Jahreshauptversammlung 2025 des FC Bayern - 02.11.2025

Gut, dass du noch den smiley drangehängt hast, sonst hätte ich deinen post als ziemlich unfreundlich und etwas anmassend gegenüber @folkfriend empfunden.

Ich persönlich gehöre zu jenen, die das Sponsoring von VAE als „sportswashing“ empfinden und es gar nicht gern bei unseren Bayern sehen.

Und @folkfriend: Ob und wie du antwortest, ist selbstverständlich alleine deine Entscheidung. Meine 5 cents dazu: „man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird“.

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Gut, dass du den Smiley noch gesehen hast.

Ich denke, folkfriend kann tatsächlich selbst entscheiden ob und wie er antwortet und dass er mit so einer „Spitze“ umgehen kann.

Vielleicht erkläre ich mich aber dennoch: Mir kam einfach beim Durchlesen des Hainer Zitats, dass sogar ich, der ich bei dem Thema viel weniger Blutdruck habe und der Ott sogar schon auch ein bisschen unterstellt, dass er sich in seiner Rolle gefällt (und übrigens Gefahr läuft, bald zur FCB Jahreshauptversammlungs-Folklore zu werden), die Aussagen Hainers extrem unglücklich fand und mir dachte: Wie werden da wohl diejenigen, die weiter oben schon sehr engagiert dazu diskutiert haben, darauf reagieren? Und dann ist mir eben pars pro toto oder als eindrücklicher Repräsentant dieser User Folkfriend eingefallen. Nicht mehr und nicht weniger.

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Es ist die Art und Weise, die so eklig ist. Nicht, dass er eine andere Meinung hat.

Auf der JHV hat er die Frage, die persönlich an ihn adressiert wurde, einfach ignoriert und an den Vorstand weitergeleitet, der mit dem Programmpunkt (Präsidiumswahl) überhaupt nichts zu tun hat. Eine Woche später ist er dann in einer Talkrunde und beantwortet die Frage mit einer Diffamierung des Fragestellers. Und in dem selben Talk haut er dann folgende Worte raus: „Ich antworte jedem Mitglied persönlich. So sollen die Mitglieder behandelt werden.“ Wann fängt er damit an?

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Yes. Das ist der entscheidende Punkt. Und hier ganz wichtig zu trennen.

Zur Sachfrage des Sponsorings: Ich bin bspw. für das Sponsoring von Emirates. Verstehe aber die Argumente dagegen. Meines Erachtens ein kompliziertes Thema, bei dem die Debatte lohnt.

Zum Verhalten von Hainer gegenüber Ott: Ich bin seit 10 Tagen nachhaltig erschüttert über das Verhalten von Hainer und Dreesen und es wird nicht besser. Mit solchen Interviews im Gegenteil.

Auf der MV verweigert Hainer aus vorgeschobenen Sachgründen die Antwort. Nur um jetzt im Wohlfühlinterview ausgiebig Stellung zu beziehen? Was soll das? Vor allem weil die Frage von Ott (auch und gerade vor der Wahl des Präsidiums. Wann sonst soll man sinnvollerweise Fragen zur Wertevorstellung der Kandidaten stellen?) nachvollziehbar, inhaltlich und formell richtig und klar ans Präsidium um Hainer und nicht an die AG/Dreesen gerichtet war.
Jetzt auf einmal bei der AZ ist nicht mehr die AG verantwortlich, sondern Hainer antwortet gerne?!

Die Angriffe auf die Person. Bei der MV und jetzt erneut. Allerunterste Schublade. Insbesondere vor dem Hintergrund, wie sachlich begründet Otts Punkts waren und auch wenn man das Machtverhältnis zwischen Ott und Hainer/FCB berücksichtig. Ott hat keine Plattform.* Hainer/Dreesen haben sie und nutzen sie. Hier zum Nachtreten.

*Und wenn er sein kleines bisschen Reichweite via Social Media nutzt, wird er sogar dafür noch kritisiert.

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Das Nachtreten Hainers ist unsouverän.

„Es geht ihm mehr um seine eigene Person. Er sucht die große Bühne.“

Ich überlege gerade, was ich in der Situation gesagt hätte:

„Wir freuen uns über das Engagement jedes Mitglieds. Um ihren Sorgen und Wünschen Ausdruck zu verleihen, ist die Mitgliederversammlung da. Das gilt auch für Herrn Ott. Ich freue mich wirklich über sein Engagement. Und er hat ja auch einen Punkt: Als Verein sind wir gefordert, unsere Werte nicht bloß aufzuschreiben, sondern auch zu leben. Unsere AG hat sich die Entscheidung für ein Sponsoring mit Emirates nicht leicht gemacht. … Geld verdienen … verlässlicher Partner … bewirken etwas zum Guten …“

Naja, ob ich es so hinbekommen hätte… Aber das hätte ich zumindest angestrebt.

Aber zu sagen, Herrn Ott gehe es mehr um sich selbst und er suche die große Bühne, ist wirklich auf eine peinliche Weise kleingeistig und unwürdig. Herr Hainer, bitte!

Ich möchte es einmal positiv für Hainer auslegen: Er meint vielleicht, er müsse in seiner Rolle als Präsident des FC Bayern e. V. bei Terminen wie diesem – einem öffentlichen Interview vor Fans, über das später breit berichtet wird – eine klare Ansprache pflegen und eine selbstbewusste Attitüde an den Tag legen, so wie Hoeneß es immer gemacht hat und so wie er glaubt, dass es vom FC Bayern erwartet wird („Mia san mia”).

Vielleicht sind Sie dieser Ansicht, Herr Hainer, aber sie ist falsch. Sie dürfen als Präsident des FC Bayern e. V. gerne viel souveräner und selbstbewusster mit Kritik umgehen, indem Sie sie sportlich annehmen und als positive Irritation des Gegebenen verstehen – zumindest öffentlich –, statt sie als ungebührlichen Angriff auf das Schiff „FC Bayern“ zu betrachten, den Sie nur durch eine persönliche Herabwürdigung parieren können. Das ist wirklich so klein.

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grandios Herr Ott - unsere Vereins- und Konzernspitze ist wahrlich ein trauriger Haufen!

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Schon faszinierend, wie der Mann es immer wieder schafft, sich so ins Rampenlicht zu bringen. Hut ab, da wird manch ein „Influencer“ neidisch.

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Schon witzig, die beiden Kommentare von @folkfriend und @k-dog-41 so direkt untereinander zu lesen.

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Eine polarisierende Person ist er auf alle Fälle.

"Seine Sichtweise war zuletzt nicht nur bei den versammelten Bayern-Mitgliedern auf recht wenig Gegenliebe gestoßen. Von Dreesen musste er sich eine verbale Spitze gefallen lassen. „Herr Ott, schön Sie wiederzusehen. Ich habe Sie letztes Jahr vermisst, vielleicht waren Sie im Urlaub, hoffentlich keine Flugreise“, hatte der Bayern-Boss gesagt.

Otts Replik: „Grundsätzlich ist es unsachlich, den Messenger statt der Message zu attackieren. Das lenkt vom Thema ab. Der letzte Satz meiner Rede war aber auch ein bisschen polemisch. Deshalb will ich Dreesen gar nicht vorwerfen, zurück zu polemisieren.“

Schärfer waren Otts Worte, als er mit einem Vorwurf Hainers konfrontiert wurde, den dieser nach der JHV formuliert hatte: „Es geht ihm mehr um seine eigene Person. Er sucht die große Bühne“, hatte der Klub-Präsident gesagt.

Derartige Vorwürfe habe er schon öfter gehört, meinte Ott: „Von meinem Vereinspräsidenten überrascht und enttäuscht mich eine so billige Polemik aber. Er versucht mich zum Schweigen zu bringen mit der Begründung, ich wäre egozentrisch. Das ist ein billiger Trick.“

Wer solche Worte wähle, könne sich offenbar „gar nicht vorstellen, dass sich jemand aus Idealismus und ohne Hintergedanken engagieren kann“. Hainer dürfe sich seinen Kommentar „also sparen“.
"

Ich finde Ott kontert das sehr schön…

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Hainer als Präsident und dazu noch in der Öffentlichkeit hätte sich das natürlich lieber sparen sollen, das sehe ich auch so.

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Die Kritik ist grundsätzlich natürlich berechtigt. Aber so eine JHV ist eben auch eine ziemlich emotionale Veranstaltung.

Wenn jemand eben nur dann auftritt und Kritik übt, wenn die Scheinwerfer ihn anstrahlen, dann hat das auf Aussenstehende schon ein Gschmäckle. Ich sehe da auch keinen leidenschaftlichen Bayern Fan, der den Verein vor Schlechtem bewahren will. So kommt das bei mir nicht an. Es gibt ja auch immer wieder Veranstaltungen bei denen der Verein Mitglieder einlädt und diverse Sachthemen besprochen werden. Eben in kleiner Runde. Es wäre sicherlich ein Ansatz auch in dieser Konstellation mal die Dinge anzusprechen.

Trotzdem wäre es natürlich viel besser, sich inhaltlich zu äussern. Die persönliche Ebene ist immer eine der Schwäche.

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Tut er auch. Er war beim Round Table zu Katar dabei:

https://fcbayern.com/de/news/2022/10/round-table-des-fc-bayern---fragenkatalog-mit-antworten

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Das ist doch ewig her. War ein anderes Thema. Eben Katar.

woher nimmst Du das „nur“?

Ich nehme Ott als sehr aktiv war und nur weil die Meisten seine Aktivitäten nur bei der JHV mitbekommen heißt doch kein bisschen, daß es sich damit hat…

Wenn man das damals mit dem Riesenaufwand rund um den Katar Antrag mitbekommen hat finde ich es schon ziemlich fraglich ihm bei so viel persönlichen Einsatz vorzuwerfen nur im Scheinwerfer glänzen zu wollen.

Für mich (hab mir den Teil der JHV angekuckt) hatte das viel eher was von einem Spießruten Lauf für Ott, der schon bevor er überhaupt den Mund aufmachte ausgepiffen wurde. Und so wie er reagiert hat war das für ihn auch erwartbar - es trotzdem zu machen:

Für mich ein tolles Beispiel von Zivilcourage!

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Katar ist vorbei. Das Thema ist durch.
Jetzt ist es ein anderes Thema. Ich habe von Ott vor dieser JHV wenig zu dem Thema gehört. Das ist meine Wahrnehmung. Vielleicht liege ich da ja auch falsch.

Aber sei’s drum. Das Thema ist ein großes. Ein sehr großes. Für den gesamten Sport. Der Sport hat sich an die Golfstaaten verkauft. Schon lange. Aber er ist ja nicht allein. Wem an sieht, welche Anteile an den großen deutschen Unternehmen in der Hand von Golfstaaten sind, dann wird die Dimension noch viel größer.

Noch ein ausführliches Interview. Sogar schon aus dem Sommer.

Und natürlich findet das Meiste nach dem Auftritt bei der JHV statt wenn dann das Medieninteresse groß ist.

Vorher hat er das Thema vor allem auf seinen eigenen Kanälen bespielt wo wir aber halt im Normalfall nix von mitbekommen…

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Ist Katar kein Golfstaat? Das Thema ist immer noch dasselbe, nur der Name hat sich geändert.

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Ich muss hier etwas ausholen. Sonst wird das nichts.

Mit dem Ende des Sponsorings durch Qatar Airways hat der FC Bayern ein Kapitel geschlossen. Präsident Hainer sprach von einem „einvernehmlichen Abschluss“, und auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte die saubere Trennung. Katar ist also erledigt.
Doch so einfach ist es nicht.

Denn während die Bayern nun ohne Katar auf der Brust spielen, landen täglich vollbesetzte Maschinen aus München, Frankfurt oder Düsseldorf in Dubai und Abu Dhabi. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind in Deutschland längst akzeptiert – ja, fast beliebt. Sonne, Luxus, Steuerfreiheit. Eine glänzende Alternative zu unseren grauen Wintern und komplizierten Gesetzen.

Viele Deutsche arbeiten dort – Ingenieure, Banker, Unternehmer. Emirates gilt als die bessere Lufthansa: günstiger, freundlicher, zuverlässiger. Und kaum jemand fragt, unter welchen Bedingungen das alles funktioniert.

Frau Götze sagte einmal dort sei die Gleichberechtigung weiter als bei uns, schließlich gebe es in Männer-WCs Wickeltische. Diese Anekdote bringt das Problem gut auf den Punkt. Wir sehen, was wir sehen wollen.

Die moralische Entrüstung über Katar war groß, weil es nah an unserem Verein, an unserem Herzen war. Weil wir es auf den Trikots gesehen haben.

Aber unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von denselben Strukturen – von Öl, Gas, Kapital aus der Golfregion – ist geblieben. Russland ist politisch verbrannt, also brauchen wir neue Partner. Und wenn sie nur weit genug weg sind, fällt das Schweigen leichter.

Dass unsere Wirtschaft schwächelt, liegt auch an den hohen Energiekosten hierzulande. Gleichzeitig kaufen wir Energie, Investitionen und Flugtickets aus Staaten, deren Werte mit den unseren kaum etwas zu tun haben. Das ist bequem, aber nicht ehrlich.

Ich sehe darum das gesamte Engagement der Golfstaaten kritisch. Aber der FC Bayern ist nicht mal die Spitze des Eisbergs. Das Problem ist viel größer. Es am FC Bayern festzumachen ist darum für mich fraglich. Fangen wir doch lieber bei uns selbst an.

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#…>StichwortMarketing/Sponsoring_oderWirtschaftlich(eNotwendigkeitenZuVer-)ArgumentierenUndGleichzeitigInDieGegenwartEinesKANEs/…DIAZZuInvstiern(…RespektiveEtwaigePerspekt!v-WerteFröhlichZuFire-n!?!)ÜbrigensGenauMeinHumor!? :face_with_peeking_eye: :thinking: / :smirking_face:(…:face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth: :grimacing: :flushed_face:)
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(…:cowboy_hat_face: :disguised_face: / :skull:..ähm..:ghost:)