FC Bayern unterstreicht in Mainz seine vielleicht größte Qualität – die noch besser werden kann

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Eine große Qualität kann noch größer werden

Der FC Bayern München dreht in Mainz einen 0:3-Rückstand. Bei allem Jubel über das Comeback nimmt man auch einen Auftrag für die kommende Saison mit. Wenn der FC Bayern München am Dienstagabend in Paris den ersten Schritt in Richtung Champions-League-Finale gehen möchte, kann er auf fast alle Schlüsselspieler dieser Saison zurückgreifen. Lediglich in der Offensive ist der Kader durch die Ausfälle von Serge Gnabry und Lennart Karl etwas dünn geworden. Trotzdem werden die Münchner ihre vermeintlich bestmögliche Elf auf den Rasen schicken können. Anders als im Vorjahr. Werbung: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf Trikots des FC Bayern bei Kitbag! (Affiliate-Link)…

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Als Laie finde ich erstaunlich wie anfällig die Mannschaft in der ersten Hälfte war gestern.

War es, dass die Unterschiedsspieler nicht da waren oder eine ‚Das wird einfach‘-Mentalität von der Starting-11?

Nichtsdestotrotz, man sah handlungsbedarf.

Verletzungen in der Endphase einer Saison lassen sich scheinbar nur schwer vermeiden. Dieses Jahr hat man tatsächlich das Glück, dass es bis auf Gnabry Spieler trifft, die trotz deutlich häufigerer Rotation eigentlich immer noch mit die wenigsten Spielminuten im Kader gesammelt haben und deren Belastung bei weitem geringer war, als die der vermeintlichen Stammspieler. Ideal wäre es natürlich, wenn in kommenden Jahren die Verfügbarkeit der Alternativen in der Schlussphase der Saison noch besser wäre.

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Es ist doch seit 100 Jahren immer das gleiche Muster. Mittwoch ziehst du in Leverkusen souverän ins Pokalfinale ein.
Samstag Nachmittag musst du wieder zum Brot und Butter Spiel an den Bruchweg. Wohlwissend am Dienstag wieder in Paris am Start zu sein.
Du wechselst zwar durch doch die Konzentration ist irgendwo zwischen wo bin ich überhaupt und wenn wie viele?

Dann kommt es halt so wie in den ersten 45 Minuten…

Sieht man übrigens auch gerade bei Freiburg, da allerdings über 90 Minuten.

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Ich glaube jeder sieht, dass der Kader noch nicht optimal zusammengestellt ist und es hier und da noch Lücken gibt aufgrund der Abgänge von Goretzka, Guerreiro und wahrscheinlich Jackson sowie fehlender guter und passender Backups für Diaz sowie auf den defensiven Außenverteidigerpositionen.

Die wichtigere Frage ist eher, welches Leistungsniveau die „neuen“ Spieler haben sollen. Da kann man auf der einen Seite für 200 Millionen shoppen gehen und Spieler wie Elliot Anderson, Anthony Gordon, Givairo Read und Alejandro Grimaldo verpflichten und auf der anderen Seite einfach die Leihspieler zurückholen und ins Team integrieren. Am Ende wird es wie so oft wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen.

Aufpassen muss man trotzdem, denn im Falle des größten Erfolges (auch wenn es am Ende nur die Meisterschaft sein sollte, ist es spielerisch eine der besten Saisons jemals, vielleicht sogar die beste) werden die größten Fehler gemacht. Aktuell bekunden sehr viele Spieler ein reges Interesse bei Bayern spielen zu wollen und da muss man einen kühlen Kopf bewahren. Nur weil eine Transfermöglichkeit günstig erscheint, heißt das noch nicht, dass man sie auch unbedingt wahrnehmen muss. In den letzten Jahren wurden immer wieder Transfers getätigt, wo man am Ende einfach auf die Jugend hätte setzen sollen und dadurch viel Geld gespart hätte. Genauso darf man sich aber auch nicht nur auf dem Erfolg dieser Saison ausruhen und gar nichts machen. Den perfekten Kader gibt es nicht und neue Impulse können einem Kader immer gut tun.

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Dein Post umreißt die Komplexität der Aufgabe von Eberl & Co. sehr gut - das Gute dabei ist, dass man dieses Mal keine so ganz zwingenden Transferziele von außen erkennen kann, die sofort die Preise steigen lassen würden.

Im Zweifel könnte man jetzt auch erstmal den Kader bzw. die erwarteten Abgänge mit ausgeliehenen oder Nachwuchs -Spielern auffüllen, schauen, wie die sich nächste Saison entwickeln und ggf. parallel im Hintergrund Transfers anbahnen.

