JHV: So wird der FC Bayern mit den Frauen nur eine Nebenrolle spielen – ein Kommentar

Hoffe du nimmst mir das jetzt nicht übel, du weißt ich mag dich, aber das liest sich wie eine Erklärung eines schlechten Lobbyisten der von irgendwas profitiert.

Weil es sooooo gut passt:

Aber das ist doch der typische Bayernweg oder?
Im Zweifel eher konservativ investieren, Hauptsache man ist national Spitze. In Europa war Bayern finanziell nie bei der absoluten Spitze.

Doch 200 Zeichen lang Ja

1 „Gefällt mir“

Natürlich kann man kritisieren, dass im FF die echten Frauenvereine verschwinden, weil die Vereine mit eine Männerabteilung an ihnen vorbeiziehen. Aber wenn das nicht passiert, gibt es auch keine Entwicklung im FF, die wir ja auch alle wollen. @justin hat es besser erklärt.

Mein Einwand passt ggf. nicht hierher und ich kann ehrlicherweise mit Frauenfußball nichts anfangen.

Bevor mehr Geld allgemein in Fußball gesteckt wird, würde ich persönlich viel mehr Geld in andere Sportarten v.a. Randsportarten stecken.

Was Sportler:innen teils auf sich nehmen, um in ihren Sportarten sehr gut bis überragend zu sein, um dennoch kaum Unterstützung zu bekommen, ist schon gravierend. Habe zufällig zwei Personen in den letzten Wochen kennengelernt und beide waren sogar bei Olympischen Spielen, aber in absoluten Randbereichen. Nicht nur können/konnten sie davon nicht leben, es ist ein Minusgeschäft. Das empfinde ich als wirklich gravierend ungerecht.

Die Debatte mit dem Frauenfußball verstehe ich wahrscheinlich falsch, aber hier geht es zum einen um die Strahlkraft von Fußball allgemein gepaart mit der Frage der Gleichberechtigung, zumindest in meiner Wahrnehmung.

Die Leistung der Fußballerinnen ist definitiv beachtenswert und auch wenn ich mir Frauenfußball nicht anschaue, kann ich mir vorstellen, was die Sportlerinnen leisten.
Aber Leistung wird an so vielen Stellen gezeigt, ohne dass eben dies auch nur mit 5000€ honoriert wird. Geschweige denn mit den Summen, die hier genannt werden.

Gerade Fußball und damit die Vereine sollten, wie hier bei MSR an der einen oder anderen Stelle schon angeklungen ist, sich irgendwann überlegen, wofür sie stehen. Fußball ist Sport, Politik, Abbildung der Gesellschaft, Kommerz und und und. Es wird aber zu oft die reine sportliche Ebene in den Vordergrund gerückt.

Nehmen wir nur das Spiel der 60er gestern gegen Cottbus. Wollitz hat gestern zu Recht gesagt, dass immer nur geredet, aber nicht gehandelt wird.

Keine Ahnung, was ich wirklich sagen wollte… :see_no_evil_monkey:

Ich kenne das Buch und habe es gelesen. Wer Realist ist, wird aber anerkennen müssen, dass es unter der Prämisse, dass die Frauenabteilung erfolgreich sein soll, keine Alternative gibt. Wenn mir die jemand präsentiert, bin ich offen dafür. Ich sehe keine realistische.

Das stimmt.

Denn hier sind wir auf größerer Ebene als auf der des FC Bayern. Das eine hat mit dem anderen nicht so viel zu tun. Beides kann konfliktfrei nebeneinander existieren und sollte sich nicht gegenseitig auffressen. Man muss Frauen nicht ständig gegen Randsportarten ausspielen und andersherum. Dieses Argument habe ich noch nie verstanden.

6 „Gefällt mir“

Dein Einwurf stimmt. Deutschland ist Fußballland und es bräuchte insbesondere im Breiten- und Amateursport mehr Förderung.
Nur ist Bayern eben hauptsächlich ein Fußballklub.

2 „Gefällt mir“

Na klar gibt es die. Mehr Geld im System führt ab einem gewissen Punkt im Wesentlichen dazu, dass Ablösesummen, Spielergehälter und Beraterhonorare steigen. Am Ende konkurrieren doch alle Spitzenvereine um denselben Spielerpool. Mehr Geld in der Frauenabteilung des FC Bayern führt daher vor allem zu einer schnelleren Entwicklung und Ligeverödung bei Bayern selbst, aber nicht im gesamten Frauenfußball. Wenn einem die landesweite Aufmerksamkeit des Sports wichtiger ist, sollte man vielmehr für finanzielle Chancengleichheit unter den Frauenabteilungen eintreten und Ausgaben hart budgetieren.

