, würde ich die Bayern Welt nicht mehr verstehen. Von unseren 3 IV ist MDL der einzige, der positiv gesprochen, das Maul aufmacht und andere mitreisst. Die beiden anderen sind schweigsame Gesellen. Wir brauchen MDL einfach zwingend als Führungspersönlichkeit. Sportlich sehe ich ihn keinesfalls schlechter als die anderen, wenn er fit ist.

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Ja, das Wort war überzeichnend gewählt, wenn man die Gesamtbilanz betrachtet. So weit, so gut.

Worauf ich jedoch hinauswollte ist, dass man in den jeweiligen Transferfenstern deutlich zuviel an verfügbarem Etat sowie Zeit und Energie in die IV investiert hat und insofern viel wesentlichere Transfers unterlassen hat.

Die Unruhe, die wir seit Jahren in der IV haben, ist mMn absolut kontraproduktiv, weil sie einfach nicht das Kernproblem des Kaders ist.

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Da stimmen wir komplett überein

Unabhängig von den mMn berechtigten sportlichen Gründen einen Wechsel deLigt/Araujo zu hinterfragen ist es mMn trotzdem wichtig sauber in der wirtschaftlichen Betrachtung zu bleiben.

Ein Kauf von Araujo für 70-80 Mio und ein Verkauf von deLigt zu mindestens 40 Mio wäre kein Verlust.

Viele, insbesondere Journalisten wie Falk werfen immer noch Liquidität und Buchgewinne/-Verluste durcheinander, genauso wie Basisgehälzer, Basisgehälter mit mehr garantierten und nicht garantierten Boni, sogar brutto und netto durcheinander. Finde ich beschämend für Reporter die sich damit brüsten seit Jahrzehnten über den FCB zu berichten.

MEn hat der FCB noch nie einen Spieler mit Verlust verkauft, auch ein wesentlicher Grund für den Aufbau des EK, und eben keine Geldvernichtung

Das hat Tuchel aber zumindest öffentlich nie gemacht - im Gegenteil er hat letzte Woche gesagt:

Angesprochen auf Spekulationen, dass de Ligt nach der Saison trotz eines Vertrags bis 2027 wieder gehen könnte, sagte der Coach: „Natürlich planen wir mit ihm, er ist unser Spieler, ein Topspieler und ein Topcharakter.“

Richtig. Und damit ging er weiterhin offenbar gewollt nicht auf das Kernargument ein, dass ihm unterstellt wird. Das hat er auch zurecht nicht gemacht, kein Vorwurf.

Aber diese Standard-Sprech Antwort ist als Nachweis, dass er de Ligt wirklich schätzt, nur wenig wert.

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Sehr interessant gerade in der PK. Es wurde mehrfach versucht Tuchel auf das Thema de Ligt (Aufbauspiel usw.) zu locken, ohne überhaupt den Namen zu erwähnen.
Der hat sich vernünftigerweise auf nichts eingelassen. Außer dem Hinweis, dass ein Vergleich mit Alaba in dessen Kernkompetenz unseren IV nicht gerecht wird.

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Ganz genau. Leider hat ihn Heiko Niederer dann vom Haken gelassen, statt ihn festzupinnen. Aber da wollte man sich wohl dann nicht zu sehr weh tun. Macht ja auch mehr Spaß, dass weiterhin als Gerücht köcheln zu lassen.

Aber wie gesagt, hätte Tuchel ja locker selbst darauf zu sprechen kommen, wenn er es anders als behauptet sehen würde. Dass er es nicht getan hat, ist richtig, beantwortet dann aber auch alles.

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Jeder hat seine Stärken und Schwächen.
Auch Alaba deLigt etc. Dias auch, es gibt mMn momentan keinen überragenden IV der insgesamt alles sehr gut kann.