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Grundsätzlich wäre das auch mein präferierter Weg, denn ich bin ja bekanntlich ein Freund von der Jugend und unseren Jugendspielern. Die Gefahr, die ich da einfach sehe, ist, dass die Jugendspieler zu wenig Neues, Erfrischung und zum Teil auch Quälität in den Kader bringen und damit auch zu wenig Druck auf die Etablierten ausüben.

Was ich in meinem Post noch nicht erwähnt habe, aber was glaube ich ebenfalls wichtig ist, ist das man die meisten Transfers schon vor der WM abschließt. Dann hat man es auf jeden Fall ruhiger. Bedeutet aber auch, dass die nächste zwei Monate relativ anstrengend sind und dann kann man sich zurücklehnen und möglicherweise auch in die Vertragsverlängerungen bezüglich Eberl gehen.

Der FC Bayern dachte 2010 auch mal, er habe schon einen sehr gut aufgestellten Kader, machte dann im Sommer fast nichts und war überzeugt, dass die ganzen Jugendspieler es richten würden. Das Resultat war eine im Verhältnis schwächere Saison, einige junge Spieler kamen nicht an die Leistungen des Vorjahres heran und einige erfahrenere Spieler verletzten sich. Man kann den Kader nicht mit der Annahme planen, dass Karl ein schlechtes nächstes Jahr hat und sich fünf Spieler schwer verletzen. So funktioniert Kaderplanung nicht. Aber man sollte den Kader punktuell dennoch verstärken.

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Am Ende ist es eben die Kunst die Balance zu schaffen zwischen punktueller Verstärkung, aber gleichzeitig den nachweislich talentierten Jugendspielern den Weg zu den Profis nicht zu verbauen.

Das ist aus meiner Sicht genau die Position, die der Normalfall sein müsste. Was waren wir bei Hernandez, Palhinha und auch Kane zur Kasse gebeten worden, nachdem wir unsere Transferziele ganz öffentlich gemacht hatten. Dümmer gehts eigentlich nimmer.

Jedes Jahr 2-3 smarte Transfers, die zumindest einige Zeit unbekannt bleiben - das wäre eine nachhaltige Strategie.

Ab und zu wird das nicht funktionieren, schon klar: Wenn bspw. Kane irgendwann gehen wird, wird Europa natürlich wissen, dass wir einen 9er benötigen.

Insgesamt wäre meine Hoffnung aber, dass die Verantwortlichen künftig deutlich weniger aus der Not heraus oder opportunistisch, und dafür mit mehr Weitsicht agieren würden. Schau ma mal.

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Genau das ist ja die Idealvorstellung die unseren alten Hasen UH und KHR vorschwebt nur die letzten paar Jahre wurde lieber auf externe gesetzt als auf Jugendspieler.

Seit letztem Jahr ist man auf einem guten Weg jetzt darf man diesen nur nicht so schnell verlassen.

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Bei PSG hat man mit Vitinha und zwei anderen Spielern am Wochenende auch Ausfälle, auch wenn es nicht klar ist, wie lange. Komplett ausschließen kann man das einfach nicht. Man kann natürlich versuchen, einen super tiefen Kader zu haben, aber das zu managen ist ja jetzt auch nicht einfach, da Du dann potentiell unglückliche Spieler haben wirst, außerdem kostet das dann auch mehr.

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Es ist nie planbar, wie hart es ein Team mit Verletzungen trifft und immer auch ein Stück weit Glück dabei, auch wenn man durch Faktoren wie Belastungssteuerung zu einem gewissen Grad Einfluss darauf nehmen kann. Das einzige, was man vielleicht noch stärker in die Zusammenstellung des Kaders miteinfließen lassen könnte, ist die Verletzungsanfälligkeit eines Spielers. Wundert es uns stark, dass Guerreiro mal wieder mit einer Muskelverletzung ausfällt? Eher nicht.
Andererseits gibt es auch Entwicklungen, die sich nicht so wirklich vorhersehen lassen. Bayern kaufte vorletzte Saison Ito und Olise. Einer der beiden galt als sehr verletzungsanfällig, während der andere kaum Ausfälle zu verzeichnen hatte. Die Einsatzzeiten der beiden bei Bayern widersprechen dieser Vorgeschichte komplett, denn derjenige, der viele Spieler bei seinem alten Verein verpasste, war tatsächlich Olise, der mittlerweile seit 2 Jahren eigentlich dauerhaft verfügbar ist.

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Den Artikel von letzter Woche kann man nach heute eigentlich einfach wiederholen, oder?