1 „Gefällt mir“

Ich bin hier zwar nicht direkt angesprochen, aber von „Turbokapitalismus“ sind wir doch bei den Frauen noch sehr weit entfernt.
Freilich, die Mechanismen sind erkennbar, deswegen kann ich den Einwand verstehen.
Aber, um einen schiefen Vergleich zu wagen:
Den Frauen den nötigen Rückhalt zu verwehren aus den genannten Gründen, wäre ein wenig so, als würde man einem Dritte-Welt-Land verwehren, gewisse Energiegewinnung zu nutzen, um mehr Wohlstand zu erlangen. Spricht sich sehr leicht, so etwas:
Nur weil man die größten Perversionen selbst schon als solche erkennt, verweigert man anderen, die diesen Weg im schlimmsten/besten Falle gerade erst beginnen, schon die grundsätzlichen Mittel? Das leuchtet mir nicht ein.

Was Kapitalismus betrifft, gibt es schließlich nicht nur schwarz und weiß. Ich selbst benutze gern dasselbe ironische Wort wie bei der Demokratie:
Ist eine schlechte Staatsform, aber es ist die am wenigsten schlechte.
Solange man kein wirtschaftliches System entwickelt, das ähnlich viel Wohlstand und Fortschritt generieren kann, bleibt eben die Arbeit am derzeitigen System. Hätte ich so grundlegende Probleme mit kapitalistischer Systematik, müsste ich jeglichen Profisport ablehnen. Die reine Lehre ist hier nicht zu kriegen.

In Wirklichkeit halte ich das für eine Scheindebatte. Und ich argumentiere auch nicht mit einem „moralischen Impetus“, wie @Reparaturalster meint. Mir geht es schlicht darum, dass ich keinen Grund sehe, den Frauenfußball beim FC Bayern anders (stiefmütterlicher) zu behandeln als den Männerfußball. Beides ist Fußball, ich bin Fußball-Fan, ich bin Bayern-Fan. That’s it, und das reicht dann schon.

Die Fragen nach Gleichberechtigung, Gleichbehandlung etc. mögen dann noch gesondert bearbeitet werden, aber um mehr Investitionen in den Frauenfußball zu fordern, sind sie nicht mal vonnöten. Das ist lediglich eine weitere Debatte.

Tut hier glaube ich niemand. Der FC Bayern soll den Markt nicht verzerren, sondern das Spiel lediglich auf einem gewissen Niveau mitspielen. Und zwar nicht mit externem Geld, sondern mit dem eigenen, das er besitzt und erwirtschaftet.
Wir hatten hier schon einige Debatten um Michelle Kwan und ihr Modell oder auch die MCO-Geschichten. Sehen fast alle User hier kritisch, soweit ich sehe. Das, was wir vom FC Bayern fordern/erhoffen, hat damit nicht viel zu tun.

3 „Gefällt mir“

Und damit verzerrt er den Markt. Er hat ja nunmal aus seiner Herrenabteilung ein Vielfaches der Möglchkeiten, wie sie bspw Werder, Freiburg oder Nürnberg haben und kann, wie Justin schon richtig angemerkt hat, viel leichter mal 5 Millionen zusätzlich rüberschieben als diese 3 Klubs. Und der Grund dafür liegt nicht in der Leistung der Frauenabteilung, sondern der Dominanz der Männer und der ungleichen TV-Geld-Verteilung in Bundesliga/Champions League. Er spielt das Spiel schon auf einem Niveau mit, das für die alle anderen deutschen Vereine (mit Ausnahme der 50+1-Ausnahmen) offensichtlich nicht erreichbar ist.
Da fände ich einen Mechanismus, nach dem jeder Verein einen prozentualen Anteil seiner Einnahmen aus dem Männerfußball in einen Frauenfußballfonds einzahlt, der dann zu gleichen Teilen aufgeteilt wird, gerechter und interessanter, als die aktuelle Quersubventionierungsparade.

1 „Gefällt mir“

Gut, wenn du das schon Verzerrung nennst, kannst du das tun. Aber wenn dich das so stört, dann musst die auch konsequent beim Männerfußball das Gleiche fordern und kritisieren. Was argumentativ fragwürdig ist, ist den Frauen etwas zu verweigern, was man bei den Männern seit Jahrzehnten als völlige Normalität wahrnimmt. Das klingt so, als dürften die Männer selbst die übelsten Praktiken anwenden, aber die Frauen sollen nur den moralisch-ethischen reinen Weg beschreiten.

5 „Gefällt mir“

Ich fände zumindest eine TV-Geld-Verteilung nach englischem Modell wesentlich besser als den aktuellen deutschen Schlüssel und halte die aktuelle Entwicklung der Bundesliga ohne ernsthaften langfristigen Konkurrenten für Bayern für einen Irrweg. In der Hinsicht ist das auch konsistent. Um den moralisch reinen Weg geht es mir dabei nicht. Ich halte nur den moralischen Impetus in den Forderungen, den Frauenfußball noch stärker querzusubventionieren, für ein Lehrbuchbeispiel an kognitiver Dissonanz.