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Gut, das mag zwar durchaus stimmen, kommt aber halt auch sowas nicht von ungefähr:

In welchem Mannschaftsteil ist unsere Nationalmannschaft am schwächsten besetzt?

Natürlich in der Abwehr.

Und einem billig zufliegen tuen einem FCB halt vor allem mal angehende Nationalmannschaftsspieler, die sich beim FCB am richtigen Ort sehen - siehe halt zB ein Kimmich, Goretzka und zuletzt Musiala.

In der kompletten 4er Kette beim FCB haben wir auf normalerweise dann 8 Positionen im Kader aber mittlerweile keinen einzigen dt. Nationalspieler mehr.

Und wenn einem nicht „Coup“ gelingt a la Davies (wobei der natürlich 2020 deutlich größer ausschaute als mittlerweile) was aber immer eher die Ausnahme als die Regel - da füllt man solche Postionen halt nur zu angemessenen Marktwerten auf - sprich 50-80 Mios wo da leider normal heutzutage für Innenverteidiger auf Niveau Top 3 Clubs von Europa.

Dass wir das bisher fast nur für Innenverteidiger solche Beträge regelmäßig bezahlt haben (anders als die meisten Topclubs in Europa - ein zentrales Mittelfeld mit 7-8 Spielern die um insgesamt - ! - gute 10 Mios Ablöse geholt hat KEIN anderer Topverein in Europa) ist eher ein glücklicher Zufall als normal!

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Ganz genau. Es geht im großen und ganzen hauptsächlich darum, wem man aktuell so viel mehr zutraut, dass es dieses ganze Theater wert ist. Und da sehe ich keinen, der zwingend auf der Hand liegt.

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Naja, dafür ignorierst du das Thema Gehälter einfach komplett. Genauso betrachtest du nur das letzte Buch, in dem der Verkauf steht. Alle anderen, in denen der Verlust steht, ignorierst du ebenfalls. Ebenso ignorierst du das Thema Verletzungen, was eben einen Ausfall von Produktionsmitteln und somit einen Verlust darstellt. Im Fußball kommt dann noch das Besondere hinzu, dass das Produktionsmittel ein Mensch mit Leistungsschwankungen und das Produkt nicht direkt mit Zahlen messbar ist.

Man kann nicht einfach nur auf die letzte Zeile der Bilanz gucken und dann sagen, man hätte mit dem Spieler insgesamt Gewinn gemacht. Denn damit nimmst du an, dass jeder Spieler ausnahmslos immer Abschreibung + Gehalt zu 100% durch sportliche Leistung ausgleicht und somit diese beiden Verlustposten ausgeglichen werden.

Unter deiner Betrachtung ist es dann aber fast unmöglich, überhaupt einen Spieler mit Verlust zu verkaufen. Du gehst davon aus, dass jeder Spieler, der ablösefrei wechselt, grundsätzlich neutral ist. Verkauft man ihn, müsste man schon extrem unter Wert verkaufen, um unter den Buchwert zu kommen. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn man einen Spieler nach einem Jahr für den halben Preis wieder verkauft. Also absolute Extremfälle. Ansonsten wird der Erlös immer mindestens im Bereich des Restwertes liegen.

Insofern ist so eine Aussage:

dann auch völlig uninteressant. Denn das gilt für die allermeisten Transfers von allen Klubs.

Der reine Verkaufs-Akt wird so gut wie immer einen Gewinn darstellen. Nur ist das nicht der einzige Posten mit dem der Spieler in den Büchern steht.

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Ohje- lassen wir es gut sein. Da weiß man ja garnicht wo man anfangen sollte.

@Ibiza vielleicht hast Du ja Lust

Ich probiers Mal:

Was @918 versucht hat zu erklären ist, dass der Begriff „Gewinn/Verlust“ vor allem mal einer aus der Buchhaltung ist, zumindest im eigentlichen Sinne.

JEDER Spieler verursacht vor allem mal Kosten, egal wie gut.

