João Palhinha (Benfica Lissabon)

Das war wirklich komplett in den Sand gesetzt, weiß nicht ob irgendwo anders mal jemand so viel Geld in einem Sommer einfach verbrannt hat.
Aber genau die Transferphase hatte ich oben ja erwähnt und gelobt habe ich das, was in den fünf Jahren danach kam.
Camavinga (31 Mio), Alaba (0), Tchouameni (81 Mio), Rüdiger (0), Fran Garcia (5 Mio), Arda Güler (28 Mio), Bellingham (127 Mio), Joselu (2 Mio), Mbappe (0), Endrick (47,5 Mio).

Mal sehen wie sich Endrick entwickeln wird, aber selbst wenn er es nicht packt, wird er noch eine fette Ablöse einbringen, weil er noch so jung ist und so großes Potential hat.
Joselu und Fran Garcia waren sehr brauchbare Kaderspieler für sehr wenig Geld. Flops hast du da überhaupt gar keine.

Und was ich an Bayerns Transfers der Jahre 2019-2024 kritisiert habe, waren auch nicht in erster Linie die Flops an sich, sondern die wenigen wirklich gelungenen Transfers im Verhältnis zu vielen gescheiterten. Da geht es mir auch weniger um das Geld, sondern um die Probleme des Kaderaufbaus, die uns auf allerhöchstem Niveau in der CL Grenzen aufgezeigt haben und die wir jetzt erst behoben haben.

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Camavinga und Tchouameni waren sehr gute Kaderspieler, als sie noch an der Seite von Modric und Kroos agieren konnten.
Den nächsten Schritt haben sie noch nicht geschafft und bei jemandem, der über 80 Millionen gekostet hat, sollte man das schon erwarten. Dass man Tchouameni das bei Real nur noch bedingt zutraut, sieht man gut am Interesse an Rodri, den man unbedingt holen wollte.
Camavinga ist ohnehin auf dem Abstellgleis.

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Ich tue mich ehrlicherweise schon etwas schwer, hier alle als Flop zu bezeichnen.

Arp war ein Talent mit überschaubarer Ablöse. Nübel kam ablösefrei, Odriozola als Leihe war eh für einen überschaubaren Zeitraum als Back Up geplant. Ja, gut funktioniert haben die nicht und bei Nübel kommt das Thema Gehalt dazu. Aber Flop ist für mich dann was anderes.

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Bei Arp doch auch? Den hat man doch extrem überbezahlt, um ihn aus Hamburg loszueisen.

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Sehe ich größtenteils auch so. Aber Tchouameni hat in 4 Jahren 125 Spiele in La Liga gemacht und 42 in der CL, Camavinga in 5 Jahren 144 in La Liga und 52 in der CL. Leistungstechnisch hat man sich sicherlich mehr erwartet, sie galten ja als absolute Top-Talente damals. Aber in meinem Schema ganz oben würde ich sie als solide Transfers einordnen, so wie bei uns entsprechend de Ligt, Pavard oder Mazraoui.

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Dann müsstest du aber auch Sane in deiner Solide-Liste mit aufnehmen. Er hat in der Zeit bei uns 153 Spiele in der Bundesliga und 51 Spiele in der CL gemacht. Insgesamt ca. 13000 Minuten Spielzeit in den zwei Wettbewerben.

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Hab ich bei Real jetzt doch Mal gemacht, da ich die Diskussion recht spannend finde:

Da gibt’s einerseits die eben erwähnten 3 fetten Flops aus 19/20.

Dass danach keine mehr kamen stimmt erstaunlicherweise sogar liegt aber an totalen Spezialeffekt:

Nach der Kauf/Flop Orgie in 19/20 mit 6 Neuzugängen über 10 Mios gab es die nächsten 5 Jahre INSGESAMT nur noch 5 aus dieser Kategorie und es wurde sogar ein kleiner Transferüberschuss erzielt nach über 200 Mios Defizit in der Saison davor.

So also doch kein so großes Wunder dass keine großen Flops mehr kamen, es gab halt einfach kaum mehr Transfers in dem Ausgabenbereich und echte Flops sind Gott sei Dank rar.

Man kann das Ganze jedenfalls zeitlich nicht einfach nur linear betrachten und sagen 1 Jahr Scheisse, 5 toll, also alles geil, weil ja viel mehr gute Jahre:

Sondern es kommt halt auch immer aufs Aktivitätslevel an - bei 6 teuren Transfers 3 Flops in einem Jahr kann durch 0 Flops bei 5 Transfers danach nur gerade so gut gemacht werden - toll ist es aber bei 200 Mios Miesen bei den Flops kein bisschen…

Insgesamt stehen wir da also selbst im Vergleich zum absoluten Branchenprimus Real in dem Zeitraum ganz ausgezeichnet da mit grob halb soviel an echten Flops verbrannt an Ablöse!