Ich bin in Sachsen zur Schule gegangen (Abi 2017) und Judo und Fußball gab es (benotet) in meinem Sportuntericht nur für Jungs.

(Wobei auch der Fußball- und Judo-Unterricht grottenschlecht war)

Soweit ich mich recht entsinne gab es wenn es hoch kommt 2-3 Frauenfußballmannschaften in einem 50 km Radius.

3 „Gefällt mir“

Ich würde sagen, es klingt nicht nur so, sondern ist ganz eindeutig so. Was für ein bizarrer Verlauf der Diskussion unter Justins Artikel ist das denn bitte? Wie zur Hölle kann man denn darauf kommen, die Konzentration des Kapitals beim Männerfußball zu verteidigen und das auch noch als Verteidigung des moralisch einwandfreien Frauenfußball-Biotops ausgeben. Keine Ahnung, wo man diese Art von Kapitalismuskritik beigebracht bekommt. Mit Dreesen die Frauen vor dem Kapitalismus retten ist wirklich der abgefahrenste Plan seit langem.

Sich ausgerechnet nach dieser JHV bei diesem Thema gegen Querfinanzierung auszusprechen, entbehrt ebenfalls nicht einer gewissen Komik. Nach der Logik sollte man den Campus zusperren und den Irrweg der Jugendarbeit abbrechen. Wäre mir jedenfalls neu, dass sich das alles selbst trägt…

Ein Wort zu Dreesen: Ökonomisch ist das nicht nur mäßig überzeugend, was er da vertritt, sondern eher schon mutwillig vereinsschädigend. Weil es nicht nur Investitionen bräuchte, um mithalten und womöglich zur Spitze aufschließen zu können, sondern weil es schon Investitionen benötigt, um nicht von mutigeren Akteur:innen überholt zu werden. Nie im Leben kann der FC Bayern den Status Quo halten, wenn andere Vereine (querfinanziert oder nicht) vorbeiziehen. Dann waren am Ende die bereits investierten Beträge eben für die Katz. Wirtschaftliche Vernunft kann ich da beim besten Willen nicht erkennen. Aber mei, wurscht is, weil gesundes Wachstum statt verzerrte Märkte gepredigt wird. Zwar handelt es sich bei beiden Begriffen um hochideologische Schönrednerei menschengemachter Vorgänge und Strukturen, passt aber gut zur bekannten Selbstdarstellung, dank derer der FC Bayern höchstens als Opfer statt als national stärkste Triebkraft des modernen Fußballs dasteht.

Und ja, natürlich und unweigerlich ist der FC Bayern auch beim Frauenfußball eine solche Triebkraft. Der Frauenfußball besteht nämlich nicht außerhalb unserer Gesellschaft. Da wird kein Idyll zerstört, schöbe man 3, 5 oder auch 10 Millionen vom einen in den anderen Bereich. Mich erinnert das übrigens an die historischen Debatten, ob Frauen denn arbeiten gehen dürfen sollten oder nicht. Weil, dann würden die ja auch den ganzen Übeln dieser Welt ausgesetzt - müsse man als Frauenfreund nicht eher hoffen, diesen unschuldigen Kreaturen bliebe das friedliche Refugium zwischen Ehebett, Herd und Wickeltisch möglichst lange erhalten, ohne die Zumutungen des Arbeits- und Geschäftslebens? Solche lieb daherkommenden Bedenken waren selbstverständlich nicht antikapitalistisch motiviert. Da sollten Frauen genauso wenig geschützt werden wie heutzutage ein Dreesen traditionellere Frauenvereine schützen will. Wer das im Rückblick auf die 50er/60er Jahre erkennen kann, müsste das doch jetzt gleichermaßen hinkriegen, solche Bigotterie zu erkennen und zurückzuweisen.

Guess what: Es gibt kein Außen. Es gibt nur die Wahl, ob der Männersport bevorzugt wird oder ob er ohne jede noch so minimale Einschränkung bevorzugt wird.

PS: Thomas Jaud verdient größten Respekt! Sich auf der JHV hinzustellen und Haltung zu beweisen zeugt von Charakterstärke und einem tiefen Verständnis für das Wesentliche unseres Vereins und ist somit in meinen Augen neunzehnhundertmal mehr Bayern-like als die nicht enden-wollende Serie „Talk of Shame“ à la Dreesen & Hainer.