Ob er die Kosten „reinspielt“ und ob er so im übertragenen Sinne ein Gewinn oder „Plusgeschäft“ ist - dagegen eine wesentlich komplexere Frage.

Und natürlich kann man speziell im Fall von Hernandez festhalten, dass er das wohl nicht war - er ist da aber zuletzt klar eher die Ausnahme als die Regel und im Grunde ist sowas auch unvermeidbar: Denn ob es aber absehbar war, dass er grob (gefühlt allemal) die Hälfte seiner Zeit bei uns verletzt war - wohl kaum…

Jop, sehe ich prinzipiell genauso. Bzgl. seiner Verletzungen kann man aber schon argumentieren, dass er zum Zeitpunkt der Verpflichtung bereits schwer verletzt war und man somit zumindest das Risiko bewusst in Kauf genommen hat. Insofern muss man dann auch damit leben, wenn man in der Nachbetrachtung dafür kritisiert wird.

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Ich glaube davon geht niemand aus. Es sind einfach zwei gesonderte Sichtweisen (sportliche und finanzielle) die man nicht so einfach miteinander verquicken kann.

Du kaufst einen Spieler und der wird über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Normalerweise über 5 Jahre und dann hat der Spieler einen Wert von 0.

Dazu kostet er noch das Gehalt.

Bevor man den Transfer macht, sollte man überlegen, ob man sich das Gesamtpaket leisten kann oder nicht. Das ist seriöses kaufmännisches Gebaren. Wenn man sich den Transfer nur leisten kann, wenn man in ein paar Jahren einen Buchgewinn realisieren kann, dann ist der Transfer im Grunde zu teuer.

Die Politik des FC Bayern ist grundsätzlich nicht jene, dass man einen Spieler kauft auf eine Wertsteigerung spekuliert um ihn dann für eine hohe Ablösesumme weiterzuverkaufen. Das macht der Rest der Bundesliga.

Was wir abseits der Gewinn & Verlustrechnung im Auge haben sollten sind die liquiden Mittel.
Da sieht es ja ganz gut aus. Die Kasse ist gut gefüllt.

Natürlich muss man übergeordnet sich anschauen, ob die eingesetzten Mittel auch den erwarteten sportlichen Erfolg, respektive die damit verknüpften sportlichen Ziele erzielt werden konnten.

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Und da ist, fernab von Bilanzen oder bwl noch genug Luft nach oben bei uns - Aufwand und Ertrag usw :wink:

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Das ist natürlich ein völlig anderer exercise, dem sich der Vorstand permanent gegenüber sieht.

Die insgesamt eingesetzten Mittel seit 1.7.2020 bis dato entsprechen sicherlich nicht den Zielsetzungen insgesamt. Und dennoch hat man in dieser Zeit insgesamt Gewinne und einen Liquiditätszuwachs erwirtschaftet, keinen Spieler auch nicht Lucas Mane Gravenberch Pavard etc mit Verlust verkauft.

Also keine Geldverbrennung

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Guter Punkt - und selbst bei diesem Rest der Bundesliga ist es nur ein kleiner Anteil der Spieler die teurer wieder verkauft werden im Schnitt. Diejenige die teurer geworden sind sind aber gleichzeitig die „spannenden“ Transfers, drum erscheinen sie viel öfter im Zentrum der Aufmerksamkeit und erscheinen viel „normaler“ als sie sind.

Wenn beim FCB dagegen jemand teurer verkauft wird als eingekauft ist das eben die totale Ausnahme - und selbst dann im gewissen Sinne ein „Scheitern“ weil ein so klar besser gewordener Spieler ja eigentlich man gar nicht unbedingt hergeben will oder man zumindest meinen (besser heißt halt noch lange nicht gut genug für den FCB) könnte…

So kann man eben bei uns immer schön „draufhauen“ - egal ob nun jemand teurer oder billiger weiterverkauft wurde

:wink:

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