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Will nicht wissen wer mir da wieder aufs Dach gestiegen wäre, wenn ich Sane als soliden Transfer bezeichnet hätte… Kann man aber drüber streiten meinetwegen. Aber findest du die Transferpolitik von Bayern in der Zeit insgesamt besser als die von Real, ManCity, PSG oder Arsenal?

Ich fand real eigentlich immer ganz bei den Transfers. Viele ablösefreie Wechsel (Alaba!) eigentlich nicht mehr nur Namen geholt, Ausnahme Mbappe.

Bei den Engländern muss man einfach auch berücksichtigen, dass die ganz andere Mittel ausgeben können und das auch machen. City hat in der Zeit von Pep 2 Milliarden € ausgegeben.

Arsenal hat ein DEFIZIT von über einer Milliarde, seitdem Arteta da ist.

Das ist schon eine Menge Holz…

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Da lässt du jetzt aber die ablösefreien Transfers von Mbappe, Rüdiger und Alaba unter den Tisch fallen, weil die ja nicht in dem Ausgabenbereich liegen. Aber wenn ich ablösefreie Spieler hole und meine wenigen Transfers einschlagen, muss ich natürlich weniger teure Transfers in den Folgejahren tätigen. Bei Bayern hingegen musste man aufgrund der hohen Quote an Spielern, die keine totalen Flops waren, aber eben auch nicht voll eingeschlagen und dauerhafte Stamm- oder Rotationsspieler geworden sind, ständig neue Transfers tätigen, ohne dass es damals gelungen wäre, sukzessive einen erfolgreichen und in der Breite hochwertigen Kader aufzubauen.

Ja, unsere Flops haben weniger Geld verbrannt. Aber was mich am Ende interessiert, ist ein Top-3-Kader, der Mitfavorit auf die CL ist, ohne dass man sich komplett in Schulden stürzt.
Heute sind wir da, aber vor 2 Jahren war das noch anders. Wir hatten viele mittelmäßige Spieler ohne große Perspektive, die viel Geld gekostet haben. In den Jahren davor, waren andere Top-Vereine im Kaderaufbau besser, auch wenn sie zwischendurch teure Flops hatten.

Die gibt’s bei uns aber sogar noch zahlreicher die feinen ablösefreien Transfers:

Laimer, Mazroui, Guerreiro, Tah, Bischof - ich sehe uns da kein bisschen hintanstehen, Mbappe erscheint auch nur bei der Ablöse billig, vom Gehalt her ist das ein Vielfaches was die Topverdiener bei uns bekommen…

Und gerade der Aufbau der Mannschaft ist doch ein Dauerprojekt - da sehe ich aktuell uns auch klar vorne. Dauerhaft vorne ist da eh nie ne Mannschaft, es wechseln sich Top und schwächere Phasen (wie bei uns um 22/23) naturgemäß ab…

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FC Bayern | Benfica-Coach kritisiert Palhinha nach Liga-Debüt

„Benfica-Coach Marco Silva war da schon etwas zurückhaltender. Er sah den Ex-Bayern-Profi vor allem körperlich noch nicht auf der Höhe. „Er wird sich physisch sehr verbessern und er muss sich viel verbessern“, sagte der Trainer, der zudem noch Mängel im Zusammenspiel erkannte: „Er muss die Laufwege besser verstehen, seine Teamkollegen und wie wir uns positionieren müssen, wenn wir das Spiel übernehmen wollen.“ Palhinha müsse „vor allem mit dem Ball besser verstehen, was das Team braucht“, nahm er den Neuzugang in die Pflicht.“

Erstaunlich harsche Kritik nach dem ersten Spiel.

Führungsspieler fordern, junge Leute bauchpinseln

Aber genau deswegen war er für den FC Bayern nicht gut genug. Schlecht gescoutet würde ich sagen.

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Da wurde wohl nur nach Name und nicht nach Profil verpflichtet :smiley:

Stimmt, wenn man das so liest ist es krass. Kenne die Originalaussagen nicht und vor allem deren Konnotation nicht. Wenn es eher: “er ist sehr kurz hier, er wird noch super wichtig, gebt ihm Zeit, denn er muss noch ….” dann klänge das ganz anders.

Manu Kone‘ war im selben Jahr (2024) für rd 20 Mio zu haben.

Den Transfer Palhinha‘s werde ich nie verstehen. Bis heute Verschlusssache wer das entschied und warum er kam, obwohl TT gehen musste.

Ich denke nicht dass VK gefragt wurde.