FC Bayern sendet wichtiges Signal an Vincent Kompany – und setzt ein Statement

Eine ähnlich bittere Erfahrung musste ja auch Bayern 2011/12 machen.
Die Meisterschaft verlor man zwar damals nicht erst am letzten Spieltag der Saison, aber die Art und Weise war dennoch sehr schmerzhaft, denn die Niederlage in Dortmund und die damit verbundene Vorentscheidung hing zu einem großen Teil mit dem verschossenen Elfmeter des bis dato sehr treffsicheren Robben zusammen. Das deutlich und verdient verlorene Pokalfinale haben Leverkusen und Bayern dann gemeinsam, genauso wie die Niederlage im CL-Finale, wobei hier die Bayern-Niederlage im eigenen Stadion nach totaler Überlegenheit wohl sogar noch eine Spur schlimmer war.
Aber interessant war vor allem das, was danach kam:
Bayern holte nach drei den drei Enttäuschungen 2012/13 das Triple, Leverkusen beendete die Folgesaison 2002/03 auf dem 15. Tabellenplatz und war lange Zeit sogar auf einem Abstiegsplatz, ehe man sich dann doch noch mit einem starken Endspurt retten konnte.
Im Gegensatz zur Vorsaison, als sie als Titelkandidat mit nur 4 Punkte in den letzten 4 Saisonspielen die Meisterschaft verspielten, gelangen dieses Mal als Abstiegskandidat starke 9 Punkte aus den letzten 4 Spielen, obwohl der Druck als Abstiegskandidat eigentlich noch höher sein sollte.
Mit dem Druck, etwas gewinnen zu können, konnte Leverkusen 2000 und 2002 nicht umgehen, als es darum ging, den Klassenerhalt zu sichern, klappte es dann. Irgendwie auch verrückt.

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Da war die dumme (im speziellen :joy:) Perplexity KI ja echt mal für was gut!

Denn wenn nicht die doofe KI nur BL angekuckt hätte (würde bei sieglosen Spielen auch immer von Pflichtspielen ausgehen) und uns so auf die 01/2 Saison gebracht hätten wir nicht so schön in Erinnerungen schwelgen können.
:wink:

Und das obwohl ich ihr ja eigentlich sogar beigebracht hätte wo man die Pflichtspiele sauber abrufen und analysieren kann. Nein, da hat sie ne Quelle mit Sieglos Rekorden gefunden (der Link eingangs) und dann kann man sich die Mühe ja auch sparen. Kostet ja alles wertvolle Serverzeit!

Zu faule KI, man lernt echt nie aus…

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Und ich bringe noch einen Vergleich mit rein:
in der Saison 2001/02 gab es keine Phase mit mehr als 3 sieglosen Spielen hintereinander.
4 sieglose Spiele am Stück (sogar 4 Niederlagen hintereinander) gab es tatsächlich in einer Saison und unter einem Trainer, unter dem man es wohl am wenigsten erwartet hätte, nämlich 2014/15 unter Guardiola (Pokal-HF gegen BVB, in Leverkusen, in Barcelona und gegen Augsburg).
Du kannst ja mal die KI füttern, wann es das sonst noch gab, dass Bayern 4 Spiele hintereinander wettbewerbsübergreifend verlor. Ich habe hier noch die Saison 1991/92 im Angebot (gegen Stuttgarter Kickers, gegen den BVB, beim VFB Stuttgart und in Kopenhagen). Gab es eine noch längere Serie?

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Die 7er Serien in den 60ern waren wahrscheinlich (damals ja noch kaum was mit Europa für die Bayern und Pokal wohl auch oft nicht lange genau wie heutzutage :joy:) ohne andere Pflichtspiele?

Bin auch zu faul zum Nachkucken - vielleicht bin ich doch auch schon eine KI?

1977/78 gab es tatsächlich 7 Niederlagen am Stück wettbewerbsübergreifend.

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Das war dann auch folgerichtig das Ende von Dettmar Cramer. Und es kam zu dem spektakulären Trainertausch Cramer/Lorant mit Frankfurt.

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Die Goldenen 90er :innocent::rofl::joy::smiling_face_with_sunglasses:

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Madrid 2010 war auch sehr bitter (Lucio und Milito machten den wesentlichen Unterschied).

Das 2010er-Finale habe ich persönlich nicht als so schlimm erachtet. Ich war einfach froh, dass Bayern wieder mal so weit vorgestoßen ist und deshalb hat mich die Niederlage viel weniger gefrustet, als z.B. 1987, 1999 oder 2012 oder so manches Aus in KO-Spielen im Viertel- oder Halbfinale (angefangen von Milan bzw. Roter Stern Belgrad in den späten 80ern, frühen 90ern oder dann mehrfach gegen Real bzw. Atletico bzw. gegen Inter 2011 und 2025 oder PSG 2021).
Da war 2010 irgendwie schon alleine vom Gefühl her, dass Bayern wieder vorne dabei ist und die Mannschaft Potential für weitere gute Jahre besitzt, Grund genug für Zufriedenheit.
Wenn man bedenkt, wo man ungefähr ein Jahr vorher stand (im Titelrennen an Wolfsburg gescheitert, in der CL von Barcelona gedemütigt), dann war 2010 mit dem nationalen Double und dem CL-Finale schon fast am Optimum. Wahrscheinlich spielte es auch eine Rolle, dass man in diesem Spiel anders als bei allen oben aufgezählten Spiele nicht bis zum Schluss mitzittern musste (bzw. konnte), weil irgendwann klar war, dass es an diesem Tag nichts wird (spätestens eigentlich nach dem 2:0 für Inter). Man konnte also schon ein paar Minuten vor dem Abpfiff den Titel abhaken, was psychologisch mMn auch eine Rolle spielt. Wenn man bis zum Ende (letztendlich vergebens) hoffen kann bzw. wenn die Nackenschläge erst zum Ende hin kommen, ist das mMn noch eine Spur brutaler.

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Die 3 wirklich bittersten bleiben für immer 87, 99 und 2012. Das wird sich kaum toppen. 99 ein Jahrhundert-Drama in der Art & Weise.

Und absolut ja, :100: Zustimmung, so viele bittere KO Niederlagen, obwohl wir verdient hatten bis in Finals zu ziehen. In den 80er wesentlich vs England. Dann Italien und Spanien und dann wieder die Engländer. Und dann der unerfüllte Pep….. Jesses, da wäre doch alles drin gewesen!

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