8 „Gefällt mir“

Denk dir nix. Nicht nur in Sachsen, sondern auch in Bayern wird Sport ab der 5. Klasse nach Geschlechtern getrennt unterrichtet. Das liegt kaum daran, dass beide Bundesländer Freistaaten sind. So wird nämlich auch in anderen Bundesländern verfahren.

4 „Gefällt mir“

Sportarten bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren - unterteilt nach Mädchen und Jungen. https://www.move-it-sportcamps.de/bewegung-beliebtesten-sportarten-kinder/

2 „Gefällt mir“

Ich hab das u a gestern so verstanden von Seiten des FCB, wenn der FCB mehr investieren will müssten vorher 1 1 mehr einnehmen anstatt das Buget anzupassen oder im Hinblick auf den Gesamtvein es anzupassen ist sinn- und zwecklos und damit nicht zielführend. - ich hab das mal so in BWL gelernt, daa jedes erfolgreiche Unternehmen erstenmal in seine später erfolgreichen Marken investiert hat ohne damit Gewinne zu erwirtschaften, der FCB sieht das scheinbar anders. Auch 57.000 geg Arsenal wären möglich da bin ich mir sicher, die wird man aber nicht bekommen, weil der FCB die diesmal garnicht will. Auf mich wirkt die Strategie so als wolle man eine Zuschauerrzahi die rechtfertigt, daq die Mädels wenn man es nur ökonomisch betrachtet, eine Partie dee Mädels in der Alianz Arena nicht rechtzeitig. Die 24.000 von den Rech für eine schwaze 0 sprach, wird man diesmal mit der Bewerbungsstrategie nicht erreichen. Schade für die Mädels und die Stimmung im Stadion aber die Vereins Führung will es scheinbar genauso,

Ob Bianca Rech sich bereits dafür qualifiziert hat im Vorstand/Präsidium mitzuwirken oder ob dafür nicht noch Erfolge auf internationale Ebene fehlen ist eine andere Frage. Ihre Vorgängerin in Ihrem jetzigen Amt gehört für mich absolut ins Präsidium und in den Ehrenbeirat, Aber in dem Bereich sind die Strukturen des FCB leider genauso alt wie der Verein selbst, Für Frauen im Präsidium/Vorstand und Ehrenbeirat ist bisher kein Platz beim FCB - Schade Chance vertan! Der HSV hat im Sommer Laura Ludwig die 2012 in London Gold holte bei Olympia zu Ihrer Vizepräsidentin gewählt!
Alle von den Mitgliedern geforderten Schritte/Maßnahmen im Hinblick auf unsere Mädels die gestern von uns Mitgliedern gefordert wurden teile und unterstütze ich.

Ich teile die Werte des Vereins aber nicht die Haftung des Präsiduns - Not my Vorstand!!

Das 1990 von 432.500 stimmberechtigten Mitgliedern anwesend warwn und das reichte um beschlussfähig zu sein fand ich auch eine neue Erkenntnis und das Personalwahlen zum Vorstand offen stattfinden irritiert mich mindestens auch.

Diesen Verwaltungsberat in seiner aktuellen Form braucht doch ernsthaft auch keiner, Stoiber, Beer und Klingbeil haben da nichts zu suchen und eine persönliche Begrüßung vom Präsidenten haben die 3 quch nicht verdient. Genauso wenig wie Plätze in dee 1.Reihe.

1 „Gefällt mir“

Giuli hat bei Sky meine Geschichte wo Sie während der Reha nach dem 2.ACL interviewt wurde berichtet.

Das ,das Krankengeld das Sie als Spielerin bezogen auf das Gehalt das Sie damals verdient hat, es Ihr sehr schwer gemacht hat Ihren Lebensstandard zu halten.

Sorry so etwas verbietet Sich bei Spielerinnen die der ersten Mannschaft des FC Bayern angehören. Mit Profivertrag und Führungspspielerin beim FCB und des DFB - auch damals schon.

Eine Giuli, Zadi, Obi, Jobi, etc müssen sich doch in den 20er Jahren des 21. JAHRHUNDERTS im 3 Jahrtaunds voll und ganz darauf konzentrieren können wieder gesund und fit zu werden.

Respekt an der Stelle nochmal an Jobi, die sich während der Reha ein 2. Standbein mit Ihrem Cafe am Hirschgarren 24 aufgebaut hat.

Unsere Mädels leiden sportlich, menschlich ubd persönlich viel mehr als es die Jungs je tun müssten/müssen für den sportlichen Erfolg in Ihrer Karriere und Sie haben absolutv jede denhkbare und mögliche Unterstützung verdient

Sky Sport meine Geschichte mit Giulia Gwinn

Sky Sport meine Geschichte mit Lea Schüller

2 „Gefällt mir“

Deine Links gehen beide auf das PK vorm Nations League Halbfinale Hinspiel gegen Frankreich :wink: