FC Bayern – News: Amnesty kritisiert "menschenrechtswidriges Vorgehen" der USA – und stellt Forderungen an den FCB

Veröffentlicht unter: Amnesty nimmt FC Bayern mit Blick auf die USA in die Pflicht

Amnesty International nimmt unter anderem den FC Bayern München beim Umgang mit den USA in die Pflicht. Außerdem: News und Gerüchte zu Leroy Sané, Sacha Boey, Eric Dier, Joshua Kimmich und vieles mehr. Wo ist Presse, wo ist Rummel, wo wird immer diskutiert? Beim Stern des Südens natürlich. In unserem Round-Up-Format wollen wir euch jeden Morgen um 6 Uhr* über das Wichtigste zum FC Bayern München informieren – und geben dem Ganzen mit unserer eigenen Art einen individuellen Touch. Max Eberl und der Aufsichtsrat: Steiniger Weg in die Zukunft? Ein Jahr Max Eberl – Zwei Meinungen Geburtstagsgeschenke angenommen: FC Bayern…

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Vorneweg: Ich möchte Qatar und die USA nicht vergleichen. Die Situation für die Betroffenen ist in Qatar viel schlimmer und gravierender als in den USA und hoffentlich verbessert sich die Situation irgendwann in Qatar und die Situation in den USA entwickelt sich hoffentlich nicht in Richtung Qatar.
Trotzdem muss man konstatieren, dass der FIFA Menschenrechte schon länger egal sind und es ihnen eigentlich nur um Geld und gute Publicity geht. Trump hat in den letzten Wochen gezeigt, dass seiner Meinung nach in der Welt wieder das Recht des Stärkeren gelten sollte und die USA soll dabei den Platz an der Sonne einnehmen.
Daher gibt es eigentlich nur 3 mögliche Varianten zu reagieren:

  • Nichts sagen und mitmachen
  • Mitmachen, irgendwie versuchen etwas zu sagen, ohne die USA und/oder die FIFA zu verärgern und sich damit in Deutschland und der Weltöffentlichkeit blamieren (wie mit der „Mund-Zu-Halten“-Geste in Qatar)
  • Wirklich ernsthafte Kritik an der Situation in den USA äußern und dadurch empfindliche Strafen von der FIFA und/oder den USA erhalten. Theoretisch könnte man auch Aussagen wählen, die eine Disqualifikation zur Folge haben oder von vornherein sagen, dass man aus menschenrechtlichen Gründen nicht an diesem Turnier teilnehmen kann.

Wahrscheinlich wird es auf die zweite Möglichkeit hinauslaufen, wie schon in Qatar. Es wird dann heißen, dass man an der aktuellen Situation sowieso nichts ändern kann, die Spieler es verdient hätten, dieses Turnier zu spielen und man bei einer Nichtteilnahme empfindliche finanzielle Strafen zu befürchten hätte.

Es wäre wichtig Rückgrat zu zeigen, aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

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Ich denke es gibt eine Menge an der aktuellen amerikanischen Regierung zu kritisieren. Die von Amnesty genannten Punkte sind alle sehr stichhaltig.

Die USA mit Qatar gleichzusetzen oder gar ein Turnier zu boykottieren? Dem kann ich nicht beipflichten.

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I come from an era where you followed football, back in the 50 60 70s
You didn’t expect your club to be politically active, that was a job for politicians. I wish it was still like that, there have been horrendous situations all through my 70 plus years, there always will be
I don’t know what Bayern should do, I hope the board can come up with an acceptable stance

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Es setzt ja niemand USA und Qatar gleich. Das einzige, was nun mal ein Fakt ist: Wenn bei Qatar schon keine Bemühungen vorhanden waren, Dinge anzupacken, dann werden diese hier erst recht ausbleiben.

Außerdem glaube ich, dass es zwischen Boykott und nichts tun auch noch ein paar Dinge gäbe.

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Oh then have a look back how political active different clubs really were. Or is it just a matter of „I only want them to get active when they can profit from it“?

In my opinion you can’t divide sports and politics. I even think it’s dangerous if we would say that politics is for politicians. Of course you can have that opinion for yourself, but a lot of progress we made as a society in the past 50, 60, 70 years came because people cared and because they were fighting for their rights and because they supported each other in the fight against politicians who thought: What we have is good, let’s not change anything. Or even those who, like trump, try to make the situation worse for a lot of people who were fighting for this.

Football clubs were always a big part of that society and of the change within society. And they will continue to be that even if they are big companies nowadays.

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Bis vor kurzem war Russland der Hauptfeind, böse, böse, böse…
Dicht gefolgt von China, böse, böse, böse…
Jetzt gibt es einen neuen Bösen, USA, böse, böse, böse…

Da will man doch als moralisch guter Deutsche und Europäer sich doch ganz parteiisch auf die richtige, sprich staatstragende Seite stellen.

Und so greift der ganz normale Wahnsinn, sprich der anerkannte Nationalismus immer weiter um sich…

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Well of course I respect your opinion. For me every step forward has been met by a step backward and I hate so much of the modern world and the politics that go with it
As an old man I have got very grumpy :hugs: my politics have changed over the years, but basically I don’t get involved like I did fifty years ago
I strongly suspect that much of what you see as progress I see as retrograde
But no way am I getting involved in a political discussion :hugs: but I stand by my view I wish football clubs to keep out of politics as much as possible at least

Was wäre das denn, was man da machen sollte?

Ich persönlich habe da keinen konkreten Vorschlag, muss ich ja aber auch nicht haben, weil es nicht meine Aufgabe ist. Ich habe auch noch keine so klare Meinung zu einem Boykott (der eh nicht kommen wird, egal, was in den USA passiert). Aber Fakt ist, dass es zwischen beiden Extremen eine Menge gibt. Und die Vertreterin von Amnesty hat ja erstmal nur eine Positionierung „erwartet“ in den Aussagen.

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#…>AllesAndereAlsEineTrennungVonDierWäreAngesichtsDes(…ObgleichStarkSchizo…SchlingerndenWieNachBenef!tsSchreienden)Sparkurses(…RespektiveDerZusätzl!chenPersonal-UpsPalhinha/…Goretzka)EbensoWeird/…Cr!ngeWie(-GrüßeVomRattenschwanz-)EineEtat-EinordnungKimmichs(30/…Seit10JahrenLeistungs…Vereinszugehörig)Unter:halb(…DesPR-Politikums)Musialas(22)!? :thinking: :face_with_monocle::roll_eyes: :confused:(…:flushed:)
:face_in_clouds:

Ich denke, das kann man auch für einen Fussballverein wie den FC Bayern unterschreiben.
Man kann die Reichweite wie bei Rot gegen Rassismus für Gutes nutzen. Der FCB kann aber nicht die Welt retten. Muss er auch nicht.

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Dann soll er konsequenterweise aber auch nicht so tun, als könnte er es (Qatar, Ruanda). Die Erwartungen hat er sich ja auch selbst ins Boot geholt, indem er ständig Dinge behauptet hat, mit denen er sich über die NGO‘s gestellt hat, die dort seit Jahren arbeiten. Immer wieder hat man betont, welche Kraft man hat, um die Lage dort zu verbessern.

Da zieht dann die Opferrolle einfach nicht. Selbst wenn man anderer Meinung als ich ist, und wie du sagt, dass der FCB sich da fein raushalten sollte, geht die Rechnung einfach nicht auf. Man hat sich selbst oft genug so positioniert. Und da sind wir noch gar nicht beim Punkt, dass man auch beim „einfach machen, abkassieren und nichts tun“ nicht neutral bleibt, sondern sich instrumentalisieren lässt (bspw. beim Qatar-Thema damals).

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Ich würde sagen, man war (bzw. sogar wurde) gezwungen sich zu positionieren.

Man wusste doch genau, worauf man sich bei Qatar eingelassen hat. Den Kritiker*innen jetzt vorzuwerfen, dass sie kritisieren, sich für Sportswashing missbrauchen zu lassen, um Kohle zu machen? Also bitte.

Der FC Bayern hat dann von sich aus entschieden, die Nummer zu fahren, man würde vor Ort Dinge bewegen und im Dialog Dinge erreichen zu können (die NGO‘s über Jahre nicht erreicht haben).

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Das hat man eben nur gesagt um vom eigentlichen Thema/Problem abzulenken. Aber du hast Recht damit, dass man so nicht einfach damit davon kommen darf.

Einspruch meinerseits. Es geht um eine demokratische Grundstruktur, die wir alle (hoffentlich?) schätzen. Russland ist eine Diktatur, China ebenso. Die USA erleben gerade einen Autokraten wie Trump, der die Demokratie an so einigen Stellen aushebeln will. Wollen wir - als eine Nation, die die Diktatur sehr schmerzlich in ihrer Geschichte erfahren hat - dies gutheißen? Deinen ironisch-sarkastischen Unterton zum „moralisch guten Deutschen und Europäer“ finde ich persönlich herabwürdigend. Die Deutschen und auch die Europäer haben wirklich gute Gründe, sich auf eine funktionierende Demokratie zu berufen. Und das ist kein Nationalismus, sondern ein Besinnen auf demokratische Werte (Im europäischen Sinne alles andere als Nationalismus). Dass die USA diesen Weg momentan scheinbar verlassen, ist kein Grund, sich von demokratischen Werten abzuwenden.

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ja herzlichen Dank für deinen Beitrag, da hast du mir ja in jeder Hinsicht bestätigt, was ich sagen wollte…
Zudem eine Anmerkung zu deinem Beitrag:
Du schreibst von „wir als eine Nation“ und dann später „das ist kein Nationalismus“… Ja was denn nun ? Da must du dich schon entscheiden, beides gleichzeitig geht nicht. Wäre ja ein Wiederspruch in sich.

Zudem mal ne Frage: was sind denn die Werte, die so gut findest ? Mach mal ein paar Beispiele :

Das Problem ist wohl wieder mal eine Definitionssache/Frage.

Ich weiß was @Lukenwolf1970 und ich was Du meinst, aber es sind eben zwei eigentlich ziemlich unterschiedliche Dinge.

Wenn aber einfach mal Wiki fragt

dann ist das in weiten Zügen in der Tat sogar eher (für mich auch überraschend) bei @Sportler und nicht dem wie es @Lukenwolf1970 meint und wie natürlich (letzteres) in der Tat der Begriff heutzutage meistens in einer sehr negativen Konnotation verwendet wird…